Analyse der Schalldämmung mit Methoden der mathematischen Statistik und der KI
Zusammenfassung:
Mithilfe von physikalischen Modellen ist es möglich, gemessene Terzspektren zur Schalldämmung zu analysieren. Zur Analyse können Verfahren der mathematischen Statistik bzw. der künstlichen Intelligenz unter Einbezug der physikalischen Modelle herangezogen werden, insbesondere wenn die Eingangsgrößen dieser Modelle parametrisiert werden und damit realistische Kennwerte für diese Eingangsgrößen wie z.B. die Longitudinalgeschwindigkeit abgeleitet werden. Es werden Methoden vorgestellt, welche die Eingangsdaten aus den Messdaten schätzen und ob sich diese Schätzungen signifikant von den in der Regel üblichen Materialwerten unterscheiden. Darüber hinaus wird gezeigt, unter welchen Voraussetzungen die physikalischen Modelle passende Ergebnisse liefern und wann Anpassungen notwendig sind. So ist z.B. das physikalische Modell für die Luftschalldämmung für einschalige Bauteile aus der DIN EN ISO 12354-1 mitunter zu erweitern, um eine gute Beschreibung der gemessenen Spektren zu erzielen. Weiterhin werden Ergebnisse gezeigt, wie mit den Methoden Aussagen zu unterschiedlichen Bauweisen, unterschiedlichen Baumaterialien und -konstruktionen abgeleitet werden können.