Schallemissionsmessungen an modernen WEA an Land: Untersuchung der Richtwirkung sowie des Einflusses von Messabstand und Sekundärwindschirm auf das Messergebnis
Zusammenfassung:
Schallemissionsmessungen an WEA an Land werden i. d. R. bei Mitwind an einem Referenzmesspunkt hinter der Anlage durchgeführt. Die Position des Referenzmesspunktes hängt vom Rotordurchmesser und der Nabenhöhe ab. In den letzten 10 Jahren haben die Rotordurchmesser um ca. 48%, die Nabenhöhen um ca. 16% zugenommen. Darüber hinaus hängt die Position des Referenzmesspunktes von der Windrichtung und den örtlichen Gegebenheiten ab. In der Praxis kommt es vor, dass der Referenzmesspunkt, um einen ausreichenden Störgeräuschabstand zu erreichen, mit Mindestabstand eingerichtet werden muss. Außerdem wird i. d. R. ein zweiter Windschirm (Sekundärwindschirm) mit bekannter Einfügungsdämpfung verwendet, um windinduzierte Geräusche am Messmikrofon zu minimieren.Im Rahmen einer Masterarbeit wurden Schallemissionsmessungen an 11 WEA durchgeführt, um die Richtwirkung, die Messung mit Mindest- im Vergleich zum Sollabstand sowie den Einfluss des Sekundärwindschirms zu untersuchen. Ob die höchsten Schallemissionen tatsächlich in Mitwind hinter der WEA auftreten, Messungen in Mindestabstand noch zeitgemäß sind und wie ein Sekundärwindschirm die Messung beeinflusst, wird im Vortrag geklärt.