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Sitzungsleitung:
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| J. Verhey, OvG-Universität Magdeburg, Abteilung Experimentelle Audiologie |
| B. Zeitler, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 10:45 |
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Akustik und Psychologie - Mensch im Schall.
Jürgen Hellbrück
[Abstract]
Der Vortrag ist in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil handelt von der Grundlegung und Anwendung der direkten Lautstärke-Skalierung, insbesondere der Kategorienskalierung in Psychoakustik und Audiometrie. Die Vorteile der direkten Skalierung, aber auch deren Fallstricke werden an Beispielen diskutiert. Der zweite Teil des Vortrags befasst sich unter Zugrundelegung kognitiver Theorien und Modelle mit der Wirkung von temporal-spektralen Schallcharakteristika bzw. ihrer psychoakustischen Äquivalente auf kognitive Prozesse, wie Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnis. Die Wirkungen von Hintergrundsprechen und Hintergrundmusik werden anhand von Untersuchungsergebnissen dargestellt. Der Zusammenhang zwischen der psychoakustischen Größe der Schwankungsstärke und der Beeinträchtigung des verbalen Kurzzeitgedächtnisses wird diskutiert. Mögliche sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für die Bewertung und Gestaltung akustischer Umwelten, insbesondere von Lern- und Arbeitsumwelten werden erörtert, auch unter Berücksichtigung derzeit geltender Richtlinien.
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| 11:30 |
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Engineering design for sound insulation in buildings
Carl Hopkins
[Abstract]
Designing constructions to provide sound insulation typically involves the use of measured data along with statistical and/or analytical prediction models, blended with a combination of empiricism, experience and pragmatism. In many situations, the accuracy of input data that is determined from laboratory or field measurements is often difficult to assess without recourse to other prediction models. This is evident in the prediction of flanking transmission where input data is often needed from measurements of structure-borne sound transmission across junctions of walls and floors. In fact, the complexity of many junctions means that we sometimes need to consider parts of a building as a black box where we only consider the input and output variables; this provides a practical solution for vibration transmission across the foundations of masonry cavity walls or complex timber-frame constructions. Historically, the development of prediction models has tended to focus only on steady-state sources because of the procedures that are commonly used to measure airborne sound insulation, and impact sound insulation with the tapping machine. However, for transient or time-varying sources, regulations and Standards require measurement of Fast time-weighted maximum sound pressure levels, for example with impact sound insulation measured using the rubber ball as a heavy impact source, or noise generated by building machinery. To address this need, models have been developed and validated based on Transient SEA (TSEA) along with an empirical approach that could be potentially be incorporated in EN ISO 12354. In the laboratory, we rely on measurements made with artificial ëheavy’ and ëintense’ rain from a single raindrop diameter to assess rain noise on roofs and roof glazing. To interpret these measurements for design purposes, models have been developed to translate the force applied by individual drops of water to natural rainfall which has a range of drop diameters. Challenges still remain in designing for low-frequency performance. Despite the fact that measurement methods for the laboratory and the field are available to improve the repeatability, reproducibility and relevance of low-frequency sound insulation (below 100Hz), they are not widely used. In addition, models such as EN ISO 12354 do not predict the low-frequency sound insulation for a single receiving room in a building where the mode count in one-third octave bands is low for the rooms, walls and floors.
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Sitzungsleitung:
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| M. Bargende, Universität Stuttgart, FKFS |
| C.-D. Munz, Universität Stuttgart, IAG |
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| 11:10 |
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Ein neuer Ansatz zur Optimierung des Rollgeräuschs im Pkw
Timo Von Wysocki, Frank Gauterin
[Abstract]
Das Rollgeräusch im Fahrzeuginneren tritt im Zuge der Elektrifizierung aufgrund der entfallenden Verbrennungsmotorgeräusche verstärkt in den Vordergrund. Insbesondere für Elektrofahrzeuge wird eine Reduktion des Rollgeräuschs daher immer wichtiger.
Mit einem neuartigen Ansatz wird bereits in früher Entwicklungsphase durch digitale Optimierung der Achskinematik das Rollgeräusch reduziert. Während sich die Achskinematik noch in der Festlegungsphase befindet, werden Zusammenhänge zwischen Achskinematik und Rollgeräuschphänomenen identifiziert. Diese Einflüsse können anschließend in der Auslegung der Achskinematik berücksichtigt werden. Dadurch wird ein bislang ungenutztes Potential zur Rollgeräuschreduktion erschlossen.
Die Identifikation der Achskinematikeinflüsse auf das Rollgeräusch erfolgt simulativ durch Methoden der Datenanalyse und des Maschinellen Lernens. Durch automatisiertes Morphing von Finite Elemente-Simulationsmodellen können systematisch Kinematikvarianten generiert und Luftschallkurven im Fahrzeuginnenraum berechnet werden. Aus dem so erzeugten Datensatz können mittels Regression Zusammenhänge zwischen Rollgeräuschphänomenen und Kinematikparametern herausgearbeitet werden. Diese Zusammenhänge können anschließend in Form von Designregeln oder Optimierungen in die Gestaltung der Achskinematik zurückfließen, um frühestmöglich eine Reduktion des Rollgeräusches in guter Abstimmung mit weiteren funktionalen Anforderungen, wie zum Beispiel der Fahrdynamik, zu erzielen.
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| 11:55 |
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Computational Acoustics: Models and finite element schemes
Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
The starting point of each computational scheme for the calculation of acoustic fields is the physical and mathematical modelling. In doing so, we will discuss the different physical phenomena in acoustics and their arising mathematical models being the different conservation equations as well as wave equations taking into account linear and non-linear as well as viscous effects. Thereby, we will motivate each mathematical model with practical applications to highlight the interdisciplinarity of acoustics based on fluid dynamics, thermodynamics and structural mechanics.
In a first part, we will highlight the great achievements in the last years in applying appropriate Finite Element (FE) methods to different sets of acoustic equations (both continuous and discontinuous Galerkin FE formulations, non-conforming finite elements, error estimation, etc.). The second part will concentrate on the use of FE methods for practical computations including vibrational acoustics (electrodynamic loudspeaker), aeroacoustics (human phonation, noise of ventilators), thermo-viscous acoustics (micro-electro-mechanical loudspeaker) and room acoustics. Finally, we will provide a critical view to FE simulations (as well as other numerical simulation schemes) by showing the huge amount of data being produced and the complexity to differ between numerical effects or even simple input errors and physical effects. In doing so, we will point out the need of a detailed physical understanding of acoustic phenomena in combination with a strong knowledge of the used numerical scheme.
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Sitzungsleitung:
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| S.C. Langer, TU Braunschweig, Institut für Akustik |
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| 11:45 |
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Vibroakustische Modellversuche
Christian Adams
[Abstract]
Jede physikalische Gleichung muss dimensionshomogen sein. Diese Aussage erscheint so selbstverständlich, dass sie kaum einer tiefergehenden Diskussion bedarf. Tatsächlich markiert sie den Ausgangspunkt der Ähnlichkeits- und Modelltheorie. In den klassischen Anwendungsgebieten Strömungsmechanik und Thermodynamik wurden Verfahren zur Durchführung von ähnlichkeitsmechanischen Modellversuchen verstärkt im 19. und 20. Jahrhundert entwickelt, u.a. durch Hermann von Helmholtz. 1970 benennt erstmals Lothar Cremer die dimensionslose Wellenlänge ”Helmholtz-Zahl”. Im Themenfeld der Vibroakustik, d.h. der Entstehung, Ausbreitung und Abstrahlung von Körperschall, konnten sich Modellversuche bislang nicht durchsetzen. Zudem haben numerische Verfahren ähnlichkeitsmechanische Modellversuche im Ingenieurwesen ein Stück weit verdrängt. Andererseits sind Modellversuche hervorragend geeignet, um vibroakustische Eigenschaften maschinenbaulicher Systeme in frühen Entwurfsphasen abzusichern. Sie können somit schnelleren, parallelisierten Produktentwicklungsprozessen Rechnung tragen. Zunächst beschreibt der Beitrag ein Verfahren, das die klassischen Ähnlichkeitsansätze mit computergestützten Verfahren kombiniert. Dies vereinfacht die Durchführung von Modellversuchen an körperschallerregten Strukturen, da ausschließlich Ein- und Ausgangsgrößen wie beispielsweise Geometriedaten bzw. modale Größen oder Übertragungsfunktionen benötigt werden. Sodann zeigen Beispiele aus dem Maschinenbau wie etwa körperschallerregte Platten oder Getriebe, welche Herausforderungen bei vibroakustischen Modellversuchen auftreten und wie sie beherrscht werden können. Schließlich sollen die Prinzipien der Modellähnlichkeit als Ausblick auf zukünftige Arbeiten im Hinblick auf Selbstähnlichkeit diskutiert und mögliche Anwendungsszenarien in der Vibroakustik aufgezeigt werden.
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Organisation:
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| B. Zeitler, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 12:05 |
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Schallschutz und Schalldämmung im Holzbau - Vorplanung und Nachweisverfahren
Andreas Rabold, Stefan Bacher
[Abstract]
Im Zuge der normativen Überarbeitung der Schallschutzanforderungen und Nachweisverfahren stellt sich immer wieder die Frage nach der Korrelation
zwischen der nachgewiesenen Größe und dem vom Bewohner wahrgenommenen Schallschutz. Sie gewinnt durch die kontinuierlich zunehmende
Diversität und Durchmischung der Bauweisen weiter an Bedeutung, so dass sich dem Bauphysiker neben der dringlichen Frage nach einem geeigneten
Berechnungs- und Nachweisverfahren für die zu beurteilende Bauausführung auch die Frage nach der Vergleichbarkeit der Berechnungsergebnisse für
verschiedene Bauweisen und Ausführungsdetails stellt. Zusätzlich zur Beurteilung anhand der bauteilbezogenen Schalldämmung oder dem auf die Bausituation bezogenen Schallschutz zwischen den
Räumen, zeigt sich immer deutlicher die Notwendigkeit, geeignete Spektrum-Anpassungswerte in der Beurteilung der Bauausführung zu
berücksichtigen. Während die Verbesserung des Zusammenhangs zwischen der Beurteilungsgröße und dem wahrgenommenen Schallschutz durch die
Berücksichtigung von Spektrum-Anpassungswerte relativ gut zeigen lässt und bei verschiedenen europäischen Projekten der letzten Jahrzehnte gut
vergleichbare Ergebnisse aufwies, ist eine Umsetzung in den Anforderungswerten und Nachweismodellen deutlich komplexer. Der Beitrag soll für Trennwände, -decken und Außenbauteile eine Einführung in die aktuellen Planungs- und Nachweisverfahren geben und mit einer
Übersicht zu den bisher vorhandenen Erkenntnissen zum wahrgenommenen Schallschutz die Diskussions- und Vortragsreihe eröffnen.
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| 12:35 |
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Parametrische Untersuchung der Direktschalldämmung von Holzbauteilen
Heinz Ferk, Berndt Zeitler, Christopher Leh, Markus Mosing, Selina Vavrik-Kirchsteiger, Bernd Nusser
[Abstract]
Bauen mit Holz gewinnt zunehmende Bedeutung im Hochbau. Eine der wesentlichen Anforderungen stellt der Schallschutz dar. Für eine qualitativ gute und wirtschaftliche Planung ist die Kenntnis der schalltechnischen Eigenschaften der Bauteile wesentlich. Mittlerweile existieren verschiedene Datenbanken mit berechneten oder gemessenen Einzahlangaben zum Schallschutz, wie z.B. www.dataholz.eu oder
www.lignum.ch/holz_a_z/schallschutz/ . Leichte Baukonstruktionen wie sie im Holzbau Verwendung finden, weisen oft eine von Massivbauten abweichende Charakteristik der Schaldämmung auf. Es ist daher für die Konzeption eines guten Schallschutzes wichtig, nicht nur der Einzahlangabe Beachtung zu schenken, sondern auch auf Informationen des spektralen Verlaufes der Schalldämmung in Form von Terzbandwerten zurückgreifen zu können. Solche Werte werden auch für die Entwicklung von Rechenverfahren und für die Entwicklung von Simulationsmodellen benötigt. Im Rahmen des Forschungsprojektes Sound.Wood.Austria werden für zahlreiche Bauteile wie Außenwände, Trennwände und Deckenbauteile die Verläufe der Schalldämmung im Labor gemessen. Durch Variation wesentlicher Konstruktionsparameter kann die Wirkungen von konstruktiven Änderungen, z.B. mit Hilfe von empirischen Modellen, untersucht und Optimierungsansätze abgeleitet werden. Relevante Daten sollen künftig auch in dataholz für die weitere Verwendung veröffentlicht werden. Im Rahmen des Vorkolloquiums sollen Beispiele aus den Labormessungen präsentiert und die Auswirkungen von Modifikationen diskutiert werden.
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| 13:05 |
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Numerische Verfahren für Massivholzdecken - Schalldämmung von Holzbetonverbunddecken
Stefan Schoenwald, Sven Vallely
[Abstract]
Der Vortrag befasst sich mit zwei Themenbereichen in der Analyse der Schalldämmung von Holzkonstruktionen.
Im ersten Teil werden effiziente numerische Verfahren zur breitbandigen Berechnung der vibro-akustischen Eigenschaften von Massivholzbauteilen, wie Brettsperrholz (CLT) oder Brettschichtholzdecken (BSH) vorgestellt. Die hierbei angewandten Verfahren sind bereits in kommerziellen Softwareanwendungen zur Finiten-Elementen-Methode (FEM) in der Regel implementiert. Es werden die Verfahren an Anwendungsbeispielen dargestellt und erläutert. Die Bauteilschwingungen, Luft- und Trittschalldämmung von Massivholzbauteilen werden für den gesamten bauakustisch relevanten Frequenzbereich von ganz tiefen Frequenzen bis zu 3150 Hz berechnet. Als Eingangsdaten sind nur die Ausgangsmaterialeigenschaften, der Lagenaufbau, sowie Annahmen zu den Randbedingungen notwendig. Der 2. Teil des Vortrags stellt experimentelle Ergebnisse zur Luft- und Trittschalldämmung von Holzbetonverbunddecken (HBV) vor. Die Daten wurden im Rahmen des kooperativen Forschungsprojekts ”Schallschutz im Holzbau” im Labor der Empa ermittelt. Hierbei wird die Direkt- und Nebenwegübertragung von Systemen verglichen und analysiert. Es werden bautechnische Lösungen mit bewährten Fussbodenaufbauten und Abhangdecken und Bauteilverbindungen aufgezeigt.
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| 13:50 |
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Akustische Verbesserungsmaßnahmen an Stoßstellen im Holzbau
Adrian Blödt, Christoph Höller
[Abstract]
Durch die zunehmende Leistungsfähigkeit der Bauteile im Holzbau kommt der flankierenden Übertragung sowohl bei der Tritt- als auch bei der Luftschalldämmung zunehmende Bedeutung zu. Dabei muss die reine Holzbauweise im Wesentlichen in zwei Gruppen unterteilt werden, nämlich den Holzleichtbau (z.B. Holztafelbauwände) und den Massivholzbau. Hybride aus beiden Bauweisen oder mit weiteren Bauarten bedürfen einer erweiterten Betrachtung. Die Verbesserung an Stoßstellen um deren akustische Leistungsfähigkeit zu erhöhen kann allerdings nicht losgelöst von anderen Planungsdisziplinen wie der Standsicherheit, dem Brandschutz oder der Wirtschaftlichkeit geschehen. Besonders hervorzuheben sind elastische Zwischenlagen zur akustischen Verbesserung der Stoßstellen im Massivholzbau. Diese beeinflussen sowohl die statische Durchbildung des Gebäudes sowie die raumabschließenden Eigenschaften von Trennbauteilen, sind aber in vielen Fällen aus akustischer Sicht unabdingbar. Die der Vernetzung dieser Planungsdisziplinen ist neben dem akustischen Erfolg auch maßgeblich für den Gesamterfolg eines Bauwerks verantwortlich. Dieser Beitrag zeigt die üblichen Verbesserungsmaßnahmen und deren Wirksamkeit im akustischen Sinne an flankierenden Bauteilen auf. Dabei soll auch der Anteil der tieffrequenten Übertragung bei der Trittschallanregung über die Flanken diskutiert werden. Auch auf statische Überlegungen bei der Wahl der Verbindungsmittel und der elastischen Zwischenlagen wird eingegangen. Für die elastischen Zwischenlagen werden akustische und baukonstruktive Auslegungsvorschläge unterbreitet, welche durch in-situ Messungen an Stoßstellen verifiziert wurden.
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| 14:20 |
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Laboruntersuchungen zur Stoßstellendämmung von Massivholzbauteilen
Martin Schneider, Andreas Ruff, Berndt Zeitler, Rainer König, Bernhard Dobmeier
[Abstract]
Das Stoßstellendämm-Maß Kij ist bei Massivholzkonstruktionen wie bei Leichtkonstruktionen stark von der konstruktiven
Ausführung des Stoßes abhängig. Für unterschiedliche konstruktive Ausführungen der Stoßstelle aus Massivholzelementen
(Wände aus kreuzweise vernagelten Brettschichten; Decken aus Brettschichtholz) wurden an Laboraufbauten
Stoßstellendämm-Maße ermittelt. Es wurden sowohl Kreuz- als auch T-Stöße zwischen Trennwand und flankierender Wand
bzw. zwischen Trenndecke und flankierender Wand vermessen. Dabei wurde der Einfluss unterschiedlicher Wanddicken, einer
unterschiedlicher Anbindungen der flankierenden Wände an das Trennbauteil (Stumpfstoß, Durchdringung) aber auch der
Einfluss unterschiedlicher Entkoppelungsmaterialien (Elastomere, Mineralfaser,...) sowie der Einfluss statisch erforderlicher
Verbindungselemente (Schrauben, Zugplatten, ...) untersucht. Die Massivholzdecken waren mittels in Sand gelegten
Betonplatten beschwert und es wurden auch Messungen mit einer zusätzlichen Last auf der Decke durchgeführt. Abweichend
von den Vorgaben der Messnorm zur Ermittlung der Stoßstellendämm-Maße (ISO 10848) wurde an verkleinerten
Versuchsaufbauten mit im Wohnungsbau typischen Wandflächen Messungen durchgeführt. Im Vortrag wird die
vorgehensweise zur Ermittlung des Stoßstellendämm-Maßes beschrieben, auf die messtechnischen Besonderheiten bei
Massivholzwänden eingegangen und es werden wesentliche Erkenntnisse der durchgeführten Messungen präsentiert.
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| 15:05 |
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Psychoakustische Studien für den Trittschallschutz im Holzbau
Markus Müller-Trapet
[Abstract]
Die kanadische Bauordnung (National Building Code of Canada, NBCC) hat in der bisherigen Version keine Anforderungen für den Trittschall. Um eine dahingehende Änderung des NBCC zu unterstützen betreibt der National Research Council (NRC) zurzeit eine psychoakustische Laborstudie, in der Probanden die Lästigkeit von Geräuschen verschiedener Trittschallquellen auf unterschiedlichen Holzböden bewerten. Die Aufnahmen der Geräusche werden im Deckenprüfstand des NRC sowohl mit einem vierkanaligen Ambisonics-Mikrofon als auch einem binauralen Kunstkopf durchgeführt, um eine Wiedergabe mit Lautsprechern und Kopfhörern zu ermöglichen.
Bedingt durch die Coronavirus-Pandemie musste die Präsenzstudie zeitweise unterbrochen werden. Um dennoch weiterhin Ergebnisse zu erhalten, wurde der Datensatz für einen Onlinehörversuch modifiziert. Dieser Onlinehörversuch wurde zunächst intern am NRC getestet und ist nun für öffentlichen Zugang freigeschaltet, so dass eine Teilnahme durch die generelle Bevölkerung aus verschiedenen Bereichen des Landes und darüber hinaus möglich ist.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Aufbau der Labor- und der Onlinestudie und beschreibt die Schritte der Datenverarbeitung. Ergebnisse beider Studien werden im Hinblick auf eine Änderung des NBCC besprochen, wobei die Ergebnisse der Probanden mit existierenden und neu vorgeschlagenen, internationalen Schallschutzkennwerten verglichen werden.
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| 15:35 |
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Psychoakustisch determinierte Schallschutzklassen im Holzbau
Noemi Herget, Benjamin Müller, Michaela Socher, Thomas Busse
[Abstract]
Das hier vorgestellte Forschungsprojekt verfolgt das Ziel der Erarbeitung eines psychoakustisch determinierten Klassifikationssystems, welches eine
leicht zu kommunizierende Beurteilungsskala für die akustische Qualität von Wohnhäusern im Holzbau definiert und damit eine Prognose bezüglich der
zu erwartenden Zufriedenheit ihrer Bewohner ermöglicht.
Ziel des Projektes war es daher, einen Bewertungsmaßstab für die Praxis auf Basis der Hörwahrnehmung abzuleiten, der eine eindeutige Einstufung von
Holzbaukonstruktionen hinsichtlich ihrer Schallschutzwirkung ermöglicht. Dabei ging es nicht darum, neue Anforderungswerte zu definieren, sondern
vielmehr die existierenden Schallschutzkennwerte in einen leicht verständlichen und einfach kommunizierbaren Erwartungswert zu übersetzen.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine hinsichtlich der trittschalldämmenden Eigenschaft repräsentative Auswahl von 16 Gebäuden und darin
ausgeführten Bauteilen zunächst messtechnisch erfasst. Dabei wurde darauf geachtet, mit den ausgewählten Gebäuden eine möglichst hohe Varianz in
der Bauteilqualität zu erzeugen. Zusätzlich zu den bauakustischen Messungen wurden binaurale Aufnahmen in den Gebäuden angefertigt, welche im
Rahmen von Hörversuchen durch Probanden evaluiert wurden. Weiterhin wurden die Bewohner*innen der ausgewählten Gebäude zur akustischen
Qualität befragt. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der Messungen, auch mit Blick auf die eigentlich zu erwartenden Ergebnisse vorgestellt sowie
die Ergebnisse der Befragung und des Hörversuchs präsentiert.
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| 16:05 |
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Akustisches Verhalten von Holzgeschossdecken ökologisch neu gestalten
Theresa Müller, Roberta Di Bari
[Abstract]
Die Erreichbarkeit der akustischen Qualität von Geschossdecken in Holzkonstruktionen stellt aufgrund der geringen Masse und Steifigkeit eine
Herausforderung dar. Die für den Leichtbau typische erhöhte Schallübertragung im tieffrequenten Bereich kann zu Unbehagen bei den Nutzern führen.
Optimierungsansätze ergeben oftmals suboptimale Lösungen, wie z.B. das Hinzufügen von zusätzlicher Masse
und Steifigkeit in Form von Betonelementen. Diese Ansätze stehen im Widerspruch zu den modernen Ansprüchen im Bauwesen und der Architektur
sowie zu den Vorteilen von Holz, die durch Nachhaltigkeit und geringes Eigengewicht charakterisiert sind.
Im Gegensatz zum konventionellen Planungsprozess hat das Exzellenzcluster IntCDC an der Universität Stuttgart die Untersuchung von integrativen
Ansätzen (Co-Design) als zentrale Zielsetzung. Dies soll die methodischen Grundlagen für eine Modernisierung des Bauschaffens legen. Mit dem Co-
Design und unter Zuhilfenahme neuartiger digitaler Technologien und sowohl Entwurfs- als auch Planungstechniken können
innovative Lösungskonzepte entwickelt werden, die das Schwingungsverhalten von Geschossdecken verbessern und die Umweltvorteile von
Holz beibehalten. Dies ermöglicht die Betrachtung ökologischer Herausforderungen im Sinne eines ganzheitlichen und digitalen
Planungsprozesses, um zur Schaffung einer qualitätsvollen und nachhaltig gebauten Umwelt beizutragen. Der Zusammenhang und die Wechselwirkung
zwischen akustischer Performanz und der ökologischen Qualität von Holzdeckenkonstruktionen wird deutlich anhand eines Vergleiches mit
konventionellen Deckenelementen aus Beton im Rahmen einer ganzheitlichen Untersuchung.
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Organisation:
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| P. Leistner, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 12:45 |
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Akustik urbaner Mobilität – Status und Perspektiven
Philip Leistner, Peter Brandstätt
[Abstract]
Urbane Mobilität ist und bleibt eine zentrale Herausforderung für künftige Stadtentwicklung, daran haben auch die Sondereffekte der vergangenen Monate kaum etwas geändert. Der Straßenverkehr dominiert die Geräuschkulisse in zunehmend verdichteten Städten und weder der öffentliche Nahverkehr noch die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen können bislang die urbane Hörqualität spürbar verbessern.
Zur Verbesserung dieser Hörqualität bedarf es mehr denn je einer ganzheitlichen Herangehensweise, die Fahrzeuge und Gebäude sowie Verkehr und Infrastruktur gemeinsam berücksichtigt. Der interdisziplinäre Gestaltungsspielraum reicht von Regeln und Anreizen über technische und bauliche Lösungen bis zu Informations- und Steuerungsmethoden. Dabei ist die Akustik im Kontext der anderen Ziele urbaner Entwicklung zu betrachten und so in die nachhaltige Transformation der Städte zu integrieren.
Dieser Aufgabe widmen sich weltweit sowohl Forschungsansätze als auch Umsetzungsversuche mit vielfältigen Ergebnissen. Der Beitrag behandelt die Akustik urbaner Mobilität aus verschiedenen Perspektiven und stellt aktuelle Erkenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen vor.
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| 13:10 |
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Morgenstadt: Die Stadt von morgen planen, bauen und betreiben
Steffen Braun
[Abstract]
Die große Herausforderung für lebenswerte und nachhaltige Städte sowie Stadträume in der Zukunft wird die Festlegung neuer strategischen und langfristigen Leitlinien für das Planen, Bauen und Betreiben der Stadt von morgen sein. Dafür muss jede neue Entwicklung und jeder Umbau im Gesamtsystem und als Zukunftslabor gesehen werden. Ein einzelnes Gebäude mit viel Technik oder hohem Energiestandard wird ohne Bedeutung sein, wenn nicht auf der Systemebene ein Paradigmenwechsel erfolgt. Angesichts der Vielzahl an bevorstehenden Paradigmenwechseln in den unterschiedlichsten Sektoren, die Städte und ihr Umland gleichermaßen betreffen, werden konventionelle Planungsinstrumente und -hoheiten in Zukunft wenig wirksam sein. Was bedeutet das für die digitale Stadt von morgen? Bei Planung, Bau und Betrieb müssen vielfältige Aspekte unterschiedlichen Ursprungs zusammenhängend berücksichtigt werden. Dies sind Anforderungen, die ohne ein synergetisches Zusammenspiel von Investition, Architektur, Bautechnik, Daseinsfürsorge und Stadtplanung nicht mehr zu erfüllen sind.
Die Verwirklichung der Zukunftsvision einer CO2-neutralen, digitalen, energieeffizienten und klimaangepassten Stadt kann nur dann gelingen, wenn wir neue und vor allem belastbare Prozesse der Kooperation zwischen Kommune, Planung, Forschung, Wirtschaft und nicht zuletzt Zivilgesellschaft von Anfang an etablieren. Für die Stadt und ihre Quartiere von morgen spielt beispielsweise Digitalisierung in der Nutzung eine entscheidende Rolle - bereits heute entstehen durch Daten neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, Gebäude werden sukzessive zu Datenräumen, die zu jeder Sekunde Daten sammeln und damit intelligente Gebäudetechnik steuern. Wie nutzen wir die Digitalisierung damit bereits in der Wertschöpfung ganzer Städte? Der Vortrag geht dabei auf größere sozio-technische Umbrüche im System Stadt ein und zeigt Perspektiven für unterschiedliche Disziplinen auf.
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| 13:35 |
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Die leise Stadt für Morgen
Miriam Dross
[Abstract]
Das Umweltbundesamt hat 2017 die Vision einer ”Stadt für Morgen - umweltschonend mobil - lärmarm - grün - kompakt - durchmischt” veröffentlicht. Sie skizziert, wie eine solche lebenswerte Stadt aussehen könnte und welche konkreten Maßnahmen Schritte in ihre Richtung darstellen würden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie das Leben in der Stadt weniger laut werden kann. Straßenlärm wird von den Deutschen als größte Lärmquelle benannt, 75 Prozent fühlen sich einer Befragung aus dem Jahr 2018 zufolge in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehr gestört oder belästigt. Im urbanen Raum stellt der Lärmschutz auch zukünftig eine große Herausforderung dar, denn der Zuzug und die Nachverdichtung hält an und ist auch angestrebt. Positiv wirken kann aber das angestrebte Ziel in der Stadt für Morgen: Die Zahl der Pkw in den Großstädten langfristig auf 150 pro 1000 Einwohner zu reduzieren. Dies bedeutet gleichzeitig, im Mobilitätsbereich auf den Umweltverbund zu setzen, das heißt den ÖPNV, das Fahrrad und den Fußverkehr. Diese Mobilitätsformen haben den Vorteil, dass sie erheblich weniger Lärm verursachen als der private Pkw. Für die verbleibende Flotte lässt die Elektromobilität erwarten, dass auch ihre Lärmemissionen erheblich verringert werden können.
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| 14:00 |
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Emotionale Mobilität im urbanen Umfeld
Tobias Hillers, Gregor Richartz
[Abstract]
Die Gesellschaft und Mobilität befinden sich in einem ständigen Wandel, der aktuell stärker denn je ist. Dabei wird ein umweltfreundlicher und emissionsarmer Verkehr, besonders im innerstätischen Bereich, immer wichtiger. Ein wesentlicher Aspekt sind hierbei die Lärmemissionen, die trotz öffentlichem Nahverkehr und zunehmender Anzahl an Elektrofahrzeugen bisher kaum spürbar verbessert werden konnten. In diesem Wandel gilt es aber alle Quellen von urbanen Schallemissionen - stationär und instationär - mit zu berücksichtigen. Dazu gehören neben den klassischen Schallquellen wie Pkw, Lkw-Lieferverkehr und ÖPNV auch neuartige Schallemissionen durch z.B. eine zunehmende Anzahl von Ladesäulen und Wärmepumpen an Gebäuden. Für erfolgreiche Hersteller einer exklusiven und sportlichen Mobilität gehört ein emotionaler und gleichzeitig sozialverträglicher Sound zum Gesamtbild der ”Marken-DNA”. Dabei reicht es zur Erfüllung der steigenden gesetzlichen Anforderungen in Zukunft nicht mehr aus, nur den Antrieb leiser zu machen, es muss mindestens genauso die Infrastruktur, wie z.B. der Straßenbelag, berücksichtigt werden. Schon heute nimmt zum Beispiel bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen das Reifen-Fahrbahn-Geräusch den größten Anteil am Außengeräusch von Fahrzeugen ein. Daher entwickeln die Hersteller schon heute Lösungen, um ihrem Kunden - dem Fahrer - auch unter diesen Rahmenbedingungen ein emotionales Sounderlebnis anbieten zu können.
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| 14:45 |
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Akustikgestaltung von Gebäudefassaden
David Goecke, Peter Brandstätt, Yohko Aoki, Florian Schmidberger
[Abstract]
Die Lärmbelastung im urbanen Gebiet ist an Mobilitätsflächen, wie Straßenschluchten oder Parkplätzen, und in Innenhofbereichen von aktueller Bedeutung. Hier wird der Schall ausgehend von Straßen- und Schienenverkehr, Baustellen, Parkplätzen, Freizeitaktivitäten, Abfallentsorgung und zukünftig auch Drohnen an häufig schallhart ausgeführten Fassadenelementen reflektiert. Deshalb bieten schallabsorbierend ausgekleidete Fassaden sowie aktiv geregelte Fassadensysteme das Potenzial, die Schallimmission der Umgebung bzw. in den Gebäuden zu reduzieren. Die Herausforderungen dabei sind jedoch vielseitig: so sind schallabsorbierende Fassadenelemente vor Witterungseinflüssen ausreichend resistent auszuführen und weitere bauphysikalische Anforderungen, wie Wärmedämmung und Brandschutz, zu berücksichtigen. Außerdem ist die Abschätzung der (flächenanteilig) notwendigen schallabsorbierenden Fassadenelemente für eine bestimmte Situation und deren Randbedingungen ohne ausreichende Expertise kaum möglich. Zusätzlich führen Fassadenöffnungen, wie sie temporär bei der natürlichen Lüftung durch Fenster entstehen, zu einer erhöhten Lärmbelastung innerhalb der Gebäude.
Dieser Beitrag berichtet beispielhaft an einer urbanen Innenhofsituation über die Akustikgestaltung von Gebäudefassaden. Dabei werden schallabsorbierende Materialien für die Auskleidung von Fassaden angenommen. Ein am Fraunhofer-Institut für Bauphysik (mit der Firma SCHÜCO) entwickeltes Prognosewerkzeug ermöglicht darauf aufbauend eine Einordnung des Einflusses derart ausgestalteter Fassaden auf die Schallimmission in der Umgebung. Schließlich wird ein Konzept einer intelligenten Fenstersteuerung vorgestellt, die unter Berücksichtigung der subjektiven Geräuschbewertung und geeigneten Geräuschanalyse die Lärmbelastung in Gebäuden reduziert.
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| 15:10 |
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Akustische Planungsparameter zur Bewertung der leiseren Stadt
Jochen Krimm, Holger Techen, Holger Marschner, Yvonne Büdding
[Abstract]
In den Prozessen im Bauwesen zur Errichtung von Gebäuden ist für die einzelnen Planungsschritte von Aufstellung eines
Bebauungsplanes bis hin zur Ausführung des Gebäudes keine Bestimmung der akustischen Qualität etabliert. Im Hinblick auf die
Gestaltung der akustischen Qualität beziehen sich alle Planungsschritte rein auf die quantitative Betrachtung der Pegelwerte wie
sie aufgrund der geltenden Gesetze, Verordnungen und anerkannten technischen Regelwerke ermittelt werden. Es ist anerkannt,
dass ein Pegelwert alleine keine Qualität beschreiben kann. Einen belastbaren Planungsparameter, wie er für die Akustik von
Innenräumen mit der Nachhallzeit eingeführt ist gibt es bislang nicht. Im Rahmen des laufenden Forschungsprojektes an der
Frankfurt University of Applied Sciences soll diese Lücke über die Entwicklung akustischer Planungsparameter für die leisere Stadt
geschlossen werden. Im urbanen Raum wurden anhand umfangreicher Feldmessungen städtische Räume akustisch dokumentiert.
Die Datensätze der ca. 70 Messorte bilden einen Katalog städtischer Regelsituationen. Anhand erkennbarer akustischer Muster,
die in Abhängigkeiten von bestimmten urbanen Anordnungen identifiziert werden können, sollen Planungsparameter entwickelt
und zur Diskussion gestellt werden.
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| 15:35 |
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Wenn jemand eine Reise tut: das Wechselspiel zwischen Tourismus und Lärm
Lisa-Marie Wadle
[Abstract]
Sowohl Reisende als auch Einheimische haben immer höhere Ansprüche an die akustische Qualität ihrer Umgebung, sei es am Urlaubsziel oder in den jeweiligen Heimatstädten und -regionen. Entlang der touristischen Wertschöpfungskette lassen sich jedoch vielfältige Konfliktpotenziale in Sachen Lärm identifizieren. Dazu zählen beispielsweise Verkehrslärm bei An-, Ab- und Durchreise und diverse, mitunter laute, Freizeitaktivitäten am Urlaubsort. Dieser tourismus-assoziierten Lärmwirkung steht die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus entgegen, sind viele Regionen doch stark vom Tourismus abhängig und möchten keinesfalls auf Gäste verzichten. In diesem Zusammenhang stellen sich die Fragen, welchen Anteil der dem Tourismus zugeschriebene Lärm gemessen an der Gesamtlärmbelastung tatsächlich hat, was die Hauptlärmquellen sind und welche Gegenmaßnahmen identifiziert werden können. Diesen und weiteren Aspekten widmet sich das vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg geförderte Projekt ”UNERHÖRTE GÄSTE - Wechselwirkungen von Tourismus und Lärm”, das im Rahmen des Kolloquiums vorgestellt wird. Im Projekt wurde zunächst das aktuelle Wissen zur Wechselwirkung zwischen Tourismus und Lärm in Form einer systematischen Literaturübersicht aufbereitet. Des Weiteren lieferten Tandemgespräche mit Lärm- und Tourismusexperten ergänzende Erkenntnisse zum Ziel, touristische Regionen nachhaltig akustisch attraktiv zu gestalten - für die, die dort wohnen und die, die dort Urlaub machen.
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| 16:00 |
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Flugtaxis: Ein Überblick über Besonderheiten zukünftigen Fluglärms
Michael Bauer
[Abstract]
Seit einigen Jahren erfährt die neue urbane Mobilität auch durch kleine, elektrisch angetriebene Flugzeuge ein wachsendes Interesse. Im Fokus stehen
neben Mobilitätsaspekten auch die ökologischen Vorteile dieser so genannten Flugtaxis, welche in der Regel rein elektrisch angetrieben werden. Auf der
anderen Seite gibt es aber keine oder nur sehr vage Informationen zur Lärmsituation, die sich zwangsläufig mit dieser zukünftigen Variante des urbanen
Flugverkehrs einstellen wird, denn auch elektrisch betriebene Propeller und Rotoren erzeugen immer noch aerodynamische Geräusche. Folglich wird der
Betrieb von Flugtaxis, die teilweise durchaus individuell als ”leise” einzustufen sind, Untersuchungen des zu erwartenden Fluglärms erfordern, da der Einsatz
dieser Fluggeräte unter Umständen eine signifikante Anzahl von Flugbewegungen in meist relativ geringen Höhen mit sich bringen wird. Und so gibt es
bereits Anhaltspunkte dafür, dass beispielsweise bewohnte Regionen, in denen Fluglärm bisher keine nennenswerte Rolle gespielt hat, künftigem
Verkehrslärm durch Flugtaxis ausgesetzt sein könnten. Die hier vorgestellten Forschungsergebnisse versuchen einen komprimierten Überblick über aktuelle
Arbeiten des Autors zu geben. Dazu gehören u.a. Themen wie die Beeinflussung des Fluglärms durch Flugtaxis bei höherem Flugaufkommen durch
gezieltes Verkehrsmanagement sowie die zu erwartenden Auswirkungen durch den Betrieb von Flugtaxi-Flotten, welche aus technisch und auch akustisch
sehr unterschiedlichen Fluggeräten zusammengesetzt sein werden.
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Organisation:
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| A. Gerlach, Robert Bosch GmbH |
| J. Prager, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) |
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| 12:45 |
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Künstliche Intelligenz für akustische Sensorsysteme
André Gerlach, Jona Eisele
[Abstract]
Akustische Sensoren sind in zahlreichen Anwendungen zu finden. Dazu gehören Anwendungen in direkten akustischen Systemen, wie z. B. in Beschallungssystemen oder aktiven Lärmminderungssystemen. Andere Systeme nutzen Schall, um Messungen durchzuführen, wie z. B. zur Entfernungsbestimmung über eine Laufzeitmessung, zur Temperaturmessung oder zur Anwesenheitsüberwachung. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht zu Anwendungen in der Luftschallakustik. Fragen, die sich beim Aufsetzen eines KI-Systems ergeben, sollen beleuchtet werden. So stellt sich beispielsweise die Frage ob die gemessenen Signale, z. B. der Schalldruck, direkt als Input eines neuronalen Netzwerkes verwendet werden oder in einem Signalvorverarbeitungsschritt Merkmale extrahiert werden. Solche Merkmale können einfache Kennzahlen wie der gleitende Effektivwert oder aber komplexe wie eine Zeit-Frequenz-Transformation, wie z. B. die Kurzzeit-Fourier-Transformation sein. Eine wichtige Frage für das Training des KI-Systems stellt eine ausreichende Menge an bekannten Datensätzen (gelabelt) dar. Sind die Messmöglichkeiten diesbezüglich nicht ausreichend, sind in der Luftschallakustik verschiedene Möglichkeiten der Daten-Augmentation gegeben. Eine wichtige Frage ist die Wahl der Netzwerk-Architektur und Netzwerk-Größe. Schließlich stellt sich auch die Frage der Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit von Ergebnissen eines KI-Systems.
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| 13:10 |
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Analyse von akustischen Daten im Kontext von Deep Learning mittels Zeit-Frequenz Darstellungen
Daniel Haider, Lorenz Gutscher, Peter Balazs
[Abstract]
Künstliche Intelligenz als grundlegender Mechanismus zur Steuerung von Prozessen und Verarbeitung von
Daten ist in den letzten Jahren immer weiter in den Vordergrund gerückt. Insbesondere haben sich
künstliche neuronale Netze als dominante Modelle etabliert, die komplexe Datenstrukturen erfassen und
verarbeiten können. Für die Umsetzung einer Lernaufgabe mittels eines solchen Modells werden sowohl für
die Aufbereitung der Daten als auch für die Architektur des Modells Methoden aus der Signalverarbeitung
verwendet.
In diesem Tutorial zeigen wir wie verschiedene akustische Signalklassen, die sensorischen Messungen
entspringen, in passende Zeit-Frequenz Darstellungen transformiert werden können, um diese einem Deep
Learning Modell zu übergeben. Das neuronale Netz soll auf Basis der Daten eine bestimmte Lernaufgabe
lösen, etwa Klassifizierung oder Regression. Neben der generellen Struktur des Netzes betrachten wir
verschiedene Möglichkeiten die Zeit-Frequenz Darstellungen durch Verwendung von Filtern signalabhängig
einzuspeisen. Anhand eines praktischen Code-Beispiels demonstrieren wir den Prozess von
Datenverarbeitung, Training und Evaluation des Modells in Python unter der zusätzlichen Verwendung der
Large Time-Frequency Toolbox (LTFAT).
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| 13:35 |
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Sichere, robuste, und erklärbare Künstliche Intelligenz Methoden für Perzeption
Michael Pfeiffer
[Abstract]
Methoden der künstlichen Intelligenz (KI), insbesondere Deep Learning, haben in den vergangenen Jahren massiv dazu beigetragen die Leistung von Signalverarbeitungs-Algorithmen zu steigern, und damit Anwendungen in der physischen Welt, wie z.B. Automatisiertes Fahren zu ermöglichen. Insbesondere die Wahrnehmung der Umgebung anhand von vielfältigen Sensorsignalen, u.a. mit Kameras, Radar, Ultraschall, Lidar, oder Mikrophonen, stellt eine große Herausforderung dar. Anders als in akademischen Datensätzen muss man bei der Anwendung im echten Fahrzeug mit unvorhersehbaren Fehlerquellen rechnen: ungewöhnliche Wetter- oder Verkehrssituationen, unbekannte Objekte, oder verrauschte Sensoren. In präsentiere neueste Erkenntnisse aus der KI Forschung bei Bosch vor, mit denen die Robustheit von Neuronalen Netzwerken untersucht und erhöht werden kann. Weiters wird gezeigt wie die Entscheidungen neuronaler Netze erklärbar gemacht werden, um problematische gelernte Zusammenhänge zu erkennen und zu beseitigen. Um solche Algorithmen auch auf Chips mit eingeschränkter Rechenkapazität im Feld laufen lassen zu können, stelle ich die neuronale Architektursuche vor, mit der Genauigkeit und Effizienz von Deep Learning optimiert werden kann. Anwendungen in verschiedenen sensorischen Domänen, u.a. für Video und Radar, werden gezeigt, und die Übertragbarkeit auf akustische Anwendungen besprochen. Die vorgestellten Methoden sind mächtige Werkzeuge um komplexe Echtwelt-Probleme mit KI Methoden zu adressieren, und deren Performanz und Effizienz kontinuierlich zu steigern.
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| 14:20 |
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Entwicklung akustischer Messungen für industrielles maschinelles Lernen
Christian Fuchs, Steffen Klein, Stefan Saller, Daniel Spies, Andreas Schütze, Tizian Schneider
[Abstract]
Einige Defekte an industriellen Maschinen können von Experten aufgrund von akustischen Ereignissen erkannt werden. Durch die bisherigen Erfolge in
der Spracherkennung motiviert dies zur Nutzung maschinellen Lernens für industrielle akustische Messungen.
Als Beispiel werden hier Messungen an Antrieben von Festo angeführt, deren Dichtungen Leckagen aufweisen. Das Ziel ist es, die Leckage(n) per
MEMS-Mikrofon zu erkennen.
Da maschinelles Lernen die Messkette um statistische Datenauswertung erweitert, stellt es besondere Anforderungen an das Design of Experiment
(DoE) und die Messkette. Bei akustischen Messungen spielen Noise und Clipping eine große Rolle. Es gilt also, einen geschickten Dynamikbereich zu
finden und einen sinnvollen Nutzsignalbereich mit ausreichendem Signalrauschabstand (SNR) in den Messsignalen zu suchen.
Um physikalisches Clipping zu vermeiden, wurde das Mikrofon in ein Gehäuse mit konischer Einfräsung eingebaut. Außerdem wurde das Gain auf einen
Nutzsignalbereich optimiert und die Einzelmessungen wurden entsprechend segmentiert, um Datenhomogenität zu erreichen.
Zur Erfüllung der statistischen Anforderungen wurde das DoE per Latin Hypercube Sampling (LHS) durchgeführt. Dazu wurden Daten mit verschiedenen
Leckagenstärken, verschiedenen beaufschlagten Drücken und Einstellungen der Drossel aufgezeichnet. Somit werden Robustheit zu unterschiedlichen
Druck- und Drosseleinstellungen sowie die Lernbarkeit des Targets (Leckage) ermöglicht. Rauschsignale können für Robustheitstests und
weiterführende Vergleiche im Nachhinein eingefügt werden.
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| 14:45 |
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Intelligentes akustisches Monitoring durch ausgewählte Mikrofonierungskonzepte
Tobias Fritsch, Joachim Bös, Sascha Grollmisch, Saichand Gourishetti, Peter Hofmann, Judith Liebetrau
[Abstract]
Akustische Signale geben dem Menschen wichtige Informationen über ihre Umgebung. Dies gelingt dadurch, dass die Schallsignale im Gehirn mit anderen Sensorinformationen, Erfahrungswerten, Erinnerungen oder auch Emotionen verknüpft werden. Beim akustischen Monitoring wird versucht, diese menschliche Fähigkeit automatisiert und objektiviert nachzubilden. Akustische Signale werden mittels geeigneter Sensorik aufgenommen, mit klassischer Signalanalyse oder mithilfe maschineller Lernverfahren analysiert und mit Wissen verknüpft. Anschließend werden daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Akustisches Monitoring wird u. a. dazu genutzt, Defekte an Maschinen oder Prozessveränderungen automatisiert zu erkennen. Um jedoch eine präzise automatische Ereignis- oder Anomaliedetektion zu erzielen, müssen Daten in erforderlicher Menge und Qualität erhoben werden. Einen großen Einfluss auf die Datenqualität und den Erfassungsaufwand haben dabei das verwendete Sensorkonzept (z. B. Mikrofon) und auftretende akustische Phänomene. Ohne eine solche Berücksichtigung ist weder eine optimale Datengrundlage garantiert noch das Wissen für eine robuste KI-basierte Klassifikation von Geräuschen oder die Erkennung von akustischen Abweichungen potenziell ausgeschöpft. In diesem Beitrag wird das Potenzial abgestimmter Kombinationen aus Sensorik (Mikrofon) und KI-Algorithmik für eine ausgewählte Schallfeldsituation dargestellt. Dabei werden Faktoren wie Mikrofonrichtcharakteristik, Mikrofonanzahl oder Vorverarbeitung des Mikrofonsignals näher betrachtet.
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| 15:10 |
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The effect of room acoustics and channel coding on affective computing in far field speech interaction
Ingo Siegert, Oliver Niebuhr, Martin Gottschalk, Oliver Jokisch
[Abstract]
Das Aufkommen kommerzieller Sprachassistenten hat die Forschung in Bezug auf Erkennung, Verständnis und Einsatzgebiete auf ein neues Niveau gehoben.
Hauptgründe dafür sind die gegebene Natürlichkeit des Sprechens als Kommunikationsform. In diesem Sinne unterscheidet sich die Nutzung eines sprachgesteuerten Mobiltelefons nicht wesentlich von der Sprachsteuerung einer Smart Home-Anwendung.
Sprachassistenten der Zukunft sollen jedoch nicht nur die Bedienung eines technischen Systems vereinfachen, sondern eine vollkommen freie natürliche Interaktion ermöglichen. Dazu gehört, dass die gesamte Bandbreite menschlicher Ausdrucksweisen verstanden wird.
Aktuelle Sprachassistenten sind sehr gut im Erkennen und Verstehen von Sprachinhalten im Sinne einer Sachinformation, haben aber Defizite im Verstehen weiterer Aspekte der Sprachebenen. Die Sachinformation ist meist nicht die wichtigste, und Defizite im Verstehen weiterer Aspekte der Sprache (z.B. Prosodie, Affekt, Charisma) führt zu vielen Fehlinterpretationen.
In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung aktiv Techniken entwickelt, die es erlauben, affektive Informationen des Sprechers zu erkennen und in den Entscheidungsprozess von technischen Assistenten einzubeziehen.
Da diese Untersuchungen meist datengetrieben sind und auf KI-Modellierung basieren, werden die Auswirkungen unterschiedlicher akustischer Umgebungen oder Übertragungskanäle leider oft vernachlässigt. Der Beitrag zeigt daher den Einfluss unterschiedlicher Kanalcodierung und unterschiedlicher Raumakustik auf die Merkmalsrepräsentation und Erkennungsleistung von affektiven Zuständen oder charismatischen Informationen auf.
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| 15:55 |
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Inverse Bestimmung elastischer Materialparameter aus dem Ausbreitungsverhalten geführter Ultraschallwellen mittels eines Convolutional-Neuronal-Networks
Mathias Held, Yevgeniya Lugovtsova, Jannis Bulling, Abdalla Rashwan, Maik Lauschkin, Jens Prager
[Abstract]
Geführte Ultraschallwellen sind für die Materialcharakterisierung geeignet, da ihr Ausbreitungsverhalten abhängig von den Materialeigenschaften des
untersuchten Werkstoffs ist. Um aus dem messtechnisch ermittelten Ausbreitungsverhalten geführter Ultraschallwellen Rückschlüsse auf die Materialparameter zu ziehen, werden in der
aktuellen Forschung verschiedene inverse Methoden diskutiert. Dispersionsabbildungen im Frequenz-Wellenzahl-Bereich repräsentieren das
Ausbreitungsverhalten geführter Ultraschallwellen. Maschinelles Lernen und insbesondere Convolutional-Neural-Networks (CNNs) sind eine Möglichkeit der
automatisierten inversen Bestimmung der Materialparameter aus den Dispersionsabbildungen. In diesem Beitrag wird anhand synthetischer Daten gezeigt, wie das Ausbreitungsverhalten von geführten Ultraschallwellen unter Verwendung von CNNs und
Dispersionsabbildungen genutzt werden kann, um die elastischen Konstanten einer isotropen plattenförmigen Struktur zu bestimmen. Anhand dieses
Beispiels wird das generelle Vorgehen zur Anwendung maschineller neuronaler Lernverfahren aufgezeigt. Hierfür werden die verwendeten Daten analysiert,
das Preprocessing erläutert, eine einfache CNN-Architektur gewählt und Saliency Maps erstellt. Im Rahmen der Auswertung wird insbesondere Wert auf die
Erklärbarkeit und Zuverlässigkeit des verwendeten CNNs gelegt und so Grenzen und Möglichkeiten aufgezeigt.
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| 16:20 |
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Soft Vibration Sensor: Load prediction using Deep Neural Networks
Daniel Kreuter, Anuj Sharma
[Abstract]
Convolutional Neural Networks (CNN) have significantly contributed to increase the accuracy of regression-based methods. In the field of image recognition different deep learning networks based on CNN layers are standardized and can be adapted for different use cases now. It has been shown that CNN can be used as well as virtual sensors to approximate vibration responses at different locations to reduce the number of sensors or predict vibration signals in general. Furthermore, the usage of deep neural networks simplify, accelerate and improve load prediction at different system levels for vibration signals. Developed is a framework for a vibration soft sensor to predict loads and hence reduce the reliability testing and simulation effort. Preliminary applications of vibration soft sensors on automotive components will be presented.
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| 14:00 |
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ISO 23591 Acoustic quality criteria for music rehearsal rooms and spaces – why and how
Jon G. Olsen
[Abstract]
Each week, more than 2,5 million music rehearsal rooms are used throughout Europe, and about 14 million German people makes music or sing in ensembles in their leisure time - in addition thousands of professional musicians use rehearsal rooms every day. Analysis show that approximately 85% of the music rehearsal rooms are not suited to the type of music which in is rehearsed in them. This, and the experiences from Norway and other countries using the Norwegian music room standard NS 8178:2014, was the background for developing an ISO standard for music rehearsal rooms. The scope was to ”specify global, differentiated criteria for acoustic conditions and characteristics at music rehearsal rooms and spaces.” The presentation will explain the main framework and principles in the standard, the music genres (quiet acoustic music, loud acoustic music and amplified music) and ensemble types and sizes included in the standard. The presentation will also present the main quality criteria and explain how the standard is intended to be used when planning and designing rooms where music rehearsal is one of the main uses of a room, whether it’s used for practice by one musician, for a choir or orchestra or anything in between.
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| 14:20 |
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On the importance of sound strength in music rehearsal rooms
Jens Holger Rindel
[Abstract]
The standard ISO 23591 on the acoustics of music rehearsal room gives upper and lower limits for the reverberation time as function of volume and type
of music. The standard also contains an annex about the sound strength of a room. A method is outlined for an estimate of the sound pressure level
(SPL) in the room, if the sound powers of the sources are known, the connection between SPL and sound power being the sound strength of the room.
Music rehearsal rooms deviate from concert halls in several ways. Since there is no need for an audience, the volume is normally significantly smaller.
The number of musicians playing in the room can be the same as in the concert hall in case of an orchestra rehearsal room, but often the room is meant
for considerably fewer musicians, and the smallest case is a practice room for a single musician. The volume of a room is one of the most important
parameters for the acoustics. When the volume is reduced, it is necessary to find a balance between increase of SPL and decrease of reverberation
time. The presentation will explain how this was solved in the new ISO standard.
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| 14:40 |
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Large music ensemble rooms - acoustical needs and solutions
Eckard Mommertz, Gunter Engel, Winfried Lachenmayr, Petra Nies
[Abstract]
Music ensemble rooms reach from small spaces for few musicians up to large ensemble rooms. Last-mentioned may include rehearsal spaces for brass
bands, concert bands, amateur and professional orchestra. In this presentation a variety of recently built ensemble rooms for different music types and
their acoustic design will be reviewed. It will be shown that well accepted large ensemble rooms do not neccessarily have to fulfill the extensive room
volumes of at least 50 - 60 cbm / musician as required according to ISO 23591 ”Acoustic quality criteria for music rehearsal rooms”. However, it turns out
that it is more important to control strength G rather than seeking for an optimum reverberation time. In addition, it will be shown that the reverberation
time for music rehearsal spaces recommended in DIN 18041 are generally consistent with the targets outlined in ISO 23591.
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| 15:00 |
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Das Dilemma zwischen Lautstärke und Klang in kleinen Musikräumen – können wir von der Studioakustik lernen?
Martin Lachmann
[Abstract]
In kleinen Musikräumen, namentlich Übungs- und Unterrichtsräumen, steht die Akustikplanung vor der widersprüchlichen erscheinenden Aufgabenstellung, einerseits die Lautstärke für die Übenden durch Absorption auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren, andererseits aber trotzdem einen inspirierenden und dem Musizieren zuträglichen Raumklang zu erhalten.
In Tonaufnahmestudios stellt sich seit jeher eine prinzipiell ähnliche Problemstellung, für welche im Laufe der letzten 50 Jahre - mit wechselndem Erfolg - Lösungsansätze erarbeitet wurden. Der Beitrag beleuchtet anhand konkreter Beispiele raumakustische Konzepte aus dem Studiobau, welche sich sinnvoll auf kleine und mittelgrosse Musikübungs- und Unterrichtsräume übertragen lassen.
Es werden Daten raumakustischer Messungen zu den Beispielräumen präsentiert. Eine kurze Gegenüberstellung der Messresultate mit den Richtwerten aus einschlägigen Normen, wie z.B. dem NS 8178 (Acoustic Criteria for rooms and spaces for music rehearsal and performance), bildet den Abschluss des Beitrags.
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| 16:20 |
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Orchestra Rehearsal Acoustics - the Conductor's Perspective
Magne Skålevik
[Abstract]
The new international standard for music rehearsal rooms, ISO-23591, includes requirements for orchestra rehearsal rooms.
While the playing and listening conditions for musicians have been studied and taken into consideration in research and design
practice since Gade’s early work in Podium Acoustics in the 1980s, the impact of room acoustics on the conductors working
conditions are only rarely addressed in scientific papers. In preparation of a concert performance, conductors typically need to
hear in considerable detail what is going on in the orchestra, no less during rehearsal than during the actual concert. While
difficult to achieve, conductors would like the sound of the orchestra at the podium to be as similar as possible to that at the
audience’ ears. In this paper, simulated acoustics at the ears of a conductor at the podium in front of a symphony orchestra in
various rehearsal rooms complying with ISO-23591 are compared with those in concert halls, some of them internationally well
known. A questionnaire suggested by this author for a survey among conductors is presented, the purpose being to provide a
basis for finding acoustic measures that can describe critical aspects from the conductors perspective.
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| 16:40 |
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ISO:23591 and amplified music
Niels Adelman-Larsen
[Abstract]
It is common for musicians to use ear protection during solo- or group-rehearsals within the genres of amplified music (pop, rock etc.). This is of course due to the often loud nature of some of the instruments involved, for instance the drum-set. In fact, the ”strength” parameter, and thus the loudness aspect of the Reverberation Time parameter, is of little interest when addressing acoustics for amplified music. The room is not as an outset supposed to help bringing out the amplified sound. However, the notion of the critical distance (Hallradius) parameter has incorrectly led some acousticians to believe that as short an RT as possible would be the answer. Further, especially in larger rooms RT at bass frequencies can become dominant thereby destroying the clarity of the music which is bass heavy. Also, especially in larger rooms, if RT at higher frequencies is too low, then the dynamics and vivacity of the music suffers. In fact, there is a narrow field of tolerances of RT at various frequencies that should be fulfilled to obtain optimal musical conditions for amplified music in rehearsal rooms and spaces. ISO:23591 is a non-mandatory recommendation and therefor constitutes best practice.
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| 17:00 |
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Musikalische Probenräume mit variabler Akustik
Björn Knöfel, Paula Van Brummelen, Hartmut Schirmer, Tobias Behrens
[Abstract]
Der Wunsch, musikalische Probenräume akustisch variabel zu gestalten, wird immer wieder von vielen Musikern geäußert.
Der dahinterliegende Gedanke ist, dass ein Probenraum selten für alle Ensemble-Größen bzw. musikalischen Genres
gleichermaßen akustisch gut geeignet ist. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt SoundAdapt gestartet, dessen Ziel die Entwicklung adaptiver
Oberflächenmodule zur anwendungsspezifischen Optimierung der Raumakustik ist. Dabei wurde nicht nur Wert auf die
akustische Konzeptauswahl gelegt, sondern es erfolgte eine interdisziplinäre Entwicklung in einem Konsortium, dass die
Fachrichtungen Design und Akustik, Musik und Bühnentechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik vereint. Indem anspruchsvolles Flächendesign und eine variable Akustik verbunden wurden, ist eine akustische Modulwand
entstanden, deren einzelne Elemente sich öffnen und schließen lassen. Im geschlossenen Zustand wirken die Elemente der
Modulwand als Helmholtz-Resonatoren, im offenen Zustand dominiert die Reflexionswirkung der Halbschalen. Die akustische
Wirksamkeit konnte bereits in Laboren und musikalischen Probenräumen nachgewiesen werden. Der vorliegende Beitrag fasst die Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprojektes zusammen und gibt einen Ausblick auf
aktuelle Trends.
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| 17:20 |
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New Recording, Music Rehearsal and Production Rooms at Vienna University of Music and Performing Arts
Dirk Noy
[Abstract]
The presentation illustrates the room acoustic challenges and solutions in the new construction of the central building ”Electronic Music, Electroacoustics and Composition” of the worldwide highly respected University of Music and Performing Arts Vienna, Austria, which was planned as a groundbreaking, very flexible innovation building. In addition to numerous teaching studios, music rehearsal rooms and a cinema-like room for film sound mixing, the building contains, among other things, three large control rooms (1x ”analog”, 1x ”digital” and 1x ”digital+surround”) and two spacious recording rooms. The room acoustical solutions are based on three pillars: a. Optimized Room Geometry for reflection control and low frequency modal behavior
b. Static Room Acoustics for default use
c. Variable Acoustics for optimization and production flexibility
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Organisation:
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| S. Gourishetti, Fraunhofer IDMT |
| C. Adams, TU Darmstadt, Fachgebiet SAM |
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| 15:40 |
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Construction-sAIt: Multi-modal AI-driven technologies for construction site monitoring
Jakob Abeßer, Alexander Loos, Prachi Sharma
[Abstract]
In the construction industry, unexpected accidents, thefts, and vandalism can cause high costs due to construction delays. Also, logistic monitoring is of central importance to ensure a smooth construction process, especially for large-scale projects. Manual attempts to secure the safety of construction workers and to monitor traffic flows and deliveries of construction materials are often costly and inefficient. As a promising solution, audio-visual analysis algorithms combined with distributed sensor networks across construction sites can help to automate these processes. Inspired by human perception, the combination of multiple sensor modalities in a multi-modal approach is most promising since it allows to balance the individual weaknesses of a pure visual or acoustic analysis in particular application scenarios. In this paper, we will focus on several use-cases, where AI-driven machine listening and computer vision algorithms can be used to automatically analyze streaming audio and video recordings taken at different locations on a construction site. These use-cases include for instance the monitoring of the construction process by recognizing work steps such as drilling, sawing, and hammering, as well as the detection and classification of passing vehicles for logistic monitoring.
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Organisation:
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| S. Gourishetti, Fraunhofer IDMT |
| C. Adams, TU Darmstadt, Fachgebiet SAM |
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| 14:00 |
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Potentials and Challenges of AI-based Audio Analysis in Industrial Sound Analysis
Saichand Gourishetti, Sascha Grollmisch, Jakob Abeßer, Judith Liebetrau
[Abstract]
The rapid advances in artificial intelligence (AI)-based algorithms offer great potential for various domestic and industrial applications. AI-driven
algorithms are already integrated into everyday applications such as face/object recognition, and voice assistance systems. However, several challenges
must be addressed when deploying such algorithms in industrial sound analysis (ISA) scenarios such as the monitoring of production processes. First,
training AI models requires a large quantity of diverse and well-balanced data combined with high quality annotations, which are consistent and accurate.
Imbalanced and wrongly labeled data sets can cause models to be biased, which limits their performance. Second, when being deployed in real-world
application scenarios, these models need to be robust towards domain shifts, which are caused by changing acoustic conditions due to different
recording devices and ambient background noise. In this paper, we discuss effective countermeasures to face these challenges. This includes data
balancing techniques to reduce data sparsity, data augmentation techniques to increase the variety of the available training data, as well as data
normalization techniques to reduce domain shift. Furthermore, we will present how transfer learning and semi-supervised learning can help to create
robust models for different ISA application scenarios when only few annotated examples are available for training.
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| 14:20 |
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Adaption of Layerwise Relevance Propagation for Audio Applications
Roman Kiyan, Nils Poschadel, Stephan Preihs, Jürgen Peissig
[Abstract]
Deep neural networks (DNNs) excel at signal detection and parameter estimation tasks, particularly under conditions where traditional algorithms struggle. In contrast to analytically derived methods, DNNs solve tasks through their parameters being optimized for a particular task in training. However, this comes at the cost of a DNN model’s operation being intransparent - behaving like a black box. Layerwise Relevance Propagation (LRP) is a method originally developed in the field of image recognition which aims to resolve this black box behavior by attributing relevance to a model’s input features, representing the contributions of these features to the model’s prediction for a particular input. Analysis of the resulting heatmaps is then to give insight regarding the model’s decision strategy. This work examines the specifics of applying LRP to DNNs used for audio applications - from a view on specific properties of audio signals as compared to images, through ways of evaluating LRP heatmaps qualitatively and quantitatively by means of visualization, auralization and evaluation of multiple metrics. The interpretation of LRP results and their utility in DNN model design is discussed. LRP is applied exemplarily to DNNs for Direction of Arrival (DOA) estimation from Higher Order Ambisonics signals.
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| 14:40 |
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Physics-Informed Neural Networks as Data-Driven Method in Computational Vibroacoustics
Johannes D. Schmid, Philipp Bauerschmidt, Caglar Gürbüz, Steffen Marburg
[Abstract]
Currently, the computational methods in vibroacoustics are mainly based on discretization like the finite element method
(FEM). The main drawback of
these conventional methods is that the computational effort considerably increases with finer discretization. Especially
applications become
computationally expensive, where a high number of model evaluations is required, e.g. uncertainty quantification, optimization
or inverse problems. In
contrast, an ever-increasing amount of data is being collected and is available, which strengthens the need for efficient data-
driven surrogate models.
Deep learning (DL) is an emerging machine learning method, but a purely supervised approach requires a large amount of
high-quality training data,
which are often not available.
In this contribution, physics-informed neural networks (PINNs) are used in order to solve vibroacoustics problems in a data-
driven manner. The idea is to
incorporate the residual of the partial differential equations that govern the elastodynamics behavior into the loss function of the
neural network, which
guides the training of the network to only learn physically admissible solutions. This additional physics-informed prior
information allows for better
generalization even in the small data regime. The application of PINNs is demonstrated on academic elastodynamics models
and its performance is
discussed in comparison to conventional neural networks.
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| 15:00 |
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Sound Field Reconstruction using Bayesian Inference
Jonas M. Schmid, Efren Fernandez-Grande, Manuel Hahmann, Caglar Gürbüz, Martin Eser, Steffen Marburg
[Abstract]
Capturing the spatial properties of a sound field in a room is an important task for various applications, e.g. in sound field
analysis and sound field
control. Usually a large number of measurements is required to determine the sound field within an extended region of the
room. In order to reduce the
experimental cost, it is the goal to reconstruct the sound field within a room based on only a limited number of measurement
points. In this contribution, a
Bayesian approach for sound field reconstruction in the modal frequency range is presented, since Bayesian probability theory
is well suited to handle
this lack of experimental observations. The reconstruction method is applied to a measured sound field in a horizontal
evaluation area of a lightly damped
room. The Bayesian approach shows an accurate reconstruction of the sound field and in addition provides a probability
distribution of the sound
pressure at every reconstruction point. This additional information allows to quantify the uncertainty of the reconstruction and
provides insights into its
robustness.
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| 15:20 |
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Data acquisition for AI-aided identification of mapped acoustic radiation modes
Yaxiong Ren, Christian Adams, Tobias Melz
[Abstract]
Acoustic radiation modes (ARMs) and their corresponding radiation efficiencies characterize the emission of sound from the surface of a vibrating
structure to the air. This gives a more accurate prediction of sound power than using the hypothesis of monopole radiator. Therefore, ARM is widely
studied relating to structural dynamics, evaluation of sound power, and active noise control. Previous research shows that the ARMs of different
geometries share similar forms. Thus, the assumption is made that the ARMs of a three-dimensional convex geometry can be obtained from the known
ARMs of simple geometries, for example spheres. Other than the traditional mapped ARM using Boundary Element Method (BEM), the booming Artificial
Intelligence (AI) techniques gain our attention to optimize and accelerate the identification process. In this work a set of virtual data from numerical
simulations are acquired for the purpose of AI-aided identification of mapped ARMs. Besides, the numerical simulation is validated with theoretical
knowledge.
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Organisation:
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| S. Gourishetti, Fraunhofer IDMT |
| C. Adams, TU Darmstadt, Fachgebiet SAM |
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| 16:20 |
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Deep Learning Data Fusion for Predicting Offshore Pile Driving Noise Levels
Merten Stender, Jonas Von Pein, Elin Klages, Jakob Ohlsen, Stephan Lippert, Otto Von Estorff, Norbert Hoffmann
[Abstract]
Data-driven techniques from the field of machine learning can be utilized to distill patterns from high-dimensional data sets through abstract representation learning. This study employs novel deep learning methods to fuse qualitatively different data sources in the field of underwater noise from offshore pile driving. A fully convolutional encoder-decoder with residual connections is built to approximate a mapping from the pile head excitation to the emitted underwater sound pressure levels. Classical numerical simulation techniques require extensive computations. Furthermore, several geometrical and acoustical parameters, as well as the pile head excitation, are necessary to calculate fully resolved information about the occurring pressure field. As an alternative, extensive deep learning model training on large simulation data sets allows for noise level predictions with near real-time capability. Thus, the large offline training costs are justified for design processes that involve the simulation of several variations, e.g., the pile head excitation, pile geometry, or the acoustical parameters in a timely manner. The performance of the novel approach is assessed in terms of the one-third octave band spectra of the sound exposure level in the close vicinity of the pile.
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| 17:00 |
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Datengetriebene Modellierung des Schädigungsprozesses von Strukturen durch rekurrente neuronale Netze zur prädiktiven Zustandsüberwachung
Lukas Outzen, Tobias P. Ring, Sabine C. Langer
[Abstract]
Das Structural Health Monitoring (SHM) hat zum Ziel, Zustandsänderungen oder Schädigungen einer Struktur möglichst frühzeitig zu erkennen bzw.
vorherzusagen. Um zwischen diversen Schadenscharakteristiken diskriminieren zu können, benötigt das SHM-System eine große Menge an
Informationen über die Auswirkungen der entsprechenden Zustandsänderungen. In diesem Beitrag wird ein datengetriebener Ansatz zur
Implementierung eines umfänglichen und robusten SHM-Systems vorgestellt, das den zeitlichen Verlauf des Schädigungsprozesses berücksichtigt.
Datengetriebene Modelle ermitteln mithilfe von selbstlernenden Algorithmen Zusammenhänge in einer Menge vorgegebener Trainingsdaten, um diese
Zusammenhänge anschließend generalisiert auf unbekannte Daten anwenden zu können. Folglich ist für die erfolgreiche Implementierung eines
datengetriebenen SHM-Systems eine aussagekräftige Datenbasis notwendig. Im Rahmen dieses Beitrags wird vornehmlich mit Messgrößen der
Vibroakustik gearbeitet, die die Schwingungen der Struktur im Frequenzbereich abbilden. Aus der Änderung der Frequenzantwort, die sich bei Eintritt
eines Schädigungszustands einstellt, kann das Modell Informationen über dessen Zustand ableiten. Der vorliegende Beitrag beruht auf dem Ansatz,
statt eines diskreten Schädigungszustands den gesamten fortschreitenden Schädigungsprozess der Struktur zu modellieren. Hierfür werden rekurrente
neuronale Netze verwendet, die in der Lage sind, eine logische Reihenfolge von sequenziellen Daten zu berücksichtigen. So kann die zeitliche
Änderung der Frequenzantwort der Struktur analysiert und als Indikator für Schädigungen generalisiert werden.
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| 17:20 |
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On using Machine Learning in Ultrasonic Metal Welding
Elie Abi Raad, Xiaokang Pan, Michael Vorländer
[Abstract]
Ultrasonic Metal Welding (USMW) is a type of friction welding which offers, among its other advantages, a high potential for automatization. USMW can be used with a variety of metals, including copper, aluminum and gold, and the workpieces can have a range of geometries. Although it is often used in the industry, it still suffers from fluctuations in the strength of the welds produced, due to difficulties in finding the best welding parameters. Furthermore, the choice of these parameters is based on the experience of the machine operator and on previous trial welds, leading to a potentially time-consuming process to find appropriate parameters, one of which is the duration of welding. For these reasons, USMW would be a good candidate for optimisation with machine learning.
Based on measurements of the vibrations of the horn and anvil and of the airborne sound during welding, this work investigates the use of machine learning in Ultrasonic Metal Welding to find a good stop time to the welding process. The workpieces were copper sheets, and the only varying parameter was the welding time. Based on the measurement data, an appropriate welding parameter is chosen, and several machine learning algorithms are investigated.
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| 17:40 |
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Analyzing Bird and Bat Activity in Agricultural Environments using AI-driven Audio Monitoring
Jakob Abeßer, Xiaoyi Wang, Svenja Bänsch, Christoph Scherber, Hanna Lukashevich
[Abstract]
Agricultural field management can directly affect biodiversity in rural areas. Pesticide reduction has been hypothesized to increase bird and bat activity in the field because food sources such as weeds and insects are more abundant in comparison to conventional farm management. Additionally, structural elements such as hedgerows in the surrounding landscape can serve as nesting habitats and flight corridors. Audio sensors can be easily installed at various locations and provide a largely autonomous, non-invasive technique for biodiversity monitoring under field conditions. AI-driven audio analysis methods allow to detect characteristic sound events associated with particular animal species. In this paper, we explore state-of-the-art deep-learning based audio analysis methods such as convolutional neural networks and pre-trained audio embeddings for bird and bat activity detection and classification in audio and ultrasonic recordings. Our recordings were derived from AudioMoth devices installed in the framework of a designed, large-scale experiment comprising arable fields with different field management and landscape surroundings. The applied methods allow for a detailed analysis of long-term audio recordings in order to draw conclusions on the influence of different agricultural field management techniques on local biodiversity. We show that AI-based audio monitoring is a promising tool for non-invasive long-term large-scale biodiversity assessment.
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Organisation:
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| M. Kob, HfM Detmold, Erich-Thienhaus-Institut |
| V. Chatziioannou, Department of Music Acoustics, University of Music and Performing Arts Vienna |
| E. Schrittesser, Institut für musikalische Akustik – Wiener Klangstil (IWK) |
| D. Sinev, Sennheiser electronic GmbH & Co. KG |
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| 8:40 |
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Source Directivity for Auralization Using Precomputed Data Based on Discontinuous Galerkin Simulations
Joao Ricardo Cardenuto, Johannes Heinz, Thijs Van Putten, Manfred Kaltenbacher, Wim Desmet
[Abstract]
We present a framework for the auralization of room-acoustics computed with discontinuous Galerkin (DG) simulation. Our approach lets us auralize the
sound propagation in an enclosure independent of source and listener directivity, using time-domain simulated room impulse responses.
Linear combinations of monopoles, surrounding the source location, represent the source directivity. Using the DG solver, we compute the sound field of each
monopole separately and store the pressure results, obtained at several microphone positions, in a database. During the post-processing, a synthesis of
these precomputed room impulse responses (RIR) yields the sound field of a generic source, using the precalculated monopole contributions. We perform
interpolation on the pressure signals captured at the listener position in real-time and apply HRTF as filters to the latter signals to obtain the binaural output.
The approach allows incorporating any source and listener directivity to time-domain simulated RIRs.
Results show how the binaural output is affected by modifying the number of monopoles representing the source generated sound field. We also analyze the
effect of the DG simulation parameters, such as element size and time-step, on the binaural output.
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| 9:00 |
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High-resolution 3D directivity measurements of a trumpet
Andrea Corcuera Marruffo, Jithin Thilakan, Alex Hofmann, Vasileios Chatziioannou, Malte Kob
[Abstract]
Knowing the directivity characteristics of musical instruments is useful in several situations such as microphone placement in musical recordings and auralization of virtual musical instruments. One way to measure the directivity patterns of musical instruments is to use artificial excitation, a microphone, and a turntable which allows high-resolution directivity patterns to be acquired. However, a downside of employing this method is that the acoustic shadowing caused by the musician, which is an integral element of the setup in a real scenario, is not included in the measurements. In this paper, we present high-resolution directivity patterns of a trumpet in 3D, measured using artificial excitation, a turntable and a mannequin. Measurements were done using different setups, with the instrument alone and with a mannequin attached to the setup that allowed to obtain an approximation of the acoustic effect of a musician in a performance. Similarities and variations in the measured patterns are observed and discussed in this work.
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| 9:20 |
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Investigation of the perceptual relevance of directivity of real and virtual sources in different acoustic environments
Jithin Thilakan, Walter Buchholtzer, Malte Kob
[Abstract]
Researchers invest huge efforts in capturing and modelling the directivity of musical instruments with high spatial-resolution in order to analyse or auralize a musical instrument accurately. However, its perceptual relevance in realistic acoustic environments is still not fully understood.
As a simplified approach to assess the perceptual relevance of directivity of musical instruments in different acoustic environments, the sound field of five musical instruments and their two electroacoustic sound source counterparts with significantly different directivity patterns (studio monitor and omnidirectional speaker) are captured in three distinct acoustic environments. The signals from a clip-on microphone attached to the instruments were used as the input signal for the two virtual sound sources. A listening test with experienced listeners is carried out to evaluate the perceptual difference due to the directivity between real and virtual sources using cues such as timbre, spatial modulation and engulfment. Initial evaluation indicates that the perceptual difference is significantly influenced by the characteristics of the acoustic environment. Exemplary, an electroacoustic source with simplified radiation pattern in larger distance within a reverberant acoustic environment was similar to the impression of a real instrument whereas the similarity in a closer distance could be obtained with a directive simulated source only.
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| 10:00 |
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Perceptual Consequences of Direction and Level of Early Reflections in a Chamber Music Hall
Otavio Colella Gomes, Nils Meyer-Kahlen, Winfried Lachenmayr, Tapio Lokki
[Abstract]
Early reflections are considered to be important for the impression of concert hall acoustics. So far, the audibility of room reflections have mostly been studied in strongly simplified and artificial settings. In this study, spatial room impulse response measurements of a chamber music hall are used. Wall reflections are identified using spatial analysis. Subsequently, their levels and directions are modified and the resulting response is rendered to a multi-channel loudspeaker array. A listening test explores the audibility threshold of these modifications and their influence on perceptual attributes such as width, clarity and loudness. The results have applications in the optimization of concert hall designs and efficient virtual acoustic rendering.
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| 10:20 |
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Full Audible Range Auralization with a Moving Source or Receiver
Max Miller, Sjoerd Van Ophem, Elke Deckers, Wim Desmet
[Abstract]
Full audible range simulation strategies generally involve filtering a given input signal with sub-bandwidth determined modeling techniques and then
recombining the signals into a full bandwidth output. Ideally one could create a 3D model of a system, set appropriate boundary conditions, define source and
receiver parameters, and then click a button to calculate a high-fidelity acoustic response. In this challenging scenario, all wave phenomena are accounted for,
complex absorbers and diffusers respond appropriately, source directivities are set, and personalized binaural outputs are attained at real-time processing rates.
Owing to physical considerations and computational limitations, the divide, conquer, and reunify approach remains relevant at present. This methodology is
adopted here with low frequencies handled using a reduced order finite element system which includes frequency dependent impedance boundary conditions.
The entire reduced system is retained to enable either moving sources or moving receivers during an online simulation phase. This consideration distinguishes
the present approach from methods which load impulse responses or room transfer functions during the combination stage. Pairing this low frequency method
with an interactive rate ray-tracing technique may enable accurate and interactive full audible range auralizations. The viability of the approach is demonstrated
by considering a small classroom sized volume.
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| 10:40 |
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A Nonconforming DG Formulation for the Acoustic Conservation Laws
Johannes Heinz, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
At DAGA 2021, we presented a higher-order discontinuous Galerkin (DG) solver to compute the acoustic conservation laws in the time domain. It can apply velocities of vibrating materials as boundary conditions in each time step. This approach makes it possible to calculate any sound field originating from vibrating surfaces; this is especially true if vibrations are not harmonically. Utilizing assembly-free operator applications combined with the DG discretization, the solver renders memory efficient, fast and is perfectly suited for state-of-the-art hardware. In problems that contain different materials, the requirements of the element size may differ. Nonconforming interfaces exploit this property to effectively reduce the number of degrees of freedom without the need for strongly distorted elements. Therefore, their use can further increase the solver’s efficiency while maintaining a highly accurate scheme for the before-mentioned problems. Within the talk, we provide a nonconforming high-order DG formulation for the acoustic conservation laws. We focus on some implementational details, the beauty of the DG method in this setting, accompanied by corresponding spatial convergence studies.
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Organisation:
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| M. Kob, HfM Detmold, Erich-Thienhaus-Institut |
| V. Chatziioannou, Department of Music Acoustics, University of Music and Performing Arts Vienna |
| E. Schrittesser, Institut für musikalische Akustik – Wiener Klangstil (IWK) |
| D. Sinev, Sennheiser electronic GmbH & Co. KG |
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| 14:00 |
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Continuous-Distance Acquisition of Near-field Head-Related Transfer Functions Using Adaptive Filtering
Yuqing Li, Stephan Preihs, Jürgen Peissig
[Abstract]
The demand for near-field Head-Related Transfer Functions (HRTFs) has been growing during the last years due to an increasing interest in the plausibility of
virtual auditory events. To avoid audible artifacts during binaural rendering and reproduction, near-field HRTF data on a dense spatial grid is desired, but the
acquisition procedure is then time-consuming and prone to measurement error. Fast acquisition of HRTFs with a high azimuthal resolution has been enabled by
continuous-azimuth measurements with the aid of LMS (Least Mean-Square)-type adaptive filtering, but existing near-field HRTF databases still only cover a
few discrete source distances.
In the studies presented in this paper, we developed and validated a novel measurement setup for continuous-distance acquisition of near-field HRTFs. We
adapted the LMS algorithm to extract near-field HRTF data at any distance within the measurement range. We also evaluated the measurement accuracy by
analyzing the estimation error from the adaptive filtering algorithm and the objective HRTF spectrum features.
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| 14:20 |
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Deep Learning for Photogrammetric Ear Point Clouds Denoising
Fabio Di Giusto, Francesc Lluís Salvadó, Sjoerd Van Ophem, Wim Desmet, Elke Deckers
[Abstract]
Individual Head Related Transfer Functions (HRTFs), necessary for the realistic audio rendering of a virtual scene, can be
efficiently computed using
numerical methods on three-dimensional scans of the ears and head of a subject. However, accurate geometries are required
to obtain perceptually valid
HRTFs. The most precise scanning techniques generally require specialized equipment, making them unpractical for a wide
application.
Photogrammetry, on the other hand, shows a great potential in terms of speed and affordability at the cost of a generally lower
geometrical accuracy. The
lack of precision of photogrammetric ear scans tends to significantly hinder the validity of the computed HRTFs. This is due to
the complexity of the ear
shape, generating a lack of visibility that negatively impacts the photogrammetric reconstruction algorithm, resulting in
incomplete and noisy point clouds.
This paper discusses the usage of deep neural networks for denoising and improving ear point clouds scanned through
photogrammetry. Different neural
network architectures are trained and tested on precise ear geometries to which artificial noise mimicking real photogrammetric
error is applied. The
results are compared to classical denoising approaches, and the validity of the HRTFs computed on the denoised scans is
benchmarked against
reference data.
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| 14:40 |
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A Deep Learning Approach for Angle Specific Source Separation from Raw Ambisonics Signals
Francesc Lluís Salvadó, Nils Meyer-Kahlen, Vasileios Chatziioannou, Alex Hofmann
[Abstract]
Deep neural networks have significantly increased the performance of sound source separation in recent years. At the same time, Higher Order Ambisonics is more broadly adopted, for example in virtual reality applications. Here, we present a deep learning approach that performs end-to-end source separation from raw Ambisonics signals, conditioned on a specific direction on the sphere. First results on musical mixtures show that our neural network can extract sound from a specific target direction, without relying on an explicit beamforming stage. This proves that the network implicitly learns the correspondence between the spatial information contained in the Ambisonics signal and the conditioning angle.
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| 15:00 |
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Transfer-Plausibility of Binaural Rendering with Different Real-World References
Nils Meyer-Kahlen, Sebastià V. Amengual Garí, Thomas McKenzie, Sebastian J. Schlecht, Tapio Lokki
[Abstract]
For the evaluation of virtual acoustics for mixed realities, we distinguish between the paradigms ’authenticity’, ’plausibility’ and ’transfer-plausibility’. In the case of authenticity, discrimination tasks between real sound sources and virtual renderings presented over headphones are performed, whereas in case of a plausibility experiment, listeners need to rely only on their expectation of a sound when listening to the rendering, without the presence of an explicit reference. In the case of transfer-plausibility, however, different real sources are active alongside virtual sources, potentially in different spatial locations, leading to a certain degree of comparability. This resembles the case of forthcoming augmented reality systems. Here, we show an experiment, which assesses the transfer-plausibility of rendered speech sources in a variable acoustic environment. We demonstrate the influence of the similarity between real and virtual source material and their spatial location on the transfer-plausibility of measurement-based headphone rendering.
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| 13:40 |
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Experimentelle Untersuchungen zur semi-aktiven Schall- und Schwingungsreduktion an Leichtbaustrukturen
Thomas Kletschkowski
[Abstract]
Die Reduktion der Schwingungen in Leichtbaustrukturen sowie die Minderung der von diesen abgestrahlten Schallleistung ist eine typische Aufgabe bei der Konzeption von Fahrzeug- und Flugzeugkabinen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem semi-aktiven Ansatz, der geeignet ist, sowohl Strukturschwingungen als auch die Schallabstrahlung von schwingenden Strukturen zu reduzieren. Dieser basiert auf einem elektrodynamischen Schwingungserreger in Kombination mit einem dissipativen elektrischen Netzwerk, das die Dissipation der mechanischen Energie ermöglicht. Im Vortrag wird sowohl auf das Konzept, als auch auf dessen experimentelle Umsetzung im Labormaßstab eingegangen. Vorgestellt werden experimentelle Befunde zur Schall- und Schwingungsreduktion. Diese belegen, dass sowohl lokale Beschleunigungspegel als auch die äquivalente abgestrahlte Schalleistung eines schwingungsfähigen Leichtbaupaneels mit Hilfe dieses Konzeptes reduziert werden können. Dabei werden Reduktionen von bis zu 9dB im Frequenzbereich unterhalb von 400Hz erreicht.
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| 14:00 |
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Simulation eines Active Noise Cancellation Systems für die Anwendung Automotive Audio
Sören Keuchel, Henning Lohmann, Philipp Römer, Olgierd Zaleski
[Abstract]
Der Bereich ”Automotive Audio” ist entscheidend für die Wertigkeit von aktuellen Fahrzeugen. Die Lautsprechersysteme können über mehr als 20
Lautsprecher verfügen um Anforderungen, wie zum Beispiel die 3D Sound-Wiedergabe, zu erfüllen. Neben dem Entertainment wird das System auch
beim Active Noise Cancellation verwendet. Aufgrund der vielfältigen Anforderungen und der Komplexität muss das Verhalten bereits vor dem ersten
realen Prototyp bewertet werden können. Für den notwendigen Digital Twin in der Produktentwicklung sind daher prognosesichere Simulationen und
präzise Messungen entscheidend. Für die numerische Abbildung von Lautsprechersystemen gilt es, eine multiphysikalische Simulation durchzuführen. Es müssen die Bereiche
Elektromagnetismus, Strukturdynamik und Akustik miteinander verbunden werden. Die einzelnen Gebiete können jeweils mit unterschiedlichem
Detaillierungsgrad abgebildet werden, wobei die Möglichkeiten von effizienten 1D-Ansätzen bis zu vollständigen 3D-Modellen (FEM) reichen. Zur
Prognosesicherheit müssen die Modelle messtechnisch validiert werden, weshalb ein entsprechender Prüfstand entwickelt. Im Rahmen des Vortrags sollen die Möglichkeiten eines Active Noise Cancellation Algorithmus im Fahrzeuginnenraum dargestellt werden. Eine
besondere Herausforderung ist die räumliche Ausdehnung in Relation zur betrachteten akustischen Wellenlänge. Es soll ein computergestütztes 3D-
Modell eines Fahrzeuginnenraums mit einer 1D-Systemsimulation gekoppelt werden und so die Realisierung und dessen Grenzen in Bezug auf
Frequenz, Ort, Reaktionszeit sowie die Anzahl der Lautsprecher ermittelt werden.
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| 14:20 |
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Verbesserung der Sprachverständlichkeit von Headsets mit aktiver Schallreduktion für Hubschrauberpiloten
Florian Ernst, Delf Sachau, Sten Böhme
[Abstract]
Hubschrauberpiloten sind im Cockpit einer hohen Lärmbelastung ausgesetzt. Zur Reduktion dieser Belastung wird im
Flugbetrieb passiver Lärmschutz in
Form von Headsets oder Helmen mit Sprechgarnitur eingesetzt. Um trotz der hohen Umgebungslautstärke eine
ausreichende Sprachverständlichkeit
über Sprechfunk und Intercom zu erreichen, werden diese Signale oft mit hoher Verstärkung wiedergegeben. Der
Hintergrundlärm wirkt jedoch auch auf
das Mikrofon des sprechenden Piloten ein, was auch zu einer verstärkten Wiedergabe des Lärms bei der restlichen
Besatzung führt.
Zur Reduktion des Hintergrundlärms werden Mikrofonsignale gefiltert, so dass nur sprachrelevante Signalanteile übertragen
werden. Einige
Frequenzanteile des Lärms liegen jedoch auch im Bereich der Sprache und lassen sich nicht vollständig herausfiltern.
Darüber hinaus führt die Filterung
zu einer Verschlechterung der Sprachverständlichkeit.
In vorangegangenen Untersuchungen wurde ein Active Noise Control Headset entworfen, das die Lärmbelastung für den
Piloten deutlich reduziert. Zur
Verbesserung der Sprachverständlichkeit und zur Minimierung der Belastung durch das verrauschte Intercom-Signal
werden verschiedene Ansätze zur
Sprachverbesserung unter Verwendung des aktiven Headsets untersucht. Als Grundlage hierfür dient das Prinzip der
”Spectral Subtraction”. Die Sprach-
und Referenzsignale wurden durch einen Kunstkopf mit aktivem Mundsimulator bei einem Testflug in einem Hubschrauber
aufgezeichnet. Die Ansätze
zur Sprachverbesserung werden in einer Simulationsumgebung untersucht und zeigen eine messbare Verbesserung der
Sprachqualität.
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| 14:40 |
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Optimal Microphone Positioning for Multi-Channel Feedforward ANC Headphones
Jonas Förster, Johannes Fabry, Peter Jax
[Abstract]
Commercially available active noise cancellation (ANC) headphones typically use hybrid single-channel filter structures that consist of a feedforward and a
feedback filter. Multi-channel feedforward filtering can improve the achievable performance by exploiting spatial characteristics of the incoming noise. This
poses the challenge of determining the ideal positions of multiple reference microphones. We can analyze the position of reference microphones either
based on a simulation, such as the finite-element method, or by propping a dummy headphone with multiple microphones. In both cases, the positions can
be evaluated for a given number of reference microphones either based on the multiple coherence function (MCF) or by evaluating the ANC performance for
the optimal feedforward FIR filter.
We propose the solution to a least mean squares cost function for multi-channel feedforward FIR filter design for ANC headphones. Based on this cost
function, we develop an algorithm that determines the optimal reference microphone positions for an arbitrary but fixed number of microphones. Finally, we
compare the proposed algorithm to that of using the MCF as cost function. The evaluation is based on measurements of a headphone that is equipped
with 10 additional digital MEMS microphones.
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| 15:00 |
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Active Noise Control at a tilted window under realistic conditions - a theoretical consideration
Max Lorenzen, Michael Sandner, Delf Sachau
[Abstract]
Statutory and personal requirements on buildings concerning the noise inside a room and therefore on windows are growing. Various improvements were developed, in particular passive measures are taken. Nevertheless, an Active Noise Blocker (ANB) was developed for reducing the transmitted noise while airing a room trough the gap of a tilted window. Several papers showed a significant noise reduction by the use of an ANB. However, the noise reduction strongly depends on the noise signal’s characteristics whereby most papers use white noise. For testing the ANB’s behavior under realistic conditions various considerations are necessary. Within this paper the evaluation of the reduction of road traffic noise regarding current standards and human health requirements is taken into account.
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| 15:20 |
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Adaptive Filterung im Frequenzraum
Matthias Ospel
[Abstract]
Der Vortrag behandelt die inverse Filterung mittels adaptiver LMS Filter im Transformationsraum. Erste experimentelle
Ergebnisse basierend auf der
FPGA Implementierung der Algorithmik für Systemidentifikation und Active Noise Control am Beispiel eines Single Channel
Systems sowie die
implementierte Algorithmik werden dargestellt.
Zunächst wird ein Frequenzraum-LMS basierend auf zyklischer Korrelation für die iterative Systemidentifikation einer
Frequenzantwortfunktion zwischen
Aktuator und Sensor genutzt. Anschließend wird die identifizierte Frequenzantwortfunktion verwendet, um periodisch
auftretende Druckwellen am Sensor
zu kontrollieren. Hierfür wird eine Block-Implementierung einer modifizierten Form des adaptiven FxLMS verwendet, der
lineare Faltung und lineare
Korrelation effizient im Frequenzraum implementiert.
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Organisation:
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| V. Wittstock, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 15:40 |
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Nahfeldmesstechnik zur Bestimmung der Abstrahlcharakteritik von Zeilenlautsprechern in einem Halbraum
Stephan Herzog
[Abstract]
In diesem Artikel wird eine Methode zur Messung der frontalen räumlichen Abstrahlcharakteristik von Zeilenlautsprechern vorgestellt. Die Messung
findet mit einem bewegten Mikrofonarray im Nahfeld des Lautsprechers statt. Das Mikrofonarray erfasst dabei den in einen Zylindersektor
abgestrahlten Schall. Durch Annahme von frontal links / rechts symmetrischer Abstrahlung bezüglich der Längsachse ist eine Messung auf nur einer
Seite des Lautsprechers ausreichend. Dies erlaubt eine Reduktion der Kanalzahl oder eine Erhöhung der räumlichen Auflösung. Ausgehend von den gemessenen komplexen Schalldrücken kann die frontale Abstrahlcharakterisik des Lautsprechers im Fernfeld berechnet
werden. Einer der Vorteile der vorgestellten Methode ist, dass kein spezieller Messraum benötigt wird, da die Messung im Nahfeld eine gute
Unterdrückung von Störgeräuschen und Reflexionen bietet. Die Erfassung des gesamten komplexen Schalldrucks auf einer Fläche vor dem
Lautsprecher ermöglicht als Erweiterung einer eindimensionalen Messung auf einer Linie parallel zur Hauptachse eine Berechnung der
dreidimensionalen frontalen Abstrahlcharakteristik des Lautsprechers.
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| 15:48 |
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Scalable Automatic Modalhammer
Peter Blaschke
[Abstract]
The characterization of the dynamic properties of vibrating systems is the goal of the experimental modal
analysis. Considering this, a precise, non-mass loaded, repeatable impact is necessary to excite the
structures for their natural vibration and contactless measurement of the response. An excitation source
with a highly repeatable force level is key. This is even more important if the measurements are to be
repeated by scanning the response function. Two models of the scalable automatic modal hammer (SAM1, SAM3) featuring different force
ranges allow for excitation of small and large structures.
Using SAM, non-linear and light weight structures can be excited with a consistent and precise force
amplitude. The concept of the SAM is, that only the inertia mass of the hammer tip excites the structure.
The Dirac impulse of the impact is precisely adjustable through the GUI. This leads to a controlled nonmass
loaded force level to impact linear and non-linear structures for consistent frequency response
function at one specific operating point.
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Sitzungsleitung:
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| A. Gerlach, Robert Bosch GmbH |
| T. Kletschkowski, HAW Hamburg, Dep. Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau |
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| 8:40 |
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Spezifikationen für die Prüfung von Schallpegelmessern im Infraschallfrequenzbereich
Christoph Kling, Marvin Rust, Christian Koch
[Abstract]
Lärm im Infraschallfrequenzbereich wird, insbesondere im Zusammenhang mit erneuerbaren Energiequellen, intensiv und
kontrovers diskutiert. Bei Streitigkeiten sind verlässliche, objektive und im Zweifelsfall auch gerichtsfeste Messungen notwendig.
Während die erforderliche Messtechnik bereits kommerziell verfügbar ist, fehlt es jedoch noch an den metrologischen
Grundlagen für eine messtechnische Rückführung und eine Prüfung der Geräte nach anerkannten Regeln.
Vor diesem Hintergrund werden im Projekt Infra-AUV ”Metrology for low-frequency sound and vibration” im Rahmen des EMPIR-
Programms der Europäischen Union neben Primär- und Sekundärmethoden zur Kalibrierung von Mikrofonen auch Prüfstrategien
für infraschallgeeignete Schalldruckpegelmessgeräte entwickelt. Dazu wurde zunächst untersucht, welche Messgrößen und
Parameter die aktuell gültigen europäischen Richtlinien in Bezug auf Infraschalllärm verwenden. Daraus und aus bisher
vorliegenden Erfahrungen aus der Messpraxis wurden grundlegende Anforderungen an Messgeräte erarbeitet. So sollte zum
Beispiel die Bandbreite eines Infraschallpegelmessers den tiefen Frequenzbereich bis einschließlich der 1 Hz-Terz beinhalten. Ein
praktisches Problem sind kleinste Löcher in der Mikrofonmembran, die Infraschallmessungen empfindlich stören, jedoch bei der
Anwendung herkömmlicher Kalibratoren unentdeckt bleiben.
Der Vortrag gibt eine Übersicht über die bisher zusammengetragenen Anforderungen an Infraschallpegelmesser und geht auf
mögliche Prüfstrategien ein
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| 9:00 |
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Mikrofonkarussell - Primärkalibrierung für luftgeführten Infraschall
Marvin Rust, Christoph Kling
[Abstract]
Schallpegelmessungen im Infraschallfrequenzbereich gewinnen immer mehr an Bedeutung im praktischen Einsatz, zum Beispiel bei der Überwachung von starken Eruptionen, wie sie von Vulkanausbrüchen ausgelöst werden, oder bei der Messung von tieffrequenten Umgebungsgeräuschen. Dabei wird der Frequenzbereich unter 10 Hz von den vorhandenen Messverfahren und den anzuwendenden Normen bisher nur unzureichend abgedeckt. Gleichzeitig existiert nur eine ungenügende und unvollständige Rückführung auf nationale Normale. Aus diesem Grund widmet sich das Projekt Infra-AUV ”Metrology for low-frequency sound and vibration” des European Metrology Program for Innovation and Research (EMPIR) der Entwicklung einer vollständigen Rückführungskette vom Primärstandard bis hin zum geprüften Schallpegelmesser für die Anwendung im Feld.
In der vorliegenden Arbeit wird ein Primärverfahren zur Kalibrierung von Messmikrofonen vorgestellt, das den vertikalen Gradienten des statischen Luftdrucks mit der Höhe zur Realisierung eines Referenzdrucksignals nutzt. Dabei wird der Prüfling durch Veränderung seiner Höhe einem wechselnden Luftdruck ausgesetzt, dessen Betrag analytisch bestimmbar ist. Auf Basis dieses Prinzips wurde an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) ein Messplatz entwickelt, der die Kalibrierung von Messmikrofonen im Frequenzbereich unterhalb von 10 Hz erlaubt. Der Vortrag gibt einen Überblick über den Messplatz und die ersten Ergebnisse, auch im Vergleich mit den etablierten Kalibrierverfahren im Infraschallfrequenzbereich.
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| 9:20 |
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Digitaler Kalibrierschein (DCC) am Beispiel der Mikrofonkalibrierung
Björn Beckmann
[Abstract]
Die Anzahl an Sensoren und Messsystemen nimmt stetig zu und auch die bei einer Kalibrierung erzeugten Daten werden teilweise umfangreicher. Um Kalibrierdaten in Messsystemen verarbeiten zu können, ist eine Digitalisierung von Kalibrierscheinen nötig. Mit einem digitalen Kalibrierschein können unter anderem geeignete Messsysteme selbstständig ihren Kalibrierstatus verwalten. Um das umzusetzen hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt das Konzept des Digital Calibration Certificate (DCC) vorgestellt. Dadurch wird eine Grundstruktur für einen generellen Austausch von Daten vorgegeben. Einige Anwendungen, zum Beispiel zur Kalibrierung von Massestücken, sind schon implementiert worden. Im Bereich der Akustik wird an dem Beispiel der Mikrofonkalibrierung gezeigt, wie weitere Festlegungen zu treffen sind, um einen reibungslosen, maschinenlesbaren Austausch zwischen den verschiedenen Systemen zu gewährleisten. Ziel ist in Zukunft auch Mikrofonkalibrierungen mit einem DCC anstatt eines papiernen Kalibrierscheins zu zertifizieren.
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| 10:00 |
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The Digital Twin of a New and Standardized Fullband Ear Simulator
Lars Birger Nielsen, Mads J. Herring Jensen
[Abstract]
The use of virtual models designed to accurately reflect a physical object has over the last decade enabled an unprecedented precision in the simulation of
the acoustical properties of devices before they materialize. This paper introduces a new and standardized fullband ear simulator and explains some of the important characteristics, such as the acoustic impedance and
the geometry of the ear simulator. A corresponding virtual model - or digital twin - and the basis for the digital twin is explained. For the physical fullband ear simulator and its digital twin the acoustical impedance is analyzed to determine the correlation between the two.
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| 10:20 |
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Measuring very small mechanical impedances as in the human ear
Florian Denk, Hendrik Husstedt
[Abstract]
The mechanical impedance is defined as the complex ratio of the dynamic force acting on a structure and the resulting velocity for a harmonic excitation. State-of-the-art measurements of mechanical impedances are based on jointly observing the applied force and the movement. This approach has limitations when the measured impedance is small, i.e., the total behavior is dominated by the impedance of the measurement probe rather than the structure under test. However, in hearing science especially the measurement of small impedances is of great interest, like in the middle and inner ear. Mechanical impedances of these structures are required, for example, for the development and verification of middle-ear implants or eardrum contact transducers.
We here present an approach to measure very small impedances down to the order of magnitude of the human ear directly. The technique uses a standard impedance probe with an optimized measurement procedure, which allows to achieve very high SNRs and a high-accuracy compensation of the measurement probe. This results in measurable point impedances below 1 Ns/m across the whole audible frequency range, i.e., in the range of literature values of the human eardrum. The technique is evaluated based on the experimental characterization of several artificial mechanical loads.
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| 10:40 |
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Comparison of auditory and objective performance of ANC headsets
Jan Reimes, Tobias Vorländer
[Abstract]
Headsets providing Active Noise Cancellation (ANC) features have become extremely popular in recent years. While the first-
generation devices were
mainly larger and wired over-ear headsets, modern wireless in-ear devices are getting more common. Standardized testing of
ANC headsets typically
evaluates measures like total, passive, and active insertion loss to quantify the performance of these devices. The test setups
in such specifications
usually require the usage of head-and-torso-simulators (HATS) that are equipped with artificial ears according to ITU-T P.57. For many years, the artificial ear of type 3.3 with anatomic pinna and cylindric ear canal according to IEC 60318-4 was
regarded as the state-of-the-art
measurement device for these tasks. Recently, new ear simulators were introduced in ITU-T P.57. These type 4 ears specify
both an anatomically
shaped ear canal and a fullband transfer impedance. However, their applicability for the performance evaluation of ANC
headsets has not been
investigated in detail so far. This contribution assesses the ANC performance of commercially available headsets based on a novel auditory test design
and on objective, HATS-
based measurements. The listening test design is based on auditory loudness assessment in conjunction with a realistic
ambient noise reproduction.
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Sitzungsleitung:
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| V. Wittstock, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
| H. Bietz, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 14:00 |
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Acoustical beamforming with distance estimation
Bence Csóka, Péter Fiala, Péter Rucz
[Abstract]
The topic of this paper is the automatized determination of the position and trajectory of sound sources by acoustic measurements with microphone arrays.
The base idea of the process is the suitable delay and amplification of the sound signals received by the sensors. The exact delay and amplification values
are defined by beamforming algorithms, one of the most well-known being the so-called MUSIC (Multiple Signal Classification) algorithm. This method
separates the cross-spectral matrix of the received signals to signal and noise subspaces. Its popularity is due to its simplicity and relatively high accuracy.
Beamforming can be used to focus on different points in the space and assess the likelihood of a sound source being in their vicinity. Previously, we devised
a method to estimate the direction and the distance of sound sources. Direction estimation is already an extensively discussed topic when it comes to
beamforming. Our distance estimation method showed promising results during simulations, but when processing measurement data, it failed to perform
satisfactorily due to less favourable environmental conditions. Our goal is to devise and test a more accurate and reliable, although presumably slower
algorithm that could be optimized in the future.
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| 14:20 |
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Sound source localization in a vehicle trailer
Jonathan Nowak, Reinhard Wehr, Manfred Haider, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
Tire/road noise is a highly relevant topic for improving the comfort and experience of drivers and residents living in high-traffic areas. With growing numbers of electric cars, the
relevance of tire noise even increases since it is the dominant sound source in the middle-speed range. Existing standards concerning tire/road noise typically only require acoustic pressure or intensity level measurements, and no further investigation of sound source locations or
strengths is carried out. Therefore our goal is to apply different sound source localization algorithms at the rolling tire using a measurement trailer equipped with microphone
arrays. The first step to achieve a robust workflow for field measurements is to test the measurement setup and identify the acoustic properties of the trailer in the stationary
case. For this purpose, an artificial sound source is placed inside the stationary trailer. In this contribution, we present the characterization process and results of the sound
source localization in this stationary case.
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| 14:40 |
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Acoustic travel time tomography: Applicability of an array of directional sound sources
Najmeh Sadat Dokhanchi, Jörg Arnold, Albert Vogel, Conrad Völker
[Abstract]
The technique of acoustic travel time tomography (ATOM) employs the travel-time of early reflections to calculate the distribution of air temperature through an entire room. The number of detected early reflections in the room impulse response (RIR) which stands for the desired sound paths inside the room, has a significant impact on the resolution of reconstructed temperatures. In this study, the possibility of utilizing an array of directional sound sources for ATOM measurements is investigated. To compensate for the number of sound paths not appearing due to the directivity of the sound source, the consideration of high-energy third order reflections is proposed. For this purpose, the image source model (ISM) algorithm is developed to simulate the early reflections up to third-order image sources. The results indicate that the sufficient number of sound paths can ensure a proper tomography reconstruction.
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| 15:00 |
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The Description of Sound Sources by a Set of Equivalent Sources Using Impulse Response Functions and the Least Mean Square (LMS) Algorithm
Wolfgang Kropp, Leon Müller
[Abstract]
Often we are interested to describe the sound radiation from complex sources with a limited set of equivalent sources. Typical examples would be the sound radiation from vibrating structures or from the mouth of a human speaker. The main challenge is to find source distributions and source strengths in an appropriate way that directivity and strength in the farfield will be approximated with acceptable accuracy. To achieve this a time domain approach is suggested. Impulse response functions are used between equivalent sources and observation positions of the field to be reconstructed. The Least Mean Square (LMS) algorithm is applied to determine the source signals of the equivalent sources so that the error between the reconstructed field and the observed field in the observation is minimized. As the approach does not require matrix inversion it is very robust with respect to measurement errors (e.g. due to measurement noise). The approach is demonstrated for sound radiation from a vibrating plate based on monopole sources situated in front of the plate and for the case of a loudspeaker element with a set of monopoles simulating the loudspeaker. Results, advantages and disadvantages of the method are discussed in the presentation.
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| 15:20 |
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Modellierung der Schallausbreitung unter Berücksichtigung von Strömung zur Verbesserung der Schallquellenlokalisierung
Simon Jekosch, Shenyang Jia, Ennes Sarradj
[Abstract]
Eine bewährte Methode zur akustischen Charakterisierung rotierender Quellen ist die virtuelle Rotation des Mikrofonarrays. Dadurch ruhen die Mikrofone in Bezug auf die Quellen, aber das schalltragende Fluid rotiert nun auf dem Ausbreitungsweg zwischen den Quell- und den Mikrofonpositionen. Bei vielen praxisrelevanten Maschinen wird durch rotierenden Bauteile eine Strömung erzeugt, die sich mit der virtuellen Rotation des Fluids überlagert. Um eine möglichst genaue Schallquellenlokalisierung zu ermöglichen, sollte diese Überlagerung mit in das Modell der Schallausbreitung fließen.Hier für wird ein Raytracing Konzept vorgeschlagen, welches diese Überlagerungen berücksichtigen kann. Für die Anwendung dieser Methode wird das mittlere dreidimensionale Strömungsfeld auf der Druckseite eines fünfblättrigen Axialventilators mithilfe eines Hitzdrahtannemometers und das Schallfeld mit einem 64 Kanal Mikrofonarray vermessen. Die Schallquellen werden mit Mikrofonarraymethoden in Frequenzbereich lokalisiert, so wie deren Verteilung unter Berücksichtigung verschiedener Strömungen im Schallausbreitungsmodell untersucht und mit simulierten Messdaten verglichen.
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Sitzungsleitung:
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| W. Kropp, Chalmers University of Technology |
| S. Marburg, TU München, Lehrstuhl für Akustik mobiler Systeme |
| J. Ahrens, Chalmers University of Technology |
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| 16:40 |
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Ein numerischer Ansatz zur Bestimmung der modalen Dämpfung durch Schallabstrahlung
Suhaib Koji Baydoun, Steffen Marburg
[Abstract]
Dämpfung durch Schallabstrahlung bezeichnet die Energiedissipation vibrierender Strukturen durch Schallabstrahlung ins akustische Fernfeld. Sie leistet vor allem bei Leichtbaustrukturen einen wesentlichen Beitrag zur gesamten Strukturdämpfung. Diese Arbeit stellt ein hybrides Verfahren zur Bestimmung der Dämpfung durch Schallabstrahlung vor, welches sowohl auf Experimenten als auch auf Simulationen beruht. Die Struktur wird durch eine Mobilitätsmatrix charakterisiert, welche experimentell mittels Impulshammeranregung und Laser-Doppler-Vibrometrie bestimmt wird. Die Mobilitätsmatrix enthält Übertragungsfunktionen, welche die Beziehung zwischen Strukturschnelle und der Anregungskraft herstellt. Die abgestrahlte Schallleistung, welche zur Beurteilung der resultierenden Strukturdämpfung notwendig ist, wird durch akustische Simulationen ermittelt. Dazu wird die gemessene Mobilitätsmatrix mit einem Boundary Element Modell (BEM) gekoppelt.
Dieser hybride Ansatz bietet den Vorteil, dass die elastischen Eigenschaften komplexer Materialien und der Einfluss mechanischer Randbedingungen berücksichtigt werden können. Dabei kann auf vereinfachten Idealisierenden, wie sie in Finite Elemente Modellen üblichen sind, verzichtet werden. Auf der anderen Seite werden akustische Messungen und die damit verbundenen Einschränkungen vermieden. Die Verwendung der BEM ermöglicht die simulative Erzeugung von diffusen Schallfeldern selbst im niederfrequenten Bereich. Außerdem kann der Einfluss von akustischem Kurzschluss durch Schlitze berücksichtigt werden. Die Einsatzmöglichkeit des vorgestellten Verfahrens wird am Beispiel von flachen und gekrümmten Sandwichplatten demonstriert.
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| 17:00 |
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Near-Field Acoustic Holography Using Far-Field Measurements
Thiago Lobato, Roland Sottek
[Abstract]
The knowledge of the acoustic surface velocity of radiating structures is extremely valuable in order to identify strongly vibrating surfaces and to suggest appropriate measures for troubleshooting. However, this information is difficult to obtain from far-field measurements. Because of the exponential decaying evanescent waves, the inverse problem from the measured position to the sound surface is very ill-conditioned and measurements must be carried out at a very close distance from the sources in the acoustic near field.
This work proposes the use of a generative neural network that learns the distribution of ”possible” near-field results based on far-field measurements and uses this information to generate a distribution of reasonable results. These results can then be combined with the geometric constrains of the source to obtain a good image of the vibrating surface. It is shown that this method provides meaningful results for far-field measurements.
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| 17:20 |
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Akustische Holografie zur Lokalisation von Hydroschallquellen
Artur Paszkiewicz, Matthias Witte, Frank-Hendrik Wurm
[Abstract]
Ein Verfahren zur Ortung von Hydroschallquellen mittels eines Sensorarrays wird vorgestellt. Das Verfahren lokalisiert Hydroschallquellen auf Basis der
akustischen Holografie. Die Lokalisation lässt sich mit einer Approximation des Schallfeldes der abzustrahlenden Fläche durchführen. Hierfür wird die
grundlegende Idee der Überlagerung von Schallfeldern einzelner äquivalenter Quellen verwendet. Dabei werden die äquivalenten Schallquellen nahe
der zu untersuchenden Fläche platziert. Die Stärke jeder äquivalenten Schallquelle wird mithilfe der aufgezeichneten Schallfelddaten und der Lösung
eines inversen Problems bestimmt. Anschließend folgt eine Lokalisation der Hydroschallquellen. Das dargestellte Verfahren wird anhand von numerisch
erzeugten Daten präsentiert und analysiert.
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| 17:40 |
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Interdigital Transducers for Structural Health Monitoring
Blaz Brence, Yevgeniya Lugovtsova, Jens Prager
[Abstract]
Interdigital transducers (IDTs) are a well-known tool for excitation of surface acoustic waves. The use of IDTs is versatile, but
they are most commonly
employed as actuators for excitation of ultrasonic guided waves. However, they are still a relatively new technology, which
leaves many possibilities for
future research, especially in the scope of newly emerging structural health monitoring (SHM) systems. IDTs offer low weight,
design flexibility and beam
directivity, which make them ideal candidates for employment in such systems. Due to the IDTs’ and waves’ complexity, problems often cannot be described analytically, therefore they require numerical
solutions and experimental
validations. In this contribution, a novel, simple use of IDTs, in the scope of SHM is described. Firstly, numerical findings
acquired with finite element
method are presented. To validate those results, experiments in a plate-like waveguide are carried out. A good agreement
between them is found. The
results show the potential of the IDTs in yet another prospective application, which could be attractive for adoption in the future.
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| 18:00 |
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Das Sonar des TRIPLE-Vorfelderkundungssystems für die Navigation in Gletschereis
Jan Audehm, Ben Burgmann, Mia Giang Do, Sharif El Mentawi, Dirk Heinen, Johanna Hermannsgabner, Andreas Nöll, Shreyans Sakhare, Christopher Wiebusch, Yuting Ye, Simon Zierke
[Abstract]
Die Monde Europa und Enceladus im äußeren Sonnensystem stellen interessante Orte für die Suche nach extraterrestrischem Leben dar. In den Ozeanen unter der dicken Eiskruste sind die Bedingungen für die Entstehung von Leben erfüllt.
In der TRIPLE-Projektlinie der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR werden Technologien zur schnellen Eisdurchdringung und zur Erforschung subglazialer Seen entwickelt, um die Grundlage für zukünftige Explorationsmissionen zu diesen Eismonden zu schaffen. Diese Technologien werden in einem terrestrischen Analogszenario demonstriert. Dabei transportiert eine Schmelzsonde ein miniaturisiertes autonomes Unterwasserfahrzeug durch das Eis zu einem darunter gelegenen Wasserreservoir, um dieses zu untersuchen.
In einer solchen Mission ist es von großer Bedeutung, dass die Sonde Hindernissen auf ihrem Weg ausweicht und den Übergang zwischen Eis und Wasser erkennen kann, um dort zu verankern. Diese Navigation wird durch das Vorfelderkundungssystem TRIPLE-FRS unterstützt. Es besteht aus einer Kombination von Radar und Sonar, um mit den sich ergänzenden Techniken eine hohe Leistungsfähigkeit und Robustheit in Gletschereis gewährleisten zu können. Damit das Sonar direkt an der Spitze der Sonde positioniert werden kann, dient der Schmelzkopf als Frontmasse für einen piezoelektrischen Tonpilzschallwandler zur Signalemission. Es werden das Konzept für das Sonarsystem und Simulationen der Eigenschaften des Schallwandlers vorgestellt.
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Organisation:
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| J. Rohlfing, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| H. Atzrodt, Fraunhofer Institute for Structural Durability and System Reliability LBF |
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| 15:40 |
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Auslegung FDM-gedruckter Metamaterial-Resonatoren als Add-On Lösung in bestehenden Gehäusestrukturen
Manuel Bopp, Albert Albers
[Abstract]
Vibroakustische Metamaterialien (VAMM) bieten die Möglichkeit, unerwünschte Geräuschanteile sehr gezielt und schmalbandig zu reduzieren. Viele
Konzepte basieren dabei auf mechanischen Biege-Resonatoren, die in ihrer Eigenfrequenz als Schwingungstilger wirken und auf diese Weise Energie
aufnehmen, die sonst in Form von Luftschall abgestrahlt, und als Störgeräusch wahrgenommen werden würde. Oftmals kann während der
Konstruktionsphase noch nicht hinreichend genau abgeschätzt werden, welche Flächen akustisch auffällig werden und in welchen Frequenzbereichen
potentielle Störgeräusche liegen werden. Ein Konzept mit nachträglich integrierten Resonatoren erscheint daher sinnvoll.
In diesem Beitrag wird eine Methode vorgestellt, mit der FDM-gedruckte Biege-Resonatoren zur nachträglichen Anbringung in Gehäusestrukturen teil-
automatisiert ausgelegt werden können. Als Eingangsgrößen hierfür können bspw. eine Luftschallmessung oder Beschleunigungsmessungen dienen,
aus denen die Ziel-Frequenz der Resonatoren abgeleitet wird. Über eine Python-Automatisierung wird die Geometrie der Resonatoren innerhalb eines
FEM Solvers iterativ angepasst bis die gewünschte Resonanzfrequenz erreicht wird. Die Resonatoren werden anschließend gedruckt und es erfolgt eine
messtechnische Validierung der Auslegung innerhalb eines Demonstrator-Gehäuses.
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Organisation:
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| J. Rohlfing, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| H. Atzrodt, Fraunhofer Institute for Structural Durability and System Reliability LBF |
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| 14:00 |
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Application of vibroacoustic metamaterials in a vehicle door
Marvin Droste, Daria Manushyna, Sebastian Rieß, Heiko Atzrodt, Thomas Druwe, Sebastian Melzer, Jan Troge, Adrian Struß, Andreas Lühring, Jan Clausen
[Abstract]
In the presented work, vibroacoustic metamaterials are designed and tested for an application in a vibroacoustic-optimized vehicle door. The focus of this
work is the implementation of resonator concepts to different components of a vehicle door. Concepts suitable for large-scale production, which were
designed and validated in previous works, are applied to simplified as well as more complex representative components of vehicle doors. The resonators
are designed to achieve vibration reduction in the frequency range around 500 Hz, considering geometric complexity and requirements to installation
space. The proposed concepts are investigated numerically and tested experimentally on demonstrators. Based on the investigations a favored concept
will be chosen to be implemented in a complete vehicle door demonstrator in future work. This will enable comparison of the vibroacoustic metamaterial
effectiveness to conventional state-of-the-art solutions.
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| 14:20 |
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Frequency Dependency of Multilayered Flexural Cloaks
Aidin Nojavan, Sabine C. Langer
[Abstract]
In the recent years and inspired by the researches in the field of metamaterials, fantastic ideas in controlling waves has been proposed. In cloaking, as a special case of wave guidance, the waves are guided around an obstacle with minimum scattering or reflection. Considering the role of thin plates in the engineering field, cloaking of flexural waves has also achieved a great deal of attention. The multilayer production facilitates the realization of the complex material distribution of cloaks by benefiting from the effective medium theory. However, comprehensive investigations on the performance frequency range of cloaks is still lacking. Although the mathematical cloaking transformation is described only geometrically and is independent of the frequency, the multilayer homogenization and the physics of wave propagation are dependent on frequency. In this work, the frequency dependency of a flexural multilayered cloak is numerically studied using finite element method. The study is performed with regard to wavelength and for different geometrical parameters, including the size of the cloak, size of the obstacle, and thickness of the layers.
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| 14:40 |
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Evaluation of Active Control Concepts for a Self-adjusting Membrane-type Acoustic Metamaterial
Felix Langfeldt, Jordan Cheer
[Abstract]
Membrane-type acoustic metamaterials (MAM) consist of a thin pre-stretched membrane with masses periodically attached to the membrane. MAM can be designed to be very lightweight and exhibit anti-resonances at low frequencies with sound transmission loss values that can be much higher than the mass-law. This makes MAM very appealing for different noise control applications. However, the typically narrow bandwidth of the anti-resonances is a big challenge for applying MAM to noise sources that consist of changing tonal frequencies and/or broadband noise. In this contribution the preliminary results of a concept study for a self-adjusting MAM using active control are presented. In this concept, the added mass is replaced by an inertial electrodynamic shaker which enables the actuation of the MAM. The performance of different control strategies is evaluated using analytical and numerical models of the MAM. In particular, this evaluation will focus on methods to enable the MAM to adjust its anti-resonances to changing tonal frequencies and to improve the broadband noise reduction of the MAM. Additionally, it is investigated how the performance of the active MAM is affected when not every unit cell of the MAM contains an actuator in order to reduce the complexity of the system.
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| 15:00 |
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Active metamaterial cell using non-collocated velocity feedback
Marin Jalsic, Neven Alujevic, Ivan Catipovic, Ivo Senjanovic
[Abstract]
This paper deals with the development of an active metamaterial cell which does not obey the principle of dynamic reciprocity. Within the metamaterial cell two decentralized velocity feedback loops are implemented, where the sensor-actuator transducers are non-collocated. A lumped parameter mathematical model of the active electromechanical system is derived. The model is used to conduct a detailed analysis of the system in terms of stability, paying special attention to the selection of parameters of the passive system which would ensure good stability margins. It is shown that, when the dynamics of the sensors and actuators are neglected, the system can be made unconditionally stable despite the non-collocated transducer arrangement. However, when these dynamics are taken into account, no such property can be guaranteed and the system becomes conditionally stable. Nevertheless, a substantial gain margin can be expected. The theoretical model is verified using a 3D printed experimental prototype of the metamaterial cell. Measurements were made both with and without active control. A considerable loss of dynamic reciprocity is registered when the active control is present, along with a substantial vibration transmission reduction in one direction, accompanied by a vibration transmission increase in the opposite direction.
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| 15:20 |
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Application of vibroacoustic metamaterials for broadband vibration reduction on space structures
Daria Manushyna, Marvin Droste, Heiko Atzrodt
[Abstract]
In this work, application of vibroacoustic metamaterials based on a local resonance effect has been investigated for the usage in launcher components on example of a conceptual cylindrical interstage to optimize their vibration transmission characteristics. For these applications the stopband behavior is desired in the frequency range up to 200 Hz and a broadband damping characteristics up to 500 Hz. Different designs of resonators have been considered to fulfill the requirements on high damping and low additional mass. In the preliminary design, three configurations of planar specimens made of carbon fiber reinforced polymers (CFRP) have been investigated numerically with the target out-of-plane frequency at 160 Hz. The results have been validated and one favored design selected for application on cylindrical component made of CFRP to represent a scaled interstage component of launcher. The desired vibration reduction behavior could be demonstrated in both simulation and experimental results, thus showing potential of vibroacoustic metamaterials for composite launcher components.
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Organisation:
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| J. Rohlfing, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| H. Atzrodt, Fraunhofer Institute for Structural Durability and System Reliability LBF |
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| 16:20 |
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From mechanics to acoustics: Critical assessment of a robust metamaterial for acoustic insulation application
Stefano Caverni, Chiara Gazzola, Alberto Corigliano
[Abstract]
The increasing popularity of sandwich and composite double panel structures stems from their better sound insulation properties over a wide frequency range
with respect to their single panel counterparts. However, in the design of such multi-layer panels particular attention must be paid to the resonance dominated
region of the Sound Transmission Loss (STL), where the Mass-Spring-Mass resonance causes a frequency region of poor acoustic performance. In the
present contribution, a metamaterial unit cell endowed with an ultra-wide band gap is integrated with faceplates to create a novel acoustic insulation
sandwich panel. The panel is realized with a single material and with a properly designed mechanical stiffness that does not affect results in terms of acoustic
wave attenuation over a wide frequency range, making at the same time the internal core self-sustained. The STL of the panel is numerically evaluated
through a plane wave tube model. The model represents a simple tool to predict and optimize the behaviour of the panel in the resonance dominated region
of the STL. The acoustic performances of the panel are validated through an experimental campaign on a Nylon prototype, which is 3D printed through
Selective Laser Sintering technique.
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Organisation:
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| J. Rohlfing, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| H. Atzrodt, Fraunhofer Institute for Structural Durability and System Reliability LBF |
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| 8:40 |
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Untersuchungen zur Durchgangsdämpfung seriell angeordneter Resonatoren als Basis für die Entwicklung von Metamaterial-Schalldämpfern
Agostino Troll, Aishwarya Ramdas Chavan, Jens Rohlfing
[Abstract]
Akustische Metamaterialien (AMM) basierend auf Multi-Resonator-Systemen bieten vielversprechende Ansätze für die Entwicklung innovativer, kompakter, faserfreier Schalldämpfer mit individuell angepassten akustischen Eigenschaften. Die Resonatoren können dabei seriell, parallel, periodisch oder nicht-periodisch verteilt sowie gleich oder unterschiedlich abgestimmt sein. Voraussetzung für die Entwicklung marktgerechter Schalldämpfersysteme aus AMM sind praxisgerechte Auslegemethoden und wirtschaftliche Herstellungsverfahren, die zurzeit noch nicht zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Fraunhofer-Forschungsprojektes MetaVib werden Untersuchungen zur Auslegung und technischen Umsetzung von passiven sowie aktiven AMM für die Anwendungsbeispiele Rohr- und Kulissenschalldämpfer durchgeführt. Ziel ist es AMM-Schalldämpfer auf Basis von Simulationstools zu konzipieren und industriell herzustellen. Im Rahmen des Projektes werden Grundlagen zur Auslegung von AMM geschaffen, AMM-Schalldämpfer konzipiert, prototypisch umgesetzt und experimentell validiert. Neben der akustischen Wirksamkeit stehen auch unterschiedliche Herstellungsverfahren im Fokus. In akustischen Multi-Resonator-Systemen können sich komplexe Stehwellenfelder ausbilden. Bei korrekter Auslegung ergeben sich dadurch die gewünschten AMM-Effekte. Allerdings kann eine falsche Auslegung zu unerwünschten Einbrüchen in der Durchgangsdämpfung führen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse aus numerischen und experimentellen Untersuchungen zur Durchgangsdämpfung für den eindimensionalen Fall dargestellt. Das Beispiel von zwei seriell angeordneten Resonatoren mit unterschiedlichen Resonanzfrequenzen und variablen Abstand wird genauer betrachtet. Diese Ergebnisse bilden die Basis für die Entwicklung von AMM-Schalldämpfer-Systemen.
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| 9:00 |
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Generatives Design von akustischen Metamaterialien
Caglar Gürbüz, Felix Kronowetter, Martin Eser, Jonas M. Schmid, Steffen Marburg
[Abstract]
Metamaterialien haben aufgrund ihrer Schalldämmeigenschaften Einzug in die Akustik erhalten. Akustische Metamaterialien können durch periodisch angeordnete Zellstrukturen beeinflussen wie sich Schallwellen in akustischen Medien ausbreiten. Heutzutage werden akustische Metamaterialien weitestgehend iterativ von Experten weiterentwickelt, die sich dabei auf bestehende Konzepte stützen. Diese traditionelle Entwicklungsstrategie ist jedoch stark von den Erfahrungswerten des Experten geprägt und erlaubt eine Beurteilung des Designs erst am Ende des Entwicklungszyklus. In diesem Beitrag wird ein Designverfahren vorgestellt, welches entscheidende Bewertungskriterien, die üblicherweise erst am Ende eines Entwicklungszyklus vorliegen, schon sehr früh im Entwicklungsprozess berücksichtigt. Darüber hinaus rücken in diesem Verfahren objektive Formalismen anstelle einer subjektiven Beurteilung in den Vordergrund. Für dieses Verfahren wurde ein Generative Adversarial Network entwickelt, welches die Generierung von Zellstrukturen auf das gewünschte Transmissionsverhalten konditioniert. Die Validierung erfolgt dabei mit Hilfe von Finite-Elemente-Simulationen. Die vorgestellte Methode erlaubt somit auf ein spezielles Problem zugeschnittenes Metamaterial-Design zu entwerfen. Potentielle Erweiterungen sowie Anwendungsbereiche runden den Vortrag ab.
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| 9:20 |
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Optimierung von Metamaterialien
Nicolai Rehbein, Henning Lohmann, Sören Keuchel, Olgierd Zaleski
[Abstract]
Metamaterialien können in der Vibro-Akustik dazu dienen, Schwingungen in bestimmten Frequenz-Bereichen zu unterdrücken, um die Schallemissionen zu reduzieren. Dies geschieht meist durch das Aufbringen von Resonatoren an der Materialoberfläche. Da Metamaterialien vor allem im Leichtbau Anwendung finden, besteht die Herausforderung, dass die Gesamtmasse des Materials durch die Resonatoren nicht zu stark anwachsen darf.
Im hieraus entstandenen Optimierungsproblem soll die Frage beantwortet werden, wie viele Resonatoren überhaupt benötigt werden und wo diese idealerweise positioniert werden. Darüber hinaus werden Parameter wie Masse, Dämpfung, Steifigkeit für jeden Resonator ermittelt. Die wichtigste Nebenbedingung ist die Begrenzung der Gesamtmasse aller Resonatoren.
Anhand eines Beispiel-Modells werden die Charakteristika des Optimierungsproblems gezeigt und die Anforderungen an das Optimierungsverfahren definiert. Darauf aufbauend werden die Optimierungsverfahren und die daraus entstandenen Ergebnisse präsentiert.
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| 10:00 |
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Effiziente akustische Analyse von periodischen Strukturen mittels FMM-BEM
Christopher Jelich, Steffen Marburg
[Abstract]
Der Verkehr auf öffentlichen Straßen wie Autobahnen, Landstraßen und Gemeindestraßen ist eine der dominierenden Lärmquellen in Deutschland. Die
gesundheitlichen Folgen sind laut Weltgesundheitsorganisation gravierend und gehen weit über Schlafstörungen hinaus. Der gegenwärtige Trend hin zu
einer zunehmenden Urbanisierung und einem weiterhin erhöhten Verkehrsaufkommen könnte dies noch verschärfen. Hier gilt es effektive
Schallschutzmaßnahmen zeitnah auf die Straße zu bringen. Eine Reduktion der Entwicklungszeit durch den Einsatz moderner Berechnungsmethoden
kann hier einen wertvollen Beitrag liefern. Diese Arbeit stellt ein numerisches Verfahren auf Basis der Fast Multipole Boundary Element Method vor, welche es erlaubt die Leistungsfähigkeit von
periodisch angeordneten Schallschutzmaßnahmen effizienter zu quantifizieren. Neben den gängigen Schallschutzwänden, welche aus periodisch
angeordneten Wandelementen bestehen, können auch neuartige Konzepte mit integrierten akustischen Metamaterialien untersucht werden. Das
Verfahren nutzt die Regelmäßigkeit der periodisch angeordneten Schallschutzelemente aus um sowohl den Rechenaufwand als auch den
Speicherplatzbedarf zu minimieren. In numerischen Beispielen werden unterschiedliche Konzepte gegenübergestellt.
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| 10:20 |
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Analyse akustischer Metamaterialien mittels Kopplung der Finiten Zellen Methode mit der Randelementemethode
Márton Petö, Fabian Duvigneau, Sascha Eisenträger, Daniel Juhre
[Abstract]
In diesem Beitrag geht es um die simulative Bewertung akustischer Metamaterialien, wobei eine Kopplung der Finiten Zellen
Methode (FCM) und der Randelementemethode (BEM) zum Einsatz kommt. Solche Metamaterialien bestehen aus akustisch
wirksamen Schaumstoffmaterialien, in denen zusätzlich Festkörper mit hoher Steifigkeit eingebracht sind, um die Wirksamkeit des
Dämmmaterials zu erhöhen. Als Resultat weisen solche Materialien eine komplexe innere Struktur auf, in der sich die Lage,
Größe, Masse, Steifigkeit und Form der Einschlüsse je nach Design ändert. Um allgemeine Gestaltungsrichtlinien für solche
Metamaterialen ableiten zu können, sind geeignete numerische Verfahren erforderlich, um mit deren Hilfe umfassende
Parameterstudien durchführen zu können. Die FCM ermöglicht eine effiziente Simulation akustischer Metamaterialien, in der die komplexe Geometrie durch ein kartesisches
Berechnungsnetz diskretisiert und mit Ansatzfunktionen höher Ordnung berücksichtigt werden kann. Dadurch ist eine einfache
Netzerzeugung für dreidimensionale Probleme sowie eine hochgenaue Berechnung der schwingenden Struktur möglich. Um
Materialübergänge akkurat abbilden zu können, wird in den multimateriellen Zellen der Ansatzraum um besondere
Ansatzfunktionen erweitert. Im Anschluss erfolgt auf Basis der Ergebnisse der Schwingungsanalyse die Berechnung der
Schallabstrahlung mit Hilfe der BEM. In diesem Beitrag wird die gekoppelte Berechnung der komplexen Struktur und der Umgebungsluft mittels FCM und BEM
diskutiert sowie die Schallemission des simulierten akustischen Metamaterials ausgewertet.
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| 10:40 |
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Verfahren zur Lösung der Randelementemethode für thermoviskose Akustik
Simone Preuss, Steffen Marburg
[Abstract]
Die isentrope Wellengleichung erlaubt die Lösung zahlreicher Problemstellungen aus der Akustik, führt jedoch zu Ungenauigkeiten, sobald thermische
und viskose Verluste relevant werden. Als thermoviskose Verluste werden dissipative Effekte bezeichnet, die in Folge der Grenzschichtbildung zwischen
Fluid und Struktur entstehen. Aufgrund ihres lokalen Charakters ist eine Vernachlässigung zumeist legitim. Dennoch existieren zahlreiche
Anwendungsfälle, bei denen derartig kleinskalige Effekte eine entscheidende Rolle spielen. Hierzu zählen beispielsweise Hörgeräte,
Kondensatormikrofone oder akustische Metamaterialien, deren Kavitäten von ähnlicher Größenordnung sind wie die verlustbehaftete Grenzschicht. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat eine Vielzahl numerischer Methoden zur Modellbildung der thermoviskosen Verluste hervorgebracht. Hierbei
hervorzuheben sind vor allem die Finite Elemente (FEM) und Randelemente (BEM) basierten Verfahren. Während Ersteres eine hohe Netzfeinheit im
Grenzschichtbereich erfordert, führt die Lösung über BEM typischerweise zu dichtbesetzten Matrizen. Betrachtet man weiterhin die zusätzlichen
physikalischen Freiheitsgrade des thermoviskosen Schallfelds, ergibt sich ein bislang nicht tragbarer Rechenaufwand. Im Rahmen dieses Beitrags
werden nach kurzer Einführung in die Funktionsweise der thermoviskosen BEM verschiedene Verfahren zur Lösung der BEM-Matrixgleichung
vorgestellt. Im Fokus stehen die direkte Lösung des vollständigen Matrixsystems, des über Bildung des Schur-Komplements kondensierten Systems
sowie die partitionierte iterative Lösung. Die Lösungsansätze werden anhand einer Beispielrechnung aus dem Bereich der akustischen Metamaterialien
diskutiert und verglichen.
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Sitzungsleitung:
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| M. Blau, Jade HS Oldenburg, Inst f.Hörtechnik+Audiologie und Exzellenzcluster Hearing4all |
| B. Seeber, TU München, Audio Information Processing |
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| 8:40 |
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MPDR-Based Extended GSC Structure for Joint Noise and Interferer Reduction in Hearing Devices
Wiebke Middelberg, Simon Doclo
[Abstract]
For hearing devices, it has been shown that external microphones enable to improve the speech enhancement performance compared to only using the head-mounted microphones. In this contribution, we compare the performance of different extended generalized sidelobe canceller (GSC) structures aiming at joint noise and interferer reduction. Recently, an extended GSC structure was proposed in [1], where the external microphone signals are pre-processed by means of the noise-and-interferer references of a local GSC. For the local GSC, the relative transfer function (RTF) vector of the target speaker is assumed to be known, while the external RTFs are estimated blindly. Whereas in [1] a minimum variance distortionless response (MVDR) implementation was used for noise reduction only, in this contribution we propose a minimum power distortionless response (MPDR) implementation instead, enabling to suppress an additional interfering speaker. Simulation results with reverberant recordings show a larger robustness of the MVDR implementation against RTF vector mismatch. However, in adverse conditions the MPDR implementation is found to lead to a better performance in terms of interferer reduction. [1] R. Ali, et al. ”Methods of extending a generalized sidelobe canceller with external microphones.” IEEE/ACM Transactions on Audio, Speech, and Language Processing 27.9 (2019): 1349-1364.
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| 9:00 |
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Machine learning-based sound coding for cochlear implants
Bernhard Seeber, Esteban Bullón Tarrasó
[Abstract]
Sound coding strategies for cochlear implants (CIs) translate the incoming sound signal into parameters for the electrical pulse pattern delivered by the implant. Without specific noise reduction, the common envelope coding in CIs, like in the continuous interleaved sampling strategy (CIS), leads to problems with sound localization and listening in situations with noise and reverberation. Hence, this basic sound coding is accompanied by noise reduction and de-reverberation stages, which clean the sound signal prior to pulse processing, together achieving good performance in many listening situations. Statistical approaches using deep neural networks (DNN) achieve impressive results for segregating sound sources against a background of other sources and reverberation. These networks, like ConvTasNet, contain stages for filtering and amplitude extraction similar to the processing in CIs. We investigated if a DNN could be trained to replace the complete sound coding strategy of a CI. We compare the amplitude stimulation sequences for each electrode computed by a new stochastic approach and compare them to those of the classic CIS strategy. Results show that a DNN is capable of replacing existing CI coding strategies like CIS, while having the potential to include preprocessing stages for source segregation at no extra computational cost.
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| 9:20 |
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Einfluss der Störgeräuschsituation auf die subjektive Höranstrengung von Cochlea-Implantat-Nutzern
Tobias Weißgerber, Timo Stöver, Uwe Baumann
[Abstract]
Das Sprachverstehen im Störgeräusch bereitet Nutzern von Cochlea-Implantaten (CI) häufig deutlich mehr Schwierigkeiten als Normalhörenden (NH). Bei einseitiger CI-Versorgung mit Normalhörigkeit im Gegenohr wird das Sprachverstehen im Alltag häufig zwar als gut beschrieben, am Ende eines Schul- oder Arbeitstags aber von einer erhöhten Erschöpfung berichtet. Ziel der Arbeit war die Untersuchung der subjektiven Höranstrengung von CI-Nutzern in verschiedenen Störgeräuschbedingungen.
Während der Durchführung des Oldenburger Satztests im Störgeräusch wurde parallel die subjektive Höranstrengung mit einer kategorialen Bewertung erfasst (ACALES). Neben einer Störgeräuschsituation mit räumlicher Trennung von Sprache und Störgeräusch wurde die Höranstrengung im diffusen Schallfeld bestimmt. Die Ergebnisse von CI-Nutzern mit Normalgehör im Gegenohr wurden mit einer normalhörenden Kontrollgruppe verglichen.
Bei dem Signal-Rausch-Abstand der Sprachverständlichkeitsschwelle war die mittlere Höranstrengung der einseitig versorgten CI-Gruppe ohne CI um 3-4 kategoriale Einheiten (KE) schlechter als die NH-Gruppe (z.B. mittelgradig vs. sehr anstrengend). Durch Nutzung des CI verringerte sich die Höranstrengung um 1-2 KE. Bei im Alltag eher üblichen positiven Signal-Rausch-Abständen war die Höranstrengung mit CI nur wenige KE schlechter als in der NH-Gruppe.
Bei allen CI-Nutzern zeigte sich gegenüber der NH-Gruppe eine erhöhte Höranstrengung. In allen Störgeräuschsituationen konnte die Höranstrengung selbst bei Normalhörigkeit im Gegenohr durch die CI-Nutzung weiter verringert werden.
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| 9:40 |
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Comparison of a complex and simplified setup for the evaluation of digital wind noise reduction in hearing aids
Hendrik Husstedt, Hella Flocken, Marlitt Frenz, Florian Denk, Gunnar Wilken, Dieter Warnack, Jürgen Tchorz
[Abstract]
If wind reaches the membrane of a microphone, low-frequency noise signals with high levels are generated at the electrical output. Due to space limitations, the use of passive wind shields, e.g., made of foam or furry materials, is difficult. Therefore, many hearing aids provide a digital wind noise reduction. To test this type of signal processing, technical measurements have been performed in a wind tunnel and with a conventional fan in an audiological test room. In both setups, hearing aids of six different manufacturers were tested while attached to an artificial head (KEMAR). Different configurations were considered where the wind noise reduction and/or the single channel noise reduction were turned on or off whiles speech and wind noise, and wind noise only were presented. Furthermore, not only the sound pressure levels in 1/3-octave bands but also the SNR was analyzed. Wind noise suppression could be triggered in all hearing aids, and a qualitative comparison of the outcome of both setups shows good agreement. Therefore, the results suggest that a simplified setup with a fan is sufficient for a qualitative analysis of digital wind noise reduction in hearing aids.
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| 10:00 |
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Repräsentation der Einhüllendenmodulation von Sprachsignalen in funktionellen MRT-Aktivierungskarten
Stefan Uppenkamp, Mechthild Meierott
[Abstract]
Einhüllendenmodulationen spielen eine wichtige Rolle bei der Verständlichkeit von Sprachsignalen. Dabei zeigt sich im Modulationsspektrum von natürlicher Sprache typischerweise ein Maximum bei etwa 4 Hz, das die Silbenrate widerspiegelt. In dieser Studie wurde untersucht, welche Eigenschaften von Amplitudenmodulation zur sprachspezifischen Verarbeitung im auditorischen System beitragen. Dazu wurde ein auditorisches fMRT-Experiment mit sieben Stimulusbedingungen durchgeführt, in denen neben einem natürlich artikulierten, aber unverständlichen Sprachsignal (International Speech Test Signal, ISTS) ein Rauschträger mit zwei verschiedenen Modulationssignalen (speech envelope noise SEN, simusoidally amplitude modulated noise SAM)) bei jeweils drei unterschiedlichen Modulationsraten (1 Hz, 4 Hz, 16 Hz) dargeboten wurden. Die wesentliche Forschungsfrage war, inwieweit sprachspezifische Areale eine erhöhte Aktivierung für die untersuchten Modulationsfrequenzen und für sprachtypische, nicht-periodische Einhüllendenmodulationen im Vergleich zu sinusförmigen Modulationen zeigen. Der auch psychoakustisch nachweisbare Effekt einer erhöhten Sensitivität für Modulationsfrequenzen um 4 Hz ist wie erwartet auch in den Aktivierungskarten für größere, verteilte Bereiche in den auditorischen Arealen des Kortex nachweisbar. Im Hinblick auf die Komplexität und der damit verknüpften Sprachähnlichkeit der verwendeten Stimuli (SAM vs. SEN vs. ISTS) zeigen sich besonders starke Aktivitäten für das ISTS, das im Vergleich zu den anderen Bedingungen auch die sprachspezifische, zeitliche Feinstruktur aufweist.
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| 10:20 |
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Saliente Faktoren der musikalischen Szenenanalyse bei Normal- und Schwerhörenden
Robin Hake, Ninh Nguyen, Michel Bürgel, Kai Siedenburg
[Abstract]
Ein bedeutsamer Aspekt der Musikwahrnehmung ist die Fähigkeit, multiple simultan auftretende akustischer Signale in kohärente Ereignisse zu
organisieren - ein Prozess, der auditorische Szenenanalyse (ASA) genannt wird. Von besonderer Bedeutung für diesen Prozess sind energetische und
informationelle Maskierungseffekte, deren Einflussfaktoren im Kontext realistischer musikalischer Szenarien bisher kaum untersucht wurden. Im Rahmen dieser Online-Studie werden zwei Experimente zur Wahrnehmung authentisch-komplexer Musikszenen vorgestellt, in denen wesentliche
Einflussfaktoren der ASA sowohl bei Normalhörenden (NH) als auch bei Hörbeeinträchtigten (HB) erfasst werden. Mittels einer Zwei-Alternativen-Forced-
Choice-Aufgabe mussten Versuchspersonen entscheiden, ob ein einzelnes geprimtes Zielinstrument Teil einer zwei-sekündigen Instrumentenmixtur war.
Dabei variierten die Art des Zielinstruments (Hauptstimme, Klavier, Bass oder Gitarre) und die musikalische Komplexität (3 oder 6 Instrumente). In dem
ersten Experiment wurde darüber hinaus das Pegelverhältnis des Zielinstruments im Verhältnis zur Instrumentenmixtur manipuliert (0, -5, -10, -15 dB),
während in dem zweiten Experiment die Instrumente durch die Regulation des auditiven Panoramabildes (interaurale Pegeldifferenzen) räumlich im
Azimut separiert präsentiert wurden (bei einer Stereobreite von 0, 90∘, 180∘). Bisherige Ergebnisse mit 117 NH und 32 HB deuten darauf hin, dass alle im ersten Experiment angeführten Einflussfaktoren u. a. zur Reduktion von
Maskierungseffekten geeignet sind, wohingegen die räumliche Separierung nur kleine Effektstärken aufweist.
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| 10:40 |
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Interaural Differences Encoded at the Electrodes of Cochlear Implants
Rebecca C. Felsheim, Hongmei Hu, Mathias Dietz
[Abstract]
While normal hearing listeners are able to localize sound sources in the azimuthal plane accurately, bilateral cochlear implant (CI) users perform significantly worse in this task. Multiple reasons have been identified and are both processor and brain related. However, some aspects are still not completely understood, especially the complex interplay between the different stages. While the long-term goal is to shed more light on the overall process, the present study starts by investigating the salience of binaural cues encoded in the electrodogram. This was done by extracting the interaural level difference (ILD) and interaural time difference (ITD) of HRTF filtered speech directly after a simulation of CI encoding. As expected, the ILD can be well encoded in the absence of automatic gain controls. For the preservation of the ITD, a low-pass filtering is required, even after a Hilbert envelope extraction. Furthermore, an interaural electrode mismatch degrades both ILD and ITD but in different ways. It will be discussed if spread of excitation can help to reduce these mismatches.
In a next step the perceptual relevance of these degradations is going to be investigated using an auditory processing model and/or psychoacoustic experiments.
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Organisation:
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| M. Blau, Jade HS Oldenburg, Inst f.Hörtechnik+Audiologie und Exzellenzcluster Hearing4all |
| B. Seeber, TU München, Audio Information Processing |
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| 11:00 |
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Towards the Implementation of a Standard-compliant Audiometry System on a Mobile Device
Stephan Preihs, Leon Fehrs, Jürgen Peissig
[Abstract]
Pure-tone air conduction audiometry is often needed in research for a prescreening of subjects in the course of a listening experiment. Therefore it would be desirable to be able to do such an audiometry test according to the given standards on a mobile device. The implementation of an audiometry functionality on a mobile device like a smartphone or tablet without additional playback interfaces and according to ISO 8253-1:2010 is complex, but possible. The dynamic range and especially the maximum output level, which is limited by the audio output hardware of the mobile device, as well as the necessary calibration and protection of the system against manipulation by the test person are challenges for the implementation of such a hearing test app. The iOS implementation presented in this paper can solve the mentioned challenges and fulfills the standard with a minor restriction in the maximum possible output level. We give insights into the structure of the user interface and the methods used for calibration of different headphone types. Furthermore, we show how the aforementioned challenges can be overcome. A validation based on dummy head measurements and feedback from users performing listening tests confirms the quality, reliability and usability of the app.
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Organisation:
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| S. Weinzierl, TU Berlin, Fachgebiet Audiokommunikation |
| J. Peissig, Leibniz Universität Hannover, Institut für Kommunikationstechnik |
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| 9:40 |
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Audiovisual models for virtual reality: Underground station
Lubos Hladek, Bernhard Seeber
[Abstract]
Virtual reality offers new avenues to study acoustic communication by recreating or altering the audiovisual representation of the environment. Underground stations are among the places with challenging communication conditions, which we aim to study in the controlled laboratory environment. We implemented two acoustic scenes taking place in a simulation of the underground station Theresienstraße (Munich) in the real-time Simulated Open Filed Environment (rtSOFE). In the first scene, the talkers are horizontally distributed around the listener at every 30∘, representing common test situations in audiological research. In the second scene, the talkers are radially spanning in distance from 1 m to 10.1 m in front of the listener, like an approaching person, to simulate the effects of reverberation with increasing distance. The scenes were evaluated against the in-situ acoustic measurements of the binaural and omnidirectional impulse responses in terms of the binaural and energetic parameters, and several additional acoustic measurements were performed to characterize the environment, the equipment, and the background sounds. The whole collection of the virtual reality assets is freely available for research in other labs and documented thoroughly.
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| 10:00 |
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Spatial Interpolation of HRTFs Approximated by Parametric IIR Filters
Patrick Nowak, Udo Zölzer
[Abstract]
In binaural synthesis through headphones, head-related transfer functions (HRTFs) are used to position virtual sound sources in the three-dimensional space
around the listener. In practice, only a finite number of measured HRTFs is available, resulting in a limited spatial resolution. One approach to increase the
spatial resolution is the usage of spatial interpolation of the measured HRTFs. When the measured HRTFs are represented as finite impulse response (FIR)
filters, bilinear rectangular or triangular interpolation can be used to compute the filter coefficients of an intermediate direction. However, when the measured
HRTFs are represented as infinite impulse response (IIR) filters instead, the interpolation of the coefficients is not as straightforward as for FIR filters due to
stability considerations. In this work, an interpolation algorithm is proposed targeting HRTFs represented as cascades of parametric IIR filters. This interpolation
algorithm is based on the bilinear interpolation of the parameters of the individual filter stages (center frequency, gain, and Q-factor) together with an assignment
of related peak filters. In order to evaluate the proposed interpolation algorithm, two listening tests are performed including static virtual sound sources as well
as moving virtual sound sources. The results confirm the validity of the proposed interpolation algorithm.
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| 10:20 |
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Towards the virtualization of a sound source localization acuity test to aid the diagnosis of spatial processing disorder in school-aged children: An experimental approach
Melissa Ramírez, Johannes M. Arend, Petra Von Gablenz, Katharina Schmidt, Karsten Plotz, Christoph Pörschmann
[Abstract]
The spatial processing disorder (SPD) is an auditory processing disorder characterized as a reduced ability to use binaural cues to localize, segregate, and
group sound sources in the space selectively. It affects up to 5% of the school-aged population, impairing the normal development of their listening, learning,
and communication skills. Sound source localization accuracy is one of the most relevant measures for diagnosing auditory processing disorders such as SPD.
However, it is not often assessed in pediatric audiology because the required measurement setups are rather complex and expensive. This work presents the
conceptualization, development, and preliminary results of a series of three listening experiments in augmented- and virtual reality to assess the feasibility of a
child-appropriate virtual binaural sound source localization test. The series of experiments were controlled by replacing each test component with its virtual
counterpart at a time. Future studies will further evaluate the feasibility and sensibility of the system presented in this study. If successful, such a sound source
localization accuracy test presented over standalone head-mounted displays (HMDs) could scale into a portable, widely accessible, and inexpensive tool to
assess childrens’ spatial listening abilities and aid the SPD diagnosis.
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| 10:40 |
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Wie exakt muss eine Wiedergabe erfolgen, um plausibel in einer virtuellen Umgebung zu wirken?
Robert Rosenkranz, M. Ercan Altinsoy, Kathleen Yen Li Kang, Shu-Chen Li
[Abstract]
Virtuelle Umgebungen spielen in unserem Leben eine immer größere Rolle, z. B. für Forschung und Entwicklung, im
Gesundheitsbereich sowie zur
Unterhaltung. Damit gewinnt die Frage nach deren Erzeugung zunehmend Gewicht. Bisher wurde meist die Notwendigkeit
der Erzeugung authentischer
Stimuli angenommen, d.h. ein Stimulus in einer virtuellen Umgebung soll in einem A : B-Vergleich nicht von einem Stimulus
in der realen Umgebung
unterscheidbar sein. Bei den meisten virtuellen Umgebungen kann der Nutzer auf die reale Umgebung zwecks Vergleich
gar nicht zugreifen und muss
sich daher auf seine Innere Referenz als Summe seiner Vorerfahrungen bezüglich eines Situationskontexts verlassen.
Dabei ist bisher unbekannt, wie
fein diese innere Referenz eines durchschnittlichen Nutzers überhaupt aufgelöst ist. Damit verbunden ist die Frage, wie
exakt eine Wiedergabe von
Stimuli erfolgen muss, damit wahrgenommene mit den erwarteten Eigenschaften als übereinstimmend und damit als
plausibel bewertet werden.
In dieser Untersuchung wurden daher auditiv-visuell-taktile Fahrzeugszenen aufgenommen. Anschließend wurden die
originalen Vibrationen im Pegel
verändert um schrittweise ansteigende Unterschiede zu den originalen Vibrationen zu erzeugen. Die auditiv-visuellen
Fahrzeugszenen wurden
anschließend zusammen mit den Vibrationsvarianten in einer virtuellen Umgebung dargeboten und jeweils die Plausibilität
bewertet. Die Ergebnisse
zeigen, dass mittlere Abweichungen zunächst wenig Einfluss auf die Plausibilität haben, bevor diese stärker abfällt.
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Organisation:
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| S. Weinzierl, TU Berlin, Fachgebiet Audiokommunikation |
| J. Peissig, Leibniz Universität Hannover, Institut für Kommunikationstechnik |
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| 11:00 |
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Interrelation Analysis of Distance Metrics for Head-Related Transfer Functions
Shaima'A Doma, Natálie Brožová, Janina Fels
[Abstract]
Differences between sets of measured or approximated head-related transfer functions (HRTFs) largely impact the state of realism achieved in binaural rendering. Auditory perception, regarding both timbral and spatial aspects, can be altered by the presence of non-individual auditory cues and the loss of detail in individualized HRTFs. For direct comparison and evaluation of HRTF accuracy, various metrics have been previously introduced. The present work examines the redundancy between several chosen metrics. Three sets of HRTFs (acoustically measured, reconstructed from principal components, and individualized based on anthropometric features) are used to identify how inter- and intra-individual cue differences, as well as varying levels of representation accuracy, are captured by the measures studied. The goal is to define a subset of perceptually orthogonal metrics, which can be used for a more holistic prediction of the perceived error.
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Organisation:
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| B. Zeitler, Hochschule für Technik Stuttgart |
| M. Schneider, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 15:40 |
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Integrative Ansätze zur Schwingungsreduzierung von Holzgeschossdecken
Theresa Müller, Philip Leistner
[Abstract]
Die Reduzierung von Körperschall in Leichtbaukonstruktionen steht im Fokus aktueller bauphysikalischer Fragestellungen. Insbesondere die
Übertragung von Trittschall weist ein hohes Störpotential auf und stellt Beeinträchtigungen für den Nutzungskomfort dar. Im Holzbau gilt daher der
Vermeidung der typischen tieffrequenten Schallübertragung im Gebäude besondere Aufmerksamkeit. Einige Lösungsansätze für Holzgeschossdecken
setzen auf zusätzliche Masse durch Schüttungen oder Beschwerungen zur Schwingungsreduzierung, mitunter ergänzt durch mehrschalige
Bodenaufbauten oder Unterdecken. Weitere Versuche beruhen auf verschiedenen, speziell abgestimmten Tilgern als Einmassenschwinger.
Im Rahmen des DFG-Exzellenzclusters IntCDC an der Universität Stuttgart werden interdisziplinäre Gestaltungsansätze auch für Gebäude in
Holzbauweise mit digitalen Technologien und Methoden verfolgt. Die Entwurfskonzepte berücksichtigen Architektur, Tragverhalten, Akustik und andere
Aspekte von Beginn an gemeinsam, so dass konstruktiv integrierte Ansätze entstehen. In Kombination mit robotergestützten Fertigungs- und
Verarbeitungsverfahren eröffnen sich so auch für die Trittschallminderung in Holzgeschossdecken neue Möglichkeiten. In diesem Beitrag werden
Konstruktionsvarianten sowie Ergebnisse von Messungen und Berechnungen vorgestellt.
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| 15:42 |
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Potential of sound absorbing materials in drywall structures
Andris Veinbergs
[Abstract]
The following research relates to of sound-absorbing materials in drywall structures such as gypsum board partitions, cladding or suspended ceiling
structures. Its potential to increase sound insulation in the low frequency range is assessed as limited and proportional to the thickness of the structure -
the thickness of glass or stone wool. The results of the study demonstrate the possibilities to improve the sound insulation properties in the medium to
low frequency range by effectively using sound-absorbing materials without significantly increasing the thickness of the structure.
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Sitzungsleitung:
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| A. Rabold, Technische Hochschule Rosenheim |
| U. Schanda, Technische Hochschule Rosenheim |
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| 15:00 |
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Lautheit als Messgröße für die Trittschallübertragung
Katharina Weber, Ulrich Schanda, Fabian Schöpfer
[Abstract]
In der wissenschaftlichen Literatur wird der Norm-Trittschallpegel als alleinige Kenngröße für den Trittschallschutz als unzureichend angesehen. Der spektrale Verlauf der Anregungen als auch das Übertragungsverhalten der Decken weisen im tiefen Frequenzbereich unter 100 Hz ihre dominanten Beiträge bei den Anregungen bzw. Schwächen bei den Übertragungen auf. Viele Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass der Norm-Trittschallpegel unter Hinzunahme des Spektrum-Anpassungswertes CI,50-2500 sehr gut mit der Lärmempfindung von Bewohnern korrelieren. Aber auch andere Messgrößen wie z.B. die psychoakustische Messgröße Lautheit wurden als Beurteilungsgröße für die Trittschallübertragung herangezogen. Um die Messgröße Lautheit im Zusammenhang mit der Trittschallübertragung tiefgehender zu untersuchen, wurde am Labor für Schallmesstechnik LaSM der Technischen Hochschule Rosenheim eine Holzbalkendecke mit unterschiedlichen Trittschallquellen angeregt. Die Anregung erfolgte mit einem Norm-Hammerwerk und dem Gummiball nach DIN EN ISO 10140-5. Ebenso wurde die Deckenanregung durch gehende Personen gemessen. Ausgewertet wird sowohl die Lautheit N in Sone als auch die spezifische Lautheit N’ in Sone/Bark. Hierbei werden die Berechnungsverfahren für quasi-stationäre Geräusche (Norm-Hammerwerk und gehende Personen) und für zeitvariante Geräusche (Gummiball) nach DIN EN ISO 532-1 unterschieden. Als weitere Vergleichsgrößen werden unter anderem der Lautstärkepegel LN und die A-bewerteten Schalldruckpegel LAF und LAFmax ausgewertet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem tieffrequenten Bereich unter 100 Hz.
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| 15:20 |
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Untersuchung der bauakustischen Performance von Holzbalkendecken bei verschiedenen Anregungsarten
Christian Lux, Alexander Stenitzer, Bernd Nusser
[Abstract]
Im mehrgeschossigen Holzbau werden häufig vorgefertigte Holzbalkendecken mit einem Balken-Achsabstand ≤ 625 mm
eingesetzt. Für solche Decken liegen momentan nur sehr vereinzelt bauakustische Planungsdaten vor. Um diese Lücke zu
schließen, wurden in dem Forschungsprojekt ”Sound Wood Austria” verschiedene Holzbalkendecken bzgl. deren Luft- und
Trittschalldämmung gemäß EN ISO 10140-2/3 untersucht. In verschiedenen Veröffentlichungen wird dargestellt, dass
Messungen mit dem modifizierte Normhammerwerk oder dem japanische Gummiball zu einer besseren Korrelation der
Messdaten mit der subjektiven Wahrnehmung der Schalldämmung der Decke führen. Deshalb wurden neben der klassischen
Anregung mit dem Normhammerwerk auch die beiden alternativen Trittschallquellen eingesetzt. Im Beitrag werden die
unterschiedlichen Ergebnisse aufgrund der drei verschiedenen Anregungsarten diskutiert.
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Sitzungsleitung:
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| A. Rabold, Technische Hochschule Rosenheim |
| U. Schanda, Technische Hochschule Rosenheim |
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| 16:20 |
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Kenngrößen zur Beschreibung elastisch gebundener Schüttungen auf Decken in Holzbauweisen
Adrian Blödt, Christoph Höller, Martin Schneider
[Abstract]
Zur Verbesserung der Luft- und Trittschalldämmung werden auf Decken in Holzbauweise sowohl unter Trocken- als auch unter Nassestrichen Beschwerungen aufgebracht. Hierfür sind Betonauflagen, Plattenbeläge aus Beton oder Lehm sowie lose und elastisch gebundene Schüttungen in Gebrauch. Der bewertete Norm-Trittschallpegel und das bewertete Schalldämm-Maß weisen für verschiedene Beschwerungsarten deutliche Unterschiede auf, auch bei gleicher Konstruktionsart der Decken und gleicher flächenbezogener Masse der Beschwerungen. Die flächenbezogene Masse der Beschwerung reicht demnach nicht für eine adäquate akustische Beschreibung aus. Vielmehr spielen auch die Steifigkeit der Beschwerung und der Verlustfaktor eine Rolle. In der Praxis haben sich elastisch gebundene Schüttungen als wirtschaftliche Lösung etabliert, da sie durch eine Pumpe eingebracht werden können. Dabei wird sehr häufig eine gebundene Splittschüttung (z.B. aus Kalksplitt) eingesetzt, die unter anderem mittels Bindemittel (Latexmilch, Polyurethan, Zement) in der Lage auf der Holzdecke fixiert wird. Für die Steifigkeit der Bindung ist bisher kein Kennwert gebräuchlich, der einen Zusammenhang mit der schalldämmenden Wirkung herstellt. Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse von ersten messtechnischen Untersuchungen an Probekörpern aus elastisch gebundenen Schüttungen zur Bestimmung der Steifigkeit und des dynamischen E-Moduls vor. Dabei werden verschiedene Bindemittel für die Schüttungen miteinander verglichen. Ziel ist es, eine Beurteilung der akustischen Leistungsfähigkeit von Schüttungen zu ermöglichen.
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| 16:40 |
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Trittschalldämmung von Dachterrassen
Jan Fischer, Klaus Focke
[Abstract]
Durch den steten Ausbau von Dachgeschossen und eine vermehrte Bauweise von Flachdächern, Staffelgeschossen und Loggien ergeben sich Dachaufbauten mit begangenen Flächen, die nach unten an schutzbedürftige Räume angrenzen. Die Trittschalldämmung dieser Flächen wird durch den bewerteten Norm-Trittschallpegel beschrieben. Die bisherigen Normen beschreiben Anforderungen an Dachterrassen. Allerdings liegt für die Schichtenfolgen noch kein Berechnungsverfahren vor, da sich der Aufbau von schwimmenden Estrichen auf Geschossdecken unterscheidet. Um die Planung der Dachterrassen zu erleichtern und Abnahmemessungen zu reduzieren, fokussiert sich die Forschungsarbeit auf ein Prognosemodell der Trittschalldämmung jener Terrassen. Ein Teil der trittschallmindernden Wirkung ergibt sich durch die Wärmedämmschicht zwischen der abschließenden Decke und dem Oberbelag der Dachterrasse.
Um die Eigenschaften der Wärmedämmschicht zu bestimmen wird ein Messprüfstand, in Anlehnung an die Norm DIN EN 29052-1:1992 entwickelt und damit die dynamische Steifigkeit der Wärmedämmung bestimmt. Verschiedene Wärmedämmmaterialien werden miteinander verglichen, um eine Korrelation zwischen den Eigenschaften und der Trittschalldämmung zu bestimmen. Eine theoretische und praktische Betrachtung der Materialeigenschaftsstreuung führt zu einer Berechnungsgrundlage zur Prognostizierung der zu erwartenden Trittschalldämmung sowie einem Sicherheitsbeiwert. Die Berechnungsvorschrift lehnt sich hierbei an die Norm DIN EN ISO 12354-2 an. Das Berechnungsmodell kann somit den zu erwartenden Trittschallpegel eines Dachterrassenaufbaus mit Inbezugnahme der Wärmedämmschicht prognostizieren.
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| 17:20 |
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Prognose der Trittschalldämmung von Balkonen
Lucas Heidemann, Jochen Scheck, Berndt Zeitler
[Abstract]
Die DIN 4109 beinhaltet seit der Revision 2018 Anforderungen an die Trittschalldämmung von Balkonen, die bisher (normativ) nicht berechenbar sind. In
den vergangenen Jahren wurde ein Labor-Prüfverfahren zur Bestimmung von akustischen Kenngrößen für thermische Trennelemente entwickelt und
vorgestellt. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie die Trittschallpegelminderung und die Trittschallpegeldifferenz als Eingangsgrößen für
Prognoserechnungen verwendet werden können. Dazu wurden Messungen in Gebäuden durchgeführt, die im Beitrag analysiert werden.
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| 17:40 |
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Laubengangerschließung im Lichte der Anforderung gemäß DIN 4109
Wilfried Wieland
[Abstract]
Der Laubengang gilt als akustischer Problemlöser, ist aber nicht ganz unproblematisch. Eine Einordnung des Laubengangs und die daraus abzuleitende Interpretation der Anforderungen der DIN 4109-1 (Mindestschallschutz) und der DIN 4109-5 (erhöhter Schallschutz) aus Sicht der Bauakustik und des Schallschutzes gegen Außenlärm.
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Sitzungsleitung:
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| B. Zeitler, Hochschule für Technik Stuttgart |
| M. Schneider, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 13:40 |
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BIM-gestützte Schallschutz-Planung
Kay Bodenschlägel, Felix Frischmann, Andreas Rabold, Camille Châteauvieux-Hellwig
[Abstract]
Der Beitrag integriert die Schallschutz-Planung in einen von Building Information Modelling (BIM) gestützten Planungsprozess
auf Basis von IFC-
Datenmodellen (Industry Foundation Classes). Er gibt einen Einblick in die Grundlagen von BIM mit einem Schwerpunkt auf die
Methodik des Information
Delivery Manual (IDM) und zeigt exemplarisch, wie im Sinne des IDM BIM-Ziele, BIM-Anwendungsfälle, Prozesse und
auszutauschende Informationen für
ein fiktives Muster-Bauprojekt erörtert worden sind. Dabei wird die Nutzung eines Akustik-Fachmodells für modellgestützte
Schallschutz-Prognosen mit
VBAcoustic skizziert.
Das herstellerneutrale IFC-Datenmodell wird anhand der ermittelten Anforderungen an den Informationsaustausch für die
Bauakustik untersucht. Während
die IFC-Klassen für den Austausch mit anderen Projektbeteiligten unter Zuhilfenahme benutzerdefinierter Eigenschaften
(Property Sets) ausreichend sind,
existieren aktuell nur unzureichende Strukturen und Standards, um bauakustische Sachverhalte für Berechnungen und
Simulationen im IFC-Modell
abzubilden. Eine Behelfslösung wird vorgeschlagen, um zu diesem Zweck dennoch Informationen und Kennwerte von
Stoßstellen und Schallübertragungen
in IFC-Modellen zu hinterlegen.
Mithilfe solcher Gebäudemodelle und interoperabler Branchensoftware kann die BIM-Methode zukünftig ein mächtiges
Werkzeug für die Bauakustik-Planung
darstellen. Doch im Sinne der BIM-Methodik sollte man sich langfristig nicht nur auf Akustik-Fachmodelle beschränken, sondern
eine umfangreiche
Integration der gesamten Bauphysik anstreben.
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| 14:00 |
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Schallschutzprognose mit Methoden der KI - erste Gedanken
Ulrich Schanda
[Abstract]
Im Rahmen eines Forschungsschwerpunktes zu Prognoseverfahren zum Schall- und Schwingungsschutz an der TH Rosenheim ist geplant, Methoden der künstlichen Intelligenz für Prog-noseberechnungen zum Schallschutz anzuwenden. Methoden der KI sind sehr vielfältig; deshalb ist es notwendig, zuerst die Aufgabenstellung und ein klares Ziel zu formulieren, was denn KI in diesem Zusammenhang leisten soll, um dann auch die Methode auswählen zu können.
Ein mögliches Ziel könnten Prognoseberechnungen sein, die nicht auf Einzahlwertverfahren beruhen, sondern frequenzabhängig durchgeführt werden. Für frequenzabhängige Berechnungen kämen dabei aber nicht nur die normativ zur Verfügung gestellten Berechnungsverfahren der DIN EN 12354 in Betracht, sondern weitergehende theoretische Modelle könnten einbezogen werden. Aus einer großen Datenbasis von Messdaten müssten hierfür vorab die diesen Modellen zugrundeliegenden physikalischen Eingangsgrößen und v.a. deren Verteilungen erörtert werden. Ein möglicher erster Einsatz der KI wäre somit im Bereich der Analyse von Messdaten zu Schalldämm-Maßen und Norm-Trittschallpegeln. Spektrale Auffälligkeiten könnten detektiert und möglichen Baufehlern oder sonstigen Ursachen zugeordnet werden - versierte Bauakustiker bewerkstelligen dies mit ihrer Erfahrung bei der Betrachtung der Messprotokolle. Vielleicht kann KI dies in Zukunft sogar besser - dann wäre der Einsatz der KI tatsächlich ge-rechtfertigt. Ideen aus dem Auditorium über den Einsatz von KI in der Schallschutzprognose werden gerne aufgenommen.
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| 14:20 |
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Ermittlung der Luft- und Regenschalldämmung von Dächern
Alexander Stenitzer, Bernd Nusser, Herbert Müllner
[Abstract]
Regen kann bei leichten Dachkonstruktionen, wie beispielsweis bei Sichtsparrendächer mit Metalleindeckung, zu einer erhöhten Lärmbelastung im Gebäude führen. Um die Regenschalldämmung von Dächern zu bewerten, kann das Beregnungsverfahren gemäß EN ISO 10140-5 Anhang H eingesetzt werden. Im aktuell laufendem Forschungsprojekt ”Schutz.aufs.Dach” wird u.a. die Regenschalldämmung von Dächern in Holzbauweise entsprechend diesem Normverfahren ermittelt und der jeweligen Luftschalldämmung gegenübergestellt. Im Beitrag wird die Versuchseinrichtung vorgestellt und die Luft- und Regeschalldämmung eines beispielhaften Daches diskutiert.
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| 14:40 |
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Verbesserung des Schalldämm-Maßes durch Vorsatzschalen im Holzmassivbau
Simon Mecking, Tobias Mutter, Andreas Rabold
[Abstract]
Die Normen DIN EN ISO 12354-1:2017 und DIN 4109-34:2016 bieten für die Berechnung der Verbesserung durch Vorsatzkonstruktionen nur Modelle für freistehende Konstruktionen ohne mechanische Verbindung zum Grundbauteil und Konstruktionen bei denen die Vorsatzschale über eine Dämmschicht mit dem Grundbauteil verbunden wird an. Die Modelle sind außerdem nur für die Anwendung im klassischen Massivbau vorgesehen. Validierungen zur Anwendung auf einschaligen Massivholzelementen fehlen bislang. Die normative Berechnungsgrundlage weist folglich bei Vorsatzkonstruktionen, die mit dem Grundbauteil mechanisch verbundenen sind, eine Lücke auf und führt damit zu Prognoseunsicherheiten in der Planungspraxis. Dies gilt sowohl für die Anwendung im Massivbau, als auch für den hier betrachteten Holzmassivbau. Neben der Berechnung für freistehende Vorsatzschalen werden auch Ansätze für elastische Befestigungen (Metallprofile mit Entkopplung über Gummiformteile oder Elastomere) und starre Verbindungen (Lattung) benötigt, um die Lücke in den Berechnungsgrundlagen zu schließen.
Dieser Beitrag zeigt durch einen Vergleich mit Messdaten aus Prüfständen wo die Grenzen der normativen Prognosemodelle liegen und in welchen Anwendungsbereichen erweiterte Prognoseansätze nötig sind. Hierbei werden sowohl vereinfachte Verfahren mit Einzahlwerten als auch frequenzabhängige Modelle betrachtet. Die genutzten Messdaten wurden von den Herstellern der Massivholzelemente sowie der Vorsatzkonstruktionen zur Verfügung gestellt.
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| 15:00 |
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Akustische Bewertung des Ständerabstands von Doppelständerkonstruktionen
Michael Flieger, Markus Hofmann, Oliver Kornadt
[Abstract]
Innenwände in Leichtbauweise werden meist als schlanke, materialeffiziente Konstruktionen mit möglichst geringem Arbeitsaufwand errichtet. Die
Schalldämmung soll trotz dieser Einschränkungen hoch sein, sodass Gebäudenutzer keine Lärmbelästigungen durch die technische Gebäudeausrüstung
oder andere Nutzer erfahren.
Neben anderen Parametern ist für die Höhe der Schalldämmung entscheidend, ob es sich um eine Einfach- oder Doppelständerwand handelt. Aufgrund der
verringerten Schalenkopplung besitzen Doppelständerkonstruktionen eine höhere Schalldämmung. Der Effekt wird in DIN EN ISO 4109-33 lediglich genannt,
jedoch kein Planungs- oder Bemessungsansatz angegeben. Um diese Verbesserung zu bestimmen und um den Aufbau einer Wand an spezifische
akustische Situationen bzw. Expositionen anzupassen, ist es erforderlich, eine Dimensionierungsmethode zu entwickeln, insbesondere da das Schalldämm-
Maß eine stark frequenzabhängige Größe ist.
Die Ausnutzung der Entkopplung kann das Schalldämm-Maß bei gleichem Materialeinsatz erhöhen. Um den höheren Arbeitsaufwand auszugleichen, sollte
bereits bei der Planung eine deutliche Verbesserung des Schalldämm-Maßes erkennbar sein.
Die TU Kaiserslautern entwickelt, durch experimentelle Untersuchungen und Simulationsrechnungen, Methoden zur besseren Planung solcher Innenwände.
Der Fokus liegt auf der Entkopplung der Ständerkonstruktionen. Methodik und Grad der Entkopplung für unterschiedliche akustische Situationen sind
Schwerpunkt der vorgestellten Forschungsarbeit.
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| 15:20 |
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Untersuchung des Einflusses von Vorsatzschalen vor Massivholzelementen auf das Stoßstellendämm-Maß Kij
Silas Pfattheicher, Fabian Schöpfer, Ulrich Schanda, Andreas Rabold
[Abstract]
Für die Schallschutzprognose von Massivholzkonstruktionen nach DIN EN 12354 werden Stossstellendämm-Maße als Eingangsgröße für die
Flankenübertragung benötigt. In einigen Forschungsvorhaben sind Messungen hierfür an verschiedenen Forschungsinstituten durchgeführt und z.B. in der
Datenbank ”VaBDat” der Technischen Hochschule Rosenheim eingepflegt worden. Nun wurde untersucht, inwiefern sich Vorsatzschalen vor
Massivholzelementen auf die Stossstellendämm-Maße auswirken. Dazu wurden an einem vertikalen T-Stoß aus Brettsperrholzelementen verschiedene
Bodenaufbauten auf der Decke sowie Vorsatzschalen vor den Wänden und Beschwerungslagen auf den Wänden angebracht. Die Messergebnisse werden
vorgestellt und mit den Stoßstellendämm-Maßen der Konstruktionen ohne Vorsatzschalen sowohl frequenzabhängig als auch deren Einzahlwerte diskutiert.
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Sitzungsleitung:
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| B. Zeitler, Hochschule für Technik Stuttgart |
| H. Bietz, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 16:40 |
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Messung und Prognose der Luftschalldämmung offener Fugen
Jens Einig, Andrea Fischhaber, Simon Mecking
[Abstract]
Bundesweit steigt derzeit der Bedarf an Flächen für neuen Wohnraum erheblich an. Großstädte haben das Ziel, den
bestehenden Wohnraumbedarf im Rahmen der Innenentwicklung zu decken. Viele der für neuen Wohnungsbau infrage
kommenden Flächen in Großstädten sind allerdings hohen Lärmbelastungen durch Verkehr und Gewerbe ausgesetzt.
Deswegen werden in bauleitplanerischen Festsetzungen von Bebauungsplänen mit lärmexponierten Fassaden häufig
sogenannte Schallschutzvorbauten gefordert. Die hierbei zusätzlich zu berücksichtigenden Aspekte wie sommerlicher
Wärmeschutz, Verringerung des Kondensatrisikos und Belüftung der dahinter befindlichen Wohnräume machen es
erforderlich, dass über diese Schallschutzvorbauten auch im geschlossenen Zustand ein Luftaustausch stattfinden kann. Bei
der Umsetzung der bauleitplanerischen Festsetzungen von Schallschutzvorbauten stellen sich Planende oft die Frage, wie die
geforderten baulichen Maßnahmen schalltechnisch geplant und nachgewiesen werden können.
Im Rahmen einer Studienarbeit wurden Luftschallmessungen an variabel breiten, tiefen und langen Öffnungen in einem
Laborprüfstand durchgeführt, bei welchen die Fugenschalldämmungen ermittelt wurden. Die Messergebnisse aus der
Studienarbeit wurden mit vorhandenen Prognoseverfahren zur Bestimmung der Fugenschalldämmung von Öffnungen
verglichen. Daraus wurden vereinfachte Prognoseansätze für den ingenieurmäßigen Gebrauch in der Praxis abgeleitet, um die
Forderungen der bauleitplanerischen Festsetzungen von Bebauungsplänen hinsichtlich der fugenoffenen
Schallschutzvorbauten planerisch besser zu bewältigen. Im Beitrag werden die Ergebnisse vorgestellt.
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| 17:00 |
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Auswertung der Schallschutz-Vergleichsmessungen der VMPA-anerkannten Prüfstellen 2019-2021
Anatol Worch, Volker Wittstock, Sylvia Stange-Kölling
[Abstract]
Das dreistufige Qualitätssicherungsverfahren für VMPA-anerkannte Schallschutzprüfstellen (Besprechung der Berichte, Prüfung der Schallquellen auf
Normkonformität sowie Durchführung von Vergleichsmessungen) ist seit vielen Jahren ein etabliertes und bewährtes Verfahren. 2021 endete der dreijährige
Zyklus und es sollen übergreifende Auswertungen der durchgeführten Vergleichsmessungen vorgestellt und diskutiert werden. Im Vordergrund stehen hier zwei
Prüfaufgaben, bei denen eine übergeordnete Auswertung besonders aussagekräftig ist.
Die Bestimmung des Luftschalldämm-Maßes einer Kombination aus Fenster und Terrassentür für verschiedene Winkel (R45 als Basis der Vergleichsmessung
sowie ein frei wählbarer zusätzlicher Einstrahlwinkel) im Jahresverlauf ermöglicht die Darstellung der Winkelabhängigkeit und die Analyse eines ggf.
vorhandenen Einflusses der Temperatur auf das sich einstellende Schalldämm-Maß des Fensters.
Das Empfangsraumvolumen bei der Bestimmung der Norm-Trittschallpegel war nach DIN EN ISO 16283-2 so gewählt, dass von den teilnehmenden Prüfstellen
eine gutachterliche Entscheidung vorgenommen werden musste, auf welches Empfangsraumvolumen die Pegel zu beziehen sind und ob eine Korrektur der
ggf. vorhandenen Luftschallanteile durchzuführen ist.
Für beide Prüfaufgaben werden die erzielten Ergebnisse, beobachtete Abweichungen und Einflussgrößen diskutiert. Die Messergebnisse werden in ihrer
Gesamtheit präsentiert und mit den aus DIN EN ISO 12999-1 bekannten Unsicherheiten verglichen.
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| 17:20 |
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Operator-related uncertainty in in-situ airborne sound insulation testing
Michael Whiteman, Thomas Dall Larsen
[Abstract]
Hottinger Brüel & Kjær (HBK) relocated its Copenhagen facility in late 2021. At the same time, development of a new building acoustics measurement
system was nearing completion. This presented the opportunity to do a large volume of sound insulation testing with the new system, in an unoccupied
facility, and with numerous operators.
In addition to usability testing, HBK used this opportunity to investigate operator-related uncertainty of in-situ sound insulation testing. Operators with a
wide range of experience levels were selected from across the organization to perform sound insulation testing on a single partition, using the same
equipment. Each operator was instructed on the measurement method to follow from ISO 16283-1:2014, but measurement positions were not
prescribed.
The standard deviation of the measurement results from all participants were then compared to the standard uncertainties for in-situ airborne sound
insulation given in ISO 12999-1:2020.
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| 17:40 |
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Untersuchungen zur Unsicherheit von Nachhallzeiten
Sylvia Stange-Kölling, Volker Wittstock
[Abstract]
Viele Messverfahren in der angewandten Akustik beinhalten Nachhallmessungen, so die Messung der Schallleistung im Hallraum oder die Messung des Schalldämm-Maßes. Die Unsicherheit der Nachhallzeitmessung ist in diesen Fällen nur eine Komponente im gesamten Unsicherheitsbudget, die wegen ihres geringen Beitrags zur kombinierten Unsicherheit im allgemeinen nicht gesondert betrachtet wird.
In überarbeiteten bzw. neu erschienenen Regelwerken wie z.B. der DIN 18041 ”Hörsamkeit in Räumen - Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung”, der ASR 3.7 ”Lärm”, der ISO 23591 ”Akustische Qualitätskriterien für Musikproberäume und -säle” oder der ISO 22955 ”Akustik - Akustische Qualität von offenen Büroräumlichkeiten” werden nun jedoch Empfehlungen, zum Teil sogar Anforderungen für die Nachhallzeit in Räumen formuliert. Bei Nachmessungen dieser Empfehlungen oder Anforderungen steht somit die Frage, wie groß die Unsicherheit der gemessenen Nachhallzeiten ist. Um diese Frage zu beantworten, wurden die im Rahmen von Vergleichsmessungen an der PTB und beim VMPA gemessenen Nachhallzeiten statistisch ausgewertet. Die daraus resultierenden Unsicherheiten der Nachhallzeitmessung werden mit anderen aus der Literatur bekannten Unsicherheiten verglichen und in Bezug zu den Anforderungswerten gesetzt.
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Organisation:
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| F. Czwielong, Univ. Erlangen-Nürnberg, Lehrst. Prozessmaschinen u. Anlagentechnik |
| S. Schoder, TU Graz, Institut für Grundlagen und Theorie der Elektrotechnik (IGTE) |
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| 16:20 |
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Benchmark Testfall: Vorwärtsspringende Stufe
Stefan Becker
[Abstract]
Die Schallerzeugung bei der Überströmung einer vorwärtsspringenden Stufe hat eine Vielzahl von Anwendungen, angefangen von
der Automobilindustrie bis zu Fällen in der Lüftungstechnik. Dabei ist die akustische Abstrahlung von einer breitbandigen Erhöhung
im Schallspektrum gekennzeichnet. Aufgezeichnet wird der Schallentstehungsprozess aus den Druck-und
Geschwindigkeitsschwankungen, der Generierung der akustischen Quellterme bis zur richtungsabhängigen Schallabstrahlung in
Abhängigkeit von der Reynoldszahl. Neben experimentellen Untersuchungen erfolgen umfangreiche numerische Berechnungen,
so dass eine umfassende Datenbasis generiert wurde, die es ermöglicht, einen fundierten Einblick in die physikalischen
Mechanismen der Schallerzeugung zu geben. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Maßnahmen zur Schallreduktion
vorgestellt. Geeignete Geometriemodifikationen, aber auch Veränderungen in den Zuströmbedingungen ermöglichen markante
Verringerungen des abgestrahlten Schallleistungspegels für die überströmte Stufenkante.
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| 16:40 |
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Benchmark-Case: Generischer Auto-Klimaanlagenausströmer
Jörg Riedel, Stefan Becker
[Abstract]
Mit dem Wandel hin zur Elektromobilität spielen zunehmend Geräuschquellen in der PKW-Fahrgastzelle eine Rolle, die bislang weniger stark zu Tage
getreten sind. Eine davon ist das Strömungsgeräusch, welches durch die Auslassgeometrie von Heiz-und Klimaanlage des Fahrzeugs verursacht wird.
Daher ist es für Automobilhersteller und Zulieferer von besonderer Wichtigkeit die Lärmbelastung durch das HVAC-System des Fahrzeugs (Heat
Ventilation and Air Conditioning) in einem möglichst frühen Produktentwicklungsstadium vorher sagen zu können. Der vorliegende Beitrag stellt
umfassende Mess-/ und Simulationsergebnisse zu einem generischen, geometrisch stark vereinfachten PKW-Ausströmer vor. Die diskutierte Geometrie
wurde am Institut bei unterschiedlichen Massenströmen strömungsmechanisch und akustisch vermessen. Dabei kamen die Hitzdrahtmesstechnik und
acht kreisförmig um den Auslass positionierte Freifeldmikrofone zum Einsatz. Simulativ wurde der Ausströmer zum einen mit dem hybriden in-house
Code openCFS und zum anderen mit den Solvern der kommerziellen Software Star-CCM+ betrachtet. Beide numerischen Herangehensweisen lieferten
dabei sehr gute Übereinstimmungen mit den vorliegenden experimentellen Daten. Durch den geometrisch leicht nachvollziehbaren Aufbau des
Ausströmers und das Vorliegen umfangreicher Validierungsdaten eignet sich dieser Testfall hervorragend, um neuartige kommerzielle wie auch open-
source Solver für HVAC-Komponenten zu benchmarken.
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| 17:00 |
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SynthVOICE - An aero-acoustic benchmark case
Stefan Kniesburges, Stefan Schoder, Sebastian Falk, Florian Kraxberger, Paul Maurerlehner, Andreas Wurzinger, Manfred Kaltenbacher, Michael Döllinger
[Abstract]
The sound of the human voice is generated by the fluid-structure-acoustic interaction between the laryngeal airflow and the two vocal folds (VFs). To analyze the basic aero-acoustic sound generation, experimental synthetic larynx models were developed to provide reliable and reproducible conditions to accurately investigate the phonatory process. SynthVOICE is an internationally well-respected experimental larynx model that includes two VFs made of silicone showing periodical oscillations similar in amplitude and frequency to those found in male phonation. The acoustic signal is dominated by the harmonic tones of the VF oscillations and also includes broadband sound originating from the vortical flow structures inside the flow region. A large amount of experimental data is available upon request, including the aerodynamic pressure at multiple positions along the flow region, the acoustic pressure, the time-resolved 2D flow field measured by PIV and high-speed recordings of the vocal fold oscillations. Furthermore, the CAD data of SynthVOICE and the exact positions of the measuring hardware ensure the reproducibility of the model. The dataset provides the opportunity to validate simulation data obtained by numerical solvers as shown for the hybrid aero-acoustic simulation model SimVOICE which is a combination of a commercial CFD solver with the CAA solver openCFS.
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| 17:20 |
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Experimentelle und numerische Untersuchungen eines Tragflügelprofils unter gestörten Zuströmbedingungen
Andreas Lucius, Thomas Geyer, Philipp Dietrich, Marc Schneider, Richard Ruck
[Abstract]
Bei der Entwicklung von Ventilatoren nehmen neben aerodynamischen auch akustische Eigenschaften einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Dabei
stellen Einbausituationen unter gestörten Zuströmbedingungen (beispielsweise hinter saugseitigen Wärmetauschern) einen besonders relevanten Fall dar,
da diese üblicherweise mit einer deutlichen Geräuscherhöhung verbunden sind. Auf Grund komplexer Strömungsphänomene und Geometrien können
derartige Problemstellungen mit numerischen Methoden oft nur unter erheblichem Aufwand untersucht werden, woraus sich die Forderung nach
vereinfachten Berechnungsmodellen ergibt. Wesentliche Schallentstehungsmechanismen eines Axialventilators treten auch an umströmten Tragflügelprofilen auf. Vor diesem Hintergrund erfolgte die
Untersuchung eines ruhenden SD7003-Profils in einem Freistrahlwindkanal, wobei die turbulente Zuströmung durch ein Gitter am Austritt der
Windkanaldüse erreicht wird. Es werden experimentelle Untersuchungen verschiedener Einbau- und Anströmbedingungen vorgestellt sowie ein Vergleich
mit den Simulationsergebnissen einer ausgewählten Konfiguration durchgeführt. Dabei werden neben aerodynamischen und akustischen Größen auch die
Orte der Schallentstehung durch den Einsatz von Beamforming-Verfahren betrachtet. Damit stellt dieser Fall auf Grund seiner verringerten Komplexität einen
geeigneten Benchmark für die Untersuchung gestörter Zuströmbedingungen dar.
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Organisation:
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| F. Czwielong, Univ. Erlangen-Nürnberg, Lehrst. Prozessmaschinen u. Anlagentechnik |
| S. Schoder, TU Graz, Institut für Grundlagen und Theorie der Elektrotechnik (IGTE) |
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| 9:20 |
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Numerische Untersuchung von Geometrievariationen und Zuströmbedingungen an einem Benchmarkventilator
Philipp Dietrich, Marc Schneider
[Abstract]
Bei der Entwicklung neuer Ventilatoren ist neben den aerodynamischen Eigenschaften das erzeugte Geräusch von großer Bedeutung. Besonders bei
Geräten, die in der Nähe von Menschen eingesetzt werden (Wärmepumpen, Dunstabzugshauben, PC-Kühlung), ist eine geringe Lärmentwicklung
wichtig.
Neben experimentellen Untersuchungen gewinnen numerische Verfahren (CAA - Computational Aeroacoustics) zur Bewertung der Akustik bei der
Entwicklung von Ventilatoren zunehmend an Bedeutung. Zur Verifizierung und Kalibrierung des verwendeten numerischen Verfahrens bieten
Benchmark-Experimente eine gute Vergleichsbasis.
Im Rahmen dieser Untersuchung werden an der Universität Siegen durchgeführte Experimente an einem Ventilator im Rohreinbau in unterschiedlichen
Konfigurationen mittels Grobstruktur-Simulation (LES) numerisch nachvollzogen. Für den Vergleich werden nicht nur die akustischen Ergebnisse in
verschiedenen Mikrophonpositionen, sondern auch aerodynamische Eigenschaften verwendet.
Die untersuchten Konfigurationen umfassen eine Änderung der Kopfspaltweite des Ventilators als auch den Einfluss einer durch ein saugseitiges
Turbulenzgitter erzeugten Zuströmstörung auf die Akustik. Dabei wird, soweit möglich, die Periodizität des Aufbaus ausgenutzt, um den Rechenaufwand
zu minimieren. Am betrachteten Fall mit Zuströmstörung wird zudem ein Verfahren zur Reduktion des Rechenaufwands mittels Turbulenzrekonstruktion
verwendet und anhand der experimentellen Daten verifiziert.
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| 9:40 |
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Revisiting the EAA Benchmark for a low-pressure axial fan
Stefan Schoder, Felix Czwielong, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
We revisit the detailed experimental and existing numerical results of the EAA benchmark case of a low-pressure axial fan. Thereby, we present the whole aeroacoustic simulation process and its validation by experimental results. A successful computation of the flow and acoustic involves the following procedure, including validation: 1. Obtaining a verified mesh for the CFD simulation. 2. Evaluating turbulence modeling. 3. Performing a CFD convergence study. 4. Validating significant flow results concerning a subsequent acoustic simulation. 5. Establishing a computational domain and meshing regarding the acoustic field. 6. Acoustic source term calculation, including a possible truncation and interpolation from the CFD to the acoustic grid. 7. The acoustic field computation and validation of its significant physical quantities. We will present physical and methodological details for a successful aeroacoustic fan simulation.
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| 10:00 |
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Numerical flow noise simulation of an axial fan with a Lattice-Boltzmann solver without acoustic analogies
Evangelos Antoniou, Stefan Schoder, Felix Czwielong
[Abstract]
The acoustic requirements on the market for axial fans become more and more demanding. Therefore, a
fast and deep understanding of the aeroacoustics mechanisms in a product is necessary. Numerical
methods can deliver these insights. This study shows that 3DS SIMULIA PowerFLOW, a transient
compressible solver based on the Lattice Boltzmann Method (LBM), can identify and quantify flow noise in
axial fans. An experiment run by University of Erlangen-Nuremberg/ TU Graz is used for validation. The simulation model consists of the axial
fan and its shroud, placed in an anechoic chamber. Boundary and design operating conditions are applied
to the geometrical model according to the experiment. The simulation results are compared to the
experimental data. This paper demonstrates that simulations based on a LBM approach provide accurate
and reliable results with computational effort that allows design iterations within an industrial context.
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| 10:20 |
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Analytisch und iterativ berechnete Steering-Vektoren zur Lokalisierung rotierender Schallquellen
Christof Ocker, Gert Herold, Felix Czwielong, Wolfram Pannert
[Abstract]
Die Lokalisierung und Quantifizierung rotierender Schallquellen an Axialventilatoren, Windturbinen oder Flugzeugtriebwerken erhöht das Verständnis der Schallentstehungsmechanismen. Dies ermöglicht somit eine geometrische Optimierung der rotierenden Komponenten hinsichtlich der Schallentstehung und -abstrahlung. Hierbei werden Mikrofonarrays verwendet und eine entsprechende Signalverarbeitung für rotierende Schallquellen eingesetzt. Die Grundidee zur Lokalisierung rotierender Schallquellen ist die Transformation in ein rotierendes Bezugsystem, so dass die rotierenden Schallquellen stationär relativ zu den Mikrofonen erscheinen. Diese Transformation wird auf die gemessenen Drucksignale an den Mikrofonen und auf das Medium zwischen Schallquellen und Mikrofonen angewendet. Im rotierenden Bezugsystem rotiert damit das zunächst ruhende Medium selbst. Dies muss bei der Berechnung der Schallausbreitung berücksichtigt werden. Die Steering-Vektoren, welche die Schallausbreitung von der Schallquelle zu den einzelnen Mikrofonen im rotierendem Medium berücksichtigen, können analytisch oder iterativ berechnet werden. Bei der Schallquellenlokalisierung muss sowohl die Amplitude als auch die Phase an den Mikrofonpositionen richtig berechnet werden. Die auf unterschiedliche Weise berechneten Steering-Vektoren werden bei der Auswertung eines Benchmarks mit simulierten Drucksignalen und eines Benchmarks mit gemessenen Drucksignalen von einem Axialventilator eingesetzt. Damit soll die Zuverlässigkeit der Berechnungsmethoden für unterschiedliche Anwendungsbereiche beurteilt werden.
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| 10:40 |
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Hybrid Aeroacoustic Simulation of EAA’s Axial Fan Benchmark
Lars Erbig, Sylvain Lardeau
[Abstract]
The accurate and efficient numerical simulation of fan noise is a challenging task. It requires a proper treatment of motion, turbulence, sound propagation and the boundary conditions. On the acoustics side, hybrid simulation approaches, that couple an incompressible flow simulation with a convective wave equation, offer a well-established solution for low-speed aeroacoustics. On the flow side, wall-modeled Large Eddy Simulation (WMLES) is a promising method to obtain transient fluctuations at reasonable computational costs. A hybrid simulation that combines these two aspects within the second order finite volume framework of Simcenter STAR-CCM+, is demonstrated on the EAA benchmark case of a wall mounted Axial Fan. An automated workflow employs a pre-cursor steady state Reynolds Averaged Navier Stokes (RANS) phase followed by a transient, WMLES analysis. The rotation of the fan in the transient phase, is modeled using rigid body motion. A perturbed convective wave equation is simultaneously solved on the same mesh and considers the aeroacoustic sources within the whole computational domain. The simulation methodology is validated against experimental data, showing good agreement. Furthermore, the importance of accurate boundary conditions and interface treatment, between the rotating and stationary domains, are illustrated.
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Sitzungsleitung:
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| F. Melchior, Hochschule der Medien Stuttgart |
| F. Zotter, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
| M. Frank, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
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| 9:00 |
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On the Influence of Knee Reflections in HRTF Measurements
Hark Braren, Michael Kohnen, Michael Vorländer, Janina Fels
[Abstract]
Accurate head-related transfer functions (HRTFs) are an essential aspect for the binaural presentation of virtual acoustic environments. HRTF measurement systems, however, differ greatly between institutions. One difference is whether the participants are standing or sitting during the measurement procedure. Previous publications indicate, that while the overall HRTF measurements in different systems yield comparable results, knee reflections while sitting down may affect the measured HRTFs, especially at lower frequencies. To further investigate how these reflections affect the HRTF, boundary element simulations of a sitting and standing artificial head with added lower extremities were conducted. The spectral effects and their spatial variance of the two different postures were analyzed and compared to previous measurements from different labs.
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| 9:20 |
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Technical Evaluation of an Easy-To-Use Head-Related Transfer Function Measurement System
David Bau, Christoph Pörschmann
[Abstract]
Measurements of individual Head-Related Transfer Functions (HRTF) are generally of great interest, whether to improve the quality of binaural reproduction or to obtain ground-truth data for further research on advanced individualization methods. However, conventional impulse response measurements of individual HRTF datasets are demanding in terms of measurement time and equipment.
To simplify this process, we recently presented an easy-to-use measurement system that can be used in regular rooms. The provided open-source measurement application requires only a stationary loudspeaker, a pair of in-ear microphones and a commercially available tracking system. This way, subjects can measure their individual full-spherical HRTF dataset by unsupervised head movements for an arbitrary number of directions.
In this work, we provide a technical evaluation of various specific aspects inherent to this type of measurement system. First, since the subject has to perform extensive body movements for certain measurement directions, the head-above-torso orientation varies between measurements. Second, as the head position is not constrained to the speaker axis, the radiation pattern of the employed loudspeaker can affect the measurements. Finally, we address the influence of the room acoustics and measurement equipment since the measurement system should provide predictable results independent of the conditions of a practical measurement environment.
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| 15:40 |
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Erfassung und Visualisierung von Schallfeldgrößen mit einem dünnbesetzten und kostengünstigen Planar-Mikrophonarray
Alexander Potchinkov
[Abstract]
Gegenstand ist ein planares quadratisches Mikrophonarray mit einer Fläche von 1,64m2 und 1024 Rasterpunkten, von denen auf ausgewählten 64 Rasterpunkten MEMS-Mikrophone installiert sind. Die Auswahl der pseudozufälligen Mikrophonpositionen folgt wenigen Kriterien. So sollen die Abstände aller Mikrophonpaare möglichst dispers sein, große ”blinde Flecken” vermieden werden
und schließlich soll durch bis zu drei mechanische Viertelumdrehungen um die Mittelachse des Arrays die Anzahl allein einmalig mit Mikrophonen angetroffener Rasterpunkte möglichst hoch sein. Das Array dient zunächst der Bewertung und Auslegung der Entzerrung von Arraylautsprecherinstallationen in akustisch nicht idealen Räumen, indem die Homogenität der erzielten Schallfelder an den Zielorten, z.B. Publikumsflächen, erfasst und visualisiert wird.
Die Visualisierungen erfolgen mit Verfahren der zweidimensionalen Interpolation auf irregulären Rastern und Techniken aus dem Bereich des Compressed Sensing wie Orthogonal Matched Pursuit. Die Erfassung der Frequenzbereichs-Meßgrößen erfolgt für mehrere Frequenzen simultan und kohärent mit Hilfe gleitender modulierter diskreter Fouriertransformation, z.B. für die acht Oktavfrequenzen zwischen 125Hz und 16kHz bei Beschallung mit crestfaktorminimierten Multitonsignalen. Für die technische Realisierung wurde besonderes Augenmerk auf die Verwendung preisgünstiger Komponenten und auf robuste mechanische Konstruktion gelegt, damit nicht nur Laboranwendungen möglich sind.
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| 15:42 |
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Kopfhörer mit neuartigen Schallwandlern aus dielektrischem Elastomer
Petko Bakardjiev, Markus Franke, Uwe Marschner, Andreas Richter, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
Wir präsentieren einen neuartigen Schallwandler welcher sich zum Einsatz in Kopfhörern eignet. Dieser Schallwandler besteht
aus einer Unimorph-Membran-Konfiguration, aus einem PET-Substrat und einer Schicht aus dielektrischem Elastomer mit
Elektrodenflächen, welche in einem festen Ring eingespannt ist. Durch die unterschiedliche Nachgiebigkeit der verwendeten
Materialien entsteht durch den erzeugten elektrostatischen Druck bei Anlegen einer Spannung eine gerichtete Bewegung der
Membran aus der Ebene, und somit ein Schallfluss. Der Wandler eignet sich sowohl für offene als auch geschlossene
Bauweise, ist sehr robust und kann potentiell sehr günstig in einem automatisierten Rolle zu Rolle-Prozess hergestellt werden. In einem exemplarischen Anwendungsfall wurden die Treiber eines konventionellen elektrodynamischen Kopfhörers
durch die neuen Schallwandler mit einem Durchmesser von 40 mm ersetzt. Dabei wurden verschiedene
konstruktive Maßnahmen umgesetzt, die eine sichere Anwendung mit den hohen notwendigen Spannungen gewährleistet.
Untersuchungen zeigten einen vielversprechenden Schalldruckfrequenzverlauf bis über 20kHz auf. Dabei besitzt der
Schallwandler weniger als 10% des Gewichts des ursprünglichen elektrodynamischen Treibers, kann mit der entsprechenden
Leistungselektronik einen deutlich höheren Wirkungsgrad erreichen und kommt ohne den Einsatz von magnetischen oder
ferroelektrischen Werkstoffen aus, so dass möglicherweise gänzlich neue Anwendungsfelder erschlossen werden können,
welche durch bisherige Systeme nicht bedient werden konnten.
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| 15:44 |
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Modellierung der HRTF in der horizontalen Ebene durch parametrisierte IIR-Filter
Lorenz Kröner, Véronique Zimpfer
[Abstract]
Richtungsinformation wird in binauralen Aufnahmen und synthetisch generiten akustischen Umgebungen durch auf HRTFs basierenden Filtern eingefügt. Auf Systemen mit ausreichend Rechenleistung und Speicherkapazität stellt die Anzahl der Filterkoeffizienten kein limitierenden Faktor dar. Wird das Hinzufügen der Richtungsinformation in Echtzeit auf Audiosystem, die auf eingebetteten System oder Mikrocontrollerplatformen basieren benötigt, ist die Anzahl der Filterkoeffizienten mit Bedacht zu wählen. Zum einen muss die HRTF genau genug durch die Filterkoeffizienten abgebildet werden um die entsprechenden psychoakustischen Effekte zu erreichen. Zum anderen ist die vorhandene Rechenleistung bzw. CPU-Zeit und Speicherkapazität auf Mikrocontrollern begrenzt. Eine detaillierte HRTF, sowohl im Frequenz- wie auch Azimut- und Elevationsbereich, benötigt viel Speicherplatz und das Filtern des Audiosignals aufgrund der hohen Anzahl an Filterkoeffizienten kann länger dauern, als die Zeit, die dem zu verarbeitenden Audioblock entspricht. Dieser Zwiespalt bildet den Ausgangspunkt unseren Untersuchungen, mit dem Ziel einen Filter definieren zu können, der die Anforderungen der Psychoakustik und Mikrocontroller vereint. Mittels Analysen von in der Horizontalebene gemessenen und numerisch simulierten HRTFs gelang es uns ein parametrisiertes Model zu entwickeln, das den vorne-hinten Unterschied von HRTFs durch eine Kaskade an fünf IIR Filtern zweiter Ordnung abbildet.
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| 16:20 |
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Experimenting with Professional Microphones to Apply Acoustic Event Detection to Unmanned Aerial Vehicles
Kevin Hock, Mario Seideneck, Christoph Sladeczek, Michael Taenzer
[Abstract]
Unmanned aerial vehicles (UAV) are already being used today for a wide variety of tasks. For this purpose, UAVs are equipped with various sensors,
such as video and thermal imaging cameras or flight assistance systems. Acoustic sensors, on the other hand, are not yet established, although they
offer a wide range of possible applications in combination with AI-based signal processing. Using e.g., acoustic event detection could extend the sensing
capabilities of UAVs and enable them to react automatically to user-defined acoustic events. Possible scenarios include finding an emergency location,
autonomous flight to the event location, automatic monitoring of the acoustic environment, or triggering an alarm. The acoustic sensor system required
for this purpose must be robust to external environmental conditions, as it is inevitably subject to perturbations such as the air currents through the rotors,
operational noise, or wind noise. In this work, we have investigated a set of commercially available microphones for their suitability for such an acoustic
sensor system. The realization of acoustic event detection is based on linear support vector machines in addition with OpenL3-Embeddings. To train the
acoustic sensor system, a dataset from the DCASE2020 challenge is extended with recorded noise to consider different use cases.
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| 16:40 |
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Bearing estimation and localization of specific sounds using LUCY: the 'Listening system Using a Crow's nest arraY'
Macarena Varela, Wulf-Dieter Wirth
[Abstract]
Acoustic detection, bearing estimation and source localization of specific audio events, such as drone detection and impulsive sound localization, could play a
decisive role in security applications, and in search and rescue. The current state of digital MEMS microphones, including their sensitivity and acoustic overall
point, enables their use for such applications. Moreover, their tiny size and weight make the creation of smaller and lighter systems possible. These systems can
be mounted on stationary platforms, such as roofs and fences, or on dynamic platforms, such as robots and drones. At Fraunhofer-Institut FKIE, we are
developing the LUCY system (Listening system Using a Crow’s nest arraY).
The acoustic technology is composed of microphones arranged in a so-called pseudo ”Crow’s Nest Array” (CNA) in combination of array processing techniques,
such as beamforming, to estimate the positions of sounds for the previously mentioned applications. The spatial distribution and number of microphones in
arrays has a crucial influence on the bearing estimation of audio events. In this paper, LUCY will be presented, and its performance evaluated in various open
field experiments, will be exposed.
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| 17:00 |
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'Hörbrille': Speech Enhancement with an Eyeglass Integrated Microphone Array
Marcos Cantu, H. Steven Colburn, Volker Hohmann
[Abstract]
An ongoing project at the University of Oldenburg (UOL) involves development and evaluation of prototype
assistive listening devices that incorporate a microphone array into the frame of a pair of eyeglasses. The
eyeglass-integrated array can be used to implement adaptive beamforming and/or Short-Time Target
Cancellation (STTC) processing, which computes a ratio mask (i.e., a time-varying spectral gain) that can
be used either to filter the binaural signals at the Left and Right ears or as a spectro-temporal postfilter for
the adaptive beamforming. The STTC processing does not require training or a priori knowledge about the
number or locations of interfering sound sources; only an assumed ”look” direction is needed. Where
adaptive beamforming computes a complex-valued filter-vector, the STTC processing computes a real
valued time-varying spectral gain; the two approaches are compatible and our evaluation results, using both
instrumental and psychoacoustic measures, indicate that their combination has an additive effect. This
approach, of using an eyeglass-integrated microphone array to compute a ratio mask, should not be
thought of as an attempt to supplant the ear-worn hearing aid; it is instead an approach that is additive and
compatible with a traditional hearing aid and can further enhance established approaches to speech
enhancement.
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| 17:20 |
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Die Vervollständigung von Audio-Signalen
Peter Balazs, Shristi Rajbamshi, Georg Tauböck, Nicki Holighaus
[Abstract]
Audiosignale sind oft Verzerrungen ausgesetzt, die in bestimmten Abschnitten während der Aufnahme, Übertragung oder Speicherung zu einer Änderung oder einem Verlust von Informationen führen. Die Vervollständigung von Audio-Signale (Audio-Inpainting) bezieht sich auf Signalverarbeitungstechniken, die darauf abzielen, solche fehlenden oder beschädigten Segmente in Audiosignalen wiederherzustellen. Wir geben in diesem Vortrag einen Überblick über moderne Methoden diese Aufgabe zu meistern. Hierzu sind jene Methoden zu unterscheiden, die darauf abzielen kurze Unterbrechungen auszubessern, und jene, die lange Störungen versuchen zu beseitigen. Während man im ersten Fall hoffen kann eine Methode zu finden, die tatsächlich das Originalsignal wieder herstellt, kann man im zweiten Fall nur darauf abzielen in die Lücke ”sinnvolle” oder ”nicht störende” Information zu füllen. Wir präsentieren Lösungen für beide Problemstellungen.
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| 14:00 |
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Numerical study to characterize the damping of electrostatically actuated microbeams
Gunjankumar Gediya, Anton Melnikov, Hermann A.G. Schenk, Franziska Wall, Bert Kaiser
[Abstract]
Microelectromechanical Systems (MEMS) are a technology that has made completely new applications possible in science and industry. Microspeakers
such as those used in in-ear devices have great potential to benefit from MEMS technology due to the miniaturization and manufacturing advantages.
There is a lot of research going on in this area, where great efforts are made to avoid pull-in instabilities and to optimize damping. Damping in particular
is a decisive factor in audio applications, as it has a strong influence on the frequency response. In this study, we use the finite element method to
investigate the influence of the air film in the electrostatic gap of a test structure on parameters that can be measured using impedance spectrometry,
such as mechanical natural frequency or capacitance. The results have the potential to improve the characterization methods and thus advance the
development of MEMS-based microspeakers.
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| 14:20 |
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Bio-inspired, nonlinear and adaptive acoustic sensing – Study of sensor design
Claudia Lenk, Tzvetan Ivanov, Vishal Gubbi, Kalpan Ved, Martin Ziegler, Tobias Fritsch, Jan Küller, Daniel Beer
[Abstract]
Bio-inspired signal pre-processing introduced into speech processing systems can increase the performance of these systems regarding e.g. recognition rate remarkably. Thereby, pre-processing mainly refers to frequency decomposition and nonlinear amplification of the signal. In contrast to the inner ear, this pre-processing is applied only after the transduction stage and realized mainly in software. A hardware-based implementation of the functionality directly at the sensor level cannot only enable real-time performance, reduce data streaming to the processing stage, and increase efficiency of the overall system but also improve signal-to-noise ratio and sensitivity particularly in noisy or hard-to-hear conditions. We developed such an acoustic sensor system with integrated bio-inspired signal processing using active silicon beams with integrated deflection sensing and actuation in combination with real-time feedback. While resonant operation enables the frequency decomposition, the feedback enables a wide tuning of sensor properties including switching from linear to nonlinear transfer characteristics. Here, we present our experimental and numerical study of the linear and nonlinear sound response for two different sensor designs.
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| 15:00 |
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Open-Source End-To-End Learning for Privacy-Preserving German ASR
Jan Freiwald, Philip Pracht, Sebastian Gergen, Dorothea Kolossa
[Abstract]
As part of HUMAINE (HUMan centered AI NEtwork), we are developing a privacy-preserving automatic speech recognition (ASR) system for the use case of automated, structured documentation of nurse-patient interviews. This paper firstly describes the training and evaluation for our German-language end-to-end model. It is based on a convolutional recurrent DNN model and optimized using sequence-to-sequence learning.
Utilizing SpeechBrain in training, we achieve a word error rate below 9% for an open-vocabulary task. The small memory footprint of our model allows for the recognizer to be executed on a desktop computer, enabling privacy-preserving, purely local speech transcription. Secondly, we describe our initial natural language processing (NLP) experiments for transforming text to structured information, based on an own labeled dialogue dataset, covering five thematic question-answer pairs of every-day dialogues. We evaluated different machine learning algorithms for grouping dialogue snippets to topics. Overall, a random forest model yielded the best classification accuracy of about 90%. Next, supported by health experts, we will create a database of realistic nurse-patient dialogues, containing information to fill in a specific professional patient admission form, to evaluate our NLP model. Within this contribution, we detail the concept and performance of our ASR and NLP system.
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| 15:20 |
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Manipulation zeitvarianter Signale für Wahrnehmungstests mittels Frame-Multiplier
Christian H. Kasess, Thomas Maly, Peter Balazs, Wolfgang Kreuzer
[Abstract]
Methoden zur Darstellung und Modifikation von Signalen sind ein wesentlicher Aspekt der Akustik der in vielen Anwendungsgebieten, zum Beispiel bei der Analyse von Sprachsignalen, Anwendung findet. Auch bei psychoakustischen Tests zur Lärmbewertung ist es oft von Vorteil, bestimme Teile vorhandene Stimuli zu modifizieren und damit eine systematische Variation bestimmter Signalparameter zu ermöglichen welche bei Messungen nicht oder nur durch einen sehr hohen Aufwand erzielbar wären.
Signalkomponenten verändern aber oft den Frequenzinhalt als Funktion der Zeit, weswegen klassische zeitinvariante Filterung nicht ausreichend ist, um diese zu extrahieren.
In solchen Fällen benötigt man Zeit-Frequenz-Darstellungen zum Beispiel mittels Frames. Eine Methode um Signale nach der Transformation in die Zeit-Frequenz-Ebene direkt zu manipulieren sind Frame-Multiplier. Nach der Anwendung des Multipliers kann das Signal wieder zu einem Zeitsignal resynthetisiert werden.
Anhand eines Wahrnehmungstests für auffällige Bogengeräusche wird die Vielseitigkeit dieser Methode illustriert. Diese Bogengeräusche treten bei Zügen in engen Bögen auf und können sowohl tonale als auch breitbandige Komponenten beinhalten. Mittels der Multiplier-Methode wird gezeigt, wie Komponenten isoliert, modifiziert und zum Beispiel mit unauffälligen Rollgeräuschen kombiniert werden können, um Geräuschbeispiele mit klar definierten Bedingungen für einen psychoakustischen Test zu erzeugen.
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| 16:20 |
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TTEST for Matlab and Octave: Unit testing scientific code
Clara Hollomey, Thomas Mejstrik
[Abstract]
TTEST is a toolbox for the handling and automated testing of scientific software written in GNU Octave and Matlab that has been
developed with applications in acoustic research in mind.
Besides providing numeric comparison tests at various degrees of severity and precision, including support for floating point numbers,
TTEST provides string comparison tests, and tests for comparing properties such as the output dimensions of the system under test. While the usage of TTEST requires no advanced programming knowledge, it targets specifically the testing of complex functions
like audio signal processing algorithms and auditory models by providing gold standard and property based tests.
Moreover, the toolbox comes with functions to trace and verify the code’s control flow and can thus help saving time and effort
in understanding and managing pre-existing code. TTEST is fast, requires little excess code, and allows for embedding the tests as comments within the code. It is hoped to be
useful even for the implementation of small projects.
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| 17:00 |
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Neuartige hoch-miniaturisierte MEMS-Lautsprecher für In-Ear-Anwendungen
Fabian Stoppel, Dirk Kaden, Christian Eisermann, Isa Pieper, Finn Petersen, Paul-Felix Hanßen, Johannes Fankhänel, Thorsten Giese
[Abstract]
Gegenstand des Beitrags ist eine neue Generation von MEMS-Lautsprechern für In-Ear-Anwendungen. Die Lautsprecher basieren auf einem neuartigen, voll-integrierten MEMS-Konzept, mithilfe dessen sich neben außergewöhnlich geringen Baugrößen hohe Schalldruckpegel realisieren lassen.
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| 17:20 |
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Transducer Nonlinearities in Active Sound Applications
Joachim Schlechter, Stefan Irrgang, Stephan Schönfeld
[Abstract]
Modern DSP algorithms used for active cancellation of echoes (AEC) and noise (ANC), beam steering, 3D sound reproduction or multi-zone contrast control model the used loudspeakers as linear systems. However, the nonlinearities inherent in the electro-acoustical transducer generate significant nonlinear distortion in the error signal of the adaptive cancelation system, which becomes audible as a distorted echo, residual noise, and undesired program material in a silent zone or reduces the recognition rate of wake-up commands in smart speakers. This problem can be avoided by using more linear transducers with a larger size, lower efficiency, or higher cost.
This paper investigates an alternative solution by using nonlinear control (e.g. Klippel Controlled Sound) in the DSP to actively cancel the nonlinear distortion, to protect the electro-acoustical transducer against overload, and to generate a desired linear overall response which is constant over product life. Details of implementing adaptive nonlinear control in available smart amplifiers (e.g. Nuvoton G60) at low cost and minimum latency are addressed and practical measurements of the improvements and benefits for other active sound applications are presented.
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| 17:40 |
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Adaptive Automatic Compensation of Transducer Nonlinearities Using Extremum-Seeking Control
Andreas Männchen, Georg Fischer, Tobias Fritsch, Matthias Fiedler, Daniel Beer
[Abstract]
In many applications, signal distortions effected by nonlinear input-output transducer characteristics pose a significant problem. Loudspeaker nonlinearities, for example, can impair audio quality to an unacceptable degree, when the systems are driven in the large signal domain. With electrostatic loudspeakers, the tried-and-true approach for dealing with transducer nonlinearities-mainly the Coulomb force-has been to increase the DC bias voltage to optimize the operating point of the force-voltage characteristic of the system. At the optimized operating point, the system is driven in the small signal domain. This approach carries some disadvantages regarding the cost of electrical components and efficiency.
This article proposes a signal processing method for the adaptive automatic compensation of electrostatic transducer nonlinearities that enables lower DC bias voltages as well as large signal domain driving of the transducer with low levels of nonlinear distortion. It is based on a predistortion of the input signal by parameterized inversions of polynomial characteristics. Adaptive behavior of the predistortion is achieved by real-time optimization of its parameters through extremum-seeking control with a cost function that estimates the amount of nonlinear distortion. This approach is evaluated with respect to its performance and stability for different operating points and input signals.
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Organisation:
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| M. Pfadenhauer, Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG |
| F.-H. Wurm, Universität Rostock, Lehrstuhl Strömungsmaschinen |
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| 15:40 |
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Motordrehzahlbestimmung aus dem Innengeräusch von Elektrofahrzeugen
Katja Fröhlingsdorf, Stefan Pischinger
[Abstract]
Mit zunehmender Elektrifizierung des Antriebsstrangs und Wegfall des Verbrennungsmotors als maskierende Komponente entstehen neue
Herausforderungen in der Fahrzeugakustik. Das Innengeräusch wird bestimmt durch Reifen- und Windgeräusche sowie Anteile des elektrischen
Antriebsstrangs. Letztere sind meist tonal ausgeprägt und haben häufig einen negativen Einfluss auf die wahrgenommene Geräuschqualität des
Fahrzeugs. Durch die Drehzahlabhängigkeit der tonalen Antriebsstranggeräusche ist eine Analyse mittels Ordnungsspektrogramm prädestiniert. Die
hierfür nötige Drehzahl der elektrischen Maschine ist mittels Messungen nur mit großem Aufwand erfassbar. Daher wurde eine Methode entwickelt, mit
der die Drehzahl aus dem Innengeräusch berechnet werden kann. Der Ansatz beruht auf der Detektion tonaler harmonischer Inverterordnungen in
einem Spektrogramm mittels Bildverarbeitung. Die Harmonischen stehen in einem festen ganzzahligen Verhältnis zueinander, sodass durch einen
Iterationsprozess die Drehzahl berechnet werden kann. Durch diese neu entwickelte Methode können Mess- und Analysephasen in der Akustik von
Elektrofahrzeugen signifikant effizienter gestaltet werden.
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| 15:42 |
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Engine speed estimation using neural networks
Christian Ramones, Samuel Kieling, Christoph Steffens, Stefan Pischinger
[Abstract]
The rotational speed of an internal combustion engine is an important input variable for the analysis of vehicle interior noise measurements. However, in
vehicle tests the effort of applying a measurement device is not always proportionate, which is why the engine speed is not always available in acoustic
measurements.
In this paper a methodology is presented which estimates the rotational speed of an ICE using a regression model based on deep neural networks. A
Long Short-Term Memory (LSTM) is used as the basic network architecture. The input to the LSTM is the spectrogram of a monaural airborne sound
measurement. A total of 527 measurements with an average duration of 45s are used to train the LSTM. The model shows very good stability in the
learning process with a mean percent error of 6.1% for the training data set, 6.4% for validation and 6.79% for the test data set. A subsequent
autocorrelation analysis can improve the rotational speed estimation.
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| 15:44 |
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Der Klang alter (2-Takt-)Motorräder
Udo Wagner, Peter Holstein, Daniel Herfert, Maik Gollnick, Jörg Neugärtner, Matthias Domke, Jens Kleemann
[Abstract]
Zum 50. Jubiläum der DAGA hatten wir (leider nur virtuell) mit Klängen von Zwei-Motorradklängen gratuliert und dies im vorigen Jahr mit einem 2. Teil fortgesetzt. Nachdem wir uns in diesem darauf konzentriert haben ein geeignetes System für die Messung und Archivierung zu entwickeln, mit dem das Klangbild verschiedenen Typen unter möglichst vergleichbaren Bedingungen aufgenommen werden kann, soll im diesjährigen Beitrag eine stärkere Konzentration auf die Beschreibung technisch bedingter akustischer Details erfolgen. Die Fahrzeuge wurden bisher als eine Schallquelle betrachtet. Die Analyse der charakteristischen ”Schallmuster” soll auf den Einfluss der einzelnen Komponenten erweitert werden.
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| 15:46 |
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Der Digitale Akustische Zwilling - Ableitung von Komponenten-Grenzwerten für die Außengeräusch-Homologation in der digitalen Phase des Fahrzeugentwicklungsprozesses
Fabian Knappe, Christof Puhle, Joachim Rosskopf
[Abstract]
Kürzere Entwicklungszyklen sowie spät verfügbare Prototypen zwingen Original Equipment Manufacturers zu intensiveren Aktivitäten in der
frühen digitalen Phase der Fahrzeugentwicklung. Neue technologische Konzepte, wie der digitale Zwilling, werden zur Voraussetzung für effiziente
Entwicklungsprozesse. Das Außengeräusch von PKW wird wegen der gesundheitsschädlichen Wirkung von Schall auf den menschlichen Körper in
gesetzlichen Normen reguliert. Die aktuelle Regulierung der UNECE ist der ECE R51.03-Test. Die Anforderungen an das Außengeräusch werden in den
gesetzlichen Regulierungen stetig verschärft. Dieser Umstand erhöht die Notwendigkeit von Prognosen über das zu erwartende akustische Verhalten in
der frühen Entwicklungsphase zukünftiger Fahrzeuge zusätzlich. In der vorliegenden Arbeit, die Teil eines umfangreichen Forschungsprojektes ist, wurde
ein Konzept zur Ableitung von akustischen Komponenten-Grenzwerten hinsichtlich ECE R51.03 entwickelt. Die entwickelte Methodik kombiniert Machine
Learning Prognosen für das Außengeräusch zukünftiger Fahrzeuge mithilfe von Gradient Boosted Models und ein neues Verfahren zur
Teilschallquellenanalyse, das wir Helmholtz Inverse Beamforming nennen. Mithilfe digitaler akustischer Zwillinge zukünftiger Fahrzeuge in Form der ML-
Modelle und der hochaufgelösten Teilschallquellenanalyse des Vorgängerfahrzeuges sind Vorhersagen über das Außengeräusch bereits in der frühen
digitalen Phase des Entwicklungsprozesses möglich. Die beiden genannten Algorithmen sowie der methodische Gesamtansatz werden vorgestellt und
Komponenten-Grenzwerte für Abgasanlage und Reifen anhand eines konkreten Beispiels für ein Fahrzeugentwicklungsprojekt exemplarisch berechnet.
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Sitzungsleitung:
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| M. Pfadenhauer, Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG |
| F.-H. Wurm, Universität Rostock, Lehrstuhl Strömungsmaschinen |
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| 13:40 |
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Lokalisation von AVAS Signalen im Störgeräusch
Tomma Tjaden, Arne Oetjen, Steven Van De Par
[Abstract]
Seit Mitte des Jahres 2021 ist die Automobilbranche gesetzlich verpflichtet, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, nicht ausschaltbare AVAS Geräusche
in elektrischen Kraftfahrzeugen in Form eines Soundpakets zu implementieren. Diese Geräusche beinhalten tonale Komponenten, welche in einem von
Verbrennungsmotoren erzeugten Hintergrundgeräusch gut detektier- und lokalisierbar sind. Beim gegenwärtigen Stand der Forschung ist jedoch schwer
einzuschätzen, ob diese gute Lokalisierbarkeit tonaler Komponenten mit zunehmender Elektrifizierung des Straßenverkehrs weiterhin gegeben ist. Die
damit einhergehende Änderung des Hintergrundgeräuschs bewirkt die Präsenz anderer tonaler Komponenten im gleichen Frequenzbereich. Gegenstand
dieser Studie ist, Grundlagen der Lokalisation tonaler Geräusche in einem ebenfalls tonalen Störgeräusch zu untersuchen. Hierfür wurde ein zu
lokalisierender Ton erzeugt und für das Störgeräusch weißes Rauschen und ein weiteres Sinussignal mit spektraler Trennung zwischen -1,5 und 1,5
Bark hinzugefügt. Für verschiedene Variationen von Stör- und Zielgeräusch wurden die gerade wahrnehmbaren Unterschiede der interauralen
Zeitdifferenz in Abhängigkeit der relativen Frequenzen und der Art des Störgeräuschs in einem adaptiven Verfahren ermittelt. Diese Daten werden im
Kontext, der sich im Zuge der Mobilitätswende verändernden Geräuschsituation diskutiert.
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| 14:00 |
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Quantitative Prognose von Störgeräuschen im Fahrzeuginnenraum
Lukas Utzig, Konrad Weisheit, Steffen Marburg
[Abstract]
Störgeräusche können die Kaufentscheidung für oder gegen ein bestimmtes Fahrzeugmodell erheblich beeinflussen. Insbesondere im hochpreisigen
Fahrzeugsegment werden Störgeräusche vom Kunden nicht akzeptiert und müssen daher gänzlich vermieden werden. Während der
Fahrzeugentwicklung kommen lineare Berechnungsmodelle zum Einsatz, welche das Störgeräuschrisiko von Kontaktstellen aufzeigen können. Ein
Störgeräusch gilt dann als eliminiert, wenn es für die Insassen nicht hörbar ist. Daher kann ein lineares Kontaktstellenscreening nur eine Indikation
geben, ob an einer Fahrzeugkomponente ein Änderungsbedarf besteht oder nicht. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit nichtlineare
Simulationsmodelle verwendet, welche eine Absolutaussage ermöglichen, da die tatsächliche Systemantwort unter Berücksichtigung des
Bauteilkontaktes berechnet wird. Im Rahmen dieser Arbeit werden die bestehenden nichtlinearen Berechnungsmethoden weiterentwickelt und mit Hilfe
von Prüfständen validiert. Über die abgestrahlte Schallleistung kann eine Absolutaussage bzgl. Hörbarkeit abgeleitet werden. Das gewählte Vorgehen
ermöglicht eine verbesserte, quantitative Störgeräuschprognose und ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer hardwarereduzierten
Störgeräuschauslegung.
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| 14:20 |
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Automatisierte Analyse des Innengeräuschs von Elektrofahrzeugen
Katja Fröhlingsdorf, Stefan Pischinger
[Abstract]
Mit zunehmender Elektrifizierung des Antriebsstrangs entstehen neue Herausforderungen in der Fahrzeugakustik. Das Innengeräusch wird bestimmt
durch Reifen- und Windgeräusche sowie Anteile des elektrischen Antriebsstrangs. Insbesondere letztere haben häufig einen negativen Einfluss auf die
wahrgenommene Fahrzeuggeräuschqualität. Die akustische Optimierung ist ein komplexer und zeitintensiver Prozess, basierend auf einer genauen
Identifikation der Verursacher der Geräuschanteile. Dieser Aufwand kann signifikant durch eine Analysemethode, welche das Innengeräusch
automatisch separiert und den verursachenden Komponenten zuordnet, reduziert werden.
Basierend auf einer Messkampagne, wurden Geräuschcharakteristika der verursachenden Komponenten identifiziert. Im Detail wurden dazu die
elektrischen Maschinen, Inverter, Getriebe und Reifen analysiert. Um die tonalen Geräuschanteile der einzelnen Komponenten automatisch zu
identifizieren, wurde eine Methode basierend auf Bildverarbeitung entwickelt. Hierbei wird die Hough-Transformation auf der Basis von Spektrogrammen
verwendet. Aufgrund des geringen Signal-Rausch-Verhältnisses im Innenraum von Elektrofahrzeugen wurde die Bildverarbeitung durch den Einsatz von
Filter- und Binarisierungsverfahren verbessert. Das Trennungs- und Zuordnungsverfahren funktioniert ohne Kenntnis von Metaparametern wie der
Polpaar- und Slotzahl der elektrischen Maschine oder der Inverterschaltfrequenz. Die Erkennungsrate der tonalen Ordnungen variiert je nach
Komponente und liegt bei bis zu 90 Prozent.
Die vorgestellte neu entwickelte Methode zur automatisierten Trennung und Zuordnung von tonalen Geräuschkomponenten im Innenraum von
Elektrofahrzeugen ermöglicht eine initiale Analyse ohne umfangreiches Messequipment.
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| 14:40 |
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Innengeräusch von Elektrofahrzeugen: Vorhersage der Angenehmheit mittels eines Long Short-Term Memory (LSTM)-Modells
Florian Doleschal, Jesko Verhey
[Abstract]
Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs bietet durch die Reduktion der Schallintensität des Motorgeräusches ein enormes Potenzial für den akustischen Komfort im Fahrzeuginnenraum. Dennoch können hochfrequente tonale Komponenten die Angenehmheit des Innengeräuschs stark reduzieren. Diese werden meist durch den Elektromotor bzw. das Getriebe hervorgerufen und treten hauptsächlich in transienten Fahrzuständen (Beschleunigung und Rekuperation) auf. Daher müssen auch die die Hörwahrnehmung beschreibenden psychoakustischen Parameter und ihr Einfluss auf die Angenehmheit dynamisch betrachtet werden. Im vorliegenden Beitrag wird hierzu ein Long Short-Term Memory (LSTM) basiertes neuronales Netz zur Regression von Zeitreihen psychoakustischer Parameter auf den Einzahlwert Angenehmheit verwendet. Dabei werden auch die wechselseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Zeitschritte voneinander berücksichtigt. Die Angenehmheit (als Zielgröße für die Modellierung) wurde in verschiedenen Hörversuchen erhoben, bei denen neben den Originalaufnahmen aus dem Fahrzeuginnenraum auch teilsynthetisierte Geräusche bewertet wurden. Als Grundlage für die Geräuschsynthese dienten die Ergebnisse eines Trennungsalgorithmus, wodurch einzelne Geräuschkomponenten gezielt verstärkt, abgeschwächt, entfernt oder neu hinzugefügt wurden. Die Hörversuchsdaten zur Angenehmheit und den Vorhersagen des LSTM-Modells zeigen eine hohe Übereinstimmung sowohl für Elektro-, als auch für Hybridfahrzeuge. Das LSTM-Modell ermöglicht somit eine automatisierte Bewertung von Fahrzeuginnengeräuschen von Elektro- und Hybridfahrzeugen als Grundlage für passive und aktive Geräuschverbesserungsmaßnahmen.
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| 15:00 |
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Transfer Learning for Booming Noise Classification
Deepti Shriram Kunte, Claudio Colangeli, Bram Cornelis, Konstantinos Gryllias, Christophe De Veuster, Karl Janssens
[Abstract]
Booming noise influences perceived vehicle quality and passenger comfort. Therefore, it becomes important for automotive manufacturers to have a
reliable method for the detection of booming noise. Machine learning models can effectively address this need. However, in the absence of sufficient data
samples, machine learning models have been known to perform poorly. In this paper, we study the efficacy of simulation-driven machine learning and
transfer learning techniques to overcome this data scarcity problem.
In this study, the source and target datasets are synthesized starting from a limited set of original recordings. The machine learning database is obtained
through modification of baseline vehicle runup sounds, by defining booming events on a pre-existing vehicle order profile. A modified definition of
booming noise and change in vehicle orders and background noise are the primary differences between the source and target datasets. We use transfer
learning techniques to leverage the knowledge gained from the source dataset to make better predictions in the target dataset.
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| 15:20 |
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Interaktion von Brummen, Wummern und Dröhnen beim niedertourigen Fahren
Jesko Verhey, Gloria-Tabea Badel, Florian Doleschal
[Abstract]
Niedertouriges Fahren mit einem Verbrennungsmotor bietet eine Möglichkeit, den Spritverbrauch zu reduzieren. Allerdings ändert sich durch diese Fahrweise auch der Motorklang im Fahrzeuginnenraum. So wird dieser häufig als brummend, wummernd oder dröhnend wahrgenommen. Notwendig zur Auslösung dieser Empfindungen ist die Anwesenheit von tieffrequenten tonalen Komponenten [siehe z.B. Verhey, Badel, Doleschal, DAGA 2021]. Eine unmodulierte tonale Komponente kann zur Empfindung Brummen führen. Weist diese Komponente zeitliche Pegelschwankungen auf, wird das Geräusch als wummernd wahrgenommen. Finden sich im Geräusch neben einer tonalen tieffrequenten Komponente noch höherfrequente Anteile, deren Frequenzabstände der Frequenz der tieffrequente Komponente entsprechen, wird das Signal als dröhnend empfunden. Jede dieser Empfindungen führt im Allgemeinen zu einer Reduktion der Angenehmheit des Motorklangs. Im vorliegenden Beitrag werden Messergebnisse zu den drei Empfindungsgrößen Brummen, Wummern und Dröhnen mit realen Geräuschen aus dem Fahrzeuginnern und spektro-temporal veränderten Geräuschen vorgestellt. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die drei Empfindungen sich gegenseitig beeinflussen.
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Sitzungsleitung:
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| M. Pfadenhauer, Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG |
| F.-H. Wurm, Universität Rostock, Lehrstuhl Strömungsmaschinen |
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| 16:40 |
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Transferpfadanalyse von Fensterhebersystemen
Thomas Michaelis, Steffen Marburg, Stefanie Retka
[Abstract]
Die Transferpfadanalyse ist eine bewährte Methode zur Identifikation kritischer Körper- und Luftschallpfade. Die Grundidee besteht hier aus der
Unterteilung des Gesamtsystems in eine anregende aktive Komponente (Quelle) und eine passive Komponente bspw. die zu untersuchende
mechanische Struktur mit jeweiligen Ausgangspunkten. Durch das Separieren entstehen zwei unabhängige Systeme, wodurch einerseits das
Anregungsverhalten charakterisiert und anderseits das Übertragungsverhalten beurteilt werden kann. Schlussendlich folgt die Prüfung, ob beide
Systeme miteinander harmonieren oder ob Änderungen der Quelle oder Struktur notwendig sind. Der Vorteil liegt hierbei in der einfachen Beschreibung
als Blackbox ohne komplexe Modellierung.
Diese Systematik wird in diesem Beitrag auf Fensterhebersysteme, wie sie in Fahrzeugen vorzufinden sind, angewandt. Analysiert werden hier
verschiedene Systemebenen wie die Betrachtung einzelner Komponenten bis hin zum vollständigen Einbau im Fahrzeug selbst. Dazu wird der
grundlegende Workflow geeigneter TPA-Methoden diskutiert. Dieser umfasst die Betriebsmessung von verschiedenen anregenden Motorvarianten, die
Bestimmung des Übertragungsverhaltens der Struktur, die Berechnung der Kontaktkräfte sowie der Analyse der einzelnen Übertragungspfade.
Abschließend wird ein Ausblick auf die Korrelationsuntersuchung der verschiedener Systemebenen sowie der Einbindung der Messdaten in
Simulationsmodelle gegeben.
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| 17:00 |
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Einfluss von Reifen- und Betriebsparametern auf das Reifen-/Fahrbahngeräusch unter Drehmoment
Carsten Hoever, Achillefs Tsotras, Marie-Agnès Pallas, Julien Cesbron
[Abstract]
Übermäßiger Straßenverkehrslärm hat einen negativen Einfluss auf die menschliche Gesundheit in vielen Teilen Europas, vor
allem in Städten. Die Einführung von Elektromobilität wird in diesem Zusammenhang oftmals als eine der besten Lösungen
angesehen, die Lärmbelastung in urbanen Gebieten zu reduzieren. Für das Verkehrsgeräusch von Elektrofahrzeugen (EV)
ergibt sich dabei im Vergleich zu klassischen Verbrennerfahrzeugen aufgrund der deutlichen Reduzierung des maskierenden
Antriebsstranggeräusches eine erhöhte Bedeutung des Reifen-/Fahrbahngeräusches. Dieser Effekt wird unter Beschleunigung
verstärkt. Einerseits ist bekannt, dass das Reifen-/Fahrbahngeräusch unter Drehmoment oftmals höher als im Zustand des
freien Rollens ist. Andererseits fehlt bei EVs insbesondere in genau denjenigen Fahrzuständen, in denen es zu einem erhöhten
Reifendrehmoment kommt, die Maskierung durch den Antriebsstrang, der bei klassischen Verbrennerfahrzeugen fast immer
mit diesen Situationen einhergeht. Im Rahmen des LIFE E-VIA-Projektes soll der Straßenverkehrslärm in urbanen
Umgebungen durch für EVs optimierte Straßenbeläge und Reifen reduziert werden. Aufgrund der angesprochenen Effekte
muss dabei für eine wirksame Lärmreduzierung neben der Konstantfahrt auch beschleunigtes Fahren berücksichtigt werden.
Daher wurde im E-VIA Projekt mittels Messungen am Rollenprüfstand und auf einer Teststrecke untersucht, welchen Einfluss
unterschiedliche Reifen- und Betriebsparameter auf die Veränderung des Reifen-/Fahrbahngeräusches unter Drehmoment im
Vergleich zur Konstantfahrt haben.
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| 17:20 |
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Psychoakustische Metrik zur Bewertung instationärer Windgeräusche
Domenic Staron, Matthias Riegel, Reinhard Blumrich, Andreas Wagner
[Abstract]
Das Windgeräusch stellt bekanntermaßen bei Fahrgeschwindigkeiten ab etwa 120 km/h den dominanten Anteil am
Innengeräusch eines Fahrzeugs dar und hat somit wesentlichen Einfluss auf den Fahrkomfort. Spektral handelt es sich um ein
breitbandiges Rauschen. Aus instationären Strömungsverhältnissen, beispielsweise durch den natürlichen Wind oder andere
Verkehrsteilnehmer, resultieren außerdem zeitliche Strukturen im Windgeräusch in Form von Modulationen. In diesem Beitrag
wird eine psychoakustische Metrik zur Bewertung der Lästigkeit von Windgeräuschen vorgestellt, die auch die instationären
Geräuscheigenschaften berücksichtigt. Sie beschreibt die subjektive Wahrnehmung der Lästigkeit anhand objektiver
Messgrößen und ermöglicht somit, die Fahrzeugentwicklung gezielt auf den Geräuschkomfort der Insassen auszurichten. Der
Metrik liegen binaurale Aufnahmen der Windgeräusche aus dem Aeroakustik-Fahrzeugwindkanal sowohl bei stationären als
auch bei realistischen instationären Strömungsbedingungen zugrunde. Letztere wurden mit dem aktiven Böengenerator FKFS
swing erzeugt. Die zugehörigen subjektiven Bewertungen wurden für eine repräsentative Geräuschauswahl im Hörversuch
ermittelt. Die resultierende Metrik basiert auf den psychoakustischen Größen Lautheit und Schärfe sowie einer eigens für den
instationären Windgeräusch-Anteil entwickelten Kenngröße. Sie beschreibt die subjektive Wahrnehmung sehr gut (R2 > 0,95).
Die entwickelte psychoakustische Metrik vervollständigt eine Methodik zur realistischen und reproduzierbaren Ermittlung und
Bewertung instationärer Windgeräusche für die Fahrzeugentwicklung.
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Sitzungsleitung:
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| M. Pfadenhauer, Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG |
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| 8:40 |
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Experimentelle Modalanalyse an Statoren für Traktionsantriebe
Manuel Michael Islam, Steffen Marburg
[Abstract]
Die strukturdynamische Berechnung stellt einen wesentlichen Bestandteil in der Entwicklung neuer elektrischer Fahrzeugantriebe dar. Hierzu sind validierte System- und Komponentensimulationen erforderlich. Durch eine experimentelle Modalanalyse kann das strukturdynamische Verhalten der Antriebsbauteile ermittelt werden. Hieraus ergibt sich, dass speziell der Stator eines elektrischen Fahrzeugantriebs bedeutend zur Schwingung beiträgt. Vor diesem Hintergrund werden mithilfe der experimentellen Modalanalyse bewickelte und unbewickelte monolithische Statoren sowie bewickelte und unbewickelte geblechte Statoren untersucht, um den Einfluss der verteilten Wicklung sowie der Blechung auf das Schwingungsverhalten zu identifizieren. Mithilfe triaxialer Beschleunigungssensoren wird die Schwingungsantwort der Struktur erfasst, die durch einen automatischen Impulshammer bei Raumtemperatur angeregt wird. Durch den Vergleich der Messungen zeigt sich, dass die Wicklung als auch die Blechung erkennbar das System dämpft und die Schwingungsformen sowie deren Frequenzlage beeinflusst.
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| 9:00 |
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Sensitivity Analysis in Vehicle NVH Involving Trim Parts
Markus Brandstetter, Samuel Corveleyn
[Abstract]
In the automotive industry the acoustic comfort is key in vehicle development. With the electrification of the vehicle fleets the frequency of interest is growing, reaching 10 kHz or more. Thus the sensitivity and variability of results are increasing. This variability is a risk for production if not evaluated in early stage. If uncertainties are not considered, certain vehicles might not meet the defined targets during production.
The impact of the vehicle trims on the interior noise is increasing with the frequency. Especially when porous materials are involved, the sensitivity and variability of those parts need to be evaluated. Besides of the behavior due the material properties, mass and boundary conditions have an impact on the results. While masses are mainly well controlled, boundary conditions are uncertain when it comes to trim attachments (clips or snaps), or zone of contact between trim and the vehicle structure. This article proposes a method that evaluates the sensitivity of acoustic trims on interior noise and structure vibrations due to different sources of uncertainties on an industrial model. Considered uncertainties are due to material data, attachments, mass distribution and contact zones of trims with the structure.
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| 9:40 |
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Automated detection of structural resonances using neural networks
Christian Ramones, Eduard Grossmann, Christoph Steffens, Stefan Pischinger
[Abstract]
Considering the high number of sensors used in acoustic investigations of the vehicle interior or on component test benches (e.g. 20 microphones in
ISO3745), the development of methods that minimize the analysis effort is of great interest. The current state of the art for resonance detection in
rotordynamic systems focuses on peak detection in peak-hold or averaged spectra based on a Campbell diagram. In this paper, two new concepts for resonance detection are presented. The first concept follows the conventional approach. First, image processing
methods are applied to the Campbell diagram, followed by a newly developed dimensional reduction method. The resonances are then detected very
accurately using peak detection, achieving a true positive rate (tpr) of more than 96 %. The second concept is based on a convolutional neural network
(CNN). The CNN is trained using over 85.000 resonances as training data. The trained neural network shows a tpr of almost 90 %. The extent to which
tonally excited structural resonances can be distinguished from broadband noise excitation is also investigated. It is shown that a CNN can be trained to
provide not only detection but also classification of resonances with a detection rate of 85.7 % for unseen data.
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| 10:20 |
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Anwendung multiphysikalischer Simulationsmodelle zur Ermittlung der Antriebsgeräusche von E-Bikes
Olgierd Zaleski, Boris Dilba, Thorben Schröder, Sören Keuchel, Joscha Piepiorka
[Abstract]
Die Ebikes stellen unter technischen Gesichtspunkten interessante multiphysikalische Systeme dar, deren Komplexität derzeit schnell zunimmt. Sie
sollen vielfältigen Anforderungen genügen, im Hinblick auf das Schwingverhalten, Straßenlage, Dauerfestigkeit, Wirkungsgrad sowie auch auf die
Akustik. Wenn auch die E-Antriebe in der Regel keine sehr lauten Schallquellen darstellen, variiert das Schalldruckniveau bei unterschiedlichen
Herstellern bis zu 15 dB(A) bei vergleichbaren Fahrzuständen. Des Weiteren unterscheiden sich die Betriebsgeräusche solcher Antriebe deutlich in
deren psychoakustischer Wahrnehmung. Beide akustischen Eigenschaften, das Niveau der Schallemission und die Geräuschwertigkeit, beeinflussen die
Kaufentscheidung wie die Zufriedenheit der Ebike-Nutzer und spielen demzufolge eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Konstruktion von Ebike-
Antrieben.
Mit Hilfe von numerischen Modellen können alle relevanten physikalischen Effekte im Rechner abgebildet werden, die für die Entstehung und die
Ausbreitung von Schall verantwortlich sind. Ein typischer Ebike-Antrieb wird in diversen, teils sehr unterschiedlichen, Fahrradrahmen eingesetzt. Es
bestehen daher hohe Anforderungen an die Modularität der Simulationsmodelle, was die Auswahl der Modellierungswerkzeuge beeinflusst. In diesem
Beitrag wird am Beispiel eines Ebike-Antriebs aufgezeigt, mit welchem Aufwand und welcher Ergebnisqualität zu rechnen ist, wenn seine Schallemission
numerisch ermittelt wird. Im Beitrag wird weiterhin beispielhaft gezeigt, welche Erkenntnisgewinne aus der Simulation zu erwarten und inwieweit direkte
Rückschlüsse auf Verbesserungen möglich sind.
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| 10:40 |
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Akustik-Fluid-Struktur-Kopplung (AFSI) im Fahrzeugunterboden
Florian Schwertfirm, Johannes Kreuzinger
[Abstract]
Am Unterboden eines KFZ treten, angeregt durch die turbulente
Umströmung, hohe Druckschwankungen auf. Diese setzten sich zusammen
sowohl aus hydromechanischen als auch aus akustischen
Wechseldrücken. Sie regen Strukturen im Unterboden zu Schwingungen an
und führen damit vor allem bei tiefen Frequenzen zu Schalleintrag in
den Innenraum. Diese Vorgänge werden beispielhaft am SAE-Körper im numerischen
Windkanal untersucht. Der angeregte Unterboden ist in diesem Fall eine
Aluminiumplatte an der Unterseite, die Schall in den Innenraum
abstrahlen kann. Durch eine voll gekoppelte Simulation von Strömung, Strömungsschall und
Strukturbewegung mit dem Code MGLET lassen sich folgende Fragen
beantworten:
- Welchen Anteil hat die hydromechanische Anregung?
- Welchen die akustische?
- Gibt es eine Rückwirkung der Plattenbewegung auf das Schallfeld im Unterboden? Die Ergebnisse werden validiert durch den Vergleich mit Messwerten der
Wechseldrücke am Unterboden, Beschleunigung der Aluminiumplatte aus
dem realen Windkanal und den Spektren der Mikrofone im Innenraum.
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Organisation:
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| H.-M. Fischer, Hochschule für Technik Stuttgart |
| S. Öhler, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| J. Scheck, Hochschule für Technik Stuttgart |
| F. Schöpfer, Technische Hochschule Rosenheim |
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| 8:40 |
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Umschaltgeräusche von Armaturen, Aktueller Stand und erforderliche Entwicklungen
Christian Burkhart
[Abstract]
Umschaltgeräusche von Armaturen der Wasserinstallation sind teilweise nutzerabhängig, weisen jedoch teilweise keinen, bzw.
nur einen geringen Nutzereinfluss auf. Unabhängig von der Untätigkeit diverser Normungsgremien in Bezug auf die
Umschaltgeräusche ohne Nutzereinfluss weist diese Geräusche unverändert eine sehr hohes Störpotential auf. Ein mögliches
Messverfahren wurde auf der DAGA 2016 in Aachen vorgestellt. Was ist daraus geworden? Wie groß ist der Nutzereinfluss auf
die Umschaltgeräusche? Wie häufig treten diese Umschaltgeräusche in der Praxis auf? Was muss sich ändern?
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| 9:00 |
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Praxiserfahrungen mit dem Beurteilungspegel für gebäudetechnische Anlagen
Thomas Hils, Henning Alphei, Karsten Köhler
[Abstract]
Die Beurteilung gebäudetechnischer Anlagen wird in den bisher vorliegenden Regelwerken (z. B. DIN 4109) anhand eines Maximalpegelkriteriums vorgenommen. Dies kann dazu führen, dass einerseits kurze Geräuschspitzen, die nicht als störend empfunden werden, zu einer Überschreitungen der Zielwerte führen, während anderseits oftmals besonders störende tonhaltige Dauergeräusche das Maximalpegelkriterium einhalten. Aus diesem Grund wurde ein erweitertes Beurteilungsverfahren entwickelt, das in dem Dezember 2020 erschienenen DEGA-Memorandum BR 105 beschrieben ist. In diesem Vortrag werden erste praktische Erfahrungen mit der Beurteilung gebäudetechnischer Anlagen nach dem neuen Verfahren anhand von Fallbeispielen vorgestellt.
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| 9:20 |
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Erfahrungen mit der DIN EN 15657:2017-10 und dem Empfangsplattenprüfstand an der TH Rosenheim
Fabian Schöpfer, Tobias Kruse, Andreas Mayr, Ulrich Schanda
[Abstract]
Zur Prognose der Geräusche aus gebäudetechnischen Anlagen mit den Methoden der EN 12354-5 sind Luft- und Körperschalldaten von Geräten und Anlagen erforderlich. Verfahren zur Bestimmung der Luftschallleistung sind schon lange verfügbar und etabliert. Zur Charakterisierung von Quellen hinsichtlich ihrer Körperschalleigenschaften steht mit der DIN EN 15657:2017-10 seit einigen Jahren ein Dokument zur Verfügung, das entsprechende Laborprüfverfahren beschreibt. Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der EN 15657 wurde 2017 das Rosenheimer Technologiezentrum für Energie und Gebäude (roteg) an der TH Rosenheim eröffnet, das fünf Labore unterschiedlicher Disziplinen unter einem Dach vereint. Im Labor für Schallmesstechnik (LaSM) wurde zur Charakterisierung von gebäudetechnischen Anlagen ein variabler Empfangsplattenprüfstand errichtet, um flexibel auf unterschiedliche Geräte reagieren zu können. In diesem Beitrag werden die bisherigen Erfahrungen mit der DIN EN 15657:2017-10 und dem Empfangsplattenprüfstand an der TH Rosenheim diskutiert.
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| 10:00 |
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Leistungsvergleich gebäudeähnlicher Strukturen bei in-plane und out-of-plane Anregung
Johanna Weinzierl, Tobias Kruse, Andreas Mayr, Fabian Schöpfer, Ulrich Schanda
[Abstract]
Gebäudetechnische Anlagen können an einem Empfangsplattenprüfstand nach DIN EN 15657:2017-10 charakterisiert werden. Dabei wird die Körperschallleistung der bauüblich montierten und betriebenen Quellen mit Hilfe eines indirekten Verfahrens bestimmt. Gemäß diesem Verfahren wird anhand der messtechnisch erfassten mittleren Schwingschnellen senkrecht zur Plattenebene und aus den bekannten Eigenschaften der Empfangsplatte die Körperschallleistung einer Quelle bestimmt. Eine Messung der in-plane Schwingungskomponenten ist nach diesem Verfahren nicht vorgesehen.
Für die Charakterisierung gebäudetechnischer Anlagen am Empfangsplattenprüfstand ist es zunächst erforderlich, die Prüfstandsplatten einzumessen. Dies erfolgt in der Regel über einen Leistungsvergleich zwischen direkt eingebrachter, bekannter Leistung und der Leistung, die sich über das Empfangsplattenverfahren (mittlere Schnelle) ergibt.
Zur Beurteilung des Leistungsabgleichs wird in diesem Beitrag die Empfängerstruktur hinsichtlich ihrer Anteile an out-of-plane und an in-plane Schwingungskomponenten bei unterschiedlichen Anregungen untersucht. Es soll erörtert werden, ob der Einsatz eines 3D Laser Scanning Vibrometers an einer 10 cm dicken Stahlbetonwand zur Erfassung der Schwingschnellen eine Alternative zu Messungen mit Beschleunigungsaufnehmern darstellt. Bereits bestehende Samplingstrategien zur Erfassung der mittleren Schwingschnellen werden anhand einer räumlich fein aufgelösten Rastermessung auf gebäudeähnlichen Strukturen beurteilt.
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| 10:20 |
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Körperschallquellen in Gebäuden – Abschätzung der Unsicherheit von Quellen-Eingangsdaten und der installierten Leistung anhand eines europäischen Ringversuchs
Jochen Scheck, Volker Wittstock, Michel Villot
[Abstract]
Eine möglichst geringe Lärmeinwirkung von Körperschallquellen in Gebäuden ist ein maßgebliches Kriterium für akustischen Komfort. Nach Jahrzehnten der Forschung wurden Methoden zur messtechnischen Charakterisierung von Körperschallquellen (EN 15657) und zur Prognose der Schallübertragung im Gebäude (EN 12354-5) genormt. Dieser Beitrag widmet sich der Frage nach der Unsicherheit der Quellen-Eingangsdaten und der installierten Körperschall-Leistung. Um diese Frage zu beantworten, wurde ein Ringversuch mit einer ”künstlichen” Körperschallquelle, dem Norm-Hammerwerk als genormte Körperschallquelle und 7 teilnehmenden europäischen Prüfeinrichtungen durchgeführt. Im Beitrag werden die Ergebnisse des Ringversuchs vorgestellt.
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| 10:40 |
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Zur Rückwirkung von Empfangsstrukturen auf die Eigenschaften von Normhammerwerken
Heinrich Bietz, Volker Wittstock, Martin Schmelzer
[Abstract]
Zur Bestimmung des Norm-Trittschall-Pegels und der Trittschallminderung von Decken bzw. Deckenauflagen werden in der Bauakustik sogenannte Normhammerwerke eingesetzt, deren Eigenschaften zum Beispiel in DIN EN ISO 10140-5 festgelegt sind. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass verschiedene Empfangsstrukturen keine Rückwirkung auf die Eigenschaften des Hammerwerks haben. Dies spiegelt sich unter anderem in der normativen Anforderung für die Oberfläche zur Prüfung von Hammerwerken wider, die lediglich ”eben und hart” sein muss, wobei nur hinsichtlich der Ebenheit Zahlenwerte gefordert sind. In der Vergangenheit durchgeführte Ringversuche zur Prüfung von Hammerwerken und zum Vergleich verschiedener Körperschallquellen werfen hier aber Fragen auf. Aus diesem Anlass wurde eine Messreihe durchgeführt, bei der Hammerwerke auf verschiedenen Empfangsstrukturen betrieben wurden, die einen weiten Bereich von Eingangsmobilitäten abdecken und repräsentativ für in der Bauakustik vorkommende Objekte sind. Dabei wurden jeweils das Schlagfolgeintervall, die Aufprallgeschwindigkeit und der Rücksprungfaktor, also das Verhältnis von Rückprallgeschwindigkeit zu Aufprallgeschwindigkeit, erfasst. Um hierbei die große Menge an anfallenden Daten zu bewältigen, kam eine neu entwickelte Auswertesoftware zum Einsatz. In der Präsentation werden die gewonnenen Messergebnisse sowie die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen vorgestellt.
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Organisation:
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| H.-M. Fischer, Hochschule für Technik Stuttgart |
| S. Öhler, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| J. Scheck, Hochschule für Technik Stuttgart |
| B. Kaltbeitzel, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 14:00 |
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Neueste Ergebnisse zur Quell-Charakterisierung von Abwassersystemen – Messung und Prognose im Massivbau
Bernd Kaltbeitzel, Joachim Mohr, Simon Müller, Sven Öhler
[Abstract]
Der Körperschall von Abwasserleitungen dominiert oft den störenden Lärm von Sanitärinstallationen in Gebäuden. Bei der Spülung eines WCs fließt das
Wasser durch die Keramik in das Fallrohr des Abwassersystems und verursacht dort Schwingungen auf der Rohrstruktur. Diese Schwingungen werden
über Befestigungselemente wie Rohrschellen in daran anschließende Bauteile (z.B. Installationswand) eingeleitet. Zur Bestimmung des akustischen
Verhaltens des Rohrsystems, einschließlich der Befestigungselemente, kann dieses von den übrigen Sanitärinstallationen getrennt aufgebaut und nach
der Norm EN 14366 im Prüfstand charakterisiert werden. Die Ergebnisse dieser Messungen ermöglichen nicht nur den Vergleich verschiedener
Rohrsysteme, sondern liefern vielmehr die Eingangsdaten für Prognoseberechnungen gemäß der Norm EN 12354-5. Zur vollständigen
Charakterisierung wird, neben der vom Rohr in den Installationsraum abgestrahlten Luftschallleistung, die Körperschallleistung bzw. ”blockierte Kraft”
(engl. blocked force) und die freie Schnelle (engl. free velocity) benötigt.
Der Vortrag zeigt die neuesten Ergebnisse bei Anwendung der zukünftigen Messverfahren zur Bestimmung der Körperschallleistung von
Abwassersystemen, wie sie im Massivbauprüfstand am Fraunhofer IBP in Stuttgart ermittelt wurden. Weiter werden Prognoseergebnisse aus einem
Gebäudemodell mit den gewonnenen Eingangsdaten vorgestellt.
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| 14:20 |
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Bestimmung der freien Schnelle von Abwassersystemen
Sven Öhler, Steffen Barthle, Bernd Kaltbeitzel
[Abstract]
Sanitärinstallationen und dabei besonders Abwassersysteme, führen häufig zu schallschutztechnischen Mängeln in Gebäuden. Wie störend ein Abwassersystem im angrenzenden Raum letztlich sein kann, hängt dabei neben den Eigenschaften des Abwassersystems im Wesentlichen von der an der Körperschallübertragung beteiligten Gebäudestruktur selbst ab. Hierbei gibt es große Unterschiede was den Massiv- und den Leichtbau angeht.
Messtechnisch lassen sich die Beiträge der Gebäudestruktur und des Abwassersystems voneinander trennen. Man kann also die vom Gebäude unabhängigen Eigenschaften des Abwassersystems ermitteln. Die charakterisierende Größe ist dabei, neben der Kurzschlusskraft (blocked force), die freie Schnelle (free velocity) des Abwassersystems. Aus den beiden Messgrößen kann anschließend die Admittanz (mobility, Anregbarkeit) des Systems abgeschätzt werden. Die Methodik zur Durchführung der Messungen wurde an einem Abwassersystem erprobt. Dabei wird in diesem Beitrag insbesondere auf die praktische Umsetzung zur Messung der freien Schnelle eingegangen. Inwieweit Vereinfachungen in der Vorgehensweise möglich und letztlich zulässig sind, ohne die Qualität der erhaltenen Ergebnisse zu beeinträchtigen, ist dabei wesentliches Ziel der Untersuchungen.
Schließlich wurde eine Methode entwickelt und überprüft, mit der die freie Schnelle von Abwassersystemen auf praktische Weise und gleichzeitig mit hoher Wiederholgenauigkeit und Präzision bestimmt werden kann.
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| 14:40 |
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Entwicklung und Validierung eines Finite-Elemente-Modells für ein Abwasserrohr
Lukas Däuble, Jochen Scheck, Berndt Zeitler, Tobias Kruse, Ulrich Schanda
[Abstract]
Abwassersysteme gehören zu den problematischsten Lärmquellen in Gebäuden. Bei Wasserdurchfluss durch das Rohr wird dieses zu Schwingungen
angeregt. Dadurch kommt es sowohl zu einer Luftschallabstrahlung als auch zu einer Körperschallübertragung über die Befestigungspunkte in die
angekoppelten Bauteile (Wände und Decken). In einer Studienarbeit an der TH Rosenheim wurden experimentelle und analytische Untersuchungen zum
internen (Material-) Verlustfaktor des Rohres durchgeführt, welche im Rahmen einer Masterarbeit an der HFT Stuttgart am selben Referenz-Rohrsystem
fortgesetzt und erweitert werden sollen. Hauptziel der Masterarbeit ist es, ein Finite-Elemente-Modell für ein frei aufgehängtes Abwasserrohr zu erstellen
und anhand von Messungen, insbesondere einer experimentellen Modalanalyse zu validieren. In einem weiteren Schritt soll das Rohr über eine
Rohrschelle an eine Empfangsplatte angekoppelt und auch hierfür ein FE-Modell erstellt und validiert werden.
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| 15:00 |
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Prognoseverfahren für Installationsgeräusche im Holzbau
Jeremias Bayer, Fabian Schöpfer, Andreas Mayr, Ulrich Schanda
[Abstract]
Im Entwurf der EN 12354-5 sind Übertragungsfunktionen als eine Möglichkeit zur Prognose von Geräuschen aus gebäudetechnischen Anlagen für den allgemeinen Fall vorgesehen. Der allgemeine Fall beschreibt dabei Situationen, in welchen die Admittanz von Geräten und der angekoppelten Struktur in derselben Größenordnung liegen. Zur Prognose können sowohl gemessene als auch berechnete Übertragungsfunktionen herangezogen werden. Vor allem im Hinblick auf die Überarbeitung von Teil 36 der DIN 4109 sollen Übertragungsfunktionen als Bauteilkatalog für die Prognose angeboten werden. Für den Massivbau stellt sich hier die Möglichkeit, diese für ausgewählte, repräsentative Bausituationen nach den Verfahren der DIN EN 12354 zu berechnen. Für den Holzbau stehen entsprechende Rechenmodelle und die dafür nötigen Eingangsdaten nicht zur Verfügung. Hier wird deshalb auf Messungen der Übertragungsfunktionen nach DIN EN ISO 10848-1 zurückgegriffen. Aus zwei Forschungsprojekten an der TH-Rosenheim liegen hier schon Daten vor, die im Rahmen eines aktuell laufenden Forschungsprojektes ergänzt und für eine Implementierung in der DIN 4109-36 aufbereitet werden.
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Sitzungsleitung:
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| M.E. Altinsoy, CeTI, Professur für Akustik und Haptik, TU Dresden |
| S. Merchel, TU Dresden, Professur für Akustik und Haptik |
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| 13:40 |
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Subjektive Lautheitsbewertung unter Einfluss situativer und personenbezogener Faktoren
Siegbert Versümer, Jochen Steffens, Patrick Blättermann
[Abstract]
Untersuchungen zur Lautheit werden zumeist unter kontrollierten Laborsituationen mit definierten Stimuli durchgeführt. Dagegen zeigten eine Vielzahl an Forschungsarbeiten zur subjektiven Geräuschbewertung und zum Musikhörverhalten Einflüsse nicht-auditiver, auch zeitlich fluktuierender Variablen. Hierzu zählen z.B. die momentane Stimmung, die empfundene Kontrolle über die Situation, die ausgeübte Tätigkeit oder die mentale Belastung. Daher untersuchten wir im Rahmen einer Experience-Sampling-Studie, welche personenbezogenen und situativen Einflussfaktoren neben akustischen Größen die Lautheitsbewertung alltäglicher Schalle vorhersagen. Hierzu berichteten 105 Probanden mittels Smartphone in einem Zeitraum von jeweils zehn konsekutiven Tagen insgesamt über 6000 alltägliche Geräuschumgebungen im persönlichen Haushalt und zeichneten diese binaural auf. Die empfundene Lautheit wurde als Zielgröße mit dem Kategorien-Unterteilungsverfahren erhoben, während sie für die Tonaufzeichnungen berechnet wurde. Die Teilnehmer*innen bewerteten die Geräuschsituationen u.a. in Hinblick auf ihre affektive Qualität und die empfundene Kontrolle und nannten die Tätigkeit, die sie direkt vor der Befragung ausgeübt hatten. Zur Vorhersage der Lautheitsbewertung wurden lineare gemischte Modelle unter Berücksichtigung der hierarchischen Datenstruktur berechnet. Mittels Lasso Regularisierung wurden relevante Einflussfaktoren ausgewählt und Überanpassung und Multikollinearität vermieden. Die Ergebnisse der Feldstudie liefern eine Einschätzung, inwiefern bestimmte Situations- und Personeneigenschaften die rechnerische Lautheitsbewertung von Alltagsgeräuschen ergänzen können, um optimierte Prognosen des Geräuschempfindens und der daraus erfolgenden Geräuschwirkung zu erzielen.
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| 14:00 |
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„Ich sehe, was Du hörst!“ – Verwendung der Pupillometrie zur Messung des Einflusses kognitiver Belastung auf die Geräuschbewertung
Hendrik Himmelein, Jochen Steffens
[Abstract]
Die Wahrnehmung und Bewertung von Geräuschen in alltäglichen Situationen ist abhängig vom momentanen Aufmerksamkeitsfokus der hörenden Person. Basierend auf einer kognitiven Belastungstheorie der Aufmerksamkeit, welche annimmt, dass die Wahrnehmung oder das Ignorieren eines (akustischen) Stimulus vom Grad der kognitiven Belastung im Zusammenhang mit einer ablenkenden Aufgabe abhängt, wurde in der vorgestellten Laborstudie die Geräuschwahrnehmung in Situationen mit hoher und niedriger kognitiver Belastung untersucht. Versuchspersonen wurden dazu kurze, sich in der Lautheit unterscheidende Geräusche (rosa Rauschen) vorgespielt, welche retrospektiv hinsichtlich der empfundenen Lautheit und Unangenehmheit bewertet wurden. Parallel dazu führten diese, gemäß des Dual-Task Paradigmas, den Farb-Wort-Interferenztest nach Stroop als kognitiv belastende und vom Geräusch ablenkende Aufgabe durch, während die Kontrollgruppe lediglich die Geräusche bewertete. Die dadurch evozierte kognitive Belastung wurde im Zeitverlauf mithilfe der Pupillometrie gemessen. Des Weiteren wurde der etwaige moderierende Einfluss der Subvokalisation, d.h. des inneren Mitsprechens beim Lesen, über EMG-Messungen am Kehlkopf ermittelt. Im Rahmen des Beitrages werden die Ergebnisse des Vortrages vorgestellt und Implikationen für die psychoakustische Forschung diskutiert.
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| 14:20 |
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Audioinhaltsanalyse und Multilevelmodellierung zur Vorhersage der Bewertung von Indoor Soundscapes
Fabian Rosenthal, Siegbert Versümer, Jochen Steffens
[Abstract]
Im häuslichen Umfeld erleben Menschen abhängig von ihrer Wohnsituation unterschiedlichste Geräuschumgebungen (Indoor Soundscapes), die einen hohen Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Im Rahmen einer Feldstudie wurde daher die theoretisch und praktisch relevante Frage untersucht, welche Merkmale der wahrgenommenen Geräuschumgebungen in Abhängigkeit von personenbezogenen und situativen Faktoren als besonders ereignisreich oder (un-)angenehm bewertet werden. Einhundertfünf Teilnehmer*innen berichteten nach der Experience-Sampling-Methode zeitgesteuert über auftretende Geräuschumgebungen des häuslichen Alltags. Sie beschrieben u. a. die individuelle Situation, ihre persönliche Befindlichkeit und die Zusammensetzung der Geräusche und bewerteten deren subjektive Wirkung gemäß Soundscape-Standard. Zudem fertigten sie in situ Audioaufnahmen der Geräuschszenarien an. Die über 6000 aufgenommenen Geräuschumgebungen wurden einer Audioinhaltsanalyse unterzogen und in diesem Rahmen auf signalenergetische und spektrale Eigenschaften untersucht. Die Zeitwerte aus diesen Low-Level-Features wurden mit statistischen Funktionen zu Einzahlwerten zusammengefasst und deren Effekte auf die subjektiv bewertete Hörempfindung modelliert. Der Vortrag stellt die zentralen Forschungsergebnisse vor und diskutiert, inwieweit mit den verwendeten Methoden ein Beitrag zur Vorhersage der Bewertung von Indoor Soundscapes geleistet werden kann.
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| 14:40 |
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Acoustic Quality Control in End-of-Line Assembly of Electrical Connectors
Fabian Kamp, Thomas Welfers
[Abstract]
Efficient industrial production processes today demand increasing throughput rates while at the same time requiring unrestricted high production quality.
Acoustic quality control in end-of-line testing has been established to address this challenge and is gaining popularity in combination with advanced
machine learning techniques. This paper discusses current progress in the field, presenting acoustic click detection in the assembly of electrical
connectors for heated hydraulic lines. Initial feasibility investigations include measurements of connector click sounds in different production facility noise
background, acoustic signal analysis for NOK detection and classifier development using machine learning. With positive results from the initial studies,
the click detection algorithm is brought into practical application, being implemented in a re-designed version of the assembly line production machine.
Further applications of the presented methodology are presented as an outlook of this study.
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| 15:00 |
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Attribute zur gesamtheitlichen Charakterisierung der Wahrnehmung von Straßenverkehrsgeräuschen
Andre Fiebig, David Ackermann, Sandra Böhm, Michael Chudalla, Athansios Karakantas, Astrid Oehme, Sophie Pourpart, Moritz Schuck, Fabio Strigari, Stefan Weinzierl
[Abstract]
Das BASt-Projekt ”Erprobung psychoakustischer Parameter für innovative Lärmminderungsstrategien” (FE 02.0431/2019/IRB) widmet sich in mehreren Studien der Anwendbarkeit psychoakustischer Parameter zur Bewertung von Verkehrsgeräuschen. Um diese vollständig zu charakterisieren und ihre perzeptive Wirkung aufzuzeigen, bedarf es der Kenntnis der zugrundeliegenden Dimensionen, die die Bewertung von Verkehrsgeräuschen in alltäglichen Situationen beeinflussen. In diversen Studien zur Wirkung von akustischen Umgebungen zeigte sich, dass die auditive Wahrnehmung mehrdimensionaler Natur ist, wobei häufig klassische Affektmodelle abgeleitet wurden.
In einer ersten Probandenstudie werden mittels Stimulus-Dyaden-Vergleich auf Basis des Repertory-Grid-Verfahrens relevante Beschreibungsgrößen und Attribute elizitiert, um die latenten Wahrnehmungsdimensionen, die der Bewertung von Straßenverkehrsgeräuschen zugrunde liegen, systematisch zu explorieren. Dabei äußern sich die Probanden in einer offenen Befragung zu den perzeptiven Unterschieden der präsentierten Stimuluspaare. Hierfür werden Straßenverkehrssituationen in einem audio-visuellen Kontext auf Basis von 360∘-Kamera- und Higher Order Ambisonics-Aufnahmen dargeboten. Die Straßenverkehrsszenen werden mittels Head Mounted Display und eines 21.2 Kanal-Ambisonics-Systems im Experiment dargestellt. Die präsentierten Stimulus-Dyaden decken den Merkmalsraum an Straßenverkehrsgeräuschen umfangreich ab und berücksichtigen systematisch Faktoren wie Verkehrsmenge, Verkehrsfluss, Verkehrszusammensetzung, Fahrbahnbelag und zulässige Höchstgeschwindigkeit.
Der Beitrag erläutert die experimentelle Methodik, zeigt die mittels des Repertory-Grid-Verfahrens explorierten Attribute auf und skizziert die Entwicklung eines Fragebogens als Messinstrument zur Bestimmung perzeptiver Eindrücke im Kontext von Straßenverkehrsgeräuschen.
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| 15:20 |
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Dynamic Road Noise Mapping Prediction Using Machine Learning
Roberto Esteban Campos Ruiz, Jose Luiz Araujo Duarte Junior, Julio Cesar Boscher Torres, Mariane Rembold Petraglia
[Abstract]
Urban traffic is one of the most important causes of noise in the cities. Noise metrics, such as Equivalent and Day-night levels, are based on road
traffic characteristics over long term time periods and do not describe the traffic noise dynamics. This paper presents a method for predicting and
producing dynamic noise maps from flow traffic data obtained by surveillance cameras and processed by machine learning algorithms. Convolutional
networks, based on transfer learning process, are used to identify the vehicles in the scene and classify them according to their size, while geometry
projection algorithms are used to determine the vehicle position, speed and acceleration. The data extracted from video, such as vehicle category,
speed and lane, are useful to calculate sound pressure level in any given location. Therefore, by adding energetically such levels for each frame, a
dynamic noise map can by produced, representing the sound pressure variation over the time, according to the traffic flow. The levels predicted from
the videos are compared to measurements realized in control points to validate the model. Results of the proposed model are presented as well as
the model restrictions to produce the noise maps.
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Organisation:
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| M.E. Altinsoy, CeTI, Professur für Akustik und Haptik, TU Dresden |
| S. Merchel, TU Dresden, Professur für Akustik und Haptik |
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| 15:40 |
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Modelling of Acoustical Outdoor Emissions of Industrial Airborne Noise in Order to Implement Control Measures for the Reduction of Noise Generated by External Equipment
Andrea Malvicini
[Abstract]
A study concerning noise generated by an italian factory, located in a country land in the north of Italy, was performed in order to determine the most
suitable acoustical control actions. This industry fabricates end products through chemical processes involving lead and acid substances. Scrubbers and
bag filters are used for air depuration. A progressive approach based on simulations was applied with the aim to find the filters that had to be fixed in
order to reduce noise to levels that comply with the particularly restrictive requests of italian law. The first filters considered for noise control were filters
proven to have major acoustic contribution on the basis of the results of the first simulation carried out using only already existing control measures.
Subsequent simulations were carried out using the same principles, trying to fix before the filters that generate the greatest noise at receptors. Maps of
the sound levels inside and around the plant as well as near the more disturbed houses obtained with this procedure, before and after control actions,
are shown.
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| 15:48 |
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Keine Wärmewende ohne leise Wärmepumpe? Integrale akustische Optimierung im Projekt LowNoise
Jonas Klingebiel, Valerius Venzik, Christian Vering, Dirk Müller
[Abstract]
Die Wärmeversorgung von Gebäuden durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen in Deutschland. Die Wärmepumpe nimmt in der zukünftigen Wärmeversorgung eine Schlüsselrolle ein, da im Gegensatz zu Gas- oder Ölheizungen regenerativ erzeugter Strom eingesetzt werden kann. Neben ökonomischen Aspekten sind die energetische Effizienz und die Akustik zwei signifikante Kriterien um die Marktdurchdringung der Wärmepumpe zu erhöhen. Besonders in den Ballungsräumen ist es immer schwieriger, die bestehenden Vorschriften und Verordnungen zum Schallschutz einzuhalten. Neben Einzelkomponenten (Verdichter und Ventilator) wird die emittierte Schallleistung durch die Einbausituation der Komponenten, den Aufstellungsort der WP sowie durch deren Betrieb bestimmt. Für die Entwicklung von Schallminderungsmaßnahmen ist damit eine integrale Betrachtung des Wärmepumpensystems notwendig, um die Wirkzusammenhänge zu erfassen und gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. In diesem Beitrag wird ein ganzheitliches Konzept vorgestellt, welches die Ebenen der Komponente, der Geräteeinheit, des Gesamtsystems und der Anwendung berücksichtigt. Dazu werden emissionsverursachende Quellen mit ihren akustischen Eigenschaften identifiziert und gezielt in Bezug auf die Auswirkung auf das menschliche Gehör gehemmt. Neben der rein akustischen Bewertung werden in Probandenstudien psychoakustische Analysen durchgeführt. Im Rahmen des interdisziplinären Projektes LowNoise (Förderkennzeichen: 03EN4020A) werden darauf basierend Maßnahmen identifiziert und an einem akustisch-optimierter Prototypen umgesetzt.
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Organisation:
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| M. Scheffe, Deutscher Schwerhörigenbund - Fachreferat Barrierefrei |
| H. Seidler, TU Dresden, Fak. Medizin, HNO/ERCD |
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| 17:00 |
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Induktive Höranlagen heute - barrierefreie fest installierte Systeme
Matthias Scheffe
[Abstract]
Induktive Höranlagen sind seid vielen Jahrzehnten Standard in Veranstaltungsräumen, die über die Telefonspule im Hörgerät
der Hörgeschädigten ein
sauberes, gleichlautes und störungsarmes Signal bringen. Damit wird für Hörgeschädigte ein gutes Stück Barrierefreiheit
erreicht, auch wenn die Räume
wie z.B. Kirchen keine optimale Raumakustik zum Verstehen haben.
Mithilfe der Plattform Loopworks können heute Räume und Raumkombinationen mit komplexen System geplant werden, selbst
dann, wenn es widrige
Ausbreitungsbedingungen für die Magnetfelder gibt.
Spezielle digitale Schleifenverstärker lassen sich mit Netzwerktechnik überwachen und steuern. Ebenfalls über
Netzwerktechnik kann auch das Audio
digital in diese Verstärker eingespeist werden.
Dieser Standard ist heute sehr gut und wird in sehr vielen öffentlichen Räumen berücksichtigt. Für die Zukunft muss eine
ganze Menge geschafft
werden, um einen adäquaten neuen Standard zu den induktiven Höranlagen zu etablieren.
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| 17:20 |
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Höranlagen in öffentlichen Räumen: Notwendigkeit und Barrierefreiheit aus der Sicht von Schwerhörigen
Norbert Muth
[Abstract]
Die Notwendigkeit von Höranlagen in öffentlichen Räumen für sprachliche Darbietungen ergibt sich schon allein aus diesen Tatsachen:
1. Die räumliche Hörfähigkeit ist bei Schwerhörigen eingeschränkt bis überhaupt nicht mehr vorhanden, Störschall kann also nur unzureichend bis gar nicht mehr ausgeblendet werden. (siehe Cocktailpartyeffekt)
2. Bei einem notwendigen Störabstand von 15dB liegen die Hörgerätemikrofone praktisch immer außerhalb des Hallradius der Schallquelle, der STI liegt somit meist im unteren Drittel. Höranlagen blenden den Diffusschall und den Störlärm aus Publikum und Umwelt aus. Die verschiedenen Höranlagentechniken unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Barrierefreiheit und damit auch hinsichtlich der Akzeptanz durch die Betroffenen.
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| 17:40 |
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(FM-)Funksysteme als Höranlagen für Menschen mit Hörminderung
Stefan Lenke
[Abstract]
Dieser Beitrag vermittelt einen Überblick über Funksystemen, die zur Audioübertragung für Hörgeschädigte genutzt werden.
Die technischen Merkmale einiger im europäischen Markt verbreiteter Funksysteme werden verglichen und mit den Anforderungen schwerhöriger Menschen abgeglichen. Weiterhin wird ein Blick auf die Herausforderungen beim Betrieb solcher Systeme geworfen.
Diese Ausführungen sollen dem Zuhörer ein Verständnis für den Einsatz im Alltag verschaffen.
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| 18:00 |
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Höranlagen morgen - was erwartet uns?
Hannes Seidler
[Abstract]
Höranlagen sind für Hörgeräte- und CI-Träger nach wie vor ein essentiell wichtiges Hilfsmittel, um vor allem in öffentlichen Räumen zu verstehen und teil zu haben. Über viele Jahre begleiten uns induktive, Funk- und Infrarotanlagen. Mit den neuen technischen Möglichkeiten steht natürlich auch die Frage nach neuen Höranlagen. Viele Anforderungen, Wünsche und Limitierungen schränken die Lösungsmöglichkeiten ein und fokussieren derzeit auf wenige, funkbasierte Plattformen: WLAN und Bluetooth.
Gerade bei Bluetooth entwickeln sich neue Möglichkeiten, die den Einsatz in öffentlichen Räumen überhaupt erst möglich machen und lang geforderte Anwendungen erlauben. 2021 war das Jahr der Vereinbarungen und Definitionen. Aber was ist tatsächlich geplant und zu erwarten? Wie kann die Hörsystemtechnik von anderen Industriezweigen profitieren? Wann sind voraussichtlich welche Technologien verfügbar?
Eines sei vorweggenommen: die klassische Induktion ist mittelfristig immer noch eine verfügbare, funktionierende und zuverlässige Höranlage. 10 - 15 Jahre wird sie Hörgerätenutzern weiterhin helfen, zu verstehen.
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Sitzungsleitung:
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| S.C. Langer, TU Braunschweig, Institut für Akustik |
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| 14:00 |
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Auralization of radiated gearbox noise from a full-scale transaxle model using numerical vibro-acoustic transfer functions
Jan De Troij, Lucas Van Belle, Sjoerd Van Ophem, Jordi Marco I Jordan, Bart Blockmans, Bert Pluymers, Wim Desmet
[Abstract]
Due to the increasingly stringent noise exposure regulations as well as rising customer expectations, there is a growing need to incorporate, assess and
improve the vibro-acoustic behavior of products in early design stages. In transportation industry, the current ecological trends towards electrification and
light-weighting of vehicles also bring forth novel and formerly masked noise problems. Going beyond typical frequency domain analysis and providing an
audible prediction of the radiated noise, can add an extra dimension for the design engineer to assess the expected noise characteristics, without the need
for full-scale prototypes. In the context of gearbox noise, the current paper proposes combining time-domain drivetrain simulations with a frequency-domain
vibro-acoustic finite element model of a gearbox housing to determine audible sound pressure responses for the assessment of different bearing input forces
and housing design changes. To this end, simulated time-domain bearing force signals are filtered using vibro-acoustic frequency response functions
obtained from free-field sound pressure responses for a unit point force excitation of the gearbox housing at a bearing location. The proposed method models
the full chain from noise source to output and thus enables translating design changes into audible impressions of the resulting noise characteristics.
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| 14:20 |
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Sekundärschallimmissionen beim Tunnelvortrieb
Wolfgang Steinhauser, Peter Steinhauser, Michael Kettermann
[Abstract]
Beim Tunnelvortrieb in Bereich von Wohngebieten werden in der Regel die Sekundärschallimmissionen störender empfunden als die Erschütterungen.
Besonders ausgeprägt ist dies beim Sprengvortrieb in der Nacht, wo bei ungünstigen Bedingungen noch in Entfernungen von mehreren 100 m
Aufwachreaktionen hervorgerufen werden können. Wie Emissionsmessungen von verschiedenen Tunnelbaustellen zeigen, haben die unterschiedlichen
geologischen Bedingungen dabei merklichen Einfluss auf die Stärke der Sekundärschallimmissionen. Die zur Beurteilung dieser Sekundärschallimmissionen
von Bauarbeiten dienenden Richtlinien, RVS 04.01.11 und RVE 04.02.04 und die dabei verwendeten Beurteilungskriterien werden diskutiert, wie auch die
Aussagekraft der aus Schwinggeschwindigkeitsmessungen berechneten Sekundärschallpegel im Vergleich zu Schallpegelmessungen.
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| 14:40 |
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Viskoelastische Effekte im Schallwellendurchgang bei Elastomerkörpern
Jens Meier, Edgar Schmidtke, Lukas Schasse
[Abstract]
Elastomerbauteile zeigen in der Regel ein ausgeprägtes temperatur- und frequenzabhängiges mechanisches Verhalten, welches am Material zumeist durch scherende Belastungsmoden charakterisiert wird. Dieses spiegelt sich in den akustischen Eigenschaften wider, welches allerdings zusätzlich durch den Kompressionsmodul beeinflusst wird. Aufgrund der hohen reversiblen Verformbarkeit von Elastomeren können sich die akustischen Bauteileigenschaften als erheblich abhängig von statischen Vorlasten darstellen, insbesondere bei komplexeren Strukturen. Ursache dieser Effekte ist zum Einen die lastbedingte Geometrieänderung, zum Anderen die ausgeprägte Nichtlinearität des Materialverhaltens. Basierend auf geeignet gewählten quasistatischen sowie dynamischen Versuchen und entsprechender Stoffgesetze wird hier für einen Schallwellendurchgang solches Verhalten durch akustisch-strukturmechanisch gekoppelte Modellrechnungen simulativ nachgewiesen und die Anwendungsmöglichkeit in der Bauteileigenschaftsoptimierung beschrieben.
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| 15:00 |
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Messtechnische Ermittlung der Strukturintensität bei spritzgegossenen, faserverstärkten Kunststoffen
Dennis Netzband, Andreas Ujma, Elmar Mortizer
[Abstract]
Zur Effizienzsteigerung wird in Fahrzeugen eine zunehmende Anzahl an Bauteilen durch Leichtbauteile substituiert. Beispielsweise werden Innenraumkomponenten im Spritzgießprozess aus Thermoplasten hergestellt, die bei Bedarf mit Füllstoffen bzw. Fasern verstärkt werden. Die Verstärkung führt jedoch zu einer Steigerung der Schwingungsempfindlichkeit der Bauteile und einer Verschiebung der Resonanzfrequenzen in höhere Bereiche. Da höhere Frequenzen mit einer Abnahme der Hörschwelle einhergehen, können Störgeräusche eher wahrgenommen werden. Hinzu kommt, dass durch eine effiziente Kapselung sowie die Nutzung geräuscharmer Antriebe Störgeräusche nicht mehr maskiert werden. Um bei den Kunden einen verminderten Qualitätseindruck aufgrund der Störgeräusche zu vermeiden, sollte das akustische Verhalten bereits in frühen Entwicklungsprozessen in Untersuchungen einbezogen und optimiert werden.
In einem Forschungsprojekt werden mit Hilfe der Strukturintensität der geräuschverursachende Körperschall sowie seine Ausbreitungspfade bei spritzgegossenen, faserverstärkten Kunststoffstrukturen analysiert. Hierzu wurden Methoden weiterentwickelt, um die Pfade bei anisotropen Materialien sowohl messtechnisch als auch simulativ untersuchen zu können. Im Rahmen des Vortrags werden Möglichkeiten zur Beeinflussung der Körperschallpfade und Ihre Auswirkungen auf die abgestrahlten Störgeräusche aufgezeigt. Hierzu werden unterschiedliche Fasermaterialien, Ausrichtungen sowie Ihre Wechselwirkungen mit geometrischen Modifikationen betrachtet.
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| 15:40 |
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Vorgehen zur Charakterisierung und Modellierung von Mehrschichtbelägen
Steffen Hoffmann, Sebastian Rothe, Sabine C. Langer
[Abstract]
Dämpfende Beläge sind effiziente Maßnahmen zur Reduktion von Vibrationen an technischen Produkten. Sie können als einfach aufgebrachte oder
eingezwängte Beläge ausgeführt sein. Letztere zeichnen sich häufig durch eine gesteigerte Dämpfungswirkung aus. Häufig stellen Charakterisierung
und Modellierung der Mehrschichtbeläge (auch: Constrained-layer damping, kurz: CLD) ein komplexes Problem dar. In diesem Beitrag wird ein Vorgehen
zur Materialparameterbestimmung und darauf basierender Modellierung an generischen Strukturen vorgestellt.
Im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess sind numerische Simulationen körperschalltragender Strukturen von Bedeutung, um technische Produkte
akustikgerecht zu designen. Sollen hierbei dämpfende Mehrschichtbeläge berücksichtigt werden, stellen sich verschiedene Fragen bei der
Modellbildung, z.B. ob eine detaillierte Auflösung des Schichtaufbaus notwendig ist oder ein homogenisierender Ansatz ausreicht. Zudem muss häufig
frequenzabhängiges Verhalten berücksichtigt werden. Eine weitere Herausforderung ist hierbei die korrekte Bestimmung der Materialparameter des
Gesamtverbundes sowie der einzelnen Schichten, um diese in den Modellen verwenden zu können.
Untersuchungsgegenstand sind Aluminiumbalken unterschiedlicher Geometrie, die mit einer kommerziell eingesetzten CLD-Folie (3M Damping Foil
2552) beklebt werden. Durch vibroakustische Vermessung der Balken werden frequenzabhängige Biegesteifigkeiten und Verlustfaktoren bestimmt. Mit
Hilfe des Ross-Kervin-Unger-Modells werden die Parameter der Klebstoffschicht charakterisiert. Diese Datenbasis fließt schließlich in Finite-Elemente-
Modelle mit unterschiedlicher Modelkomplexität ein, um damit ein effizientes akustikgerechtes Design zu ermöglichen.
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| 16:00 |
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Simplifying the Extraction of Modal Parameters from Test Data using a Neural Network
Tim Kamper, Matthias Wegerhoff, Thiago Lobato, Roland Sottek
[Abstract]
Although experimental modal analysis (EMA) is a common tool in structural dynamics, it is still mostly performed by experts. To make it available to every
user, many challenges must be addressed throughout the process of planning the EMA, conducting the measurements, extracting the modal parameters,
and interpreting the results.
This paper focuses on the process step of parameter extraction in which the modal parameters (eigenfrequency, damping, and mode shape) are
estimated to fit the measured data. The Least Squares Complex Frequency Method (LSCF-Method) is a robust and efficient method widely used to
perform this task. However, it requires the user to interact and define input-parameters to gain reliable results.
Within the scope of this work a neural network, which assists the user to parametrize the LSCF-Method, was developed, trained, and tested.
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| 16:20 |
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Detecting Hip-Stem Implant Loosening by Deep Anomaly Detection using Structure Borne Sound
Lisa Krukewitt, Sascha Spors, Karl Völzer, Rainer Bader, Daniel Klüß
[Abstract]
Loosening of hip stem implants is a major reason for the revision of total hip replacements. Current diagnostic methods cannot detect a loosening in an early stage with high sensitivity and specificity. Previous analysis showed the potential of classifying a loosening by the analysis of extracorporeally captured structure borne sound.
For this purpose, an existing hip-stem implant was modified to house a mechanical oscillator which can be excited by an extracorporeal magnetic coil. The excitation system is directly located in the hip-stem implant thus allowing for in vivo monitoring of implant loosening. Experiments with four human femur bones from body donations have been conducted in a previous study. Results showed that the loosening can be detected almost certain using individual models and with high accuracy using a non-individual model trained with data from multiple individuals.
This contribution aims to discuss the generalization of the previously developed non-individual model. Data augmentation is used to emulate inter-individual variability and cross-validate the non-individual model. Alternative outlier detection strategies besides the previously applied mean average error method are evaluated.
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| 16:40 |
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Vorhersagemodell für vaskuläre Schäden durch Hand-Arm-Vibrationen – Gültigkeit und Überarbeitungsmöglickeiten
Magdalena Scholz, Anthony Brammer, Steffen Marburg
[Abstract]
Vibrationen, die von handgehaltenen Geräten auf das Hand-Arm-System des Nutzers übertragen werden, können zu gesundheitlichen Schäden führen. Zum Schutz vor diesen wurden Standards mit Grenzwerten für Schwingungen und die jeweilige Nutzungsdauer implementiert. Eine grundlegende hierbei ist die DIN EN ISO 5349-1. In dieser ist neben Grenzwerten und Messmethoden auch ein Modell beschrieben, mit welchem berechnet wird nach welcher Belastungsdauer in Jahren mit einer Vibration, die einen gewissen Beschleunigungswert aufweist, 10% der betrachteten Nutzergruppe von vaskulären Schäden betroffen sind. Für diese Berechnung wird der 8h energieäquivalente Beschleunigungswert genutzt, um die Vibration zu beschreiben, denen Arbeiter im Rahmen eines 8 stündigen Arbeitstages häufig von verschiedenen Geräten ausgesetzt sind. In verschiedenen Studien wird die Gültigkeit dieses Modells in Frage gestellt und 2017 wurde von Nilsson u.a. eine Meta-Analyse zu den gesundheitlichen Schäden durch Hand-Arm-Vibrationen veröffentlicht. Sowohl die Ergebnisse dieser Meta-Analyse, als auch die in anderen Studien beleuchteten Aspekte zeigen unbeantwortete Fragen und Unsicherheiten bezüglich des bestehenden Modells auf. Diese lassen sich unter anderem in die Themenbereiche Gültigkeit für verschiedene Vibrationsarten und sinnvolle Überarbeitung des Modells gliedern. Diese werden in diesem Beitrag betrachtet.
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Sitzungsleitung:
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| K.-W. Hirsch, Cervus Consult GmbH |
| M. Trimpop, Institut für Lärmschutz GmbH |
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| 13:40 |
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Anwendbarkeit der DIN ISO 9613-2 auf Schießlärm
Mattias Trimpop, Ronald Waßen
[Abstract]
Wie in den letzten Jahren bereits mehrfach dargestellt, ist die ISO 9613-2 nicht für die Prognose von Schießlärm geeignet. Trotzdem werden regelmäßig aufgrund von bestimmter Randbedingungen, Prognosen von Schießlärm unter Anwendung der ISO 9613-2 erstellt. Dabei sind bei den von uns erstellen Prognosen in den letzten Jahren mehrfach Geometrien bzw. Situationen aufgetreten, die teils zu völlig unrealistischen Ergebnissen führen und an denen die Problematik der ISO 9613-2 sehr gut sichtbar wird.
Einige dieser Konstellationen werden beispielhaft vorgestellt und diskutiert.
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| 14:00 |
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Meteorologische Korrektur in Prognosemodellen für tieffrequente Schallimpulse
Karl-Wilhelm Hirsch
[Abstract]
Tieffrequente Schallimpulse, beispielsweise Waffenknalle und Sprengungen, gehören zu den Geräuschquellenarten, die die DIN ISO 9613-2 in ihrem Anwendungsbereich ausdrücklich ausschließt. Für die Lärmprognose in der Nachbarschaft ihrer Schießplätze hat die Bundeswehr deshalb ein eigenes Prognosemodell für diese Knalle entwickelt. Dieses Modell lehnt sich an die DIN ISO 9613 an, führt aber da, wo ihre Verfahren nicht hinreichend zuverlässig sind, Geräuschquellenart-spezifische Ansätze ein.
Ein solcher Ansatz ist die meteorologische Korrektur Dmet, das das Cmet der DIN ISO 9613 ersetzt. Das Dmet ist ein empirischer Ansatz für tieffrequente Waffenknalle, der aus der Windkomponente in Schallausbreitungsrichtung knallspezifisch und unter Berücksichtigung des Abstands eine positive oder negative Korrektur vorgibt. Dieser Ansatz stammt aus dem Jahr 1989 und gründet sich auf die damals zur Verfügung stehenden Pegel- und Wettermessungen.
Inzwischen sind erhebliche Fortschritte beim Verständnis des Einflusses des Wetters auf die Schallausbreitung gerade bei größeren Anstanden gemacht worden. Das Konzept des so genannten Schallwetters berücksichtigt Wind- und Temperaturprofile, um konkrete Pegelerhöhungen bzw. Pegelerniedrigungen auszurechnen.
Der Beitrag vergleicht die Korrektur des Modells der Bundeswehr mit den Ergebnissen des Schallwetters. Es stellt sich heraus, dass der alte Ansatz überraschend zuverlässig ist. Allerdings ergeben sich signifikante Abweichungen, die in einer Fortschreibung des Modells der Bundeswehr berücksichtigt werden sollten.
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| 14:20 |
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Akustische Aspekte bei der Errichtung und Ertüchtigungen von Schießanlagen der Bundeswehr
Frank Hammelmann, Christian Kleinhenrich, Karl-Wilhelm Hirsch, Guido Schäfer
[Abstract]
Schießanlagen (Standortschießanlagen, Hallenschießanlagen) sind ein unabdingbarer Teil der Ausbildungsanlagen, auf denen die Bundeswehr ihre Streitkräfte in der Handhabung und den Gebrauch von Handfeuerwaffen ausbildet und auf Einsätze vorbereitet.
Bei der Errichtung bzw. der baulichen Anpassung dieser Anlagen an neue Ausbildungs- und Übungsszenarien steht die Deckung des militärischen Bedarfs naturgemäß an erster Stelle, denn das ist der Zweck dieser Anlagen. Die Auslegung erfolgt dann hinsichtlich der inneren und äußeren Schießsicherheit. Die Anlage muss durch bauliche Maßnahmen gewährleisten, dass das Schießen auf den Anlagen für das Personal sicher und eine Gefährdung der Nachbarschaft ausgeschlossen ist.
In der Fortschreibung der baufachlichen Richtlinien der Bundeswehr, nach der die Anlagen gebaut werden, spielt nun auch zunehmend die Akustik eine Rolle mit zwei unterschiedlichen, aber gleichrangigen Zielen. Die Anlagen sollen so errichtet werden, dass (1) die Geräuschbelastung des Gehörs des Personals und dass (2) die Lärmbelastung der Anlieger*innen so gering wie möglich ist. Die Anlagen sollen bereits in der Planungsphase diese beiden Aspekte berücksichtigen. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass die Anlagen wirtschaftlich, sicher und umweltverträglich sind.
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| 14:40 |
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Fortschritte in der Berechnung von Walddämpfungen
Mattias Trimpop, Georg Reitz
[Abstract]
Rund um und auf Truppenübungsplätzen sind in der Regel eine Vielzahl von Waldbeständen vorhanden. Diese erfüllen durch die besondere Struktur und einen zielgerichteten Aufbau vorrangig die besonderen Anforderungen der militärischen Nutzung. Vor allem die Staub-, Sicht- und Lärmschutzfunktionen der Wälder schützen das zivile Umfeld vor unerwünschten Auswirkungen des militärischen Übungsbetriebs.
Ziel der forstlichen Pflegemaßnahmen in den Waldbeständen ist es, diese Funktionen durch geeignete Baumartenwahl und Optimierung der Bestandesstrukturen zu fördern. Dazu wurde in den letzten Jahren ein Walddämpfungsmodell entwickelt, bei dem aus forstlichen Parametern auf die akustische Durchlassdämpfung eines Waldbestandes geschlossen werden konnte. Weiterhin wurde eine Methode entwickelt, mit der die akustische Gesamtdämpfung mehrerer hintereinanderliegender Bestände prognostiziert werden kann. Beide Modelle wurden inzwischen im Lärmmanagementsystem auf Truppenübungsplätzen der Bundeswehr implementiert. Für die Beurteilung von waldbaulichen Maßnahmen in militärischen Funktionswäldern hinsichtlich deren Auswirkungen auf die Schalldämpfung sind jedoch noch weitere Definitionen nötig, um aus der Fülle der Variationsmöglichkeiten auf einfache, nachvollziehbare Aussagen schließen zu können.
Der Vortrag stellt die Modelle wie auch die weiteren nötigen Definitionen kurz vor und zeigt die Anwendung an einem Beispiel.
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| 15:00 |
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Zur Reproduzierbarkeit von quellnahen Schießlärmmessungen zur Beurteilung des Gehörschädigungsrisikos
Christian Kleinhenrich, Philipp Bechtel, Tobias Langenbucher, Carsten Hudasch, Karl-Wilhelm Hirsch
[Abstract]
Untersuchungen zeigen, dass die ausschlaggebende Kenngröße zur Beurteilung der Gehörgefährdung durch hochenergetische Impulsschalle nicht allein der Spitzenschalldruck ist, sondern viele Eigenschaften des gesamten Schalldruckzeitsignals des Impulses eine maßgebliche Rolle spielen.
Zur Untersuchung der Auswirkung von Mündungsknallen von Handfeuerwaffen auf das Gehör wird häufig der Schalldruckzeitverlauf in Entfernungen größer gleich 80 cm von der Mündung an mehreren Messpositionen aufgezeichnet. Seit 2021 steht als Regelwerk dazu die ISO 17201 Teil 6 ”Geräuschexposition im Nahbereich der Geräuschquelle” zur Verfügung. Für die so aufgezeichneten Signale können Gehörgefährdungsprognosen anhand unterschiedlicher etablierter Verfahren berechnet und anschließend eine Anzahl unbedenklicher Schüsse abgeleitet werden. Es ist gängige Praxis, durch Wiederholung des Messvorgangs, bei ansonsten unveränderten Randbedingungen, das Vertrauensniveau der Untersuchung zu erhöhen.
Waffenknalle gelten als sehr gut reproduzierbar. Allerding ist bei den Messungen zu beobachten, dass bei der realitätsnahen Versuchsdurchführung mit Schützen oder Schützinnen der Quellort zwangsläufig variiert. Im vorgestellten Beitrag werden die Auswirkungen der Variationen von Ort und Ausrichtung der Quelle auf die zu ermittelnden Gehörgefährdungsprognosen diskutiert. Dabei wird insbesondere untersucht, wie robust die beiden ausgewählten Prognoseverfahren nach Pfander und nach dem AHAAH-Modell gegenüber derartigen Messunsicherheiten sind. Hierzu werden sowohl theoretische als auch praktische Untersuchungen vorgestellt.
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| 15:20 |
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Untersuchung der Dämmwirkung ziviler Jagdschalldämpfer
Philipp Trabert, Karl-Wilhelm Hirsch, Steffen Kreikemeier, Markus Kallinger
[Abstract]
Schalldämpfer für Handfeuerwaffen sind im zivilen Bereich essenziell um das Gehör des Schützen und des Hundes zu schützen sowie das Wild nicht
unnötig zu beunruhigen. Des Weiteren ermöglichen Schalldämpfer die Einhaltung der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung.
Dementsprechend ist eine sachgerechte Untersuchung und Beurteilung eines Schalldämpfers notwendig.
Aktuell existiert kein genormtes Beurteilungs- bzw. Bewertungsverfahren für zivile Jagdschalldämpfer. Die derzeit gängigen Methoden beschränken
sich meist auf die Angabe des im Nahfeld der Quelle erhobenen Spitzenschalldruckpegels. In dieser Untersuchung wurden Emissionsdaten von Schalldämpfern unterschiedlicher Konstruktionsweisen und Kaliber nach den Vorgaben der DIN
EN ISO 17201-1:2019-06 erhoben.
Die Ergebnisse zeigen, dass die DIN EN ISO 17201-1:2019-06 ebenfalls für die Quelldatenerhebung ziviler Jagdschalldämpfer anwendbar ist. Der
Schalldämpfer hat unter anderem einen signifikanten Einfluss auf die Richtcharakteristik der Waffe. Dieser Einfluss wird bei der Erhebung des
Spitzenschalldruckpegels nicht berücksichtigt. Es wird aufgezeigt, dass der Spitzenschalldruckpegel keine aussagekräftige Größe zur Bewertung und Charakterisierung der Dämmwirkung eines
Schalldämpfers ist. Bei der Betrachtung der Wirksamkeit eines Schalldämpfers muss generell zwischen physikalischer Dämmwirkung und der
Gehörbelastung differenziert werden. Somit werden ebenfalls geeignete Bewertungs- und Vergleichsgrößen wie der Schallenergiepegel und
Gehörschädigungsprognoseverfahren diskutiert.
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Sitzungsleitung:
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| L. Enghardt, DLR, Abteilung Triebwerksakustik, Berlin |
| J. Lindmaier, Umweltbundesamt |
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| 17:20 |
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Langzeit-Messkampagne von Vorbeifahrtpegeln von Binnenschiffen
Svenja Sommer, Patrick Wagner, Thomas Taubenheim
[Abstract]
An der Bundesanstalt für Gewässerkunde wurde eine Messeinrichtung zur automatisierten Erfassung von Vorbeifahrtpegeln der Binnenschifffahrt entwickelt. Sie kam im Herbst/Winter 2021/2022 im Rahmen einer Langzeit-Messkampagne in der Nähe von Kalkar in Nordrhein-Westfalen erstmalig zum Einsatz. Der Messstandort befand sich unmittelbar am Ufer des Niederrheins, dem meistbefahrenen Binnenwasserstraßenabschnitt Deutschlands. Bei der mehrmonatigen Datenerhebung konnte ein großes Spektrum an Schiffstypen unter unterschiedlichen Wetterbedingungen schallmesstechnisch erfasst werden, wobei die Schiffe die Messstelle aufgrund der breiten Fahrrinne des Niederrheins in unterschiedlichen Entfernungen passierten. Neben den frequenzaufgelösten Schallspektren wurden weitere Parameter wie der Schiffstyp, die -größe und Fahrgeschwindigkeit über Grund erfasst. Zusätzlich wurden meteorologische Messungen durchgeführt. In diesem Beitrag wird zum einen der Datensatz hinsichtlich verschiedener Parameter analysiert, zum anderen der Schallleistungspegel der vorbeifahrenden Schiffe sowohl auf Basis des Einzelereignispegels als auch auf Grundlage des maximalen Vorbeifahrtpegels berechnet und verglichen. In Verbindung mit einem Fließmodells des Rheins wurden die Fahrgeschwindigkeiten im Wasser abgeleitet und untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Fahrgeschwindigkeit und Schallemission des Schiffes besteht.
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| 17:40 |
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Lärmminderungspotential elektrifizierter Luftfahrtantriebe
Lars Enghardt, Thomas Geyer
[Abstract]
Der stetige Anstieg des Luftverkehrsaufkommens bei gleichzeitiger, sehr begründeter Forderung nach deutlich zu reduzierendem Treibhausgasausstoß zum Schutz des Klimas macht die Forschung nach neuen, emissionsärmeren Luftfahrtantrieben zum weiteren Erhalt der weltweiten Mobilität vor allem für die zivile Luftfahrt notwendig. Solche Antriebe basieren beispielsweise auf hybrid-elektrischen oder rein elektrischen Konzepten, sind entsprechend technisch komplex und benötigen ein hohes Maß an intelligenter Regelungstechnik für einen effizienten und sicheren Betrieb. Am neuen DLR-Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe in Cottbus werden derartige Antriebskonzepte wissenschaftlich erforscht, wozu auch die bei verschiedenen Flugzuständen auftretenden Schallquellen und -ausbreitungswege gehören.
Um das Lärmminderungspotential neuartiger elektrifizierter Luftfahrtantriebe zu bewerten, soll in einem Gedankenexperiment die Schallentstehung an einem Flugzeug mit einem klassischen Luftfahrtantrieb mit der an einem neuartigen Flugzeug, bei dem das Turbofantriebwerk durch ein elektrisches Antriebssystem gleicher Leistung ersetzt wird, verglichen werden. Dabei werden neben dem sich bietenden Lärmminderungspotential auch mögliche Problemstellungen aufgezeigt. Überdies wird im Beitrag auf weitere Konzepte eingegangen, die in Zukunft zu einer zusätzlichen Lärmminderung neuer, elektrisch angetriebener Flugzeuge beitragen können.
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| 18:00 |
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Sachstand der UBA-Aktivitäten/Forschungsvorhaben in Zusammenhang mit einer möglichen Novellierung des Fluglärmgesetzes
Jörn Lindmaier, Juliane Bopst
[Abstract]
Gemäß dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm (FluLärmG) von 2007 wurde dem Deutschen Bundestag von der Bundesregierung im Jahre 2017 Bericht über die Wirkung dieses Gesetzes erstattet. Hierbei sollte insbesondere erörtert werden, ob das FluLärmG noch dem Stand der Lärmwirkungsforschung und der Luftfahrttechnik entspricht, ob es die gesetzten Ziele - eine deutliche Verbesserung des Fluglärmschutzes - erreicht hat und wie es sich im praktischen Vollzug bewährt hat. Auch wenn nach diesem Bericht politisch noch nicht entschieden wurde, inwiefern das FluLärmG erneut novelliert werden solle, so hat das Umweltbundesamt (UBA) einige Aktivitäten insbes. Forschungsvorhaben in die Wege geleitet, um eine etwaige Novellierung vorzubereiten. Ergänzend zum Fluglärmbericht des UBA von 2017 (aufbauend auf dem diesbezüglichen Forschungsvorhaben) hat das UBA vor allem ein Vorhaben zur Fortentwicklung der Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen (AzB) für zivile sowie eines bezüglich militärischer Luftfahrzeuge konzipiert und vergeben. Nach Abschluss des ersten diesbezüglichen Vorhabens sind nun Vergleichsberechnung eines Datenerfassungssystem (DES) nach aktueller AzB sowie auf der nach diesem Vorhaben erarbeiteten Gruppierungsstruktur und Datenbasis (”AzB21”) beauftragt worden. In diesem Vortrag wird über den Sachstand dieser Vorhaben berichtet.
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Sitzungsleitung:
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| T. Myck, Umweltbundesamt |
| J. Bopst, Umweltbundesamt |
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| 9:00 |
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Beurteilung der Modellierung der Geräuschemissionen von Luftfahrzeugen in Berechnungsverfahren
Thomas Myck, Berthold Vogelsang
[Abstract]
Die Geräuschbelastung durch den Flugbetrieb an einem Flughafen wird im Allgemeinen berechnet. Maßgebliche Eingangsgrößen in das
Berechnungsverfahren sind die Flugstreckenverläufe und die Anzahl der Flugbewegungen. Insbesondere für die Beurteilung zukünftiger
Flugbetriebssituationen werden Luftfahrzeuge mit ähnlichen Geräuschimmissionen in Gruppen zusammengefasst. Aufgrund der fortschreitenden
technischen Entwicklungen ist von Zeit zu Zeit eine Aktualisierung der flugbetrieblichen und akustischen Daten der Luftfahrzeuge erforderlich. So wurden
die Luftfahrzeugdaten für die ”Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von Flugplätzen, BUF” im Jahr 2021 fortgeschrieben. Dabei erhebt sich die
Frage, wie realistisch diese Daten den aktuellen oder auch zukünftigen Flugbetrieb abbilden. Zur Beantwortung dieser Frage werden sowohl Kriterien für
die Bildung und Anwendung von flugbetrieblichen und akustischen Luftfahrzeugdaten dargestellt als auch die Auswirkungen der neuen
Luftfahrzeugdaten der BUF an verschiedenen Beispielfällen aufgezeigt. Dabei wird auch auf den Einfluss einzelner dominierender Luftfahrzeugtypen an
einem Flughafen auf das Berechnungsergebnis eingegangen. Auf dieser Grundlage werden Empfehlungen für eine praxisgerechte Anwendung die
aktuellen Luftfahrzeugdaten der BUF gegeben.
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| 9:20 |
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Grenzen und Nutzen der Verwendung von Radarspuren bei der Berechnung der Geräuschbelastung in der Umgebung von Flugplätzen
Juliane Bopst, Berthold Vogelsang
[Abstract]
Die Nutzung von Radardaten zum Zwecke der Fluggeräuschberechnung ist etabliert - gleichwohl nicht standardisiert. Radardaten liefern die hierfür
erforderliche dreidimensionale Trajektorie des Luftfahrzeugs als Funktion der Zeit und als redundante Information die Geschwindigkeit. Je nach Ursprung
sind die ”Rohdaten” zunächst aufzubereiten, das umfasst die Extrapolation fehlender Flugbahnsegmente zur Landebahn, die Glättung von Ausreißern
sowie die Geschwindigkeitsmodellierung in Bodennähe. Entsprechend den Randbedingungen der zu verwendenden Berechnungsmethode werden
Stützpunkte generiert, die die Flugspur nachbilden. Da sich die lärmrelevante Schubsetzung nur indirekt und ungenau aus Radardaten ableiten lässt,
müssen Flugspurdaten zur Ermittlung der Geräuschemission mit Leistungsdaten bestehender Flugprofile kombiniert werden. Es ist dem Anwender
überlassen, ob neben den Flugwegkoordinaten auch Flughöhe und Geschwindigkeit aus Radardaten oder dem Flugprofil herangezogen werden.
Hinsichtlich der Genauigkeit bei der Berechnung zeitbasierter Pegel ist die Messanlageneinstellung nach DIN45643 von Bedeutung. Abhängig von der
Höhe des Schwellenpegels und der zu überschreitenden Mindestdifferenz von Maximal- und Schwellenpegel werden bestimmte Fluglärmereignisse nicht
erkannt oder nur unvollständig erfasst. Dies wirkt sich auf den Dauerschallpegel aus - im letzten Fall durch eine Unterbewertung des
Schalldruckexpositionspegels. In diesem Beitrag sollen die Auswirkungen der Wahl der Flugprofilparameter analysiert und der Einfluss der
Messanlageneinstellung auf Pegelgrößen dargestellt werden sowie die Berücksichtigung dessen in verschiedenen softwaretechnische Realisierungen.
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| 9:40 |
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Einfluss von verschiedenen Betriebsparametern auf die Fluglärmimmission in großen Entfernungen
Jason Blinstrub, Till Raitor, Rainer Schmid
[Abstract]
In den letzten Jahren sind Bestrebungen im Gange, Tages- bzw. Nachtdauerschallpegel in der Größenordnung von 40 bzw. 30 dB auszuweisen, was insbesondere auch an den von der WHO empfohlenen niedrigen Lärmgrenzwerten liegt. Problematisch hierbei ist, dass der Dauerschallpegel stark durch die Bewegungshäufigkeit beeinflusst wird. An einem Flughafen mit vielen Bewegungen treten diese geringen Dauerschallpegel dementsprechend erst in Bereichen auf, die 40-50 km vom Startrollpunkt entfernt sind. Auf Grund der niedrigen Maximalpegel können jedoch in dieser Entfernung keine automatischen Fluglärmmessstationen mehr betrieben werden, so dass berechnete Pegelwerte nicht mehr validiert werden können und entsprechend unsicher sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die lokalen Pegelgradienten in großen Entfernungen sehr klein sind. Daraus folgt, dass bereits eine kleine Änderung im berechneten Pegel zu einer verhältnismäßig großen Änderung der Konturfläche führen kann. Um in Zukunft auch geringe Dauerschallpegel ausweisen zu können, muss die Qualität der Lärmberechnung in großen Entfernungen zum Flughafen erhöht werden. Dazu muss zunächst untersucht werden, welche Betriebsparameter überhaupt einen Einfluss auf die Immissionsberechnung haben. In diesem Beitrag wird daher der Einfluss von verschiedenen Betriebsparametern untersucht. Der Fokus liegt auf den Einfluss der Meteorologie und der lateralen Positionsungenauigkeit. Zusätzlich wird der Einfluss von Startverfahren und der Auslastung untersucht.
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| 10:20 |
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Entwicklung der Fluglärmsituation in Deutschland bis zum Jahr 2050
Rainer Schmid, Wolfgang Grimme, Marc Gelhausen, Jason Blinstrub
[Abstract]
Beispielhaft wird anhand von drei Flughäfen die Entwicklung der Fluglärmimmission in Deutschland bis zum Jahr 2050 aufgezeigt, um politische Ziele
(wie z. B. ACARE Flightpath 2050 Goals) überprüfen zu können.
Dafür werden typische Verkehre für das Jahr 2019 für einen generischen Einbahnflughafen mit 120 000 Flugbewegungen und für einen Zweibahn- sowie
für einen Dreibahnflughafen mit jeweils 450 000 Flugbewegungen von realen deutschen Flughäfen abgeleitet. Diese Verkehre werden jeweils für sieben
Szenarien (für unterschiedliche Verkehrsentwicklungen) bis zum Jahr 2050 prognostiziert. Auf Basis der neu vorgeschlagenen Datensätze für die AzB
(Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen) werden die gewichteten Dauerschallpegel LDEN in 5-Jahresschritten berechnet und die von
Isolinien eingeschlossenen Flächen hinsichtlich der Fluglärmentwicklung analysiert.
Diese Untersuchungen finden im Rahmen des DLR-Projekts FLUID-21 ”Entwicklung der Fluglärmsituation in Deutschland im 21. Jahrhundert” statt.
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| 10:40 |
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Auralization with linked atmospheric and urban noise propagation models
Philipp Schäfer, Lennart Reich, Michael Vorländer
[Abstract]
A typical approach when simulating sound propagation in complex scenes is using the concept of geometrical acoustics. Every simulation framework is based on certain assumptions, which are limiting the scenarios they can be applied to. At DAGA 2021, we presented two frameworks. The Atmospheric Ray Tracing framework allows the simulation of curved sound propagation paths considering the inhomogeneity and movement of the atmosphere and a ground reflection. It is designed for the purpose of aircraft noise auralization. On the other hand, the image edge model is used to simulate straight paths in urban areas considering higher order reflections and diffraction.
In this contribution, we present a method for combining both approaches. The goal is to consider the aforementioned propagation effects of both frameworks. This is of particular interest for the auralization of aircraft flyovers close to residential areas.
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Organisation:
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| U. Reichart, DEGES, Berlin |
| S. Höbald, Autobahn GmbH des Bundes |
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| 15:40 |
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Automatisierte Erkennung von vergleichbaren Vorbeifahrten von Straßenfahrzeugen im laufenden Verkehr
Yvonne Büdding, Jochen Krimm, Holger Marschner, Holger Techen
[Abstract]
Die Lärmbelastung in Städten ist zum einen abhängig von der Menge und Art der am Verkehr beteiligten Fahrzeuge und zum anderen vom akustischen
Verhalten der Stadt als schallfeldbestimmende Größe.
Zur Homologation von Fahrzeugen existieren standardisierte Tests wie die Vorbeifahrt nach DIN ISO 362-1-2017-10, welche die Fahrzeugakustik unter
definierten Umgebungsbedingungen charakterisieren. Die Ergebnisse sind auf den realen Straßenverkehr nicht übertragbar, da in Städten keine
Freifeldbedingungen herrschen und ein gänzlich anderes Bewegungsprofil auftritt.
Dass der vorhandene Verkehr als repräsentatives Eingangssignal zur Schallfeldcharakterisierung genutzt werden kann, zeigen vorangegangene
Forschungen der Frankfurt University und der BAST. Dazu ist eine große Zahl vergleichbarer Vorbeifahrten erforderlich. Um den Arbeitsaufwand gering
zu halten, eignet sich eine automatisierte Erkennung der Vorbeifahrten. Diese wird durch Filterung der Fahrgeräusche und anschließender Ermittlung der
lokalen Pegelmaxima ermöglicht. Anschließend werden die ausgegebenen Vorbeifahrten auf weitere Störfaktoren und auf annähernde Gleichheit der
Pegel und Frequenzen bezüglich des zeitlichen Verlaufs untersucht.
Als Ergebnis erhält man vergleichbare Vorbeifahrten von Straßenfahrzeugen im laufenden Verkehr, die verschiedene urbane Räume einer Stadt
repräsentieren. Diese referenzierten Vorbeifahrten können nun als Eingangssignal genutzt werden, um die akustischen Effekte von Gebäuden im
Zusammenhang mit Straßenverkehr im städtischen Bereich genau zu untersuchen.
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Sitzungsleitung:
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| M. Jäcker-Cüppers, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) |
| C. Beckert, MLU Sachsen-Anhalt |
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| 9:00 |
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Lärmschutz an Straßen in Baden-Württemberg
Christopher Stange
[Abstract]
Lärmaktionspläne der Städte und Gemeinden haben sich über die bisherigen Runden der Lärmaktionsplanung zu einer
wichtigen Säule der
Lärmschutzstrategie Baden-Württembergs entwickelt. Das Land misst den Lärmaktionsplänen eine Bindungswirkung
gegenüber den für die
Maßnahmenumsetzung zuständigen Fachbehörden bei und setzt sich dafür ein, dass vorhandene
Handlungsmöglichkeiten im Interesse der
Lärmbetroffenen ausgeschöpft werden. Dabei wird in besonderer Weise berücksichtigt, dass Lärmpegel über 65 dB(A)
tagsüber und 55 dB(A) nachts
aus Sicht der Lärmwirkung in einem gesundheitskritischen Bereich liegen. Ergänzt werden die kommunalen Lärmaktionspläne durch das Lärmsanierungsprogramm für Bundes- und Landesstraßen
sowie verschiedene
Förderprogramme für den Lärmschutz an kommunalen Straßen. Durch zahlreiche umgesetzte lärmmindernde
Maßnahmen wie
Geschwindigkeitsbeschränkungen, lärmmindernde Fahrbahnbeläge und Lärmschutzbauwerke konnten so in den letzten
Jahren zahlreiche Menschen
entlastet werden. Werden Stadt-, Straßenraum- und Mobilitätsplanung zusammen gedacht, profitiert davon auch der Lärmschutz. Das Land
unterstützt die Kommunen
gezielt bei der Erstellung integrierter Planungen, um über die isolierte Betrachtung von Lärmbrennpunkten hinaus zu einer
klimaschonenden und
stadtverträglichen Verkehrsentwicklung mit dem Ziel lebendiger und verkehrsberuhigten Ortsmitten beizutragen.
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| 9:20 |
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Auslösewerte – Lärmsanierungswerte – Lärmvorsorge: Wo kann die Reise hingehen?
Jochen Richard
[Abstract]
Als Auslösewerte für die Aufstellung des Lärmaktionsplans wurden zunächst häufig die Wertepaare 70/60 dB(A) ganztags/ nachts verwendet, um Bereiche mit besonders hohen Lärmpegeln zu identifizieren. Zwischenzeitlich wird jedoch in den meisten Lärmaktionsplänen das Wertepaar 65/55 dB(A) für hohe, bereits deutlich gesundheitsschädigende Pegel verwendet, 70/60 dB(A) wird dann ggf. noch zur Prioritätensetzung herangezogen. In den letzten Jahren wurden die Pegel zur Lärmsanierung kontinuierlich zurückgenommen und liegen heute teilweise unter 65/55 dB(A). Es stellt sich damit die Frage, ob die Verwendung der Auslösewerte 65/55 dB(A) in der 4. Runde der Lärmaktionspläne noch ange-messen ist, woraus sich als Folge die Frage stellt, wie diese ehrgeizigeren Lärmschutzziele in der Praxis erreicht werden können. Das wird nur zu erreichen sein, wenn sich ein integrierter, ganzheitlicher Planungsansatz, der auch ”benachbarte” Planwerke und Lösungsansätze einbezieht, zukünftig durchsetzt. Gleichzeitig ist ein Trend zu erkennen, der einerseits fordert, die Lärmvorsorgewerte weiter zu reduzie-ren (z. B. WHO) und andererseits die bestehenden Lärmvorsorgewerte nach oben öffnet (z. B. Urbanes Gebiet, Bestrebungen Innenpegel als maßgeblichen Wert). Die Entwicklung der Grenz- und Auslösewerte in den vergangenen Jahren sollen dargestellt werden und denkbare Lösungsansätze diskutiert werden.
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| 9:40 |
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A new diffractor to reduce traffic noise
Ysbrand Wijnant
[Abstract]
A new diffractor to reduce traffic noise Despite the use of noise barriers and silent roads, traffic noise has become one of the major causes of annoyance. In this respect, it is fortunate that also, so-called, noise diffractors have now been accepted in the Dutch legislation as a legal means to mitigate traffic noise. Diffractors bend noise upwards, creating a shadow zone behind the diffractor. Diffraction can be accomplished by quarter-wavelength resonators, placed either within the ground but also mounted on top of a (low height) noise barrier. In this paper, we describe a numerical model for a diffractor mounted on a noise barrier. The model is used to calculate the scattered noise in the proximity of the diffractor allowing for noise sources also at larger distances from the diffractor. The acoustic pressure and particle velocity on the outer boundary of the computational domain are subsequently used in the Kirchhoff-Helmholtz integral to evaluate the pressures in the far field. We discuss the quarter-wavelength diffractor but also introduce a new, reflection-type, diffractor. The advantages of such a diffractor is the simpler design and the more direct response to the incoming sound waves. Y.H. Wijnant
4Silence B.V.
University of Twente
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Sitzungsleitung:
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| U. Reichart, DEGES, Berlin |
| S. Höbald, Autobahn GmbH des Bundes |
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| 14:00 |
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Überwachung der akustischen Qualität des Straßennetzes mittels Reifen-Torus-Messungen (ATM)
André Hinträger, Alexander Attenberger, Jan Gebhardt, Lars Schade, Wolfram Bartolomaeus
[Abstract]
Etwa Dreiviertel der Bundesbürger fühlen sich durch den Straßenverkehrslärm gestört oder belästigt. Die dominierende Lärmquelle ist das
Reifenrollgeräusch. Als Torusgeräusch kann dieses auch im Inneren eines Rad-Reifens gemessen werden. Die Idee hierfür stammt aus den 80er Jahren
von Dr. Oskar Bschorr.
In den Sommermonaten wurden Dienstfahrzeuge am LfU mit sogenannten akustischen Torus-Messsystemen (ATMS) ausgestattet und mittels
Flottenversuch die akustische Qualität von insgesamt ca. 3850 Fernstraßen-km in Bayern untersucht. Die Resultate wurden mit den bautechnischen
Eigenschaften der Deckschichten aus dem Bayerischen Straßeninformationssystem (BAYSIS) verglichen. Begleitend fanden an ausgewählten Orten
statistische Vorbeifahrt-, Nahfeld- und Texturmessungen statt. Darüber hinaus wurden am Prüfstand Fahrzeug/Fahrbahn der BASt die Einflussgrößen
Geschwindigkeit, Fülldruck des Reifens und statische Radlast untersucht. Als ausschlaggebende Einflussgröße wurde die Wellenlänge der prägenden
Textur einer Deckschicht identifiziert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde der Entwurf einer Technischen Prüfvorschrift für akustische Torus-Messungen
(TP ATM) verfasst.
In dem Vortrag wird der aktuelle Stand der Entwicklung des ATMS vorgestellt und gezeigt, dass mit akustischen Torus-Messungen die Qualität von
Deckschichten effizient und kostengünstig erfasst werden kann. Ein möglicher Schritt in Richtung ”Real Driving Emissions” beim Straßenverkehrslärm im
Außerortsbereich.
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| 14:20 |
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Web-based Auralization of Noise Protection Measures in Urban Living Spaces
Bernhard Fiedler, Jonathan Millitzer, Christian Weigel, Valentin Mees, Alexander Loos, Wolfgang Lorenz, Christoph Sladeczek, Joachim Bös
[Abstract]
Noise is one of the greatest health hazards for people in industrialized countries. Noise assessment is based on long-term evaluations of
standard sound sources, which have little relation to real short-term sound events. Before the implementation of planning and cost-
intensive noise protection measures, their effectiveness is evaluated and analyzed visually and with the help of numerical simulations.
Since the perception of noise is highly individual, the effect of noise protection measures can only be conveyed to a limited extent
without auralization. For the realistic auralization of noise situations with noise protection measures in urban living spaces, a web-based
application was realized. Based on an AI-supported evaluation of satellite images, the noise situation to be made audible is automatically
analyzed and prepared for an object-based auralization. In addition to a noise source and a listening position, the position of a virtual
noise protection measure can be defined in the software tool. For three states initial noise situation (1), noise situation considering a
passive noise barrier (2) and an active noise barrier with active noise control (3), the auralization is calculated and provided. By showing
an example, the use of the auralization application is illustrated and noise reduction potentials are shown.
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| 14:40 |
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Horizontalschleifen von Straßendeckschichten als ressourcenschonende Maßnahme zur Geräuschminderung
Manuel Männel, Nikolas Kirchhoff, Johann Eicher
[Abstract]
Geräuschmindernde Straßendeckschichten liefern einen wichtigen Beitrag zum Verkehrslärmschutz. Es wird jedoch beobachtet, dass die Reifen-Fahrbahn-
Geräusche auf der überwiegenden Mehrzahl von geräuschmindernden Deckschichten im Verlaufe des Betriebs - über mehrere Jahre hinweg - zunehmen. Dies
kann häufig auf eine Veränderung der Oberflächenrauigkeit, insbesondere der Makrotextur, zurückgeführt werden. Es wurde deshalb in einem Projekt, das vom
Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr beauftragt wurde, untersucht, ob es für einzelne Deckschichttypen möglich ist, die Textur von
Straßendeckschichten nach einigen Jahren im Betrieb so nachzubearbeiten, dass wieder eine verbesserte Geräuschminderung erzielt werden kann. Im Zentrum
der Untersuchungen stand ein Verfahren zum horizontalen (An)Schleifen der Oberfläche, dies wurde punktuell durch ein vorgelagertes Hochdruck-
Wasserstrahlen ergänzt.
Es zeigte sich, dass für optimale Ergebnisse die Intensität der Eingriffe immer an der Ausgangstextur
ausgerichtet werden muss. Diese stellt sich je nach Bauweise, Alter und Zustand unterschiedlich dar. Neben den akustischen Gesichtspunkten musste zu jedem
Zeitpunkt auch die Griffigkeit berücksichtigt werden um sicherzustellen, dass sich diese nicht negativ verändert und es wurden Messungen des Rollwiderstands
durchgeführt.
Im Ergebnis konnte ein Verfahren gefunden werden mit dem die akustischen Eigenschaften vergleichsweise schnell und sehr ressourcenschonend verbessert
werden können, sodass man der Alterung nach derzeitigen Erkenntnissen um mehrere Jahre entgegenwirken kann.
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| 15:00 |
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Korrelation zwischen SPB und CPX - Messungen des Reifen/Fahrbahn - Rollgeräusches
Bernhard Baumgartner, Reinhard Wehr, Manfred Haider, Heinz Hoislbauer, Karl Zeilinger
[Abstract]
Zur Bestimmung des Rollgeräusches in Abhängigkeit verschiedener Straßendeckschichttypen und Fahrgeschwindigkeiten kommen üblicherweise
Rollgeräuschanhänger, z.B. in Form der close-proximity (CPX) Methode, bzw. die Aufnahme einzelner Vorbeifahrten (SPB/CPB-Methode) zur Anwendung.
Während die CPX-Methode eine schnelle Untersuchung längerer Streckenabschnitte erlaubt, ermöglichen statistische Vorbeifahrten Aussagen über
Fahrzeugkategorien und deren Rollgeräusch stationär an einer bestimmten Stelle. Zusätzliche Messungen kontrollierter Vorbeifahrten (CPB) eines
bekannten Vehikels erlauben Vergleiche der Stichprobe mit einem stets gleichen Kraftwagen. Im vorliegenden Paper soll eine gesamtpegel- und
frequenzbasierte Korrelation zwischen den beschriebenen Messmethoden an mehreren Stellen im hochrangigen Straßennetz Österreichs in Abhängigkeit
verschiedener Straßendeckschichttypen, Geschwindigkeits- und Fahrzeugkategorien hergestellt werden. Des Weiteren soll dieser Zusammenhang auf eine
mögliche zeitliche Änderung anhand einzelner Abschnitte, die in vergangenen Messkampagnen bereits mehrmals mittels CPX und SPB/CPB analysiert
wurden, untersucht werden.
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| 15:20 |
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Ermittlung von Rollgeräusch-Abnahmewerten auf Basis der Schallemissionsparameter der österreichischen RVS 04.02.11
Manfred Haider, Christian Kirisits, Bernhard Baumgartner, Reinhard Wehr, Heinz Hoislbauer, Karl Zeilinger
[Abstract]
Die in der der RVS 04.02.11 angeführten akustischen Emissionsparameter für die verschiedenen Typen von Fahrbahndecken sind die Basis für die
Ermittlung von Schallimmissionen aus dem Straßenverkehr in Österreich. Gleichzeitig existiert mit dem Rollgeräuschmessverfahren nach ISO 11819-2
ein international standardisiertes Langstrecken-Messverfahren für den Einfluss von Fahrbahndecken auf die Lärmemission, das für Abnahme- und
Monitoringmessungen geeignet ist. In dieser Analyse werden auf Basis des aktuellen Wissensstandes über die Zusammenhänge zwischen den
Messwerten dieses Verfahrens und den für die Festlegung der Emissionsparameter der RVS 04.02.11 herangezogenen Vorbeifahrtsmessungen nach
ISO 11819-1 jene Messwerte abgeleitet, die bei der Abnahmemessung mit ISO 11819-2 unterschritten werden sollten, um die Anwendbarkeit der
Emissionsparameter innerhalb akzeptabler Fehlergrenzen sicherzustellen.
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Sitzungsleitung:
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| U. Reichart, DEGES, Berlin |
| S. Höbald, Autobahn GmbH des Bundes |
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| 16:20 |
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Messung der akustischen Wirksamkeit von Diffraktoren
Fabio Strigari, Ralf Becker, Wolfram Bartolomaeus
[Abstract]
Ein möglicher Ansatz für innovative Lärmschutzlösungen für Straßenverkehrslärm ist die Nutzung des Diffraktionsprinzips, um eine Aufwärtsbeugung des Schalls zu bewirken. Technisch handelt es sich hierbei um periodische Gitterstrukturen mit unterschiedlich tiefen Resonanzkammern. Diese bewirken einen Minderungseffekt, der sich über einen breitbandigen Frequenzbereich erstreckt. Diffraktoren können im Straßenseitenraum eingelassen oder auf einer Lärmschutzwand montiert werden.
In der vorliegenden Untersuchung wurde die akustische Wirksamkeit zweier Diffraktor-Typen mittels kontrollierter und statistischer Vorbeifahrtmessungen ermittelt. Um eine bestmögliche Quantifizierung des Lärmminderungspotentials zu gewährleisten, erfolgten die Messungen an jeweils vier Mikrofonen zeitgleich am Diffraktor und an einer Referenz. Als Referenz diente eine äquivalente Lärmschutzwand gleicher Höhe oder die Ausbreitung über Freifeld. Die zeitgleichen Messungen an Diffraktor und Referenz ermöglichen einen direkten Vergleich derselben Emissionsquelle bei nahezu identischer Emissionsstärke und -charakteristik. Die Auswertung der Differenzpegel für verschiedene Pegelgrößen zeigt einen signifikanten und höhenabhängigen zusätzlichen Minderungseffekt durch die Diffraktoren. Die Betrachtung der Terzbänder verdeutlicht die auf das Straßenverkehrslärmspektrum optimierte Wirkweise.
Neben der Einordnung der akustischen Wirksamkeit der untersuchten Diffraktoren wird auch die generelle Eignung des Messprinzips diskutiert. Die Ergebnisse liefern zudem einen wichtigen Input für mögliche Ansätze zur Berücksichtigung von Diffraktoren bei der Berechnung der Schallausbreitung an Straßen, wie im Beitrag ”Simulation des Schallfeldes hinter Diffraktoren” vorgestellt wird.
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| 16:40 |
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Simulation des Schallfeldes hinter Diffraktoren
Wolfram Bartolomaeus, Ralf Becker, Fabio Strigari
[Abstract]
Akustische Diffraktoren bewirken in Analogie zu den optischen Reflexionsgittern durch ihre periodische Struktur eine Aufwärtsbeugung des Schalls. Sie können im Straßenseitenraum eingelassen oder auf einer Lärmschutzwand montiert werden. Die Voraussetzung ihrer Wirksamkeit, die Kohärenz des einfallenden Schalls, ist für vorbeifahrende Fahrzeuge bei kleinen Winkeldifferenzen und nicht zu hohen Frequenzen erfüllt. Durch unterschiedlich tiefe Kammern gelingt eine spektral breitbandige Wirkung der Diffraktoren.
Ausgehend von den im Beitrag ”Messungen der akustischen Wirksamkeit von Diffraktoren” dargestellten Ergebnissen stellt sich die Frage, wie die akustische Wirkung der Diffraktoren bei der Berechnung der Schallausbreitung von Straßen berücksichtigt werden könnte. Dazu wurde die von Rasmussen bereits 1982 beschriebene Ausbreitung von Verkehrsgeräuschen über ebenem Gelände mit einem Impedanzsprung Straße - Grasland erweitert und auf die Situation mit Diffraktoren angewandt. Durch den Abgleich der an unterschiedlichen Positionen aufgenommenen Schallsignale von Vorbeifahrtmessungen sollte es möglich sein, die akustische Wirkung eines zusätzlich neben der Straße angeordneten Streifens von Diffraktoren durch einen entsprechenden Streifen mit einer frequenzabhängigen akustischen Impedanz zu modellieren.
Die Transformation der hier gewonnenen Ergebnisse in die energetische Betrachtungsweise der ISO 9613-2 zur Schallausbreitung im Freien ist sicherlich nicht einfach. Eine indirekte Möglichkeit wäre die Einführung einer frequenzabhängigen vertikalen Richtwirkung der Schallquellen, die die Wirkung des Diffraktors gleich mitberücksichtigt.
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| 17:00 |
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Innovation Lehmlärmschutz
Michael Chudalla, Fabio Strigari
[Abstract]
Wellerlehm und Stampflehm sind in Europa seit Hunderten von Jahren verbreitete traditionelle Lehmbauweisen. Mit einem Pilotprojekt bei Nebelin in Brandenburg soll an einer geplanten Raststätte an der Autobahn A14 diese in Vergessenheit geratene und mittlerweile als innovativ anzusehende Bautechnologie an einer Lärmschutzwand, der sogenannten ”Alhambra Brandenburgs”, Anwendung finden. Ziel ist es, die erforderlichen Randbedingungen zur Erstellung von Lärmschutzwänden in Lehmbauweise, welche sowohl die technischen Anforderungen der ZTV-Lsw als auch ökologisch sinnvolle Kriterien erfüllen, festzustellen. Schon alleine aufgrund der Wandstärke einer Lehmlärmschutzwand von bis zu einem Meter und der Dichte des Baustoffes stellt die Luftschalldämmung keine erhöhte Anforderung dar. Jedoch muss zur Verbesserung der absorbierenden Eigenschaften die dichte und schallharte Oberfläche des Wellerlehms um eine Art Vorsatzschale ergänzt werden. Vielversprechende Ergebnisse diesbezüglich zeigen erste Messungen im Impedanzrohr mit Heraklit und dem sogenannten Agrarbeton Hanfkalk, einem Verbundwerkstoff aus Hanf-Leichtholz und Kalk-Bindemittel. In weiteren Testreihen werden zur Optimierung des Absorptionsspektrums auf das Straßenverkehrsspektrum die Materialzusammensetzungen der Probenkörper variiert. Durch die natürlichen und lokal vorkommenden Materialien erhofft man sich einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs und durch den hohen Gehalt an nachwachsenden Rohstoffen eine vorteilhafte CO2-Bilanz und eine Minderung der Treibhausgasemissionen. Weiter wird durch die rein natürlich vorkommenden Rohstoffe eine vollständige Recyclingfähigkeit erreicht.
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Sitzungsleitung:
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| J. Scheuren, Müller-BBM GmbH |
| D. Schreckenberg, ZEUS GmbH |
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| 16:40 |
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Messungen im Bereich eines Windparks mit Fokus auf tief- und niederfrequente Schallemissionen und -immissionen
Esther Blumendeller, Laura Gaßner, Florian Müller, Maayen Wigger, Philipp Berlinger, Po Wen Cheng
[Abstract]
Die Nutzung von Windenergie wird einen entscheidenden Anteil am erneuerbaren Energiemix der Zukunft haben. Während der Stromgewinnung geben Windenergieanlagen (WEA) Schall und Erschütterungen (seismische Wellen) in die Umgebung ab, vor allem im tieffrequenten Bereich.
Im Zuge des Verbundprojektes Inter-Wind werden akustische Messungen zur Unterstützung psychologischer Fragebögen, kombiniert mit seismischen und meteorologischen Messungen an Windparks auf der Schwäbischen Alb durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, die Gründe für Belästigung der Anwohner in Zusammenhang mit den Immissionen der WEA zu verstehen. Hierbei liegt der Fokus auf dem tieffrequenten (20-200 Hz) und niederfrequenten (1-20 Hz) Bereich. Akustische und seismische Messungen wurden an zwei Windparks auf der Schwäbischen Alb, mit drei (Windpark Tegelberg) und sechzehn (Windpark Lauterstein) WEA des Typs GE 2.75-120 durchgeführt. Parallel dazu konnten Anwohner Belästigungszeiträume über eine Geräuschmelde-App dokumentieren.
In diesem Beitrag wird die Umsetzung einer interdisziplinären Messkampagne im Bereich eines Windparks und eines Wohngebäudes in Tallage in ca. 1∼km Entfernung zum Windpark beschrieben. Schließlich werden erste Ergebnisse der akustischen Messungen und interdisziplinären Untersuchung vorgestellt und diskutiert.
Diese Studie wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschluss des Deutschen Bundestages (03EE2023B).
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| 17:00 |
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Zur Revision der ISO 9613-2 unter Einbeziehung der Schallprognose für Windräder
Wolfgang Probst
[Abstract]
Some of the changes and additions to ISO 9613-2 proposed in the course of a planned revision are presented. This applies in particular to the inclusion of the modifications that were already proposed in 2015 as part of quality assurance with the ISO 17534 series in the Technical Report Part 3 and that are used for 6 years via quality-assured software. Some detected shortcomings are eliminated with little modifications of the calculation of the ground and the barrier effect. A method is now proposed how Cmet can be determined for a given direction of propagation on the basis of the locally applicable wind climatology (wind rose). In an informative Annex some recommendations for strategy and parameter selection when calculating the noise levels from wind turbines are provided. The inclusion of long-term average levels, taking into account level reductions due to the reduced emissions at lower wind speeds, also makes it possible to deviate from the otherwise usual worst-case analysis and thus improve the balance with the requirements of climate protection through a more differentiated treatment of noise pollution control.
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| 17:20 |
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Auswertung des Infraschallsignals einer Windenergieanlage
Johannes Baumgart, Christoph Fritzsche, Steffen Marburg
[Abstract]
Windenergieanlagen erzeugen im Betrieb ein sogenanntes Infraschallsignal. Dies wird durch die strömungsmechanische Interaktion des rotierenden Rotorblattes mit dem Turm hervorgerufen. Streicht ein Rotorblatt am Turm vorbei, wird durch die Schrägstellung die Strömung abgelenkt und die Druckfelder der beiden Bauteile interagieren. Hierdurch entstehen periodische Druckänderungen, welche in der Umgebung messtechnisch nachweisbar sind. Gleichzeitig verursacht der Wind ein stochastisches Drucksignal. Zur Charakterisierung des periodischen Signals bietet sich die Fourier-Transformation an. Durch Mittelung lässt sich der stochastische Anteil reduzieren. Die Auswertung des Infraschallsignals einer realen Windenergieanlage zeigt Pegel deutlich unter der menschlichen Wahrnehmungsschwelle (Journal of Sound and Vibration, 2021, 116310). Der Hauptanteil des Pegels ist dem Wind zuzurechnen. Die Ergebnisse werden im Kontext der Besonderheiten des menschlichen Gehörs diskutiert.
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| 17:40 |
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Zur meteorologischen Korrektur Cmet in der VDI 4101-Blatt2: Windkraftanlagen
Berthold Vogelsang, Karl-Wilhelm Hirsch, Wolfgang Probst
[Abstract]
Die Richtlinie VDI 4101 beschäftigt sich mit der ”Schallausbreitung im Freien unter Berücksichtigung meteorologischer und topographischer Bedingungen”. Ihr Blatt 2 regelt befasst sich mit der Schallausbreitung der Geräusche von Windkraftanlagen. Diese Regelungen sind die Grundlage der Lärmimmissionsprognose in Genehmigungsverfahren dieser Anlagen. Grundsätzlich ist die VDI 4101 Blatt 2 eine Engführung der DIN ISO 9613-2 auf diesen Anlagentyp. Sie überwindet die im Anwendungsbereich der DIN ISO 9613-2 implizite Beschränkung ihrer Verfahren auf ,bodennahe Schallquellenë. Zwei entscheidenden Setzungen unterscheidet die VDI 4101 von der DIN ISO 9613-2: (1) Der Bodeneffekt wird auf Agr = -3 dB festgelegt. Der Grund für diese Setzung sind die steilen Einfallswinkel, die bei der gegebenen Höhe von Windkraftlagen und bei typischen Abständen zu maßgeblichen Immissionsorten auftreten. (2) Die meteorologische Korrektur wird auf Cmet = 0 dB festgelegt. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass in Quellhöhe weder Windgradient noch Temperaturgradient zu signifikanter Brechung führen, und deshalb die Schallausbreitung eher isotrop anzunehmen ist. Der Beitrag zeigt, dass auch sich grundsätzlich auch für Windkraftanlagen ein C0 ergibt, dass zwar signifikant kleiner ist als das bei bodennahen Quellen, dennoch aber zu einer von null verschiedenen meteorologischen Korrektur führt. Die Diskussion führt zu einem Vorschlag zur Fortschreibung der VDI 4101-Blatt 2.
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Organisation:
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| K.-W. Hirsch, Cervus Consult GmbH |
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| 15:40 |
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Lästigkeit der Geräusche von Windenergieanlagen Vergleich der Ergebnisse unterschiedlicher Hörversuche unter Berücksichtigung der Amplitudenmodulation
Sergio Martinez, Kai Pies
[Abstract]
Die Störwirkung der Amplitudenmodulation (AM) von Windenergieanlagen (WEA) ist ein aktuelles Thema der Umweltakustik. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des UBA wurde durch eine Gruppe von Autoren um Prof. Pörschmann, FH Köln die Lästigkeit der WEA-Geräusche in Abhängigkeit vom Mittelungspegel LAeq und der Schwankungsbreite der AM (modulations depth) mittels Hörversuchen im Labor ermittelt. Ähnliche Versuchsergebnisse und ein Vorhersagemodell liegen auch von K. Pies und S. Martinez vor. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird untersucht, inwieweit beide Untersuchungen zu vergleichbaren Ergebnissen bezüglich der Lästigkeit (Annoyance) von WEA-Geräuschen in der Nachbarschaft führen. Hierbei wird u.a. auf das EqA Modell zurückgegriffen, bei dem die Geräusche mit und ohne AM so darstellbar sind, dass die Änderungen der Lästigkeit in Form äquivalenter Pegelzu- bzw. -abschläge interpretiert werden können.
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| 15:48 |
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Flügelharmonische – nur isotrop oder auch negativ inoptrop?
Swen Müller
[Abstract]
Als riesige Rotationsmaschinen erzeugen Windenergieanlagen (WEA) sowohl mäßig laute hörbare Geräusche als auch unhörbare Druckpulse durch die
Passage der Flügel vor dem Mast. Die Oberwellen dieser Pulsfolge (Flügelharmonische) fallen zügig zu höheren Frequenzen ab und liegen bei üblichen
Setbacks weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, sind bei Windkraftgegnern aber dennoch sehr beliebt zum Schüren von Ängsten vor angeblichen
gesundheitlichen Gefahren. Anhand der öffentlich zugänglichen Daten der letzten Messkampagne der BGR im Sommer 2021 wird gezeigt, dass selbst die
Worst-case Immissionen moderner Megawatt-WEAs immer noch sehr deutlich unter der Wahrnehmungsschwelle liegen, insbesondere, wenn man nur die
G-gewichtete Summe der isolierten Flügelharmonischen betrachtet.
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| 15:56 |
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Dreidimensionale Gewebe
Timo Weimer, Karsten Neuwerk, Metin Caliskan, Felix Wollenhaupt, Hans-Jürgen Bauder
[Abstract]
Akustische Gewebe ermöglichen einen leistungsfähigen und zugleich hoch flexiblen Schallschutz. Die an DITF entwickelte Technik zur Herstellung von Abstandsgeweben leisten hierzu einen erfolgreichen Beitrag zur Schalldämmung. Die textilen Grundlagen liefern Gewebe mit beliebigen Abständen der Decklagen, die durch distanzhaltende Polfäden definiert in Form gehalten werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Gewebe mit Kammern und Knickstellen mit Faltfunktion zu weben. Durch eine geschickte Positionierung der Polfäden wird das Füllen mit einem akustischen Füllstoff erleichtert. Als weitere Variante an akustischen Geweben wird eine 3D gewebte Honeycomb-Struktur vorgestellt. Diese Struktur zeichnet eine hohe mechanische Festigkeit, bei zeitgleicher Ermöglichung von Hart-Weich-Strukturen innerhalb des Gewebes. Hierdurch besteht die Möglichkeit das Gewebe mit unterschiedlichen, spezifischen Akustikmaterialien zu befüllen, um das Absorptionsvermögen zu optimieren. Die Verwendung der 3D-Webtechnologie ermöglicht zudem eine endkonturnahe Fertigung sowie einen Mehrlagenaufbau mit beliebigem Dicken.
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| 16:04 |
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Ermittlung der umweltbedingten Krankheitslast durch Straßenlärm in Hessen
Matthias Lochmann
[Abstract]
Ausgehend von der detaillierten Staßenlärmkartierung des HLNUG ab L24h > 40 dB(A) und anderen Lärmmetriken, haben wir die DALY (engl. ”Disability
Adjusted Life Years”, Verlorene gesunde Lebensjahre) für Straßenlärm für Endpunkte mit aus der Literatur (WHO-Reviews und Norah, Modul
Krankheitsrisiken) bekannten Dosis-Wirkungsfunktionen ermittelt. Dazu haben wir den bevölkerungsbezogenen Anteil für Herz-Kreislauf- und depressive
Erkrankungen mit publizierten Schätzern für das relative Risiko ermittelt und dann mit geeigneten DALY-Prävalenzen multipliziert. Für hochgradige
Belästigung und hochgradige Schlafstörungen haben wir ebenfalls publizierte Dosis-Wirkungsfunktionen verwendet, um die Krankheitslast
abzuschätzen.
Insgesamt schätzen wir 26.501 DALYs insgesamt oder 435 DALYs /100.000 Personen für das Jahr 2015, welche auf Straßenlärm in Hessen
zurückzuführen sind. Für eine hypothetische gleichförmige Straßenlärmreduktion um 3 dB schätzen wir eine Reduktion von 23 % dieser Krankheitslast.
Unsere Ergebnissen lassen vermuten, dass die attributable Krankheitslast von Straßenlärm in Hessen in der selben Größenordnung liegt wie z.B. die
anderer, deutlich besser erforschten Umwelt-Risikofaktoren wie Feinstaub. Das HLNUG erwägt, den Ansatz der umweltbedingten Krankheitslast
inklusive adäquater Unsicherheitsbetrachtungen auf weitere Risikofaktoren auszuweiten und zur Politikberatung einzusetzen.
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| 16:12 |
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Soundscape eines Parks mit hohem Eisenbahnlärm
Frieder Kunz
[Abstract]
An der linksrheinischen Eisenbahnstrecke in Bingen befinden sich 2 Parkgelände, die gemäß EBA-Lärmkartierung hoch mit Eisenbahnlärm belastet sind.
Geräuschmessungen mit Kunstkopfmikrofon und Handschallpegelmesser zeigen die tagsüber während eines Parkbesuchs zu erwartenden Pegel.
Befragungen der Besucher und Messergebnisse zeigen, dass die Parks in ihrem Freizeit- und Erholungswert durch die Eisenbahngeräusche kaum
beeinträchtigt werden. Bei der Bewertung von Flächen der 2029 geplanten Bundesgartenschau sollten genauere Lärmkartierungsmethoden werden, als
bisher, um geeignete Flächen zu bewerten.
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Organisation:
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| S. Dantscher, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzl. Unfallversicherung |
| M. Zaglauer, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 10:40 |
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SPA - das BAuA-Tool zur Abschätzung der Lärmbelastung in Arbeitsräumen auf der Basis von Geräuschemissionsangaben
Georg Brockt, Michael Böhm
[Abstract]
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stellt auf ihrer Homepage die freie Software SPA (SchallPrognoseApp) zum unentgeltlichen Download bereit. Die Software bietet die Möglichkeit auf der Basis von Geräuschemissionsdaten von Maschinen oder anderen Schallquellen eine vereinfachte Schallprognose in Arbeitsräumen vorzunehmen. Ohne eingehende Vorkenntnisse in der Berechnung der Schallausbreitung kann damit eine Abschätzung der Lärmbelastung an Arbeitsplätzen vorgenommen werden und so die Gefährdungsbeurteilung unterstützt werden. SPA wurde von der Datakustik GmbH im Auftrag der BAuA erstellt. Dabei lag der Fokus auf einer vereinfachten Bedienung, was den Anwendungsbereich auf einfache, aber praxisgerechte Fälle begrenzt. Die Berechnungen der Software erfolgen im Wesentlichen nach dem Spiegelquellenverfahren der VDI 3760 Anhang A und eignen sich für quaderförmige Räume unter der Annahme punktförmiger Schallquellen. Aus der Eingabe der Raumdimensionen, der akustischen Eigenschaften der Raumbegrenzungsflächen und der Schallleistungspegel sowie der Emissionsschalldruckpegel der Schallquellen wird die Schallimmission an unterschiedlichen Arbeitsplätzen berechnet. Es besteht dabei die Möglichkeit Teilflächen mit anderen Absorptionseigenschaften innerhalb der Raumbegrenzungsflächen zu editieren, während die Eingabe der Absorptionseigenschaften und der Streuköpereigenschaften durch eine vereinfachte Klassifizierung erfolgt. Das Entstehen von Lärmbereichen oder die Überschreitung von Auslösewerten können damit frühzeitig z. B. bei der Einrichtung von Arbeitsstätten oder bei maßgeblichen Änderungen im Betrieb abgeschätzt werden.
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| 10:42 |
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Das Lärmkompendium - Basismaßnahmen zur Lärmminderung
Claudia Mattke
[Abstract]
Das Lärmkompendium der BGN ist die Zusammenfassung einer Vielzahl an Maschinen, welche in Betrieben der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie
verwendet werden. Es werden die Hauptlärmquellen pro Maschine aufgezählt sowie Basismaßnahmen zur Lärmminderung.
Abschließend wurde ein Glossar erstellt, um den Anwendern einige Grundlagen zum Schall zu erläutern.
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| 10:44 |
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Typische Schallexposition für verschiedene Waffentypen
Sandra Dantscher, Andrea Wolff
[Abstract]
Für die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung von Personen, die Schießlärm ausgesetzt sind, werden Messwerte benötigt. Diese stehen für eine
Vielzahl von Waffen und Munitionen zur Verfügung und erlauben eine detaillierte Berechnung des Tages-Lärmexpositionspegels für verschiedenste
Szenarien. Im Rahmen der Beurteilung einer Verdachtsanzeige für eine Berufskrankheit BK 2301 (Lärmschwerhörigkeit) muss die Lärmexposition
gegenüber Schießlärm jedoch retrospektiv ermittelt werden. Hierbei lässt sich die genaue Expositionssituation häufig nicht mehr rekonstruieren.
Insbesondere können die jeweils verwendeten Waffen und Munitionen sowie die Schusszahlen meist nicht genau bestimmt werden. In der vorliegenden Arbeit wurden verfügbare Messwerte aus verschiedenen Quellen für die Exposition der Schützen analysiert. Die Daten wurden für
verschiedene Waffentypen gruppiert, z.B. Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre und Jagdwaffen. Alle Daten wurden auf A-bewertete
Einzelereignisschallpegel pro Schuss umgerechnet. Für jeden Waffentyp ergibt sich damit ein Wertebereich, der durch die Streuung für verschiedene
Waffen und Munitionen bestimmt wird. Es wird diskutiert, mit welcher Unsicherheit die rückblickende Beurteilung der Lärmexposition für eine Berufskrankheit auf Basis dieser
zusammenfassenden Daten möglich ist, wobei auch die Unsicherheit in der retrospektiven Angabe der Schusszahlen berücksichtigt wird.
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| 10:46 |
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Beiträge zur Modellierung der Phänomene, welche Gehörschutz bei starkem Impulslärm begrenzen
Cyril Blondé-Weinmann, Pascal Hamery, Thomas Joubaud, Véronique Zimpfer, Sébastien Roth
[Abstract]
Starker Impulslärm kann ein akutes Schalltrauma verursachen. Um dies zu verhindern, wird Gehörschutz verwendet der die Luftschallübertragung reduziert. Die daraus resultierende Abschwächung des Schallimpulses ist jedoch begrenzt und kann in einigen Extremsituationen unzureichend sein. Zum einen liegt das an den Eigenschaften des Gehörschutzes, zum anderen an der Charakteristik des Außenohrgewebes, Schallwellen aufzunehmen und als mechanische Schwingungen weiterzuleiten (”Knochenleitung”). Obwohl diese Phänomene bekannt sind, lassen sie sich experimentell nur schwer ermitteln. Aus diesem Grund ist die Finite-Elemente-Methode ein angemessenes Hilfsmittel, um sie zu analysieren. Zahlreiche Untersuchungen haben sich bisher ausschließlich auf den Frequenzbereich fokussiert. Unsere Arbeiten basieren auf zeitlichen Analysen der Impulswellen, die ebenso erforderlich sind und bisher selten im Rahmen einer Gehörschutzbewertung durchgeführt wurden. Diese Herangehensweise ist jedoch die beste Lösung, um die sekundären Ausbreitungswege der Schallimpulse und der Folgen aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wurden mehrere Modelle von zunehmender Komplexität entwickelt und die Ausbreitung des Impulsschalles simuliert. Mit den Ergebnissen konnte die Kopplung von Gehörschutz und Haut neu bewertet, die Grenzen von Gehörschutz besser verstanden und Perspektiven für Verbesserungen vorgeschlagen werden.
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| 10:48 |
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Untersuchung von Gehörschutzstöpseln am Kunstkopf als Vergleichsverfahren im Rahmen von Modul C2-Überwachungen
Kerstin Teichmann, Sandra Dantscher
[Abstract]
Die Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen (PSA) ordnet Gehörschutz als PSA der Kategorie III (Risiken, die zu sehr
schwerwiegenden Folgen wie Tod oder irreversiblen Gesundheitsschäden führen können) ein. Dadurch sind jährliche Überprüfungen der Produkte in
Form einer internen Fertigungskontrolle mit überwachten Produktprüfungen in unregelmäßigen Abständen (Modul C2) oder einer Qualitätssicherung
bezogen auf den Produktionsprozess (Modul D) vorgeschrieben. Eine Überwachung nach Modul C2 beinhaltet physikalische und akustische
Teilprüfungen der ursprünglichen Baumusterprüfung durch eine notifizierte Stelle für Gehörschutz, wie z. B. dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung. Dies geschieht, um die Einheitlichkeit der Fertigung und die Konformität der PSA mit der in der EU-
Baumusterprüfbescheinigung beschriebenen Baumuster und mit den geltenden grundlegenden Gesundheitsschutz- und Sicherheitsanforderungen zu
prüfen.
Hier wird der Teilaspekt der akustischen Prüfung, im Rahmen von Modul C2-Überwachungen, aufgegriffen. Bei Kapselgehörschützern und Helm-Kapsel-
Kombinationen wird die akustische Überprüfung als Relativmessung (mit und ohne Gehörschutz) an einem Kunstkopf durchgeführt. Bei
Gehörschutzstöpseln hingegen werden diese Überwachungen noch immer mit Probandenmessungen absolviert. Der Zeitaufwand durch ein
stellvertretendes Messverfahren am Kunstkopf ließe sich erheblich reduzieren. Die Messung von Gehörschutzstöpseln am Kunstkopf wird bisher nicht
eingesetzt, da diese Methode noch nicht etabliert ist. Insbesondere ist die Messunsicherheit (Wiederholpräzision, Vergleichspräzision) nicht ausreichend
quantitativ bekannt.
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| 10:50 |
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Gehörschutz: Individuelle Schutzwirkung versus Anwendung von Praxisabschlägen
Peter Sickert
[Abstract]
Nach Einführung der Expositionsgrenzwerte unter Berücksichtigung des Gehörschutzes in der EG-Richtlinie zum Schutz vor Lärm am Arbeitsplatz (2003/10/EG) wurden in Deutschland Praxisabschläge auf die nominelle Schalldämmung von Gehörschützern festgelegt. Sie haben die Aufgabe, den Widerspruch zwischen der Schalldämmung bei der Baumusterprüfung (Messung unter Laborbedingungen) und der tatsächlichen Schalldämmung im praktischen Einsatz zu berücksichtigen. Die Praxisabschlägen KS sind in Deutschland seit etwa 2005 im Einsatz und basieren auf umfangreichen Feldstudien. Dieses Verfahren liefert jedoch nur statistische Aussagen. Über die individuelle Schutzwirkung des verwendeten Gehörschutzes sagt der so ermittelte Schalldämmwert nichts aus. Daher kann es individuell zur Überschätzung, aber auch zur Unterschätzung der Schalldämmung kommen.
Deshalb wurde in den letzten Jahren verstärkt die individuelle Bestimmung der Schalldämmung von Gehörschützern untersucht. Heute gibt es eine Vielzahl verwendeter Methoden, um individuell schlüssige Aussagen zur Schutzwirkung der verwendeten Gehörschützer zu erhalten. Das ist allerdings mit Zeitaufwand und zusätzlichen Kosten verbunden, die in der Praxis häufig zur Ablehnung führen. Im vorliegenden Beitrag sollen Vor- und Nachteile und verbleibende Risiken beider Ansätze diskutiert werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass für einem Großteil der Lärmarbeitsplätze von einem Tages-Lärmexpositionspegel von 85 bis 95 dB(A) auszugehen ist. Sowohl Über- als auch Unterschätzung der Schalldämmung kann negativen Folgen haben.
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| 10:52 |
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Schallschirme für den Musiker-Hörschutz: Messungen im Orchestergraben und Vergleich zum Labor
Winfried Lachenmayr, Sandra Dantscher, Peter Sickert
[Abstract]
Die Wirkung von drei Schallschutzschirm-Typen wurde in einem Orchestergraben untersucht. Ungerichtete und gerichtete Lautsprecher wurden auf drei Quellpositionen hinter den Schirmen platziert. Diese Konfiguration wurde an zwei Positionen im Orchestergraben vermessen. Die Schallminderung durch das Einfügen der Schirme wurde für den vor dem Schirm sitzenden Empfänger sowie für dessen Sitznachbarn sowie Vordermann bestimmt. Bei der ungerichteten Quelle liegen die erreichbaren Pegelminderungen ab etwa 1000 Hz bei einer Dämpfung von -6 dB für alle drei Schirme. Bei der gerichteten Schallquelle zeigt sich eine Schallminderung bei 1000 Hz je nach Schirm zwischen -2 dB und -4 dB. Eine Wirkung bereits ab 500 Hz ist nur bei dem größten Schirm gegeben. Auch bei schräg rückwärtigem Schalleinfall ist nach wie vor eine leichte Schirm-Wirkung gegeben, der ”Pultnachbar” erfährt allerdings keine Wirkung. Die Werte im Orchestergraben sind geringer als für dieselben Schirme unter Laborbedingungen in einem reflexionsarmen Raum.
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Organisation:
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| S. Dantscher, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzl. Unfallversicherung |
| M. Zaglauer, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 9:00 |
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50 Jahre Gehörschadensprophylaxe der Suva - Entwicklungen, Erfahrungen, Resultate
Helmut Karrasch
[Abstract]
Die Prävention beruflicher Lärmschädigungen wird von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) seit 50 Jahren vorangetrieben. Im
Department Gesundheitsschutz ist das Team Akustik verantwortlich für technische Lärmbeurteilungen der UVG-versicherten Betriebe. Es werden auch
seit 50 Jahren allgemeine Lärmtabellen (ALT) der Branchen regelmäßig bearbeitet und aktualisiert. Seit ca. 3 Jahren werden sogenannte individuelle,
elektronische Lärmtabellen (ELT) erstellt.
Die Akustik-Spezialisten besuchen in regelmäßigen Abständen die risikoreichen Lärmbetriebe, überprüfen etwaige technische Änderungen und nehmen
die aktuellen Lärmemissionen auf, die sich über die Zeit positiv oder negativ verändert haben. Bei den Lärmbeurteilungen kann es vorkommen, dass
ehemals lärmexponierte Beschäftigte aufgrund technischer Optimierung am Arbeitsplatz nicht mehr einem Lärmexpositionspegel LEX ≥ 85 dB(A)
ausgesetzt sind und damit nicht mehr im Audiomobil untersucht werden.
Seit 1971 sind schweizweit sogenannte Audiomobile im Einsatz und seit 4 Jahren werden jährlich mit drei Audiomobilen bei ca. 25.000 lärmexponierte
Beschäftigte Gehöruntersuchungen und Lärmschutzberatungen durchgeführt. Seit 50 Jahren wurden dabei ca. 2,1 Millionen Audiogramme aus den
Gehöruntersuchungen festgehalten.
Das Team Akustik arbeitet abteilungsübergreifend sehr eng mit der SUVA Arbeitsmedizin zusammen, um bei allen stark lärmvulnerablen Personen, die
erforderlichen individuellen Gehörschutzberatungen durchzuführen.
Ehemalige Konzepte wurden stetig modernisiert und der Digitalisierung zugänglich gemacht, was zukünftig Chancen bietet, um zielgerichtet
Präventionswirkungsmessungen anzustreben.
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| 9:20 |
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Entwicklung eines Mess- und Kalibrierverfahrens für das Hochfrequenzpersonenschallexposimeter (HiFUSPEx)
Michal Cieslak, Christoph Kling, Andrea Wolff
[Abstract]
Eine über längere Zeit an einem Arbeitsplatz vorhandene Luftultraschallbelastung wird mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung gebracht. In Kombination mit der zunehmenden Anzahl industrieller Ultraschallgeräte ist es daher notwendig, die Luftultraschallbelastung von Mitarbeitenden an ihrem Arbeitsplatz zu erfassen und zu überwachen. Die derzeit verwendete Methodik reicht jedoch nicht aus, um die Eigenschaften der hochfrequenten und ultraschallbezogenen Schallfelder im erforderlichen Maße zu berücksichtigen. Der neu entwickelte HiFUSPEx-Prototyp, der eine Messleistung ähnlich der eines Ultraschallpegelmessers zeigt, kann zur Verbesserung dieser Situation beitragen. Als vollständig tragbares Gerät kann es die individuelle Ultraschallbelastung von Mitarbeitenden aufzeichnen, die je nach Physiologie und Bewegungsmuster sehr unterschiedlich ausfallen kann. In dieser Arbeit werden Messergebnisse aus Labor- und Praxistests vorgestellt, die darauf abzielen, die Positionierung des HiFUSPEx-Mikrofons zu optimieren und die Heterogenität der industriellen Ultraschallfelder zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird der Prototyp gemäß den normativen Anforderungen für Schallpegelmesser der Klasse 1 im hörbaren Frequenzbereich getestet. So wird auch der hörbare Frequenzbereich über 8 kHz berücksichtigt, der in der internationalen Norm für Personenschallexposimeter nicht abgedeckt wird. Diese Mess- und Prüfergebnisse werden in der Entwicklung einer Kalibriermethode für persönliche Ultraschall-Expositionsmessgeräte berücksichtigt, die sowohl die hörbaren als auch die ultraschallbezogenen Frequenzbereiche (bis 100 kHz) abdeckt.
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| 10:00 |
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Schießlärm & Gehörschützer Modellierung von Gehörschützern für Schießgeräusche - Gehörgefährdungsprognosen
Philipp Bechtel, Carsten Hudasch, Christian Kleinhenrich, Tobias Langenbucher, Maximilian Simons
[Abstract]
Ein allgemein verbreitetes Mittel zur Reduktion der Gehörbelastung durch Schießlärm sind Gehörschützer. Eine Maßzahl zur Kennzeichnung der verbleibenden Gehörbelastung unter einem Gehörschützer kann mit Gehörgefährdungs-Prognoseverfahren, wie z.B. dem AHAAH-Modell oder dem Pfander-Verfahren, bestimmt werden. Auf Grundlage dieser Prognosen resultiert eine Anzahl unbedenklicher Schüsse als Qualitätskenngröße für den Gehörschützer. Dementsprechend ist die Zuverlässigkeit des eingesetzten Prognoseverfahrens von entscheidender Bedeutung. Die prognostizierte Gehörgefährdung hängt wiederum signifikant von den verwendeten Gehörschützern und deren Modellierung ab. Somit ist eine realitätsnahe Berücksichtigung der Schutzwirkung des Gehörschützers von hoher Relevanz und wird in diesem Beitrag behandelt.
Hierzu werden zunächst individuell gemessene Gehörschützerübertragungsfunktionen als bestmögliches Modell betrachtet. Anhand dieser Übertragungsfunktionen und aufgezeichneter Waffenknalle werden - mittels Faltung - Schusssignale am Ohrkanaleingang synthetisiert. Aus dem Vergleich dieser synthetischen Signale mit den unter einem Gehörschützer, in-situ gemessenen Schusssignalen kann die Qualität der Gehörschützerübertragungsfunktionen untersucht werden. Zur Untersuchung werden neben klassischen akustischen Einzahlwerten Verfahren zur Prognose der Gehörgefährdung anwendet.
Auf Basis der Qualität der Gehörschützerübertragungsfunktionen wird eine mögliche Modellierung des Gehörschützers diskutiert.
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| 10:20 |
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Technologien zur Verbesserung der Sprachwahrnehmung trotz Gehörschutz
Helen Wolf, Axel Winneke, Andreas Volgenandt, Inga Holube, Jan Rennies
[Abstract]
Gehörschutzsysteme sollen der Entstehung von Gehörschäden durch Einwirkung von Lärm vorbeugen. Ein Nachteil ist,
dass beim Tragen von
Gehörschützern die Sprachwahrnehmung aufgrund der Dämpfungswirkung der Gehörschützer erschwert wird. Somit
bleiben zum einen wichtige Signale
ungehört und zum anderen wird die Kommunikation miteinander behindert. Diese Studie untersuchte daher Algorithmen der
blinden Quellentrennung,
die in ein Forschungsgehörschutzsystem implementiert wurden und die Sprachwahrnehmung durch die Hervorhebung von
Sprachanteilen verbessern
sollen. Dabei wurde die Sprachwahrnehmung beim Tragen des entwickelten Systems im Vergleich zu einem aktiven, auf
dem Markt erhältlichen
Gehörschutz getestet. Die Evaluation wurde mit 20 normalhörenden, deutschsprachigen Proband*innen durchgeführt, wobei
die Zielgrößen
Sprachverständlichkeit, empfundene Höranstrengung und die Anforderung an das Arbeitsgedächtnis in drei industriellen
Störgeräuschen mit
unterschiedlichen Spektren und Zeitstrukturen erfasst wurden. Sprache und Störgeräusche wurden dabei aus einem
Lautsprecher in einer Hörkabine
dargeboten. Die Sprachverständlichkeitsmessung wurde adaptiv mit dem Oldenburger Satztest durchgeführt, während die
Höranstrengung bei
konstanten SNR-Werten subjektiv anhand einer Kategorialskala bewertet wurde. Des Weiteren wurde ein n-Back-Task
durchgeführt, mit dem der Effekt
der Gehörschutzsysteme auf die Arbeitsgedächtnisleistung in lauten Industrieumgebungen untersucht wurde. Die
Ergebnisse deuten auf einen großen
Einfluss des Störgeräuschtyps auf die erfassten Zielgrößen sowie das Potenzial blinder Quellentrennung zur Erleichterung
der Sprachkommunikation mit
Gehörschutz hin.
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Organisation:
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| S. Dantscher, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzl. Unfallversicherung |
| M. Zaglauer, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 14:00 |
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Erfassung der Arbeitsgedächtnisleistung bei unterschiedlichen raumakustischen Konditionen
Jan Selzer, Florian Schelle, Andre Fiebig
[Abstract]
An Büroarbeitsplätzen werden viele Tätigkeiten durchgeführt, die erhöhte Anforderungen an die Konzentration der Beschäftigten stellen. Dem steht eine
erhöhte Störwirkung durch irrelevante Sprachsignale gegenüber, die nachweislich die Arbeitsgedächtnisleistung beeinträchtigen und die Fehlerrate steigern. Die nachfolgende Studie befasst sich mit der Fragestellung, inwiefern die Beeinträchtigung der Arbeitsgedächtnisleistung durch irrelevanten Schall von
unterschiedlichen raumakustischen Konditionen abhängt. Zu diesem Zweck wurde im within-subject Design die Leistungsminderung mittels Serial Recall Test
erfasst. Insgesamt wurden sechs Stimuli für das Experiment genutzt: Ruhe als Referenzkondition, rosa Rauschen, zwei Sprachsignale mit unterschiedlicher
Schwankungsstärke, die jeweils in einer ungünstigen raumakustischen Kondition mit langer Nachhallzeit sowie nachhallfrei dargeboten wurden. Jeder
Stimulus wurde in zwölf Trials genutzt. Ein Trial bestand aus der Repräsentationsphase von neun in zufälliger Reihenfolge sequenziell dargestellter Ziffern
und der nachfolgenden Wiedergabephase. Ferner wurden unterschiedliche Testdesigns für zwei Probandengruppen herangezogen. Im ersten Testdesign
fand die Wiedergabe eines Stimulus über zwölf Trials statt, während im zweiten Testdesign bei jedem Trial die Wiedergabe der Stimuli randomisiert wurde. Neben der erfassten Leistungsminderung wurde die Lästigkeit erhoben und ein Abschlussinterview geführt. Die Ergebnisse der Studie mit 44
Versuchspersonen werden in diesem Beitrag präsentiert und diskutiert. Insgesamt ist eine deutliche Leistungsminderung in den Sprachkonditionen
gegenüber der Referenzkondition sichtbar.
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| 14:20 |
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Effekte realer Arbeitsplatzgeräusche auf das Lesen und auf die Konzentration: Eine Laborstudie mit Beschäftigten
Helga Sukowski, Nina Ahrweiler, Jan Selzer
[Abstract]
In einem BAuA-Forschungsprojekt wird der Einfluss der akustischen Arbeitsumgebung auf die Leseleistung und die Konzentration untersucht. Nachdem in einer ersten empirischen Studie Trainingseffekte und die Optimierung einer selbstentwickelten Leseaufgabe im Mittelpunkt standen, wird nun in einer zweiten Studie der Einfluss unterschiedlicher Geräusche auf die Leseaufgabe und einen Konzentrationstest (KLT-R) betrachtet. Wesentliche Anliegen in dieser Studie sind die Verwendung von Geräuschen, die für den Arbeitskontext möglichst realistisch sind, sowie die Datenerhebung mit Beschäftigten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren.
In der aktuellen Studie werden derzeit zwei unterschiedliche Kunstkopf-Aufzeichnungen realer Arbeitsplatzgeräusche eingesetzt: (1) Großraumbüro; (2) Geräusch aus dem Kassenbereich im Textileinzelhandel. Die Geräuschumgebungen wurden durch das IFA der DGUV aufgezeichnet. Die gehörgerechte Wiedergabe wurde für den Versuchsaufbau über eine Entzerrung sichergestellt. Jede Person bearbeitet die beiden Aufgaben im Abstand von 7-10 Tagen einmal in einer Ruhebedingung und einmal in einer der beiden Geräuschbedingungen. Die Abfolge der Testversionen und der akustischen Bedingungen ist ausbalanciert. In jeder Versuchsbedingung (VB; VB1: Ruhe, Geräusch 1; VB2: Ruhe, Geräusch 2) nehmen 25 Personen teil.
Innerhalb jeder Geräuschbedingung wird die Differenz zwischen der Leistung in der Ruhebedingung und in der Geräuschbedingung ermittelt. Erste Ergebnisse werden im Rahmen der Tagung vorgestellt und diskutiert.
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| 14:40 |
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Entwicklung eines harmonischen Maskierungssignals zur Reduktion des Irrelevant Speech Effekt im Open Space Office
Benjamin Müller, Mariella Laubengeiger, Noemi Herget
[Abstract]
Aufgabenirrelevante Gespräche anderer Mitarbeiter sind die bedeutendsten Störquellen bei der Arbeit in Großraumbüros. Sie bewirken eine Ablenkung von
den eigentlichen Aufgaben und führen zu einer kognitiven Leistungsbeeinträchtigung sowie subjektiven Störung. Darunter leiden die Konzentration, die
Arbeitseffektivität sowie die Produktivität und schließlich auch die Mitarbeiterzufriedenheit. Diesen sogenannten ”Irrelevant Speech Effekt” (ISE) zu
vermeiden bzw. dessen negative Auswirkungen durch psychoakustische Verfahren zu beeinflussen ist Ziel der sogenannten Sprachmaskierung.
Klassischerweise wird dazu im Büro ein statisches Rauschen über Lautsprecher wiedergegeben. In diesem Beitrag wird diskutiert, ob die
Sprachverständlichkeit eines gegenübersitzenden Mitarbeiters durch den Einsatz eines speziell für Kopfhörer entwickelten harmonischen
Maskierungssignals reduziert werden kann. Hierfür wurden die Wirksamkeit des erstellten harmonischen Maskierungssignals im Vergleich zu einem
klassischen Sprachmaskierungsrauschen mit einem kognitiven Leistungstest untersucht und Schlüsse zur Leistungsfähigkeit gezogen. Zusätzlich wurde mit
Fragebögen die Nutzerakzeptanz evaluiert und mit den Erkenntnissen aus dem kognitiven Leistungstest verglichen. Die Untersuchungen ergaben, dass das
entwickelte harmonische Maskierungssignal eine ähnliche gute Maskierungswirkung wie ein klassisches Maskierungsrauschsignal besitzt und den ISE
genauso gut reduzieren kann, sowie insgesamt eine deutlich höhere Nutzerzufriedenheit garantiert.
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Sitzungsleitung:
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| S. Sentpali, Hochschule München |
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| 14:00 |
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Einstieg in die DFG-Förderung
Wieland Biedermann
[Abstract]
Die DFG zählt zu den größten Forschungsförderern in Europa und in Deutschland. Im Vortrag werden die wesentlichen Grundlagen für den Einstieg in die DFG-Förderung vorgestellt. Dazu zählen etwa typische Förderformate für die ersten Anträge, die Prozesse der Antragsbehandlung durch die DFG, Hinweise zu typischen Fallstricken und weiterführende Informationsquellen. Der Vortrag wird durch Hinweise zu Änderungen der DFG-Förderung in den letzten Jahren abgerundet.
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| 14:20 |
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'Acoustics' - Toolbox for teaching
Stephan Pitsch
[Abstract]
In classical academic teaching, theory is taught in classroom lectures and deeper practical comprehension is to happen later during laboratory experiments. This separation is due to practical reasons, because setting up an experiment takes time and transport of measurement equipment to the classroom is difficult or inconvenient. In order to support the understanding of theoretical contents, it would be helpful to have experimental demonstrations in the classroom during a lecture and right before or after the theoretical input. In acoustics there is already a huge variety of powerful software, that might be used for experiments and their evaluation. However, from a teacher’s point of view, the complexity of most programs makes their application inefficient during the short duration of a lecture. For this reason, the ”Acoustics” toolbox was developed and shared in MATLAB. It can be used for recording and analysis of analog voltage, sound and acceleration signals both in time and frequency domain. It is applicable for quick demonstrations during lectures or labs. In order to keep its operation simple, all functions and parameter inputs are visible without having to use hidden menus. It works both with onboard soundcards or external data acquisition devices with up to four channels.
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| 14:40 |
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Audio und Akustik für Informatik-Studierende
Wolfgang Heß
[Abstract]
In diesem Beitrag wird der Aufbau von Audio- und Akustik-Lehrveranstaltungen in der Lehre für Studierende der Angewandten Informatik anhand von Beispielen vorgestellt. Insbesondere das Verständnis von Optimierungsmöglichkeiten von Echtzeit-Signalverarbeitungsalgorithmen für Audioanwendungen bietet den Informatik-Studierenden Möglichkeiten, ihre Programmierkenntnisse zu erweitern und Zusammenhänge bei der Implementierung zu verstehen. Hardwarebasierte Konzepte wie beispielsweise Ping-Pong Buffering, Modulo-Adressierung und Bit-Reverse Adressierung ermöglichen ein anschauliches Verständnis des Zusammenspiels von Hardware und Software.
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| 15:00 |
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Entwicklung eines Praktikumsversuchs zur Luftschallmessung nach DIN
Stefanie Retka, Ertac Celik
[Abstract]
In diesem Beitrag wird die Entwicklung eines Versuchsstandes zur Luftschallmessung nach DIN im Rahmen des Masterstudiengangs Produkt- und Systementwicklung unter Leitung des im Jahr 2019 neu gegründeten Labors für Akustik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt vorgestellt. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden ein stückweit in die Welt der Akustik einzuführen, indem Luftschallmessungen im reflexionsarmen Halbraum zur Validierung desselben nach DIN EN ISO 3745 vorgenommen und diese Ergebnisse seitens der Studierenden beurteilt werden. Hauptaugenmerk des Beitrags liegt auf der Automatisierung der Messung zur vereinfachten Handhabung und wiederholten Durchführung durch die Studierenden. Neben der Schwierigkeit der variablen Konstruktion, um Messbahnen von unterschiedlicher Länge abbilden zu können, muss der Aufbau auch reflexionsarm gestaltet werden. Die Mikrofonpositionen entlang der Messlinien werden von außerhalb der Messkabine mithilfe eines selbstgeschriebenen Programms zur Steuerung eines Linearmotors, angefahren. Durch die Automatisierung des Messverfahrens steht im Ergebnis eine erhebliche Zeitersparnis bei der Luftschallmessung.
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| 15:20 |
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Digital Twin – Experimentelle und numerische Modalanalyse am Lehrbeispiel eines Tisches
Joscha Piepiorka, Christiane Gillner, Thorben Schröder, Olgierd Zaleski, Sören Keuchel
[Abstract]
Der digitale Zwilling wird als überaus effektives Werkzeug im Entwicklungsprozess eingesetzt, um bestmögliche akustische Produkteigenschaften zu garantieren und Sicherheitsanforderungen einzuhalten. Dabei gilt es den interdisziplinären Spagat zwischen rechnergestützen Vorhersagemodellen und experimentellen Prototypen valide abzubilden. Obwohl die jeweilige Fachexpertise in vielen Unternehmen vorhanden ist, wird das volle Interaktionspotenzial oftmals nicht ausgeschöpft. Um die Herangehensweise und das Verständnis zukünftiger Ingenieure zu sensibilisieren, wird in diesem Beitrag ein neu entwickeltes Laborpraktikum vorgestellt. Als Lehrbeispiel wird das Schwingungsverhalten eines Tisches mit Hilfe eines digitalen Zwillings untersucht. Ziel ist es, die Möglichkeiten und Werkzeuge zur Abschätzung der Modellgüte erläuternd aufzuzeigen. Für einen handelsüblichen Tisch werden sowohl experimentelle als auch numerische Modalanalysen durchgeführt und detailliert dokumentiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den jeweiligen Herausforderungen und den möglichen Fehlerquellen, welche anhand von Beispielen inklusive gängiger Lösungsstrategien fokussiert werden. Im ersten Schritt werden die jeweiligen Ergebnisse kritisch diskutiert und unter Berücksichtigung der Annahmen sowie Randbedingungen bewertet. Im zweiten Schritt erfolgt der Abgleich zwischen den beiden Teilgebieten, wobei die Validierung des digitalen Zwillings im Vordergrund steht. Die gesamte Vorgehensweise ist in einem Laborpraktikum zusammengefasst, welches vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bietet. Neben theoretischen Grundlagen sind die Inhalte als selbsterklärende Tutorials aufbereitet, welche digital oder in Präsenz am eigenen Untersuchungsobjekt erarbeitet werden können.
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Sitzungsleitung:
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| S. Sentpali, Hochschule München |
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| 16:20 |
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Volume estimation with a CD mouthpiece and a Helmholtz VoluMeter App
Malte Kob, Leonardo Fuks, Ricardo Cunha Michel
[Abstract]
A digital system has been developed to measure the volume of containers, using Helmholtz resonance. It consists of an excitation device, made with
recycled compact disks (CDs), that covers the normally open face of the container and provides an air duct and a neck, according to the model of a
Helmholtz resonator. In a previous study (Fuks et al. DAGA 2021) this device was employed to measure the resonant properties of several hollow
geometrical solids. The produced sound, by natural or artificial blowing, is analyzed by a smartphone app. The device delivers results through visual and
auditory interfaces, being suitable for visually impaired users. The operational range is between 50 ml and 2000 ml, with an error below ±10%. The
correction for airflow is discussed, as a function of playing frequency and flow rate, for the fixed bocal. Besides the Helmholtz formula, the system
provides an alternative method, based on interpolation from an experimental lookup table. Practical, entertainment, and educational applications are
considered.
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| 16:40 |
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Sprachakustik in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Rüdiger Hoffmann, Peter Birkholz, Steffen Kürbis, Peter Plaßmeyer
[Abstract]
Automaten, Androiden und Roboter - sie alle prägen heute das berufliche wie private Umfeld und sind Ausdruck des menschlichen Wunsches, künstliches Leben zu schaffen. Scheinbar zum Greifen nahe Utopien wie 4.0 und Künstliche Intelligenz sind keine verwirklichten Fantasien unserer Zeit, sondern lassen sich weit zurückverfolgen. Die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bewahren einen Schatz mechanischer Objekte von der Renaissance bis in die Gegenwart, wie ihn kaum ein anderer Museumsverbund zeigen kann. Vom 3. Juni bis zum 25. September 2022 wird der Dresdner Bestand erstmals in einer Ausstellung mit dem Titel ”Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten” präsentiert. Sie wird durch Leihgaben zur Geschichte der Konstruktion künstlichen Lebens ergänzt, darunter auch zur Entwicklung der sprechenden Automaten. Die TU Dresden steuert dazu Objekte aus ihrer historischen akustisch-phonetischen Sammlung (HAPS) bei. Außerdem zeigt sie Beispiele für aktuelle Forschungsergebnisse aus der Professur für Sprachtechnologie und Kognitive Systeme, die belegen, dass die Nachbildung des menschlichen Sprechapparates noch längst keine abgeschlossene Aufgabe ist. Der Beitrag beschreibt die Exponate zur Sprachakustik sowie ihre Einordnung in das Gesamtkonzept der Ausstellung.
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Organisation:
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| S.J. Rupitsch, Universität Freiburg, Elektrische Messtechnik und Eingebettete Systeme |
| M. Fournelle, Fraunhofer IBMT |
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| 16:20 |
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Design and Characterization of an A-mode Ultrasound-Pulser-System with Low Power Consumption
Ana Belen Amado Rey, Jonathan Larochelle, Espen Høgstedt, Claudio Ray, Thomas Stieglitz
[Abstract]
Ultrasound provides many advantages as a promising tool for medical diagnostic: it is comfortable for the final-end user, non-
invasive, and safe, as it does not involve ionizing radiation. Ultrasonic sensors present applications in many fields such as for
continuous vital parameter monitoring, to detect tumors and even to prevent hydrocephalus. However, the hardware development
of an ultrasound device still presents many challenges. The pulser that drives the excitation signal into the ultrasound sensors is
the most complex part, as it requires high DC voltages (±100 V) and current (approximately 1-2 A). The need of a large battery to
provide this power supply make state-of-the-art implementations of the pulser very bulky and heavy, and therefore, inappropriate
for a compact and/or wearable ultrasound system. In this work, two compact and low-power pulser approaches will be presented
and compared. Both ultrasound pulsers are driven by digital signals supplied by an FPGA. The pulsers serve as the input signals
of piezoelectric transducers that are used to detect arterial hemodynamic changes. These pulser designs enable accurate
detection of variations of the arterial diameter with a reduction of the applied voltage by 40 % (±60 V).
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| 16:40 |
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Schnelle harmonische Bildgebung durch Filterung der Harmonischen mit einem asymmetrischen Encoder/Decoder
Mariam Fouad, Georg Schmitz
[Abstract]
Die harmonische Gewebebildgebung (Tissue Harmonic Imaging, THI) ist mittlerweile die Standardmodalität im klinischen
Ultraschall, da sie im Vergleich zur konventionellen Bildgebung eine höhere Auflösung und eine deutliche Reduktion von
Reverberationen ermöglicht. Die Notwendigkeit mindestens zweier Puls-Echo-Akquisitionen reduziert jedoch die Bildrate und
verursacht weniger Bewegungsartefakte. Daher schlagen wir eine Deep-Learning-basierte harmonische Bildgebung mit nur
einer Puls-Echo Akquisition vor, die eine vergleichbare Bildqualität wie Mehrpulssequenzen bietet. Solche
Mehrpulssequenzen nehmen zum Beispiel ein Echosignal mit voller und eines mit halber Sendeamplitude auf und
Subtrahieren das verdoppelte Signal niedriger Amplitude vom Signal höherer Amplitude. Im vorgeschlagenen Verfahren wird
dagegen das Signal niedriger Amplitude mit geringerem harmonischem Anteil aus dem Signal höherer Amplitude durch einen
asymmetrischen Convolutional-Encoder-Decoder geschätzt. Trainingsdaten werden durch die Aufnahme von
Mehrpulssequenzen an Ultraschallphantomen mit dem Ultraschallsystem Verasonics Vantage 256 gewonnen. Das mit
Phantomdaten trainierte Netzwerk wird daraufhin auf Messdaten (Schilddrüse, Muskeln) gesunder Probanden angewendet.
Zusätzlich wird das Netzwerk mit Daten eines gesunden Probanden weiter trainiert und verbessert dadurch nach kurzer
Trainingszeit auch seine Bildqualität für Bilddaten weiterer Probanden. Die Bilddaten der konventionellen Methode und der
vorgeschlagenen Methode werden durch mehrere Bildqualitätsmasse (Kontrast/Rauschverhältnis, Structure Similarity Index,
Peak-Signal-to-Noise-Ratio) miteinander verglichen. Das vorgeschlagene Verfahren zeigt hierbei eine nahezu gleiche
Bildqualität bei geringerer Aufnahmezeit.
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| 17:00 |
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Untersuchung der Kavitationsaktivität von sonosensitiven und biokompatiblen Nanokapseln unter Berücksichtigung von diagnostischen Schalldruckgrenzen
Benedikt George, Ula Savsek, Dagmar Fischer, Helmut Ermert, Stefan J. Rupitsch
[Abstract]
Ein vielversprechender Ansatz zur Verabreichung von Chemotherapeutika stellt die Verwendung von Wirkstoffträgern dar. Dadurch kann die Gesamtmenge der Zytostatika reduziert und gleichzeitig die Nebenwirkungen minimiert werden. Darüber hinaus können die mit dem Wirkstoff beladenen Träger über das Gefäßsystem zum Tumorgewebe geleitet werden, wodurch eine lokale Wirkstofffreisetzung ermöglicht wird. In unserem Fall wird die Wirkstofffreisetzung aufgrund des sonosensitiven Verhaltens der Nanokapseln durch Kavitation ausgelöst, die durch fokussierten Ultraschall hervorgerufen wird. Dabei überschreiten die angelegten Ultraschalldrücke nicht die empfohlenen Maximalwerte, die sich aus dem Mechanischen Index ableiten lassen. Zur Messung des Kavitationseffekts wurde ein Aufbau zur passiven Kavitationsdetektion (PCD) verwendet. Zur Nachbildung eines Gefäßsystems haben wir ein durchströmbares Phantom aus Polyvinylalkohol entworfen, um das Kavitationsverhalten in dünnen Gefäßen zu untersuchen und unseren Ansatz zur Medikamentenverabreichung auf seine klinische Eignung hin zu überprüfen.
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| 17:20 |
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Requirements on ultrasound transducers in bioelectronics medicine applications
Benedikt Szabo, Ana Belen Amado Rey, Thomas Stieglitz
[Abstract]
The research field of ”bioelectronics medicine” focus on neural signaling, which affects neural and specific molecular mechanisms to understand and
detect neural patterns of diseases and to modulate and control these neural patterns instead of pharmacological treatments. Electrical stimulation has
been established over the past 60 years for excitation of nerves, but it has the disadvantage of limited spatial and fiber selectivity. Focused ultrasound as
a stimulation modality for selective excitation of deep fiber ensembles in peripheral and autonomic nerves is the subject of research. Challenges include
not only the development of miniaturized piezoelectric (PMUT) and capacitive (CMUT) ultrasound transducers, but also the packaging required for
chronic implantation scenarios. Adhesion of packaging materials is key to reliability and longevity of implantable transducers. Polydimethylsiloxane
(PDMS) serves as base material. Simulation models of the interfaces between PDMS and PMUT and CMUT arrays have been established to determine
the shear and normal force distribution over the transducers. Silicon-based adhesion materials have been identified and tested under saline working
conditions. Acoustic fields were measured and probe material interfaces were examined using microscopy. Initial results will be discussed in terms of
material combinations and manufacturing processes.
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| 17:40 |
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Kompaktes tragbares Mehrkanal-Ultraschallsystem für die Blasendiagnostik
Marc Fournelle, Tobias Grün, Daniel Speicher, Steffen Weber, Holger Hewener, Steffen Tretbar
[Abstract]
Die postoperative Überwachung der Blase ist eine aufwendige Aufgabe für das Pflegepersonal, da Ultraschallbilder manuell aufgenommen und interpretiert werden müssen. Eine aus medizinischer Perspektive sinnvolle kontinuierliche Überwachung ist somit im klinischen Alltag nicht möglich. Im Projekt VISIMON wurde daher ein Ultraschallsystem für das Blasenmonitoring entwickelt, welches aus einer kompakten 32-kanaligen Elektronik sowie einem selbsthaftend an der Haut anzubringenden Phased-Array-Ultraschallwandler mit 32 Elementen besteht. Ultraschalldaten können somit kontinuierlich aufgenommen und mit Methoden der KI automatisiert ausgewertet werden, wodurch das Pflegepersonal entlastet wird.
Die Datenverarbeitung wird dabei in ein Endanwendergerät (bspw. Tablet) ausgelagert, wodurch einerseits Ressourcen gespart werden können und gleichzeitig von der stetig wachsenden Leistungsfähigkeit neuer Tablet-Generationen profitiert wird. Dies wird möglich durch die Nutzung von Methoden aus dem Bereich ”Ultrafast Ultrasound Imaging”, bei dem die Fokussierung rein synthetisch in Software auf den digitalisierten Kanaldaten (”pre-beamformed channel data”) stattfindet und ebene oder defokussierte Wellen gesendet werden. Das System wurde hinsichtlich der Einhaltung von Medizinproduktenormen (bspw. elektrische Sicherheit und elektromagnetische Verträglichkeit) geprüft und in ersten Phantom- und Probandenstudien charakterisiert.
Durch die offene Systemarchitektur und den vollen Zugriff auf die komplette Signalverarbeitungskette, stellt das System auch jenseits urologischer Fragestellung eine ideale Ultraschallplattform für Forschung und Lehre dar.
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Organisation:
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| J. Abshagen, Wehrtechnische Dienststelle 71 |
| I. Nissen, Wehrtechnische Dienststelle 71 |
| G. Schmidt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
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| 11:00 |
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Automatic Classification of Cavitation States using Hydroacoustic Measurements
Christian Krüger, Frank Krüger, Sascha Spors
[Abstract]
Due to future restrictions on the underwater sound emission of merchant ships, the design of low-noise
propellers is becoming increasingly important. Since cavitation is the dominant sound source on propellers,
there is an increased demand for automated detection methods that deliver detailed information about
cavitation type, inception, area and intensity in order to adapt the propeller design. Considering that even
the smallest cavitation bubbles contribute to sound emission, the classical optical cavitation observation is not
sufficient for a reliable analysis. In this paper, an automatic method for classification of propeller cavitation
based on acoustical hydrophone measurements is presented. It is shown that by using a Random Forest
classifier the cavitation states can be distinguished with high accuracy. A feature selection algorithm was
used to identify the relevant features that indicate the statistical quantity and frequency range in which the
cavitation states differ most. By a reduction of the feature set it could be shown that besides differences also
similarities between the cavitation states exist. These results offer great potential for the investigation of the
underlying physical processes of cavitation.
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Organisation:
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| J. Abshagen, Wehrtechnische Dienststelle 71 |
| I. Nissen, Wehrtechnische Dienststelle 71 |
| G. Schmidt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
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| 8:40 |
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Primäre Schallminderung bei Offshore-Pfahlrammungen durch den Einsatz eines Zwischenstückes zur akustischen Anpassung des Hammers an den Pfahl
Elin Klages, Stephan Lippert, Otto Von Estorff
[Abstract]
Bei der Rammung von Grundungspfählen für Offshore-Windenergieanlagen sind in Deutschland seit 2008 Grenzwerte bezüglich der resultierenden
Unterwasser-Schalldruckpegel einzuhalten. Zur Einhaltung dieser werden üblicherweise zusätzliche Schallminderungssysteme, z.B. Blasenschleier,
Hydro-Sound-Damper und Noise Mitigation Screens, eingesetzt. Motiviert durch steigende Schallemissionen, u.a. bedingt durch größer werdende
Gründungspfähle, wurde zusätzlich die Entwicklung von Rammhämmern bzw. alternativen Rammmethoden mit besseren akustischen Eigenschaften,
z.B. BLUE Piling, IHC Pulse, MENCK Noise Reduction Unit, SilentHammer, vorangetrieben. Dabei hängt die Schallemission, neben anderen Faktoren,
allerdings immer auch von der Interaktion des Rammhammers mit dem Pfahl ab. Die Berücksichtigung des Pfahldesigns beim Entwurf des
Rammhammers gestaltet sich als schwierig, weil der gleiche Rammhammer in der Regel zur Rammung unterschiedlicher Pfähle eingesetzt wird. Eine
Möglichkeit, welche in diesem Beitrag untersucht wird, stellt der Einsatz eines zusätzlichen Elements zur Minimierung der Schallemission für individuelle
Hammer-Pfahl-Kombinationen dar, welches zwischen Hammer und Pfahlkopf eingefügt wird.
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| 9:00 |
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Skalierungsgesetze für Offshore-Rammschall: Ein Anwendungsbeispiel zur Bestimmung der auftretenden Unterwasser-Schallpegel
Jonas Von Pein, Tristan Lippert, Stephan Lippert, Otto Von Estorff
[Abstract]
Für die Installation von Offshore-Windenergieanlagen werden große Pfähle in den Meeresboden gerammt. Der Rammprozess führt zu sehr hohen Schalldruckpegeln im Wasser. Diese können für die marine Fauna gefährlich hohe Werte annehmen. Darum sind zum Schutz der Meeresumwelt in vielen Ländern Grenzwerte für die Schalldruckpegel einzuhalten. Für die genaue Vorhersage der auftretenden Schalldruckpegel sind in der Regel aufwändige numerische Modelle notwendig. Um auch ohne detaillierte Berechnungsmodelle eine vereinfachte Abschätzung zu ermöglichen, existieren verschiedene Skalierungsgesetze, welche oftmals mit Hilfe der FEM verifiziert und mit Messdaten validiert worden sind. In diesem Beitrag werden verschiedene publizierte Skalierungsgesetze für die Bestimmung der Schalldruckpegel eines realen Szenarios verwendet. Ausgehend von der Skalierung des Einzelereignis-Schalldruckpegels bei 750 m wird der Spitzenschalldruckpegel bestimmt und die Abklingkurve mittels des ”Damped Cylindrical Spreading Modells” berechnet. Abschließend werden die skalierten Daten mit den realen Messdaten verglichen.
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| 9:20 |
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Sediment Generated Noise in the Presence of Intense Internal Waves and Estimation of Bottom Parameters
Boris Katsnelson, Oleg A. Godin, Qianchu Zhang
[Abstract]
As sediment generated noise (SGN) we understand irregular acoustic signals, generated by collisions and/or transport of sediment’s particles under influence of
near bottom hydrodynamic perturbations/currents of different nature (in rivers, in tidal currents, in the presence of internal waves of large amplitude etc). The last
one was found in framework of analysis of data of the Shallow Water 2006 experiment carried out in NJ shelf of USA, where trains of nonlinear internal waves
(NIW) were registered and studied. Spectrum and intensity of SGN are demonstrated.
Within the framework of Inman’s theory (Inman, J. of Sed. Petrol, 1949), it is shown that properties of SGN and threshold of velocity of near-bottom current, or
value of NIW amplitude, exciting noise signal, are concerned with properties of sediment (size distribution and density of particles, etc). In particular usage of
mentioned parameters of sediment, obtained by Goff et al , Mar. Geol. 2004, independently by direct measurements in area of experiment, for estimation of
current/NIW amplitude threshold, give good agreement with the corresponding data of SW06. This circumstance gives the chance to use SGN characteristics in
area of NIW activity for estimation of sediment’s parameters. Work was supported by RFBR, grant 20-05-00119.
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| 9:40 |
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Untersuchungen zur räumlichen Variabilität der Schallausbreitung im Tiefwasser
Christian Haak, Jan Abshagen
[Abstract]
Durch die vertikale Schichtung im Meer treten aufgrund der ausgeprägten Abhängigkeit der Schallgeschwindigkeit von Temperatur, Salzgehalt und Druck im Tiefwasser Schallkanäle auch unterhalb der Oberfläche auf. Die Schallausbreitungsbedingungen in einem Tiefwasserkanal sind aber weder zeitlich noch räumlich stationär, sondern weisen in der Regel eine starke Variabilität auf. Es werden experimentelle Ergebnisse zur Charakterisierung der zeitlichen Fluktuation der Schallausbreitung im Tiefwasser vorgestellt. Die experimentellen Untersuchungen wurden mit Hilfe von unterschiedlichen Anordnungen von Sender und Empfänger im Sognefjord (Norwegen) durchgeführt. Die (quasi-)stationäre Messstrecke wurde jeweils zwischen dem Forschungsschiff Elisabeth Mann Borgese und einem driftenden Bojensystem aufgebaut. Untersucht wurde dabei der Einfluss sowohl der Messtiefe als auch des räumlichen Abstandes zwischen Sender und Empfänger, der bei den Experimenten bis zu 10 km betrug.
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| 10:20 |
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Modenabstrahlung resonanter Körper im Wasserschall
Arne Stoltenberg, Ingo Schäfer
[Abstract]
Körper, die in der Wassersäule hängen, können durch Wasserschall zu Schwingungen in ihren Eigenmoden angeregt werden. Die Schwingungsmoden der Körper sind durch ihre innere Struktur und ihre Materialparameter bestimmt. Allerdings sind von den Eigenmoden der Körper nur die abstrahlfähigen Moden bei Fernfeldbetrachtungen von Interesse. Besonders starke resonante Moden erzeugen dabei eine signifikante Erhöhung des Zielmaßes, die bei bestimmten Anwendungen von Nutzen sein kann. Die Abstrahlrichtung von resonanten Körpern wurde im Wassertank der WTD 71 an Modellkörpern experimentell für einen weiten Frequenzbereich untersucht und mit den Ergebnissen von numerischen Simulationen verglichen. Durch Variation des Aspektwinkels der Körper können monostatische Abstrahlungsmuster der Moden unterschieden
werden.
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| 10:40 |
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Entwurf und Implementierung einer schnellen Frequenzgangmessung und automatischer Entzerrung von akustischen Schallwandlern
Bastian Kaulen, Hanna Lewitz, Tim Owe Wisch, Frederik Kühne, Gerhard Schmidt
[Abstract]
Das Vermessen von akustischen Schallwandlern wie Projektoren und Hydrophonen ist notwendig, um die Leistungsfähigkeit von nachfolgenden Signalverarbeitungsstrukturen optimal nutzen zu können. Gerade in Array-Anwendungen ist das gleiche Verhalten aller Elemente wichtig, um gute Resultate zu erzielen. Dazu werden die jeweiligen Testobjekte oft in einem möglichst schallarmen Messtank mit bekannten Signalen charakterisiert. Ein großes Problem stellt hierbei die Reflektionen an Wänden und der Wasseroberfläche dar. Durch die beschränkte Abmessung des Tanks leiden die zu erzielende Ergebnisse und es muss für eine genauere Messung über viele Pulse gemittelt werden, was die Gesamtdauer der Messung erhöht. In diesem Beitrag wird die Verwendung eines adaptiven Filters zur Bestimmung der Impulsantwort vorgestellt, die neben einem kontinuierlichen breitbandigen Senden und Klassifizieren, auch zusätzlich eine Aussage über die Qualität der Messung ermöglicht. So lässt sich sowohl sehr viel zuverlässiger als auch schneller messen. Anschließend werden die ermittelten Frequenzgänge mittels einer digitalen Filterstruktur zu einem gewünschtem Frequenzgang entzerrt. Dies kann zum Beispiel der Mittelwert aller Frequenzgänge eines Arrays sein, wodurch ein einheitliches Verhalten des gesamten Arrays erreicht wird. Sowohl das Vermessen als auch die Entzerrung wurde in einem Echtzeit-Signalverarbeitungsprogramm umgesetzt und ermöglicht somit eine deutliche Reduzierung der gesamten Messdauer von Arrays.
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Organisation:
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| J. Abshagen, Wehrtechnische Dienststelle 71 |
| I. Nissen, Wehrtechnische Dienststelle 71 |
| G. Schmidt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
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| 14:00 |
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Oberflächenmodifikation zur Reduzierung des strömungsinduzierten Eigenstörgeräusches bei Schleppantennen
Florian Wachter, Sandro Dietrich, Stefan Becker
[Abstract]
Sonar-Schleppantennen sind horizontal geschleppte, hydroakustische Messsysteme, die zur Wasserschallvermessung und zur Detektion von Schallquellen in Gewässern eingesetzt werden. Vereinfacht betrachtet besteht die Schleppantenne aus einer schlauchartigen Hülle, in deren Inneren sich mehrere axial angeordnete Hydrophone befinden, die meist in einer viskosen Flüssigkeit eingebettet sind. Das geschleppte Messsystem hat üblicherweise ein Länge-zu-Durchmesser-Verhältnis in Größenordnungen von O(10^2) bis zu O(10^6). Beim Einsatz der Schleppantenne bildet sich eine relativ dicke, axial-symmetrische turbulente Grenzschicht um die schlauchartige Hülle. Durch die turbulenten Fluktuationen innerhalb der Grenzschicht ist die Schleppantenne strömungsinduzierten Störgeräuschen ausgesetzt, die das Signal-Rausch-Verhältnis negativ beeinflussen und damit die Einsatzmöglichkeiten des hydroakustischen Messsystems limitieren. Oberflächenmodifikationen der Schlauchülle können zu einer lokalen, wandnahen Reduktion der Turbulenz führen. Der Einfluss einer solchen Modifikation auf die strömungsinduzierten Störgeräusche wird im Vergleich zu einer Referenzschlauchhülle ohne Modifikation numerisch untersucht. Hierzu werden Simulationen der Fluid-Struktur-Akustik-Interaktion eingesetzt. Im Rahmen des Vortrags werden Herangehensweise und Ergebnisse vorgestellt.
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| 14:20 |
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Interior noise from a flow past an obstacle in an underwater experiment
Jan Abshagen
[Abstract]
Durch turbulente Umströmung einer hydroakustischen Antenne werden im Inneren der Antenne Strömungsgeräusche induziert, die bei sonarrelevanten Geschwindigkeiten signifikant zum sogenannten Eigenstörpegel beitragen. Dabei stellt die vibroakustische Anregung der Hülle durch die äußere turbulente Grenzschicht einen wesentlichen Mechanismus der Geräuschentstehung im Inneren dar. Mehrere Plattenkonfigurationen mit unterschiedlichen vibroakustischen Eigenschaften wurden mit dem Schleppkörpermesssystem FLAME in einem Geschwindigkeitsbereich von 4 bis 10 kn unter Seebedingungen untersucht und deren strömungsakustische Eigenschaften miteinander verglichen. Die Messungen wurden während einer Forschungsfahrt mit FS Elisabeth Mann Borgese im Sognefjord (Norwegen) durchgeführt.
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| 14:40 |
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Simulation der aktiven Beeinflussung der Wasserschallsignatur eines Schiffmodells auf Basis von Messdaten
Steffen Ungnad, Andreas Müller, Carsten Zerbs, Delf Sachau, Anton Homm
[Abstract]
Die Wasserschallsignatur eines Schiffes kann mittels passiver Sonare oder Sensoren zur Detektion und Identifikation verwendet werden. Die Fragestellung, inwieweit diese Signatur mit Hilfe von Inertialschwingerregern geeignet modifiziert und verfremdet werden kann, wird an einem Schiffsmodell (Maßstab 1:8) untersucht. Dafür wurden experimentelle Untersuchungen an der Messstelle der WTD 71 im Plöner See durchgeführt. Gemessen wurde hierbei zunächst die als zeitinvariant angenommene und aus Einzeltönen bestehende ”Ist-Signatur”, welche über zwei Inertialschwingerreger an Positionen von Motorersatzmassen (Primärquellen) im Schnellbootmodell abgespielt wurde. Weiterhin wurden Transferfunktionen zwischen Intertialschwingerregern an der inneren Bordwand (Sekundärquellen) und im Bootsrumpf befestigten Beschleunigungssensoren sowie zwischen den Schwingerregern und sechs Hydrofonen ermittelt. Auf Basis dieser Messdaten werden Simulationen im Frequenzbereich durchgeführt, um die Möglichkeiten zum Erzeugen einer gewünschten Soll-Signatur zu bewerten. Es erfolgt dazu der Entwurf eines optimalen Filters, eine automatisierte Auswahl von Aktuatoren und Sensoren sowie die Analyse der Matrix der Übertragungsfunktionen mittels einer Singulärwertzerlegung.
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| 15:00 |
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Prädiktive Modellierung von Frequenzkämmen
Andreas Galka
[Abstract]
Technische wie auch biologische Wasserschallquellen emittieren oft Signale, die höhere Harmonische enthalten, so daß ihr Leistungsspektrum aus Frequenzkämmen besteht.
In diesem Beitrag wird die prädiktive Modellierung solcher Signale durch parametrische Zustands-raum-Modelle, sowie ihre Abtrennung von Stör- und Rauschsignalen diskutiert.
Insbesondere wird der Zusammenhang zwischen Modellparametern einerseits und Peak-Frequenzen und -Amplituden andererseits untersucht. Der Zusammenhang der Peak-Frequenzen innerhalb eines Frequenzkamms erzeugt Einschränkungen, die bei der numerischen Bestimmung der Parameter berücksichtigt werden müssen.
Die praktische Anwendung wird durch Ergebnisse demonstriert, die an Datensätzen mit Schiffslinien sowie mit Stimmäußerungen von Meeressäugern gewonnen wurden.
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| 15:20 |
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Entwurf und Implementierung einer modularen Softwarearchitektur für kognitive verteilte Echtzeit-MIMO-SONAR-Systeme
Frederik Kühne, Bastian Kaulen, Tim Owe Wisch, Gerhard Schmidt
[Abstract]
Durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz gibt es immer bessere Ansätze von Kognition in komplexen Systemen. Auf
ein SONAR-System
angewandt bedeutet dies, dass eventuell eine kognitive Steuereinheit die komplette und auch sehr umfangreiche Steuerung
übernimmt und damit die
Ergebnisse deutlich verbessern kann. Die deutlich schnellere Reaktionszeit erlaubt so eine komplette Rekonfiguration eines
verteilten MIMO-SONAR-
Systems von Ping zu Ping. Ein Hafenbecken kann so in merklich verkürzter Zeit vollständig untersucht und mögliche Ziele
schneller entdeckt werden.
Dies erfordert allerdings ein extrem flexibles Rahmenwerk, das solche grundlegenden Code- und Speicheranpassungen
ohne einen Systemneustart und
ohne das ”Vergessen” der bisherigen Detektionshistorie auch zulässt. Kognitive MIMO-SONAR-Systeme bieten eine
Vielzahl am Modi und
Einstellungsmöglichkeiten, die teilweise zur Laufzeit verändert werden müssen. Dadurch entstehen Verarbeitungsketten, die
nicht in einer einzigen fixen
Abarbeitung von Teilfunktionen resultieren. Um trotzdem optimale Effizienz zu erreichen, erfordert es eine neue
Softwarearchitektur für ein SONAR-
System, das flexibel ihre Struktur an die gewählten Modi anpasst. Dazu werden in diesem Beitrag variable Grundbausteine
entworfen, die je nach
SONAR-System optimal zusammengesetzt und parametrisiert werden können. Eine Umsetzung der Algorithmen wird in ein
Echtzeitrahmenwerk
implementiert und eine Echtzeitfähigkeit des Gesamtsystems wird gezeigt.
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| 16:00 |
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Geräuschreduktion und Entzerrung für gemischt analog-digitale Sprachübertragungen im Unterwasserkanal
Tim Owe Wisch, Bastian Kaulen, Frederik Kühne, Gerhard Schmidt
[Abstract]
In vielen Anwendungsbereichen ist unter Wasser eine Sprachkommunikationsverbindung zwischen zwei Partnern erforderlich.
Klassischerweise werden
dazu entweder die direkte Einseitenbandmodulation eines Sprachsignals oder eine digitale Kommunikationsform unter
Nutzung eines Sprachcoders
angewandt. Die besonderen Bedingungen des Unterwasserkanals sorgen jedoch dafür, dass einerseits das direkt modulierte
Sprachsignal starken
Verzerrungen im Kanal unterworfen wird und andererseits digitale Kommunikationsverbindungen oftmals nur geringe
Datenraten liefern können und
demzufolge nur Sprachcoder mit niedriger Qualität eingesetzt werden können. Eine mögliche Alternative besteht in dem Ansatz
ein System einzusetzen,
welches in einem gemischten Betrieb sowohl digitale als auch analoge Übertragungen kombiniert. Im digitalen Teil werden
Informationen über die
Einhüllende und ein Normalisierungsfaktor unter Verwendung von Codebüchern (Vektorquantisierung), im analogen Teil ein
spektral ausgewogenes und
normalisiertes Restsignal übertragen. Ein solches System wird in diesem Beitrag in Bezug auf die gegenüber den klassischen
Varianten erweiterten
Möglichkeiten zur Geräuschreduktion und Entzerrung untersucht und evaluiert.
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| 16:20 |
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Analyse der JANUS-Aussendungen bei der Technologie-Demonstration REPMUS21
Dennis Galsdorf, Ivor Nissen
[Abstract]
Die akustische als offen standardisierte Erstkontakt-Unterwasserkommunikation JANUS (STANAG 4748) bietet die Möglichkeiten, für unterschiedliche Anwendungen (hier als User classes bezeichnet) Kooperationsprozesse zu definieren. Auf der Live-Technologiedemonstration REPMUS21 wurden im Spätsommer in den Gewässern vor Lissabon unterschiedliche Experimente durchgeführt und JANUS-Nachrichten ausgetauscht. In diesem Beitrag wird JANUS kurz vorgestellt, sowie eine Analyse der versendeten und im Unterwasser-Netzwerk erfolgreich empfangenen Mitteilungen erstellt. Neben den Experimenten 2 und 4 mit dem Forschungsschiff Planet werden insbesondere die anderen Anwendungen wie SMS und Chat sowie verschlüsselte Nachrichten in der Wassersäule intensiver betrachtet und die Topologien vorgestellt.
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| 16:40 |
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Akustischen Authentifizierung in Unterwassernetzwerken durch Hydro-Schlüssel, Teil II
Ivor Nissen, Dennis Galsdorf
[Abstract]
Eine korrekte Authentifizierung innerhalb von Identifikationsprozessen ist immer mit einem Erst-kontakt zum Fremden verbunden. Die gemeinsame Schlüsselübergabe bei diesem Erstkontakt ist die Achillesferse jeder Kommunikation mit symmetrischer und asymmetrischer Verschlüsselung. Diese muss über einen sicheren Kanal ggf. im Vorwege erfolgen. Die Hydroakustik mit seiner verglichen zum Funk multiplen, langsamen Schallgeschwindigkeit hilft, den Schlüssel weder preiszugeben noch kopieren zu können, beugt Besitzerwechsel oder -verfälschungen vor. Der Ansatz basiert auf Messungen der beteiligten zwei Kommunikationspartner (Alice und Bob) aus denen beide einen geheimen Schlüssel bilden können, den nur diese beiden kennen und ein potenzieller Lauscher (Eve) nicht berechnen kann. Insbesondere für die Unterwasserkommunikation im Netzwerk, bei denen eine fehlerfreie Nachrichtenübertragung nicht garantiert werden kann, bietet sich dieser Weg an, da bekanntlich Doppler-Verschiebung und Laufzeiten Größenordnungen höher sind als in terrestrischen Anwendungen. In der Hydroakustik sind durch Eve konkrete Sendezeitpunkte der Teilnehmer und damit diese ”Hydroschlüssel” nicht schätzbar. In diesem Beitrag wird das Experiment 2 der Live-Demonstration REPMUS21 aus den Sichtweisen von Alice, Bob, Eve und Mallory vorgestellt, basierend auf den Ausführungen der DAGA21 aus Wien. Es werden Methoden der robusten Bestimmung angesprochen.
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Organisation:
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| M. Späh, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| V. Wittstock, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 13:40 |
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How uncertain ist the sound absorption measurement in reverberation rooms compared to other acoustic measurements
Volker Wittstock
[Abstract]
Main measurands of applied acoustics like sound power level, sound reduction index or impact noise level are expressed in dB. Consequently, also the uncertainties are given in dB. Uncertainties for the sound power level under reproducibility conditions are 1,0 dB for the best grade of accuracy. A similar uncertainty is yielded for the building acoustic quantities. Since the equivalent absorption area is measured in m2 and the absorption coefficient as a dimensionless number, their uncertainties can not readily be compared to these known uncertainties in dB. The contribution therefore provides a transformation of the uncertainties from ISO 12999-2 to the dB scale and compares the results to other measurands of applied acoustics. Furthermore, reverberation times in rooms and their uncertainties are predicted from measured sound absorption coefficients and their uncertainties. This finally enables a comparison between the uncertainty of measured sound absorption and other quantities in applied acoustics.
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| 14:00 |
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Untersuchung zum Einfluss der Absorptionswerte-Unsicherheit auf raumakustische Zielgrößen bei Raumakustikprognosen
Stefan Weigand, Jochen Schaal
[Abstract]
Die Frage der Zuverlässigkeit und Vergleichbarkeit der Messung von Schallabsorption im Hallraum gemäß ISO 354 war in den letzten Jahren Forschungsgegenstand mehrerer Publikationen. Es sind Untersuchungen zur Vergleichbarkeit zwischen Laboren und Wiederholgenauigkeit der mit ihr ermittelten Größen Schallabsorptionsgrad bzw. äquivalente Schallabsorptionsfläche veröffentlich worden. Daraus ist eine neue Norm entstanden: die ISO 12999-2. Sie erlaubt es zu beziffern, mit welcher Unsicherheit bei den gewonnenen Absorptionswerten in Bezug auf Durchführung in unterschiedlichen Laboren zu rechnen ist (Vergleichstandardabweichung). Derzeit wird, auch im Zuge der Überarbeitung der ISO 354 und der Idee eines Referenzabsorbers, die Frage diskutiert, welcher Grad an Genauigkeit für die Bestimmung dieser akustischen Parameter ausreichend bzw. erstrebenswert ist und ob Bemühungen unternommen werden sollen, diese Unsicherheiten zu reduzieren. Dabei wurde bisher vor allem auf die Verwendung in der Bauakustik abgezielt.
Absorptionsgrade sind aber auch ein wesentlicher Eingangsparameter für raumakustische Prognosen, insbesondere Simulationen. Dieser Beitrag untersucht welcher Unsicherheit die typischen raumakustischen Zielgrößen (z.B. Pegel, Nachhallzeit, Deutlichkeitsmaß) unterliegen, wenn man die in ISO 12999-2 benannten Unsicherheit unter Vergleichsbedingungen für Absorptionswerte annimmt. Dafür werden Untersuchungen mit Schallteilchensimulationen und Berechnungen nach Sabine in verschiedenen Räumen und Szenarien durchgeführt und ausgewertet.
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| 14:20 |
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Analysis of Multi-Exponential Decay Constant Estimation Methods
Nils Rummler, Marco Berzborn, Michael Vorländer
[Abstract]
The measurement of the absorption coefficient in reverberation chambers according
to the international standard ISO-354 shows a poor reproducibility between
laboratories. A reason for this is a multi-exponential decay of the sound field due to a
non-uniform distribution of absorption when the test specimen is inserted into the
room. A previous study by Balint et al. indicates that the use of the initial decay time
improves the estimated absorption coefficient compared to theoretical results. In this
study, the sound field decay properties of a simplified setup in a reverberation
chamber with a test-specimen uniformly covering a single room surface are
investigated. An analytic model is used to calculate room impulse responses as well
as the reference decay constants of all contributing modes. Based on the Schroeder
integral of mentioned impulse responses, multi-exponential energy decay models are
fitted using Bayesian statistics. The decay parameters are evaluated with respect to
their accuracy in initial decay time estimation and sensitivity to noise. Results indicate
that the Bayesian approach reliably determines the decay model and its parameters.
Finally, the results are compared to the estimations of the reverberation times in
accordance with ISO-354.
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| 14:40 |
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Investigation on the errors of sound absorption using the PU in-situ measurement technique
Fanyu Meng, Matheus Lazarin, Dani Fernandez
[Abstract]
Measuring sound absorption in-situ using pressure and particle velocity sensors has the advantages of restricting background
noise and characterizing
materials in their target environments in a broadband frequency range. However, deviations exist due to various factors in the
in-situ measurements. On
the one hand, certain assumptions for the calculation models may not be met in real measurement scenarios, which is a
problem that the standardized
reverberation room method also has. On the other hand, the operation procedures to perform the measurements and the
backplate to support the
material under test can also bias the results. In this work, different materials with several experimental factors in the in-situ
environments are measured,
and the errors of the sound absorption are investigated.
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| 15:00 |
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Neural network based in-situ method to determine surface impedance and absorption coefficient of porous materials
Mark Müller-Giebeler, Michael Vorländer
[Abstract]
At recent conferences we proposed a free-field or in situ
wave field analysis method for determining acoustic
material parameters of porous absorbers based on
measurements over finite samples using trained neural
networks to model the edge effect for inverse material
estimation. The approach avoids estimation errors resulting
from simplifying assumptions concerning the sound field or
the type of material reaction, so that also angle-dependent
surface impedances of non-locally reacting materials can
be determined. Using numerically simulated measurements
it was shown that the finite sample effect can be
neutralized very well and accurate material estimates can
be obtained even with a simple measurement setup.
Building on the knowledge gained so far, this contribution
presents further investigations concerning ways to improve
the neural networks for sound field prediction as well as the
assessment of the ability to extrapolate, i.e. to estimate
material parameters in frequency ranges above the intervals
learned in training. Furthermore, the entire method is
applied to real measurements in the hemi-anechoic
chamber, the additional adjustments required for this are
discussed, and the resulting estimation results are
evaluated.
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| 15:20 |
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Experimental and numerical study of absorptive properties of a suspended ceiling under grazing incidence
Yohko Aoki, Moritz Späh, Xiaoru Zhou, Klaudius Hengst
[Abstract]
In a previous project, it was found that the reverberation time of a real room with a perforated suspended ceiling was shorter than expected, based on its absorption coefficient in the reverberation chamber. We hypothesise that the short reverberation time is caused by high absorptive property of a perforated suspended ceiling under high-oblique angle and eventually grazing incidence. It is possible to measure the insertion loss of suspended ceilings under grazing incidence in the laboratory test stand for ducted silencers. Compared to a reference situation, the insertion loss of different suspended ceiling constructions are measured and analysed aiming at the derivation of sound absorption coefficients for gracing incidence. Additionally, numerical simulation of the oblique incidence absorption coefficient of the suspended ceiling was also performed by a three-dimensional model in FEM. The experimental and numerical results are compared and should lead to a better understanding of the absorptive properties of suspended ceilings with perforated plates and the causes of the short reverberation time in a room. In this contribution results of the investigation are presented.
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Organisation:
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| M. Späh, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| V. Wittstock, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 16:20 |
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Systematische Untersuchung der winkelabhängigen Schallabsorption von typisierten Akustikdecken
Rainer Machner
[Abstract]
Erhebungen der vergangenen Jahre [u.a. ”SBiB-Studie”; Hochschule Luzern - Technik & Architektur, 2010] haben deutlich gemacht, wie stark die
Komponente LÄRM als Störfaktor moderner Bürokonzepte wahrgenommen wird. Hervorgegangen sind ebenfalls in den letzten Jahren zahlreiche
Richtlinien und Normen, die zum Ziel haben, dieser Problematik entgegenzuwirken, sowohl messtechnisch [DIN EN ISO 3382-3:2021-02], als auch
anhand von Zielvorgaben verschiedener raumakustischer Parameter [VDI 2569:2019-10]. Dabei ist die exakte Wirkung unterschiedlicher Absorbertypen
auf diese Parameter in Flachräumen (wie z.B. Mehrpersonenbüros) noch nicht hinreichend untersucht, bzw. es liegt aufgrund idealisierter Annahmen
(u.a. eines gleichförmigen Schallabsorptionsverhaltens trotz stark abweichender Einfallswinkel an der Decken- und Wandflächen) ein großes
Fehlerpotential vor.
Anhand der durchgeführten Untersuchung soll aufgezeigt werden, wie unterschiedliche Typen von Akustikdecken durch ihre winkelabhängige
Schallabsorption auf die Nachhallzeit, sowie die Schallpegelminderung wirken. Dabei wurden die Parameter systematisch im veränderten Einfallswinkel
zur Decke durch Abstandvariation, sowie unter Abwandlung von Schirmungselementen der Raumausstattung erhoben. Die Ergebnisse der Messungen
werden unter Betrachtung des theoretisch zu erwartenden Ergebnisses, sowie vorangegangener Laboruntersuchungen diskutiert.
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| 16:40 |
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Interference Patterns in an Edge of a Cuboid Reverberation Chamber
Eric Kurz, Andreas Steffek, Werner Weselak, Gernot Kubin
[Abstract]
Edge absorbers are known for their high effectiveness in absorbing low-frequency sound energy and reducing low-frequency reverberation. The influence of edge absorbers on the decay behaviour of the sound field has been extensively proven empirically. Nevertheless, no suitable model for sound absorption by edge absorbers exists to date. In order to be able to develop such a model, it is essential to know the sound field in the edge of a room precisely. This paper attempts to develop a more precise understanding of the sound field in one edge of a cuboid reverberation chamber. It is verified by measuring potential and kinetic energy. For this purpose, initially the interference patterns for diffuse sound incidence in a rectangular edge according to R. V. Waterhouse are presented. Subsequently, these interference patterns are verified by means of sound pressure and particle velocity measurements in the reverberation chamber. In a further step, the influence of porous absorber material in one edge of the reverberation chamber on these interference patterns is measured. By comparing the calculated and measured interference patterns, the accuracy of the Waterhouse model is investigated. Finally, a range of validity for this model is specified as function of a sound diffuseness measure.
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| 17:00 |
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Modellierung der Absorptionserhöhung in Raumkanten und an Absorberkanten
Xiaoru Zhou, Moritz Späh, Elmer Tober, Ting Zhang
[Abstract]
Es ist bekannt, dass Schallabsorber in Kanten oder Ecken eines Raums die Nachhallzeit stärker reduzieren, als bei einer Platzierung in Raummitte.
Weiterhin ist bekannt, dass im Hallraum bei Messungen nach Norm Absorptionsgrade in manchen Frequenzbereichen von über eins gemessen werden
können. Diese Phänomene können im Wesentlichen auf die Erhöhung der Energiedichte in den Raumkanten und an den Absorberkanten
zurückzuführen sein. Die Energiedichte an Absorberkanten ist unterschiedlich, wenn sich die Absorber in der Mitte, den Kanten oder den Ecken des
Raums befinden. Dies führt zu unterschiedlicher Erhöhung der effektiven Absorption. In Raumbereichen, in denen die Energiedichte höher ist, wird mehr
Energie vom gleichen Absorber absorbiert. Die Effekte sind jedoch abhängig von der Frequenz, der Lage, Form und Art der Absorber. Bezugnehmend
auf Untersuchungen von Waterhouse und Esche wurde ein Rechenmodell für die Abschätzung des Kanteneffektes von Absorbern in Abhängigkeit von
der Wellenlänge, Kantenlänge und der Position im Raum (Mitte, Kanten, Ecken) vorgeschlagen. Die Rechenergebnisse werden mit Messungen
verglichen. Es zeigt sich, dass die Frequenzverläufe der Rechnungen und der Messungen sehr ähnlich sind und die durchschnittliche Abweichung von
Berechnung zu Messung für die untersuchten Situationen kleiner als 10% ausfällt.
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| 17:20 |
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Raumakustische Eigenschaften von Lehmoberflächen
Kim Kristin Blaschke, Susanne Schwickert, Malte Kob
[Abstract]
Der Baustoff Lehm erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Im Bauwesen werden Lehmprodukte wieder vermehrt eingesetzt. Seine mechanischen,
thermischen und hygrischen Eigenschaften werden dementsprechend vielfach untersucht, wohingegen die raumakustischen Eigenschaften von
Lehmoberflächen vergleichsweise wenig betrachtet werden.
Um die Absorptionseigenschaften einer Probewand zu untersuchen, wurden Messungen zur Ermittlung der frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrade
mittels Hallraum-Verfahren nach DIN EN ISO 345 (2003-12 Akustik - Messung der Schallabsorption in Hallräumen) verschiedener Lehm-Oberflächen
durchgeführt, z.B. einer klassischen Stampflehmwand sowie einer mit lehmverputzter Oberfläche. Gegenüber einer Massivwand zeigt die rohe Lehmwand
einen deutlich höheren mittleren Absorptionsgrad. Das Verputzen der Stampflehmwandoberfläche wiederum bewirkt ein Herabsetzen des
Absorptionsverhaltens. Ein besonderer Fokus der Untersuchung liegt auf der Entwicklung des Schallabsorptionsgrades der Stampflehmwandoberfläche
im Trocknungsprozess. Die Ergebnisse dieser Messungen zeigen einen deutlichen Anstieg des Schallabsorptionsgrades von der ersten Messung der
frisch erstellten Stampflehmwand bis zur letzten Messung nach einem Trocknungsprozess von 40 Tagen.
Bis zur DAGA sollen weitere Messungen an Aufbauten mit Lehmbauplatten erfolgen, wie sie in Übungsräumen nutzbar sind. Auch werden noch
Messungen mit dem Kundtëschen Rohr durchgeführt, die die Abhängigkeit der komplexen Impedanz vom Trocknungsprozess der
Stampflehmwandoberfläche beleuchten soll.
Die Untersuchungen werden im Rahmen des DBU-geförderten Projekt ECOsights - Nachhaltiges Museum Detmold angefertigt.
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| 17:40 |
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Die Nachhallzeit in Treppenhäusern
Reinhard Neubauer
[Abstract]
Werden nach DIN 18041 raumakustische Anforderungen oder Empfehlungen gestellt, unterscheidet die Norm die betreffenden Räume in Raumgruppen. Treppenräume zählen zu der Raumgruppe B. Für Räume der Raumgruppe B werden Maßnahme zur Raumbedämpfung empfohlen. In Räumen der Gruppe B werden Empfehlungen für das Verhältnis von der äquivalenten Schallabsorptionsfläche A des Raumes zum Raumvolumen V (A/V-Verhältnis) im Frequenzbereich von 250 Hz bis 2.000 Hz angegeben. In der raumakustischen Planung werden jedoch Treppenräume häufig nicht berücksichtigt. In der einschlägigen Literatur sind raumakustische Daten, bezogen auf die Nachhallzeit oder die äquivalente Schallabsorptionsfläche, schwer zu finden. Welche Nachhallzeiten in Treppenhäuser auftreten und welche äquivalente Schallabsorptionsflächen sich daraus ableiten lassen, wird in diesem Beitrag anhand von Messergebnissen diskutiert.
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| 18:00 |
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Messung der Schallabsorption von möglichen Referenzabsorbern
Moritz Späh, Xiaoru Zhou, Thomas Busse, David Goecke
[Abstract]
Durch die Überarbeitung der ISO 354 ”Messung der Schallabsorption in Hallräumen” soll die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse aus unterschiedlichen Hallräumen verbessert werden. Hierzu wird zurzeit ein internationaler Ringversuch durchgeführt, bei dem auch das Fraunhofer IBP beteiligt ist. Für die Norm wurden mehrere Materialien als Referenzabsorber vorgeschlagen und es gibt Vorgaben zur Konditionierung des Hallraums. In diesem Vortrag wird über Untersuchungen berichtet, die Im Rahmen des Ringversuchs durchgeführt wurden und die die Konditionierung des Hallraums betreffen. With the revision of ISO 354 ”Measurement of sound absorption in a reverberation room” the reproducibility of the results from different reverberation rooms should be improved. For this, a currently running round robin test is performed and the Fraunhofer IBP is contributing to it. For the standard, different materials are proposed as reference absorbers and there are guidelines for conditioning the reverberation rooms. In this presentation tests are reported, which were performed for the round robin test and which relate to the conditioning of the reverberation room.
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Organisation:
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| H. Siller, DLR, Abteilung Triebwerksakustik, Berlin |
| M. Ochmann, Berliner Hochschule für Technik |
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| 14:00 |
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Analyse von akustischen Daten von Lärmmessstationen an Flughäfen
Henri Siller, Louis Vaille, Sébastien Legrand
[Abstract]
Im Rahmen gesetzlicher Vorschriften werden an Flughäfen Schallmessungen an räumlich weit verteilten Messstationen im Bereich der An- und
Abflugrouten der Flughäfen durchgeführt. Im Rahmen des Projekts EffFlug, gefördert im Luftfahrtforschungsprogramm des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie, arbeitet das DLR daran, in der Praxis nicht intensiv ausgewerteten Audiodateien der Fluglärm-Überwachungsanlagen der
Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf unter Verwendung zusätzlicher Daten wie Radar- oder Flugschreiberdaten detailliert auszuwerten. Die
akustischen Daten liegen nur im MP3 Format vor und die Positionsdaten der Flugzeuge sind nur für sehr wenige einzelne Flugbewegungen verfügbar.
Anhand von wenigen gut dokumentierten Datensätzen wird ein Verfahren zur automatischen Auswertung entwickelt. Dabei werden die Audiodaten auf
der Basis von externen Informationen wie der Position der Messstellen und dem Standardflugpfad bezüglich des Doppler Effekts kompensiert. Mit einer
spektralen Analyse, die zur Position des Flugzeugs relativ zu den Messstellen in Bezug gesetzt werden kann, sind statistische Untersuchungen über die
verschiedenen Flugzeugtypen möglich. Später sollen darauf aufbauend mit Schmalbandanalysen tonale Komponenten identifiziert werden und
Schallquellenmechanismen zugeordnet werden. Mit Hilfe einer großen Datenbasis an Überflügen können dann zum einen die von
Fluglärmberechnungsverfahren benötigten Schallquellenmodelle verbessert werden, zum anderen können operationelle Verfahren oder technische
Modifikationen am Fluggerät entwickelt werden, um tonale Quellen zu eliminieren.
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| 14:20 |
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Evaluation of Microphone Array Methods for Aircraft Flyover Measurements: Development of a Virtual Test Environment
Dorothea Lincke, Timo Schumacher, Reto Pieren
[Abstract]
Aircraft flyover measurements using microphone array methods are a common tool to localize and characterize partial noise sources of aircraft. Based on these results, promising design changes for low-noise aircraft can be developed and implemented. Improvements of microphone array setups and algorithms are still subject to ongoing research. In the framework of the international research project LION, a virtual acoustical environment is developed allowing flexible and fast evaluation of the performance and accuracy of microphone array methods. The test environment incorporates models for sound propagation in the atmospheric boundary layer and is used to generate test cases consisting of multiple virtual microphone signals. Outdoor sound propagation phenomena like Doppler effect, geometrical spreading, and air absorption are considered. Further, the project aims at realistically modelling the effect of atmospheric turbulence on sound pressure amplitude and phase. This contribution will present the preparation and content of test cases for synthetic aircraft flyover measurements above a large microphone array as used in flyover tests of the German Aerospace Center, DLR. The established process of generating fully controllable test cases and the analyses of these, forms an efficient framework for fast evaluation of newly developed algorithms.
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| 14:40 |
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Evaluation of microphone array methods for aircraft flyover measurements: Quantification of performance through virtual test environments
Timo Schumacher, Dorothea Lincke, Henri Siller
[Abstract]
Microphone arrays have become a vital tool for the analysis of complex acoustic sources. Many well documented evaluation
methods are available for stationary source regions such as wind tunnels and stationary engine tests. This makes it possible to
choose from a variety of algorithms, like DAMAS, CLEAN and SODIX.
Methods for moving sources however are fewer and less researched. While some of the above-mentioned methods where
successfully adapted to moving sources, compromises were made in terms quality or calculation times. .
The project LION aims at improving the state of knowledge about the available and new methods by introducing a virtual test
environment which includes simulations with varying degrees of complexity and realism, focusing on flyover measurements.
The performance of microphone array techniques is assessed by applying them to a set of simulations representing different
fly-over scenarios and a comparison of the results. The Virtual Test Cases are used to quantify the quality of the different
algorithmic approaches in the context of flyovers.
The goal of the presentation is to establish a method assessing new approaches and provide information about application
areas, similar to what is available in the stationary case.
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| 15:20 |
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2.5D Boundary Element Method with a Moving Source
Holger Waubke
[Abstract]
For the source-localization at moving objects, the 2.5D Boundary element method shall be applied. This is possible in the frequency wavenumber domain in the direction of the movement. The velocity of the object leads to a rotation of the axes in the wavenumber frequency domain. Using the reciprocity theorem leads to a matrix of transfer functions of the velocities at the boundary of the moving object and the measurement positions. This matrix has to be inverted taking the ill-posed character of the matrix into account. The L-curve method and the Tikonov method will be applied.
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| 15:40 |
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Schallabstrahlung einer bewegten Linienquelle mit allgemeiner Zeitabhängigkeit über einem homogenen Boden
Rafael Piscoya, Martin Ochmann
[Abstract]
Auf der DAGA 2021 wurde das Schallfeld einer sich geradlinig über lokal reagierendem Impedanz-Boden bewegenden Linienquelle untersucht. In der vorliegenden Arbeit wird dagegen das Schallfeld über einem homogenen Halbraum bestimmt. Hierfür werden zwei halb-unendliche Medien - Medium 1 und Medium 2 - mit unterschiedlichen Dichten rho1, rho2 und Schallgeschwindigkeiten c1, c2 betrachtet. Die Linienquelle bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit im ersten Medium parallel zum Boden, der durch die angrenzende Oberfläche des zweiten Mediums gebildet wird. Das Schallfeld wird nur im ersten Medium bestimmt. Der Schalldruck wird durch Faltung der Quellfunktion mit der Impulsantwort des stationären Falls berechnet. Die Lösung berücksichtigt nur reelle Werte der Schallgeschwindigkeiten (verlustfreie Medien). Die Greensche Funktion des stationären Falls im ersten Medium kann mit Hilfe der Cagniard-De Hoop-Methode gewonnen werden. Die Fälle c1>c2 und c1<c2 sind hierbei zu unterscheiden. Für c1<c2 treten sogenannten Kopfwellen auf. Diese Wellen haben die Besonderheit, dass sie an bestimmten Stellen vor der Spiegelreflexion und sogar vor dem Direktschall den Empfänger erreichen können. Der gesamte Schalldruck ist dann die Summe aus Direktschall, Spiegelreflexion und einem Korrekturterm.
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| 16:00 |
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Weiterentwicklung eines Verfahrens zur Simulation der Ausbreitung von Schallsignalen bewegter Quellen unter Berücksichtigung frequenz- und entfernungsabhängiger Ausbreitungsdämpfung, frequenz- und winkelabhängiger Bodenreflexion sowie frequenzunabhängiger Richtcharakteristik
André Jakob, Rudi Volz
[Abstract]
Zur DAGA 2021 wurde ein Verfahren vorgestellt, das es erlaubt, ein beliebiges zeit-diskretes Signal, das von einer sich auf einer beliebig vorgebbaren Raumkurve bewegenden Quelle abgestrahlt wird, am Ort eines feststehenden Empfängers zu simulieren. Dabei wurden die entfernungsabhängige Pegelabnahme, der Doppler-Effekt sowie eine reelle frequenzunabhängige Bodenreflexion berücksichtigt. Das Verfahren wurde weiterentwickelt, u. a. mit dem Ziel, Frequenzabhängigkeiten auf dem Ausbreitungsweg zu berücksichtigen, wie zum Beispiel frequenzabhängige Richtcharakteristiken, Bodenreflexionen und Ausbreitungsdämpfungen. In diesem Beitrag wird die Eignung von Filtern für diese Zwecke untersucht. Es werden z. B. zeitvariante, linearphasige FIR-Filter zur Modellierung der frequenz- und abstandsabhängigen Ausbreitungsdämpfung (”Luftabsorption”) vorgestellt und diskutiert. Als Anschauungsobjekte dienen wie im Vorjahresbeitrag neben gleichförmig bewegten einzelnen Quellen drei um ein gemeinsames Zentrum kreisende Quellen im Maßstab einer Windkraftanlage.
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| 16:20 |
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Vorhersage der Anwendungsgrenzen von virtuell rotierenden Mikrofonarrays
Gert Herold, Ennes Sarradj
[Abstract]
Mikrofonarrays mit in einem Ring angeordneten Sensoren können zur Detektion und Charakterisierung von rotierenden Schallquellen verwendet werden. Hierzu werden zunächst aus den gemessenen Schalldruckdaten theoretische Messdaten eines virtuell synchron zu den Quellen rotierenden Arrays synthetisiert. Mit nun relativ zum Array stationären Schallquellen können Mikrofonarrayverfahren zur Quellcharakterisierung im Frequenzbereich angewendet werden. Je nach verwendeter Arraygeometrie und betrachtetem Frequenzbereich gelingt eine Rekonstruktion der Quellen jedoch nicht immer zuverlässig. In diesem Beitrag werden die Grenzen der Anwendung von zwei Verfahren zur Implementierung eines virtuell rotierenden Arrays in einer Parameterstudie untersucht. Die Ergebnisse werden mit einer auf theoretischen Überlegungen basierenden Vorhersage der Anwendungsgrenzen verglichen. Abschließend werden mithilfe des virtuell rotierenden Arrays erlangte Messergebnisse eines Axialventilators hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit bewertet.
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| 16:40 |
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Measurement, Simulation and Auralization of Indoor Road Traffic Noise
Leon Müller, Wolfgang Kropp, Jens Forssén
[Abstract]
Building new houses in urban areas is often hindered by the presence of road traffic noise. Thereby, it is especially difficult to
achieve sufficient façade sound insulation at low frequencies. Current regulations are mostly based on A-weighted levels and
hence not only neglect low frequencies but also omit other factors that might influence the amount of disturbance such as time
structure, traffic distance, proportion of heavy vehicles, driving speed and background noise. This motivates the need for
experiments evaluating the human response to indoor traffic noise in a controlled virtual environment. Thereby, one challenge is to
include the incidence angle dependent transfer paths through the façade in the auralization. The methods used in this paper utilize wave field synthesis in order to reproduce the sound field caused by moving sound sources
on the outside window of a, specifically for this purpose designed, living room lab. A hybrid approach combining the head-related
transfer functions from each outside loudspeaker through the window to an indoor listening position also allows a dynamic
headphone based reproduction. Additionally, urban indoor soundscapes were recorded both binaurally and with different
microphone arrays. This paper presents these methods and compares their outcomes regarding plausibility based on listening
experiments.
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Organisation:
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| J. Angster, Fraunhofer Institut für Bauphysik |
| P. Rucz, Budapest University of Technology and Economics |
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| 15:40 |
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Shiver Me Timbres! Analyse von klangfarblichen Parametern der Stimme in unangenehmen Situationen
Veronika Weber, Marik Roos, Christoph Reuter
[Abstract]
Im Bereich der Spracherkennung wird neben der Verarbeitung semantischer Einheiten auch die Erkennung von Emotionen immer wichtiger, nicht zuletzt im
Feld der Interaktion zwischen Mensch und Maschine (vgl. Lalitha et al. 2015). Auch für die Reliabilität von kognitions- oder entwicklungspsychologischer
Forschung wird die Operationalisierung detektierbarer Emotionen in auditiven Stimuli immer relevanter. In vergangenen Studien zeigte sich bereits eine
Unterscheidbarkeit von Lüge und Wahrheit (Nasri et al. 2016) sowie korrekt identifiziertem Ausmaß an Zufriedenheit (Roos, 2016) in Stimmklängen, auch
unabhängig von Prosodie und semantischem Kontext.
In dieser Studie sollen Versuchspersonen gezielt in leicht unangenehme Situationen versetzt werden, indem sie Texte vorlesen, deren Inhalt stark von ihrer
persönlichen Meinung abweicht, um ihre Sprechstimme während des Erlebens von Unwohlsein und des Erlebens von Komfort als paired samples vergleichen
zu können. Es wird vermutet, dass sowohl mfcc3 als auch mfcc5 in dieser Unterscheidung eine große Rolle spielen. In einer Folgestudie soll auch die korrekte
Identifizierbarkeit der erlebten emotionalen Zustände untersucht werden. Die Ergebnisse werden auf der DAGA 2022 präsentiert.
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| 15:42 |
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Vowel intelligibility analysis in singing using voice directivity features
Manuel Brandner, Matthias Frank, Alois Sontacchi
[Abstract]
Intelligible pronunciation is a key aspect in classical singing and a necessity for correct text delivery. On the contrary, the modification of vowels in classical singing is used to achieve better resonance and ease at high pitches. This can result in diminished vowel intelligibility, which has been reported in literature especially for sopranos and tenors. Still, it seems not possible to clearly identify up to which pitch vowel intelligibility is most likely feasible and there exist contradictory results. Common approaches for vowel identification use linear prediction coefficients or mel-frequency cepstral coefficients. For both, the accuracy is reported to be
pitch-dependent and decreases with increasing pitch. We present a novel approach to vowel identification by using voice directivity features. The voice directivity is affected by the size of the mouth opening. Preliminary results show that a distinction between back vowels and front vowels is possible based on features of voice directivity.
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| 15:44 |
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Who is gonna make you dance? Einfluss von Musiker und Musikproduzent auf die Klanggestaltung im Rap
Nikita Kudakov, Christoph Reuter, Marik Roos, Isabella Czedik-Eysenberg, Alex Emmer
[Abstract]
Rap gehört zu den populärsten Musikgenres in Deutschland. Seit den 1980er Jahren waren vor allem drei Musikproduzenten in diesem Genre besonders erfolgreich und stilprägend: Rick Rubin, Dr. Dre und Timbaland. Da alle drei mit den ebenfalls sehr erfolgreichen Rappern LL Cool J, Jay-Z, Eminem und Nas zu verschiedenen Zeiten ihrer Karrieren zusammengearbeitet haben, bietet es sich an, auf der Grundlage der jeweils produzierten Stücke und in Kenntnis der jeweils verwendeten Studio-Infrastruktur zu untersuchen, ob es typische signalanalytisch erfassbare Klangmerkmale gibt, die eine Zuordnung der Werke zu einem bestimmten Musikproduzenten und/oder Rapper ermöglichen.
Unter dieser Fragestellung wurden 129 von Rick Rubin, Dr. Dre und Timbaland produzierte Songs der Rapper LL Cool J, Jay-Z, Eminem und Nas mit Hilfe von Signalanalyse-Bibliotheken wie AudioCommons Timbral Models, Essentia, LibRosa, MIRToolbox und MiningSuite auf ihre klanglichen Eigenschaften analysiert und via MANOVA sowie t-Tests auf ihre klanglichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht. Es zeigte sich, dass sich die klanglichen Unterschiede zwischen den Musikproduzenten hauptsächlich mit einigen wenigen sehr prominenten Merkmalen beschreiben lassen, zu denen sich die Rapper Musikproduzenten-abhängig zuordnen lassen. Anhand der erhobenen Daten wird deutlich, dass die klanglichen Merkmale im Rap hauptsächlich von den Musikproduzenten (und ihrer Infrastruktur) bestimmt werden und weniger von den Rappern/Künstlern selbst.
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| 15:52 |
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Stage-Fright Training with EMG - or Biofeedback for Musicians by means of Virtual and Augmented Reality
Matthias Bertsch, Matthias Frank
[Abstract]
Auftrittsängste und Lampenfieber sind häufige Begleiter in der Karriere von Musiker:innen. Aufnahmeprüfungen an einer
Musikhochschule, Konzerte oder Probespiele sind existenzielle Herausforderungen, um erfolgreich zu sein. Klassisches
Auftrittscoaching oder Expositionstherapien sind bekannte hilfreiche Methoden, um sich mental auf die unbekannten Situationen
vorzubereiten.
Der hier präsentierte Beitrag zeigt kombinierte, neueste technische Möglichkeiten für ein Lampenfiebertraining, das
psychophysiologische Messdaten erfasst und den Spieler:innen nachfolgend ein Feedback gibt, ob unter Stressbedingungen
erhöhte Muskelanspannungen oder veränderte Atemmuster gemessen wurden. Die Stresssituation ist eine möglichst reale
Performance in einem Live-AV-Stream, der gleichzeitig anderen zur Beurteilung dargebracht wird. Dabei spielt der/die Bläser:in
mit einem VR-Headset und sieht reale Bilder oder Videos mit Personen in einer Probespielsituation. Anders als in kommerziell
bekannten Apps, handelt es sich nicht um simulierte Räume mit Avataren, sondern um reale Szenarien, bei denen auch
raumakustische Aspekte die Immersion verstärken.
Unsere bisherigen Pilotstudien belegen die Kombinationsmöglichkeit der multiplen Techniken. Beispielsweise zeigen EMG-
Messungen beim Spielen in Unterrichtsräumen (leerer Raum, geringer Nachhall) deutlich weniger Anspannungen, als die EMG-
Daten bei der Exposition in eine ”virtuell echte” Probespielsituation (360∘ 3D-Videopräsentation im großen Raum mit mehr
Nachhall), welche simultan auf YouTube gestreamt wird.
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| 16:00 |
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Künstliche Saitenanregung mittels Roboterarm
Montserrat Pàmies-Vilà, Alexander Mayer, Vasileios Chatziioannou
[Abstract]
Um das Verhalten von Saiteninstrumenten zu analysieren, ist es wichtig, eine reproduzierbare und objektive Anregung des Instruments zu erhalten. Zu diesem Zweck kommt in dieser Studie ein Roboterarm mit sechs Freiheitsgraden zum Einsatz. Der Roboterarm ist mit einem 3D-gedruckten Universalklemmsystem ausgestattet, an dem beispielsweise ein Bogen oder ein Plektrum befestigt werden kann. Dieser Aufbau erlaubt es, bestimmte Parameter der Anregung kontrolliert zu variieren. Die ersten Versuche zeigen eine mehr als zufriedenstellende Reproduzierbarkeit von Zupfanregungen. Streichversuche mit linearer Bogenführung auf einem Monochord erzeugen bereits realistische Streichinstrumenten-Klänge. Die fein kontrollierte Steuerung der Bogengeschwindigkeit und des Anpressdrucks ermöglicht dabei die Analyse der Interaktion zwischen Bogen und Saite.
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Sitzungsleitung:
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| J. Angster, Fraunhofer Institut für Bauphysik |
| P. Rucz, Budapest University of Technology and Economics |
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| 13:40 |
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Physics-based model of the sound generation by dynamic lingual organ pipes
Péter Rucz, Judit Angster, András Miklós
[Abstract]
Dynamic lingual organ pipes utilize a blown open free tongue which allows for changing the loudness of the pipe by the blowing pressure with maintaining a steady pitch. This principle is in contrast with traditional reed pipes that have blown closed tongues and always operate at a specified windchest pressure. A physics-based model of the sound generation by the dynamic lingual pipe construction is elaborated in this paper and the design parameters affecting the pipe sound are explored. The physical model incorporates a modal description of the vibration of the tongue, a one-dimensional waveguide model of the resonator, and a flow model for the coupling of the tongue and the resonator. First, the effects of tuning the tongue and the resonator are discussed whereby different domains of operation are discovered. Then, a sensitivity analysis is performed to determine the most important parameters for sound design. The examined parameters include the curvature of the tongue, the gap size on the tongue holder plate, and the position of the tongue along the length of the resonator. As a validation of the model, comparisons with measurements on experimental pipes are presented.
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| 14:00 |
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Klangfarben-Variabilität von Blockflöten aus Renaissance und Barock
Michael Haverkamp
[Abstract]
Flöten aus Renaissance und Barock zeigen eine deutliche Variation der Klangfarbe ”von Ton zu Ton”. Dies gehört zum damals gewohnten Klangbild
und unterstützt die Sprachähnlichkeit zeitgemäßer Interpretation. Aus Sicht des Instrumentenbaus ist dies durch die Verwendung einfacher Grifflöcher
ohne unterstützende Klappenmechanismen bedingt. Zur Erzeugung einer passablen Intonation müssen daher Gabelgriffe angewandt werden, die den
Klang beeinflussen. Die historische Entwicklung europäischer Flöteninstrumente ist durch die Verwendung zylindrischer Bohrungen bis einschließlich der Epoche der
Renaissance gekennzeichnet. Im Barock setzte sich dagegen bei Block- und Traversflöten die umgekehrt konische Mensur durch. Der mit den
Entwicklungen Theobald Boehms eng verknüpfte Rückgriff auf die zylindrische Form war im 19ten Jahrhundert von intensiven Auseinandersetzungen
verschiedener ”Schulen” begleitet. Blockflöten haben die umgekehrt konische Form bis heute bewahrt. Die konstruktiv bedingte Variation der
Klangfarbe bildet einen wesentlichen Teil zeitbedingter Musikästhetik. Auf der DAGA 2021 habe ich Verfahren vorgestellt, die eine phänomenologische Annäherung an das Phänomen der Klangfarbenvariabilität ”von Ton
zu Ton” erlauben. So lässt sich der Gesamtklang eines Instrumentes trotz ausgeprägter Variabilität der Klangfarbe subjektiv verdeutlichen und
analytisch erfassen. Diese Verfahren werden nun auf verschiedene Blockflöten in Altlage angewandt, die als Nachbauten bei der historisch
informierten Aufführungspraxis Verwendung finden. Dies verdeutlicht Unterschiede im Klangideal von Renaissance und Barock.
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| 14:20 |
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Untersuchung des Einflusses der variierenden Schallgeschwindigkeit auf die akustischen Eigenschaften von Metallblasinstrumenten
Holger Schiema
[Abstract]
Die Ausbreitungsbedingungen von Luftschall hängen stark von der Luftdichte und diese wiederum von Temperatur und Zusammensetzung der Luft ab.
Somit werden auch die Eigenfrequenzen und die Dämpfungen der Eigenmoden von Blasinstrumenten von der eingeschlossenen Luftsäule beeinflusst.
All diese Parameter haben einen Einfluss auf die akustischen Eigenschaften (wie: Stimmung, Ansprache und Klangverhalten) von
Metallblasinstrumenten.
Der Beitrag befasst sich speziell mit den Phänomenen der Luftzusammensetzung und der Temperaturverteilung der durch Musiker eingebrachten
Anblasluft in Metallblasinstrumenten. Die Verteilung der Luftzusammensetzung wurde messtechnisch im Innenraum der Instrumente mit Hilfe von
Temperatur und CO2-Sensoren ermittelt. Hierbei wurde neben der Anblasluft auch der Einfluss des Wärmeeintrags durch den Handkontakt des Musikers
selbst ermittelt. Mit Hilfe von geeigneten Simulationsverfahren wurde der Einfluss der Luftzusammensetzung, also der nicht konstanten
Schallgeschwindigkeit im Metallblasinstrument auf die Stimmung und Ansprache untersucht und objektiv messbaren Ergebnissen der Instrumente
gegenübergestellt.
Die aus Messungen an kalten Instrumenten gewonnenen Ergebnisse sollen mittels der neuen Erkenntnisse präziser rechnerisch kompensiert werden,
um so beispielsweise den Mensurverlauf der Instrumente besser bewerten und anpassen zu können.
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| 14:40 |
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How does a closed long chimney affect the sound of conical reed wind instruments?
Timo Grothe, Augustin Ernoult
[Abstract]
A closed side hole in an acoustical duct acts as a parallel resonator. When the duct is excited at a frequency whichs quarter wavelength corresponds to the side hole chimney length, the pressure waves are not propagated downstream the side hole.
The closed side hole in a wind instrument air column thererfore constitutes a ”notch-filter” for the radiated sound.
A peculiarity of the bassoon compared to other wind instruments is the presence of finger holes with lengths corresponding to notch frequencies in the low mid frequency range around 2 kHz.
Long-chimney, finger-actuated sideholes are possibly are a leftover from the keyless predecessors of the bassoon, where holes needed to be drilled obliquely to match acoustic and ergonomic constraints. The fact that they have not been replaced by short-chimney, key actuated side holes points to the perceptual importance of the long closed chimney effect.
To demonstrate the importance of the closed chimney effect, we present artificial mouth measurements on a simplified bassoon (a pure cone with 3 side holes) where the chimney lengths were varied during playing.
To estimate the importance of this effect on the nuances of timbre, artificial mouth experiments from german and french bassoon design are compared.
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| 15:00 |
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Simulation des Einflusses von Materialparametern auf das Schwingungsverhalten einer Gitarrendecke
Sebastian Merchel, Benjamin Zenker, M. Ercan Altinsoy, David Olson
[Abstract]
In vorangegangenen Hörversuchen wurden signifikante Präferenzunterschiede zwischen Gitarren mit identischem Design aber variierenden Materialparametern festgestellt. Dieser Beitrag diskutiert grundlegende Einflüsse verschiedener Materialparameter auf das Klangverhalten von Gitarrendecken mit Hilfe von Simulationsmethoden und abstrahierten Modellen. Der Fokus liegt dabei auf dem Verständnis des Einflusses verschiedener Materialparameter auf die Verschiebung von Modalfrequenzen der Resonanzdecke. Um die Modenverschiebung besser zu verstehen, wurde das Schwingungsverhalten einer vereinfachten Resonanzdecke mit der vibroakustischen Simulationssoftware Wave6 numerisch modelliert. Die Abmessungen des verwendeten Finite-Elemente-Modells wurden so gewählt, dass sie einer echten Gitarrendecke (50 cm x 35 cm) entsprechen. Vor allem aber wurde der orthotrope Charakter des Holzes mit separater Steifigkeit in Längs- und Querrichtung berücksichtigt. Weiterhin wurde der relative Einfluss der Dichte ρ und des Schermoduls G simuliert. Der Einfachheit halber wurde ein stark abstrahiertes Deckenmodell mit fest eingespannten Kanten und ohne Leisten, Steg, ... verwendet. Die Ergebnisse illustrieren das Potential von simulationsbasierten Ansätzen bei der Untersuchung des Schwingungsverhaltens von Musikinstrumenten und zeigen anschaulich, dass der relative Einfluss von Längs- und Quersteifigkeit stark von der Modenform abhängt.
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| 15:20 |
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Material Parameter Identification of Classical Guitars by Means of Surrogate Models Based on Parametric Model Order Reduction
Alexander Brauchler, Pascal Ziegler, Peter Eberhard
[Abstract]
The classical guitar is a popular string instrument whose sound is created through a coupled mechanical process. Typically, the different parts of a guitar are made of different types of wood. The variability of the used woods’ material parameters causes the vibrational behavior of even seemingly identical instruments to vary, and thus each instrument develops an individual sound. In this contribution, a method is presented that allows the non-destructive identification of the most influential material parameters of a complete guitar. First, the modal parameters of a specific guitar are determined by an experimental modal analysis. The guitar is then modeled using CT scans and discretized for the finite element method. In addition to the detailed geometry, the model includes the orthotropic material parameters of the different wood species and the fluid-structure interaction between the body and the enclosed air. This model will subsequently be used to identify the material parameters of the real guitar. For this purpose, many evaluations of the parameterized model are necessary, which leads to very long computation times. Hence, parametric model order reduction is applied, which can significantly reduce the model order and thus the computational time, while maintaining the parameter dependence in the reduced model.
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Sitzungsleitung:
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| J. Angster, Fraunhofer Institut für Bauphysik |
| P. Rucz, Budapest University of Technology and Economics |
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| 16:20 |
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Finding perceptual dimensions of Styrian harmonica sounds
Hannes Pomberger, Matthias Frank, Robert Höldrich
[Abstract]
A common vocabulary is helpful for describing instrumental sounds, especially when discussing the impact of refinements in the construction on the
perceived sound of an instrument. This study tries to find such a vocabulary for describing the sound of Styrian harmonicas using a repertory-grid-like
procedure. First of all, recordings of different harmonicas have been made. Therefore a variety of defined melodic patterns (from single tones to short
melodies) was played on each instrument. In a first experiment, for each recorded melodic pattern a pairwise comparisons of all harmonicas was
conducted. For each pair, the listeners first made a dissimilarity judgement and then described the acoustic attribute which dominates the perceptual
difference by a personal construct. Evaluating the dissimilarity ratings by multidimensional scaling showed a perceptual space with 5 relevant
dimensions. Based on the harmonized personal constructs of all listeners 5 acoustic attributes were selected. For each of these attributes, the different
harmonicas were rated in a MUSHRA-like experiment. The results of this second experiment are used to train computational models, which aim at
predicting how the perceived sound of an instrument is affected by constructional refinements.
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| 16:40 |
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Das klinget so herrlich, Das klinget so schön... Signalanalytische Modelle zur Ermittlung des Wohlklangs von Glockenklängen
Christoph Reuter, Michael Plitzner, Marik Roos, Isabella Czedik-Eysenberg, Veronika Weber, Andreas Rupp
[Abstract]
Was zeichnet eine wohlklingende Glocke aus? Spätestens seit den ”Limburger Richtlinien für die klangliche Beurteilung neuer Glocken” (1951) und den ”Definitionen zur Glockenprüfung” (Thienhaus 1951) steht diese Frage auch im Fokus akustischer Messungen mit dem Ziel Klangbeschreibungen wie ein ”gesunder, volltönender, reicher Klang” (Ellerhorst 1957) in Zahlenwerte zu gießen. Hierzu entwickelte Benotungssysteme (Weissenbäck/Pfundner 1961) und Wohlklangsberechnungen (Aures 1981) legen nahe, dass eine wohlklingende Glocke eine weiche, volle, helle und klare Tongebung mit einem grundtönigen, geräuscharmen Klangspektrum vereint, wobei der Schlagton leuchtend-klar ausgeprägt ist und es möglichst wenig Nebenschlagtongeräusche gibt (Wernisch 2004/2006).
So stellt sich die Frage: Welche signalanalytisch berechenbaren Klangeigenschaften sind entscheidend für einen schönen Glockenklang?
Als Erweiterung des in der Glockenforschung bewährten ”musikalischen Fingerabdrucks” (Rupp/Flade 2000; Plitzner 2015) werden mit Hilfe von Signalanalyse-Techniken mehr als 120 Klangmerkmale für eine Reihe von prototypischen Glockenklängen ermittelt, die in Hörversuchen von Glockenexperten und Laien auf einer Skala zwischen 1 (besonders hässlich) und 7 (besonders schön) bewertet werden. Die in den Hörversuchen ermittelten Urteile werden auf Korrelationen mit den signalanalytisch ermittelten Klangeigenschaften der Glocke geprüft, so dass auf dieser Grundlage ein Vorhersagemodell für eine rechnerische Einschätzung des Wohlklangs von Glocken erstellt werden kann. Erste Ergebnisse dieser Studie werden auf der DAGA2022 vorgestellt.
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| 17:20 |
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Messverfahren zur Bewertung des Rückprallverhaltens von Trommelstöcken mittels Frequenzspektrum
Christoph Gilbert
[Abstract]
Eine bedeutende Eigenschaft von Trommelstöcken (Drumsticks) ist deren Rückprallverhalten, da es grundlegenden Einfluss auf das Spielgefühl des
Musikers hat. Hierfür fehlten jedoch bisher Möglichkeiten der experimentellen, objektiven Beurteilung, wodurch Vergleiche sowohl für den Endkunden als
auch bei Entwicklungsarbeiten lediglich subjektiv zu realisieren waren. Da hierbei deutliche Verfälschungen durch andere Einflussfaktoren auftreten,
wurde im Rahmen eines FuE-Projektes, welches das Institut für Musikinstrumentenbau zusammen mit dem Hersteller Rohema Percussion durchführte
und durch Mittel des EFRE sowie des Freistaates Sachsen finanziert wurde, ein Messverfahren zur Bestimmung der Rückprallstärke entwickelt. Es
kombiniert Elemente der Materialtechnik sowie der musikalischen Akustik.
Der Beitrag soll dieses vorstellen und anhand einiger Ergebnisse deren Möglichkeiten darstellen. Ein Schwerpunkt ist dabei der Umgang mit den in der
Praxis sehr unterschiedlichen Ausgangsbedingungen bezüglich Griffposition und Anschlagswinkel. Deren Einfluss und Bedeutung wird diskutiert und
entsprechende Lösungen für die Rahmenbedingungen der Messung vorgestellt.
Darüber hinaus sollen ausgewählte Zusammenhänge zu weiteren Parametern, wie Modenfrequenzen und Elastizitätsmodul dargestellt werden.
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| 17:40 |
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The impact of acoustic environments on the perception of directivity of musical instruments
Walter Buchholtzer, Jithin Thilakan, Malte Kob
[Abstract]
Directivity of a musical instrument is a characteristic feature that is critical in several domains, including instrument recording, seating arrangement of
orchestra, and auralization of instruments. An interesting question is the influence of the room acoustic environment on the perceptual difference of
directivity of an instrument.
To answer this question, a series of musical recordings of five different instruments has been performed in three distinct room acoustic environments.
The resultant sound fields were recorded using binaural heads at near and far-field locations. Musical fragments for instruments were composed in order
to bring the possible variations in the directivity patterns. In each room, the musicians had to play the musical fragment with maximum possible
consistency and excite the room in different orientations. These recorded samples are evaluated using a listening test with expert listeners (Tonmeister
students and musicians) to rate the sound perception with respect to the angle of orientations of the instrument and the contribution of room acoustics on
it. Initial studies reveal that the perception of difference in the directivity of an instrument is a parametric function of the acoustic environment
characteristics. The correlation of room acoustic parameters with the test responses is performed and discussed in this work.
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Sitzungsleitung:
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| C. Reuter, Universität Wien, Musikwissenschaftliches Institut |
| M. Kob, HfM Detmold, Erich-Thienhaus-Institut |
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| 8:40 |
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Analyzing the Degree of Immersion of Music Reproduction by means of Acoustic Fingerprinting
Jakob Bergner, Daphne Schössow, Stephan Preihs, Jürgen Peissig, Yves Wycisk, Kilian Sander, Reinhard Kopiez, Friedrich Platz
[Abstract]
In the past few decades the use of high-quality multi-channel audio reproduction formats and systems became widespread. Driven by developments and investments in the film industry, technologies and devices gained a market readiness level such that private use and mass distribution became more and more accepted and commercially successful. Each generation of audio formats and codecs developed by companies such as Dolby, DTS, THX or Auro/Barco, promises to deliver advanced audio playback quality and user experience as well as the feeling of being present in the reproduced auditory scene, what is known as ”Immersion”.
However, it has not been conclusively clarified to what extent advanced audio reproduction formats and systems actually contribute to the physical properties of the reproduced soundfield, the psychophysical perception or the emotional response. The interdisciplinary research project ”Wagner 3.0” addresses these questions, whereby the presented work investigates the acoustic properties of 9 selected music recordings, each reproduced with three different loudspeaker setups (stereo, 5.1 and 5.1.4). For this, 189 signal-based parameters within the categories level, quality and spaciousness are calculated and compared. Appropriate dimensional reduction methods reveal the underlying components that characterise the differences of the respective music reproductions and form a so called acoustic fingerprint.
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| 9:00 |
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Listening in the Mix 2: Hauptmelodie in populärer Musik als Fokus der auditorischen Aufmerksamkeit
Michel Bürgel, Ghifar Aldebs, Kai Siedenburg
[Abstract]
Das menschliche Gehör ist in der Lage, einzelne Instrumente in komplexen Mixturen herauszuhören, obwohl sich die akustische Energie einzelner Klangquellen zeitlich und spektral überschneiden. In Popmusik spielt der Lead-Gesang eine zentrale Rolle und wird als Hauptmelodie oft von weiteren Instrumenten begleitet. In vorrangegangen Experimenten untersuchten wir die Detektion von Musikinstrumenten und Gesangsstimmen in Popmusikmixturen. Wir variierten die Präsentationsreihenfolge von Instrument und Mixtur und manipulierten deren akustische Eigenschaften. Es zeigte sich, dass die Präsentationsreihenfolge die Detektion der Zielinstrument deutlich beeinflusst. Einzig für den Lead-Gesang blieb die Detektionsgenauigkeit auf einem gleichbleibend hohen Niveau, was vermuten lässt, dass der Gesang auf eine besondere Weise die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Um zu überprüfen, ob diese Salienz des Lead-Gesangs auf Eigenschaften der Hauptmelodie beruht, haben wir ein Detektionsexperiment durchgeführt, bei dem die Melodie der Gesangstimme von anderen Instrumenten gespielt wurde. Es wurden 2-sekündige Ausschnitte von Lead-Gesang als Zielinstrument und eine Mixtur aus mehreren Instrumenten Probanden vorgespielt. Der Lead-Gesang wurde daraufhin wahlweise unverändert, in Tonhöhe quantisiert oder durch andere Instrumente ersetzt. Die Reihenfolge der Präsentation von Zielinstrument und Mixtur variierte zwischen den Versuchspersonen.. Dieses Experiment wird demnach beleuchten, ob die Salienz des Lead-Gesangs auf melodischen Eigenschaften oder auf den klangfarblichen Qualitäten der Stimme beruht.
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| 9:20 |
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Lead-to-Accompaniment-Ratio in populärer Musik: Bestimmung, Berechnungsgenauigkeit und Anwendung
Karsten Gerdes, Kai Siedenburg
[Abstract]
Die Lead-Vocals eines Songs vermitteln Melodie und Liedtext, weshalb sie eine zentrale Rolle in der populären Musik spielen. Da das Pegelverhältnis
zwischen Melodie und Begleitung einen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung der Musik hat, kann die Lead-to-Accompaniment-Ratio (LAR) als
ein Pegelverhältnis zwischen Lead-Vocals und ihrer Begleitung als Sprach- und Textverständlichkeit in der populären Musik betrachtet werden. Für die
Bestimmung dieser Größe ist eine Audioquellentrennung nötig. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass die Audioquellentrennung der Software iZotope RX8
dazu geeignet ist, die LAR eines Songs mit guter Präzision zu berechnen. Dabei nehmen verschiedene Faktoren, wie bspw. Backingvocals einen
Einfluss auf die Berechnung, können jedoch mit geeigneten Methoden korrigiert werden. Weiter wird gezeigt, dass die LAR keine Konstante der
populären Musik ist. Stattdessen wird deutlich, dass sie sich in den Jahren 1946-2020 deutlich gewandelt hat. Für Songs bis 1960 (0 bis 7 dB) zeigt sich,
dass die LAR deutlich höher ist als für die folgenden Jahrzehnte (-7 bis 0 dB). Dieser Wandel wird anhand von technischen und musikalischen
Einflüssen interpretiert. Insgesamt zeigt sich, dass diverse Faktoren der populären Musik die LAR beeinflussen.
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| 9:40 |
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Acoustic effects of professional singing masks
Bogac Tur, Matthias Echternach, Stefan Turowski, Meinard Müller, Marie Köberlein, Michael Döllinger, Stefan Kniesburges
[Abstract]
Wearing face coverings has become essential during the COVID-19 pandemic. In contrast to breathing, speaking, and especially singing emits very high volumes of aerosols. For this reason, masks specially designed for professional singers have been developed that allow for large articulation movements during singing. This work aims to investigate the sound attenuation properties of five professional singer masks in order to assess the direction-dependent acoustic effects of these measures on the singing quality. The results show both frequency-dependent attenuation and amplification for different mask types and directions. For frequencies up to 2 kHz, singer masks with an included transparent face shield show partial amplification effects of 10 dB, while fabric masks do not exhibit significant attenuation or amplification effects (minimal acoustic loss). Above a frequency of 2.5 kHz, the face-shield masks show the most significant sound attenuation with 30 dB, while fabric masks have an overall lower sound attenuation of a maximum of 5 dB. In addition, the study shows that at low frequencies, the sound is amplified or attenuated equally in all directions. At higher frequencies, the attenuation is higher to the front than in the back direction.
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| 10:20 |
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Der Einfluss von Aerosolfiltern auf den Klang von Blechblasinstrumenten
Saleh Siddiq, Christoph Reuter, Isabella Czedik-Eysenberg, Matthias Eder
[Abstract]
COVID-19 wird hauptsächlich über Tröpfchen oder Aerosole verbreitet (Meselson 2020). Blasinstrumente ”blasen” zwar keine Tröpfchen aus, allerdings emittieren sie Aerosole (Schwalje/Hoffmann 2020). Als Gegenemaßnahme wurden Aerosolfilter aus Zellulose (Becher et al. 2020) bzw. Molton vorgeschlagen (Siddiq et al. 2021). In dieser Studie wurde untersucht, ob die vorgeschlagenen Filter einen nennenswerten Einfluss auf Klang und Abstrahlcharakteristik der Musikinstrumente haben. Die Klänge von fünf Blasinstrumenten (Flöte, Waldhorn, Posaune, Trompete, Tuba) wurden jeweils mit und ohne Filter aufgenommen und im Hörversuch bewertet. Die Filter wurden aus Molton genäht und zur rückstandsfreien Anbringung mit einem elastischen Saum versehen. Das Abstrahlverhalten wurde mittels akustischer Kamera aufgezeichnet. Low-Level-Audiomerkmale wurden extrahiert und analysiert, um die akustischen Eigenschaften zu identifizieren, die durch den Filter beeinflusst werden. Der Vergleich des Abstrahlverhaltens mit und ohne Filter verdeutlicht den Einfluss der Filter auf die Schallabstrahlung. Ein Filter hatte kaum Einfluss auf die subjektiven Klangbewertungen, was auch die spektralen Low-Level-Audiomerkmale bestätigen. Erst bei zwei Filtern ist der Unterschied zur Null-Filter-Bedingung signifikant. Insgesamt war der Einfluss auf die Intonation deutlich größer als auf den Klang an sich. Unterschiede in der Schallabstrahlung wurden nicht festgestellt.
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| 10:40 |
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What is the biological root of the way we use pitch (melody and harmony) in music?
Marisa Hoeschele, Bernhard Wagner
[Abstract]
What underlies the way we process spectral information in music? Why do some intervals sound happy and others sad? One way to address these questions is to consider why humans developed music in the first place. Growing evidence suggests that music is not purely a cultural phenomenon but has evolutionary roots that is shared in part with other species. Current theoretical debates have put forth several plausible explanations for the development of music in humans, such as that it helps humans socially bond, that it signals important information about groups, or that it can be used to attract potential sexual partners. These different hypotheses all remain plausible, but based on recent empirical cross-species comparisons between humans and other animals provide a clue as to what prerequisites led us to develop music in its current form: 1) we learn our vocalizations 2) these vocalizations have pronounced harmonic information 3) different individuals have different vocal ranges 4) we vocalize at the same time. I will discuss how these four traits form the basis for our perception and enjoyment of melody and harmony and how studying other animals can help us learn more about the deeper meaning of music.
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Organisation:
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| C.-D. Munz, Universität Stuttgart, IAG |
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| 11:00 |
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Bayesian Identification of Spatially Varying Impedance
Karl-Alexander Hoppe, Simon Mannhardt, Steffen Marburg
[Abstract]
Gegenstand der Untersuchung ist die Ausbreitung einer ebenen Welle in einem akustischen Kanal bei einer definierten Frequenz. Das Modell wird mit der Finite-Elemente Methode über den Open Source Code FEniCS erstellt. Am linken Rand liegt eine Schnelle-Randbedingung an und am rechten Rand ist eine Impedanzrandbedingung aufgeprägt. Ausgehend von Schalldrücken im zweidimensionalen Berechnungsgebiet sollen nun die eindimensionalen Randwerte auf der rechten Seite rekonstruiert werden. Hierbei ist die Impedanz vereinfacht als unabhängig vom Einfallswinkel der Welle angesetzt. Das inverse Problem wird über Bayes’sche Inferenz gelöst. Eine mehrmalige zufällige Auswahl der synthetisierten Messpositionen zeigt die Reproduzierbarkeit des Verfahrens. Die Karhunen-Loève Entwicklung reduziert die Dimensionalität des Zufallsraumes in dem Erkundungsalgorithmen wie Metropolis-Hastings Markov-Ketten Monte Carlo die a posteriori Verteilung der gesuchten Impedanzen schätzen. Die so erzielte Entkopplung der räumlichen Diskretisierung der inhomogenen Impedanzen von der Komplexität des stochastischen Systems weist vor allem Vorteile für glatte Kovarianzfunktionen und für lange Korrelationslängen auf.
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| 11:02 |
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Defect Characterization in Plate Models Facilitated by Algorithmic Differentiation
Jannis Bulling, Benjamin Jurgelucks, Jens Prager, Andrea Walther
[Abstract]
In non-destructive testing and structural health monitoring with ultrasonic waves, the quantification of damage in components is one of the main tasks. In
many shell-like structures, such as plates, pipes, or laminate components, ultrasonic waves propagate as guided waves. Although guided waves enable
the testing of large areas, their multimodal and dispersive properties make it challenging to analyze signals. So, there is a need for more advanced
algorithms to handle these properties, especially when reconstructing damage position and geometry. The reconstruction can be formulated as an inverse problem where the measured signals are fitted with a simulative forward model. Due to the small
wavelength of ultrasonic waves, classic forward models based on, e.g., the Finite Element Method are computationally intensive. In contrast, the authors
use the semi-analytical Scaled Boundary Finite Element Method (SBFEM) to reduce the computational effort. The SBFEM approximates arbitrary long,
undamaged parts of the structure with only a few degrees of freedom. This contribution summarizes a general inverse procedure based on algorithmic differentiation in combination with the SBFEM. Results are presented for
damaged 2D cross-sectional models of waveguides. These results include an analysis of the robustness of the proposed algorithms against noise.
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| 11:04 |
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Data-Driven State-Space Models of Acoustical Systems
Art Pelling, Ennes Sarradj
[Abstract]
Recent advances in the area of numerical linear algebra have brought forth randomized rank-revealing matrix factorizations. These computationally efficient methods can be used to apply classical system identification methods, e.g. the Eigensystem Realization Algorithm, to high-dimensional input data which can arise from impulse response or transfer function measurements of acoustical transmission systems. The size of these measurements is not uncommonly in the order of 10e+6 samples which have made many system identification methods unfeasible in the past because they rely on the singular value decomposition.
The apparent benefits of state-space models such as model order reduction, parametric interpolation or robust control can now be reaped in scenarios where high-fidelity analytical models are hard to obtain. This sheds new light onto many modelling challenges. Our studies have shown that reduced data-driven state-space models can already be more efficient when it comes to forced-response computations compared to established (spectral) convolution methods.
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| 11:12 |
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Numerische Untersuchung des aeroakustischen Verhaltens eines generischen Schlitzauslasses
Philipp Ostmann, Christian Bruchhaus, Martin Kremer, Dirk Müller
[Abstract]
Die akustische Geräuschentwicklung bei Luftdurchlässen stellt eine Beeinträchtigung einer produktiven Arbeitsumgebung und damit einen erheblichen Limitierungsfaktor in Lüftungssystemen dar. In dieser Arbeit soll das aeroakustische Verhalten von Luftdurchlässen numerisch untersucht werden.
Zu diesem Zweck wird mithilfe der Software StarCCM+ ein dreidimensionales Strömungsmodell aufgebaut. In einem ersten Schritt wird das Netz mittels stationärer Simulationen vorentwickelt. Unter Anwendung von Breitband-Schall-Modellen werden die Bereiche hoher Schallemission identifiziert. In Vorbereitung auf die transienten Strömungssimulationen werden diese Bereich besonders fein aufgelöst. Aus experimentellen Daten ist der zu erwartende Frequenzbereich bekannt und anhand dessen wird die Netzgröße und der Zeitschritt abgeschätzt, um Schallfrequenzen von bis zu 1000 Hz vorhersagen zu können.
Die transienten Simulationen werden mit der LES-Methode berechnet, wodurch abhängig von der Netzgröße auch kleinere Wirbel aufgelöst und analysiert werden können. Zur Berechnung des Schalls wird sowohl das Ffowcs-Williams-Modell eingesetzt, als auch eine direkte Berechnung des Schalls (Direct Noise Simulation) durchgeführt. Diese beiden Ansätze werden final mit durchgeführten Experimenten verglichen, um die Qualität der Modelle zu bewerten.
Es zeigt sich, dass beide Modellansätze die Frequenzen des Schalls gut vorhersagen. Es werden zwei prominente Frequenzmaxima bei etwa 300 Hz und 950 Hz berechnet, welche sich an ähnlicher Stelle auch in den aufgenommen Daten zeigen.
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Sitzungsleitung:
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| C.-D. Munz, Universität Stuttgart, IAG |
| S. Becker, Univ. Erlangen-Nürnberg, Lehrst. Prozessmaschinen u. Anlagentechnik |
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| 8:40 |
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Isogeometrische Formulierung der Energie-Boundary-Elemente-Methode
Matthias Ram, Kim Marcel Beiroth, Otto Von Estorff
[Abstract]
Die Energie-Boundary-Elemente-Methode (EBEM) ist ein Verfahren zur Vorhersage der akustischen Schallabstrahlung bei hohen Frequenzen. Entgegen der klassischen Boundary-Elemente-Methode (BEM) zur Lösung der Helmholtz-Gleichung ist die in einem EBEM-Modell erforderliche Netzauflösung unabhängig von der Frequenz. Die Zahl der zur Modellierung erforderlichen Freiheitsgrade und der damit einhergehende numerische Aufwand kann somit gering gehalten werden. In einer isogeometrischen Analyse erfolgt die Berechnung direkt auf Basis einer CAD-Geometrie, indem die zugrundeliegenden Non-Uniform Rational B-Splines (NURBS) sowohl zur Geometriebeschreibung als auch zur Approximation der Randwerte in der numerischen Analyse genutzt werden. Damit kann auf die üblicherweise zur Diskretisierung genutzten Lagrange-Elemente verzichtet werden. Der mit der Vernetzung verbundene Aufwand sowie der bei Nutzung von Lagrange-Elementen unvermeidliche Geometriefehler entfallen.
Eine isogeometrische EBEM ermöglicht potentiell sehr schnelle akustische Simulationen im Hochfrequenzbereich, da sowohl die Modellerstellung als auch die Berechnung drastisch beschleunigt werden. Änderungen der Geometrie, die im CAD-Modell vorgenommen werden, liegen zudem unmittelbar auch im Rechenmodell vor, wodurch ein iterativer Entwicklungsprozess wesentlich beschleunigt werden kann.
Im vorliegenden Beitrag wird eine isogeometrische Formulierung der EBEM vorgestellt und anhand von Anwendungsbeispielen diskutiert.
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| 9:00 |
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Akustische isogeometrische Analysen mit schnellen Boundary-Elemente-Methoden
Kim Marcel Beiroth, Matthias Ram, Sören Keuchel, Otto Von Estorff
[Abstract]
Die Boundary-Elemente-Methode (BEM) ist ein etabliertes Verfahren zur numerischen Simulation akustischer Fragestellungen. Die Genauigkeit hängt dabei unter anderem von der Diskretisierung der Geometrie ab. Isogeometrische Analysen (IGA) verwenden CAD-Modelle direkt als Basis für die numerischen Berechnungen und gewährleisten somit eine exakte Darstellung der Geometrie. Dafür nutzen sie die den CAD-Modellen zugrundeliegenden Non-Uniform Rational B-Splines (NURBS) zur Geometriebeschreibung. Die oberflächenbasierte BEM ermöglicht dabei die Verknüpfung zwischen CAD- und Berechnungsmodell. Auf diese Weise reduziert sich neben dem Diskretisierungsfehler auch der mit der Vernetzung verbundene Aufwand erheblich. Ein entscheidender Nachteil der BEM ergibt sich jedoch aufgrund der nicht-symmetrischen und in der Regel vollbesetzen Systemmatrizen. Durch den hohen hierfür erforderlichen Speicherbedarf ist die Anwendung der BEM auf Systeme mit einer geringen Anzahl an Freiheitsgraden und somit vergleichsweise niedrige Frequenzen beschränkt. Eine Möglichkeit zur Steigerung der Recheneffizienz und der damit einhergehenden Betrachtung größerer Systeme ist die Verwendung schneller Verfahren, wie der Fast-Multipole-Methode oder hierarchische Matrizen. Im vorliegenden Beitrag wird eine Kombination der IGABEM mit schnellen Verfahren vorgestellt und anhand akustischer Anwendungsbeispiele verifiziert.
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| 9:20 |
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Quadtree decomposition as a meshing strategy for guided waves simulations using the scaled boundary finite element method.
Daniel Lozano, Jannis Bulling, Jens Prager
[Abstract]
SHM techniques associate strongly with damage detection and characterization. Ultrasonic guided waves (UGW), for such scope,
arise as one promising methods for many reasons, i.e. UGW are able to travel long distances and they are easy to excite. In this
context, the
necessity to model realistic wave-defect interaction occurs to be critical. Introducing arbitrary geometries, i.e flaws in a computational domain is not trivial. Nevertheless, these realistic damage scenarios
can be modeled
through the usage of image-based quadtree meshes. Images such as the outcome from X-ray scans or ultrasonic C-scans can be
converted into meshes for
further integration into a model. Quadtree meshes are created by converting intensity of the pixels to quadrilaterals. Homogeneous
regions inside one
image result in one quad and features such as discontinuities are described with smaller quads. This contribution proposes an efficient methodology to model wave defect interaction, using as a framework the scaled boundary
finite element method
(SBFEM) and quadtrees. Problems as non-conforming regions in the mesh due to the space-tree decomposition can be avoided
using
SBFEM’s polygonal elements. The Semi-analytical nature of the SBFEM allows the modeling of arbitrarily long prismatic regions of
the
waveguides without an increase in the computational burden.
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| 9:40 |
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Mesh2HRTF/NumCalc: Ein quelloffenes Paket zur Berechnung von HRTFs und akustischer Wellenausbreitung in 3D
Wolfgang Kreuzer, Fabian Brinkmann, Katharina Pollack, Piotr Majdak
[Abstract]
Mesh2HRTF (https://mesh2hrtf.sourceforge.io) ist ein frei verfügbares quelloffenes Softwarepaket, mit dem es möglich ist, basierend auf einer Darstellung der Geometrie des Kopfes kopfbezogene Außenohrübertragungsfunktionen (engl. head-related transfer functions, HRTFs) zu berechnen. Mesh2HRTF stellt Skripte zum Export der Geometrie aus Blender (https://www.blender.org) bereit, die dann von NumCalc, dem numerischen Kern in Mesh2HRTF, zur Berechnung des Schallfelds mittels der Randelementemethode (engl. boundary element method, BEM) genutzt wird. Im letzten Schritt werden aus dem berechneten Schallfeld HRTFs generiert und im sogenannten spatially oriented format for acoustics (SOFA) als Datei abgespeichert. Mesh2HRTF bietet eine Plattform, BEM ohne Fachwissen auf einfache Weise anzuwenden.
Im Vortrag werden wir NumCalc, den numerischen Kern von Mesh2HRTF, vorstellen, der sich abseits der HRTF-Berechnung auch zur Lösung anderer akustischer Probleme in 3D verwenden lässt. Wir werden die numerischen Komponenten hinter der BEM-Implementierung besprechen, auf deren Grenzen im Bezug auf Rechenaufwand und Genauigkeit eingehen, sowie verschiedene Eingabeparameter für NumCalc beschreiben, die eine Anpassung an diverse Probleme erlauben, wie zum Beispiel, die Verwendung frequenzabhängiger Admittanz-Randbedingungen.
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| 10:20 |
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A Statistical Approach for the Fusion of Data and Finite Element Analysis in Vibroacoustics
Lucas Hermann, Harikrishnan K. Sreekumar, Sabine C. Langer, Ulrich Römer
[Abstract]
A problem with the finite element method (FEM) is that often it is difficult to exactly match the given measurement data of a real system.
Therefore, in this paper, the statFEM, i.e. a statistical FEM is adopted to fuse sensor data with an FE model of a 2D vibroacoustics problem. The
air in a cavity is excited on the boundary of the domain and the boundary function is considered as random. The resulting FEM solution is
considered as a Bayesian prior and the uncertainty is quantified in form of a Gaussian Process (GP). By conditioning the prior on given data,
which are created synthetically, it is shown that a posterior GP can be efficiently obtained, characterizing the behavior of the acoustic field in the
domain. Thereby, the data are decomposed into three parts: FE Model, misspecification, and noise. The misspecification term is modeled as a
GP, as well, whose hyperparameters are learned from the given data.
By adding more sensor locations and observations, the posterior variance in the whole domain can be decreased. The dependence of the
posterior variance on the positioning of the sensors is investigated and the benefits and limits of the method are explained.
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| 10:40 |
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Time-Explicit Nodal Discontinuous Galerkin Method for Ultrasonic Wave Propagation in Coupled Piezoelectric-Acoustic Media
Kirill Shaposhnikov, Mads J. Herring Jensen, Boris Mondet, Elin Svensson
[Abstract]
Modeling of ultrasonic waves propagation in the time domain is required for many industrial applications, such as ultrasonic nondestructive testing, ultrasonic flow measurement, biomedical ultrasound, etc. Such applications often imply the computation of wave propagation over distances of hundreds of wavelengths, which makes them challenging for traditional time-implicit finite element schemes. On the other hand, the time-explicit nodal discontinuous Galerkin finite element method has proven to be an efficient tool for solving acoustically large problems in the time domain. This method provides high accuracy, great scalability, and low memory consumption. The ultrasonic wave propagation problems typically involve multiphysics phenomena, such as acoustic-structure interaction and piezoelectricity. Piezoelectric units are used as transmitters and/or receivers of the signal that propagates in coupled acoustic-elastic media. The multiphysics phenomena are incorporated into the proposed numerical approach which is based on solving of the acoustic-structure interaction problems in the form of a coupled acoustic-elastic first-order hyperbolic system. An extra second-order stationary partial differential equation is solved for the electric potential in the piezoelectric domains.
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Sitzungsleitung:
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| C.-D. Munz, Universität Stuttgart, IAG |
| S. Becker, Univ. Erlangen-Nürnberg, Lehrst. Prozessmaschinen u. Anlagentechnik |
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| 14:00 |
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Modelling Vibro-Acoustic Behaviour of Membrane Absorbers
Mehmet Sait Özer, Friedrich Beyer, Benjamin Zenker, Sebastian Merchel, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
Membrane absorbers are frequently used structures for narrowband absorption of noise in room acoustics. These absorbers are based on the resonance
phenomenon and convert sound energy into thermal energy through vibration that occur in the front panels. The dynamic behaviour of membrane absorbers
is of great importance and can be modelled to investigate whether the desired absorption requirements are fulfilled. In this study, vibro-acoustic modelling of
box-shaped membrane absorbers was investigated. Coupled models were created using the commercial software (Wave6) utilizing boundary element (BE)
and finite element (FE) methods. During the numerical study, various front panel properties and the size of the back volumes were examined. The findings
were validated by experiments in an anechoic environment. It was observed that the generated models could represent the vibro-acoustic behaviour of
membrane absorbers. The results confirm that the dynamic behaviour of membrane absorbers can be predicted with high accuracy using the approach used
in this paper.
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| 14:20 |
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Analysis and comparison of FDTD discretization procedures for room acoustical simulations
Arne Hölter, Mathias Lemke, Stefan Weinzierl
[Abstract]
Raumakustische Simulationen werden in vielen Bereich wie der Gebäudeplanung eingesetzt. Üblicherweise werden strahlen- oder
frequenzbasierte Methoden verwendet. Diese benötigen vergleichsweise geringe Rechenleistungen, sind jedoch in ihrer Genauigkeit
begrenzt.
Im Gegensatz dazu weisen wellen- bzw. zeit-basierte Methoden mit größerem Rechenaufwand eine deutlich höhere Genauigkeit auf.
Um diese Methoden effizient zu nutzen, eignen sich je nach Anwendungsfall daher unterschiedliche Diskretisierungsverfahren.
Numerische Methoden wie finite Differenzen gewinnen in akustischen Simulationen zunehmend an Bedeutung. Dies gilt insbesondere
für raumakustische Fragestellungen, da im Gegensatz zu strahlen- oder frequenz-basierten Methoden auch akustische Effekte wie
Beugung mit hoher Genauigkeit abgebildet werden können.
Zur numerischen Lösung der zugrunde liegenden partiellen Differenzialgleichungen mittels finiter Differenzen müssen diese in
geeigneter Weise sowohl bezüglich der räumlichen als auch der zeitlichen Ableitungen approximiert werden. In diesem Beitrag werden
unterschiedliche Diskretisierungsansätze für nicht-lineare und lineare akustische Gleichungen vorgestellt, analysiert und miteinander
verglichen.
Präsentiert werden diese anhand eines typischen raumakustischen Beispiels.
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| 14:40 |
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Adjungierten-basierte Optimierung von Impedanz-Randbedingungen im Zeitbereich
Julius Reiss, Mathias Lemke
[Abstract]
Akustische Randbedingungen werden häufig durch ihre Impedanz charakterisiert. Die komplexwertige Größe ist jedoch vornehmlich für frequenz-basierte Analysen geeignet.
In einem vorausgegangenen Beitrag haben die Autoren einen Volumen-Penalisierungsansatz vorgestellt, der eine Modellierung von Wandimpedanzen im Zeitbereich ermöglicht. Das Verfahren erlaubt es durch Einbettung komplexe Geometrien und Impedanzverläufe einfach darzustellen. Die Validierung erfolgte gegenüber dem typischerweise verwendeten Miki-Modell.
In diesem Beitrag stellen die Autoren einen adjungierten-basierten Ansatz zur Optimierung der Volumen-Penalisierung mittels Anpassung der räumlich abhängigen Parameter vor. Ziel der akustischen Optimierung ist neben der Herstellung einer gewünschten Impedanz auch die Topologie-Anpassung von Berandungen, etwa die Verschiebung oder Verformung von Wänden. Gezeigt werden raumakustische als auch strömungsakustische Beispiele.
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| 15:00 |
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Analytische Koinzidenzfrequenzvariation von Sandwichplatten mithilfe geometrischer Wabenkernvariation
Martin Radestock
[Abstract]
Bei der Koinzidenzfrequenz strahlen Strukturen den Schall effizient ins Fernfeld ab. Leichtbaustrukturen wie Sandwichplatten besitzen eine geringe Koinzidenzfrequenz, weil bei diesen Strukturen eine geringe Masse und eine hohe Steifigkeit zusammenkommen. Die Koinzidenz kann je nach Anwendung störend sein und eine Anpassung dieser Frequenz ist dann wünschenswert. Dieser Beitrag zeigt einen analytischen Ansatz zur Koinzidenzberechnung von Sandwichplatten mit geometrisch unterschiedlichen Wabenkernen. Sandwichplatten besitzen wegen ihres Aufbaus zwei Koinzidenzen, weil sich die Decklagen relativ zueinander symmetrisch oder antisymmetrisch bewegen können. Die Koinzidenzfrequenzen werden mithilfe eines analytischen Ansatzes zur Schalldämmmaßberechnung ermittelt. Dieser Ansatz wird mit einer orthotropen Steifigkeitsberechnung für regelmäßige Wabenkerne in Abhängigkeit der Zellgeometrie kombiniert. Die Materialien und die Masse der Kerne sowie der Decklagen bleiben gleich. Eine Größenvariation der Wabenkerne zeigt, dass sich eine Koinzidenzfrequenz nur geringfügig ändert, während sich die zweite Koinzidenzfrequenz in einer Frequenzbreite um 2 und 6 kHz und das Schalldämmmaßes um bis zu 3 dB verändert. Diese Veränderungen sind auf die Steifigkeitsänderung durch die Größenvariation zurückzuführen und deren unterschiedlicher Einfluss auf die Relativbewegung der Decklagen. Eine experimentelle Validierung der gewonnen Ergebnisse steht noch aus. Der analytische Ansatz zeigt bereits, dass die Koinzidenz von Sandwichplatten ohne zusätzliche Masse und nur mithilfe der Kerngeometrie angepasst werden kann.
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| 15:20 |
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Effiziente Schallfeldvorhersage über einer Schicht eines nicht-lokal reaktiven porösen Mediums mit schallhartem Abschluss
Martin Eser, Steffen Marburg
[Abstract]
Dünne Schichten aus porösen Medien werden aufgrund ihrer kompakten Anordnung häufig zur
Schallabsorption und Lärmminderung eingesetzt. Insbesondere poröse Medien mit geringem
Flusswiderstand weisen jedoch ein komplexes, nicht-lokales Absorptionsverhalten auf. Die
simulationsgestützte Vorhersage des Schallfeldes über diesen Medien ist daher eine rechnerische
Herausforderung. Dies ist auf Singularitäten und Verzweigungspunkte im Ausdruck für den
Reflexionskoeffizienten zurückzuführen. Dieser Beitrag handelt von der Analyse des Schallfelds über einer
nicht-lokal reagierenden porösen Schicht mit schallhartem Abschluss mit Hilfe der direkten diskreten
komplexen Spiegelquellenmethode (engl. direct discrete complex image method). Im Gegensatz zur
traditionellen komplexen Spiegelquellenmethode vermeidet das vorgeschlagene Vorgehen die Identifikation
und Extraktion des quasi-statischen Terms sowie der Pole aus dem Reflexionskoeffizienten. Stattdessen
wird der Reflexionskoeffizient - einschließlich seiner Singularitäten - direkt durch eine Reihe von
komplexwertigen Exponentialfunktionen approximiert. Dieser Ansatz ermöglicht eine effiziente und genaue
Vorhersage des Schallfelds im Nah- und Fernfeld. Das vorgeschlagene Vorgehen eignet sich somit für
akustische Problemstellungen mit mehrlagigen porösen Schichten wie beispielsweise der Detektion von
Objekten in mehrschichtigen porösen Böden.
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Sitzungsleitung:
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| J. Bös, Fraunhofer IDMT |
| C. Adams, TU Darmstadt, Fachgebiet SAM |
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| 17:20 |
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Analyse der Dünnfilmdämpfung eines beidseitig eingespannten Mikrobalkens
Anton Melnikov, Hermann A.G. Schenk, Franziska Wall, Jorge Mario Monsalve Guaracao, Lutz Ehrig, Michael Stolz, Andreas Mrosk, Sergiu Langa, Bert Kaiser
[Abstract]
Miniaturisierte MEMS-basierte Lautsprecher sind ein aktueller Entwicklungstrend für In-Ear-Audioanwendungen. Wenn ein Lautsprecher jedoch auf die
Größe eines mikroelektronischen Chips schrumpft, unterscheidet sich die Physik von der makroskopischen Welt. Einerseits profitiert ein elektrostatischer
MEMS-Lautsprecher von sehr kleinen Elektrodenabständen, die zu hohen Feldstärken und somit Kräften führen. Gleichzeitig verursacht die
Strömungsdynamik der Luft starke Dämpfungseffekte in den mikroskopisch kleinen Kanälen eines µSpeaker-Chips, aber auch in dem elektrostatisch
Spalt selbst. Kürzlich haben wir experimentell gezeigt, dass die erste Euler-Bernoulli-Biegemode ausreicht, um das Verhalten eines elektrostatisch
angetriebenen Mikrobalkens über den gesamten Hub mit hoher Genauigkeit zu reproduzieren. Dies führt zu einem ab-initio-Modellierungsansatz, der auf
einer neuartigen Chebyshev-Edgeworth-Typ-Erweiterung basiert. Daraus leitet sich ein genaues Lumped-Parameter-Modell (LPM) für MEMS-
Lautsprecher, welches einem einzigen Freiheitsgrad beinhaltet. In dieser Arbeit diskutieren wir den Einfluss der Mikrofluidik auf die Dämpfung eines
Testlautsprecherdesigns basierend auf dem nanoscopic electrostatic drive (NED) Konzept. Mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) analysieren wir,
wie die Druck- und Geschwindigkeitsverteilung mit den Euler-Bernoulli-Moden eines einfachen mikroskopischen Balken verknüpft ist, mit dem Ziel, die
Dünnfilmdämpfung in das LPM einzubeziehen. Das Verständnis der verschiedenen Quellen der fluiddynamischen Dämpfung ist von großer Bedeutung
für das Design von High-Fidelity-MEMS-Audiowandlern.
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| 17:40 |
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Sending and receiving acoustic waves using atmospheric pressure plasmas
Daniel Hufschläger, Mate Gaal
[Abstract]
Atmospheric pressure plasmas interact in various physical ways with their surroundings. They release heat and generate charge
carriers, which leads to two
effects. The first effect is the generation of acoustic waves due to heat release, known as the thermoacoustic effect, and the second
effect is the perturbation of
the resting fluid provoked by the release of charge carriers, called ”ionic wind”. The direct connection between the charge carrier
production of the discharge
arrangement and the surroundings also allows the detection of acoustic waves by tracking the electrical current of the arrangement. This contribution introduces a multi-fluid model approach to describe the acoustic interaction of atmospheric plasmas. In addition, we
present experimental
results on commercially available and in-house fabricated discharge arrangements for either emitting or receiving acoustic waves.
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Sitzungsleitung:
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| P. Majdak, Institut für Schallforschung, ÖAW |
| R. Baumgartner, Institut für Schallforschung, ÖAW |
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| 14:00 |
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Charakterisierung der Stimmlippenvibration an einem synthetischen Larynx-Modell mittels Laser-Scanning-Vibrometrie
Christoph Näger, Alexander Lodermeyer, Stefan Becker
[Abstract]
Die menschliche Stimme entsteht in einem komplexen Zusammenspiel aus Strömung, Strukturschwingung und Akustik. Dabei spielt die Oszillation der Stimmlippen eine entscheidende Rolle, zum einen durch die Modulation des Luftstroms, zum anderen durch die Abstrahlung von Strukturschall. Daher wird in dieser Studie die Stimmlippenvibration in einem synthetischen Larynx-Modell mittels Laser-Scanning-Vibrometrie untersucht. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Beschreibung der Strukturschwingung in diesem Fluid-Struktur-Akustik-Problem zu generieren, wobei ein starker Fokus auf die harmonischen Frequenzen gelegt wird. Zur Vermessung der Stimmlippenoberseite wird der Laserstrahl des Vibrometers durch den supraglottalen Kanal auf die Stimmlippenoberfläche geleitet. Ein eigens dafür konstruierter subglottaler Kanal bietet einen optischen Zugang, um auch die Unterseite der Stimmlippen vermessen zu können. Die beiden Messungen werden zu einem Datensatz vereint, der die gesamte Stimmlippenschwingung umfasst. An diesem werden anschließend die Schwingungsmoden der Stimmlippen analysiert. Synchron zu den Vibrometermessungen werden High-Speed-Kamera-Aufnahmen der Stimmlippenschwingung durchgeführt, aus denen die glottal area waveform mittels Bildverarbeitung extrahiert wird. Damit kann ein Zusammenhang zwischen dem Öffnungszustand der Stimmlippen und der Oberflächengeschwindigkeit hergestellt werden. Eine solche vollständige Charakterisierung der Stimmlippenschwingung wurde bisher nur in Hemilarynx-Experimenten durchgeführt, welche lediglich eine statt zwei Stimmlippen verwenden, sodass sie hinsichtlich der Abbildung des Phonationsprozesses limitiert sind.
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| 14:20 |
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Finite-Element Simulation of Bone Conduction in the Human Head: The Inner Ear Component
Simon Kersten, Henning Taschke, Michael Vorländer
[Abstract]
Bone conduction describes the transmission of vibrations in the human head that lead to a hearing sensation. It can be divided into different components. For the outer and middle ear components as well as for air conduction, the sound is induced in the cochlea via a relative motion between the stapes and the inner ear. For the inner ear component, the displacement of the basilar membrane is caused by inertial movement of the inner ear fluids and a pressure change in the cochlea due to its compression.
In this study, a finite element model is used to investigate the inner ear component. The model is based on the inner ear part of the BOHEAR model presented by Henning Taschke in 2005. It consists of an inner ear geometry within an osseous cuboid and includes the three scalae, the vestibulum and the semicircular ducts. The simulation parameters are discussed and the model is validated against measured results and finite element simulations described in the literature. The inner ear component is investigated by applying a measured cochlear promontory motion and by comparing the responses for translational displacement, compressional motion and excitation via the oval window.
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| 14:40 |
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Ersatzschaltbildmodellierung von Knochenschall
Masoumeh Salehi, Simon Kersten, Michael Vorländer
[Abstract]
Knochenschall beschreibt die Schallübertragung durch den Schädel und das umgebende Weichgewebe zum Innenohr. Fünf Knochenschallmechanismen
werden häufig als wichtig genannt: die Schalldruckerzeugung im Gehörgang, die Trägheit der Mittelohrknöchelchen, die zu einer Relativbewegung zwischen
der Steigbügelfußplatte und der Cochlea führen, Trägheitskräfte, die auf die Lymphflüssigkeiten im Innenohr wirken, die Kompression des Innenohrs und die
Schalldruckübertragung aus dem Schädelinneren.
Ziel dieser Arbeit ist, ein Modell zu entwickeln, welches ausschließlich auf Basis von Ersatzschaltbildern die Knochenschallmechanismen berücksichtigt. Zu
diesem Zweck wird ein Modell aus der Literatur, bei dem die Mechanismen mit Hilfe eines Impedanzmodells des Innenohrs und gemessenen
Übertragungsfunktionen berechnet werden, angepasst, in dem die gemessenen Anteile durch Teilschaltungen ersetzt und mit dem überarbeiteten Modell des
Innenohrs kombiniert werden.
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| 15:00 |
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Nichtrigide Anpassung von Punktwolken zur Berechnung von personalisierten Head-Related Transfer Functions
Katharina Pollack, Piotr Majdak, Hugo Furtado
[Abstract]
Personalisierte Head-related transfer functions (HRTFs) können numerisch berechnet werden, wenn die dreidimensionale individuelle Pinnageometrie beispielsweise als Punktwolke genau beschrieben werden kann. Aufgrund der Komplexität der biologischen Struktur der Pinna, ist die Erfassung ihrer Geometrie schwierig. Mit dem Ziel einer einfachen, bedienungsfreundlichen Geometrieerfassung, stellen wir einen Lösungsansatz aus der Bildverarbeitung vor: nichtrigide Anpassung einer hochaufgelösten Pinnapunktwolke an eine verlustbehaftete Pinnapunktwolke. Unterschiedliche Anpassungsalgorithmen wurden auf deren Robustheit bezüglich Störungen in der verlustbehafteten Pinnapunktwolke verglichen. Die Anpassungen wurden sowohl auf geometrische Genauigkeit mittels Hausdorff-Distanz als auch auf psychoakustischer Ebene mittels eines auditiven Modells und prädizierten Lokalisationsfehlern überprüft. Vorläufige Resultate zeigen vergleichbare Lokalisationsfehler wie jene mit akustisch gemessenen HRTFs.
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| 15:20 |
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Extending vehicle evaluation in test drives with physiological measurements
Christian Laufs, Stefan Hank, Philipp Sellerbeck, Andreas Herweg
[Abstract]
The HEAD empirical assessment ride (HEAR!) method allows correlation of the driver’s perception of the vehicle with acoustic conditions and driving
conditions. Using this user-centred-design approach, problematic driving conditions are easily identified. In order to learn more about drivability or the
feeling of safety while driving, we extended the method by using physiological measurements. During states of stress or relaxation certain physiological
parameters change, such as heart rate or heart rate variability. These changes can be recorded using adequate devices.
During operation of the vehicle, continuous movements of the driver make data acquisition more difficult due to increased number of artifacts. Therefore,
this work addresses the issues involved in measuring physiological data in the vehicle. Based on conducted test drives, a method was iteratively derived
to eliminate artefacts and achieve good signal quality.
Subsequently, several drives were conducted using this developed methodology. The data collected within the drives offer the possibility to analyze the
dimensions driving conditions, acoustic phenomena, perceptive evaluations, and physiological responses in relation to each other. For example, the
additional acquisition of vehicle parameters enables a first assignment of the stress responses to specific driving conditions or situations.
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Sitzungsleitung:
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| M. Zaglauer, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 13:40 |
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Lautheits- und präferenzäquivalente Pegel von Ventilatorgeräuschen gegenüber einem Referenzgeräusch bei 45, 60 und 75 dB(A)
Eike Claaßen, Stephan Töpken, Steven Van De Par
[Abstract]
Ventilatoren werden als ein Bestandteil vieler technischer Geräte und Anlagen im täglichen Leben von Menschen gehört. In der Praxis wird zur
Charakterisierung der Unangenehmheit oftmals der A-bewerteten Schalldruckpegel mit Pegelzuschlägen kombiniert.
In dieser Studie wurden lautheits- und präferenzäquivalente Pegel für 19 unterschiedliche Ventilatorgeräusche für verschiedene Referenzpegel (45, 60
und 75 dB(A)) in Hörexperimenten ermittelt. Mit einem adaptiven Messverfahren wurde hierfür der Pegel der Ventilatorgeräusche so lange variiert, bis
sie entweder als gleich laut (lautheitsäquivalenter Pegel) oder gleich angenehm (präferenzäquivalenter Pegel) gegenüber einem bandbegrenzten
weißen Referenzrauschen empfunden wurden. Die Differenz zwischen dem Referenzpegel und den Äquivalenzpegeln lässt sich als empirisch
ermittelter Pegelzuschlag für gleiche Lautheit bzw. Präferenz interpretieren.
Für alle getesteten Ventilatorgeräusche ergeben sich aus den Präferenzurteilen Pegelzuschläge im Bereich von 3 bis 17dB. Insbesondere für die
präferenzäquivalenten Pegel sind die Pegelreduktionen bei dem Referenzpegel von 45 dB(A) stärker ausgeprägt als für die höheren
Referenzpegelstufen.
Für den hohen Referenzpegel deuten die Ergebnisse über alle Testsignale auf einen starken Einfluss der wahrgenommenen Lautheit auf die
Präferenzurteile hin. Bei dem niedrigen Referenzpegel scheint hingegen der Klangcharakter, z.B. durch tonale Komponenten, ein prominenter
zusätzlicher Einflussfaktor über die Lautheit hinaus zu sein, der auch bei den eher angenehmen Geräuschen zum Tragen kommt.
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| 14:00 |
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Comparative acoustic study of electromagnetic actuator technologies used in haptic applications
Pablo Alvarez Romeo, Hans Winger, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
When designing force feedback wearables for haptics, various mechanical and electrical parameters are taken into account for choosing an actuator. However, motor technologies produce acoustic noise when operating, which may in turn affect users’ perception, and thus, their immersion in haptic applications. Such noise is influenced by different elements, such as the deployed technology or the motion of the actuator, being an issue that has not been addressed in detail in haptic research. In this work, a comparative study of various motors performing a similar motion is realized, conducting some listening tests in order to evaluate the perceived annoyance for each electromagnetic actuation noise. In addition to loudness, tonality and temporal characteristics play an important role on the perceived annoyance, thus being analysed for each case and compared to each other.
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| 14:20 |
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Comparison of Different Types of Printer Noise with Regard to Their Perception
Serkan Atamer, Krishna Ganesan, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
Printer noise is an important annoyance source especially in open-plan offices. Even if the averaged levels are relatively low, other features of the noise can
disturb the employees at the tasks, which requires undivided attention. For some of the available printers on market, maximum operating noise levels are
given in A-weighted levels. However, former studies show that averaged levels are not suitable for describing the objective evaluations of printer noise. Used
printing technology changes also the emitted noise from a printer, a cartridge printer sound very different then a laser printer. In this study, noise of different
type and brand of printers are compared with each other with regard to their perceived features, such as the strong tonality of laser printers and the impulsive
characteristics of cartridge printers.
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| 15:00 |
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A study on the components of vacuum cleaner noise and the possible noise generation mechanisms from an end user’s perspective
Krishna Ganesan, Serkan Atamer, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
Vacuum cleaners, which are one of the most loudest and annoying household electrical appliance has its acoustic signature in the form of a very
broadband frequency noise with several tonal components. Although DIN EN 60704 clearly prescribes the placement of the suction tube and the body of
the vacuum cleaner closer together as they are both potential noise sources, such a placement does not fully correspond to the actual user case
scenario. Therefore, this study focuses on a more end-user case oriented arrangement to analyze the effect of placement of the suction tube and the
body of the vacuum cleaner on the perceived noise. The secondary objective is to understand the effects of disassembling the individual components that
make up the vacuum cleaner to study their effects in either amplifying or attenuating the source noise.
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| 15:20 |
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Detection thresholds and quality ratings for distorted speech and music signals in complex acoustic environments
Thomas Biberger, Stephan D. Ewert
[Abstract]
Television, hi-fi or teleconference systems applied for sound reproduction might introduce distortions to the original audio signal affecting the audio
quality. In everyday life, the acoustic environments are often complex with multiple sound objects, comprising the target object (e.g., talker or music from
a sound reproduction systems), as well as interfering objects (e.g., disturbing talkers). As such situations often take place in rooms, reverberation
additionally interferes with the (distorted) target object. Here we assessed how the auditory system detects and rates linear, non-linear, and spatial
distortions of a target stimulus in such complex acoustic environments, involving one or two interferer sounds in simulated rooms with different amount of
reverberation. The target and interferer were either co-located as if contained in the original audio, e.g., a news broadcast on the television in a living
room, or spatially separated as if the target source was interfered by additional sources in the room. The presence of interferers and reverberation had a
significant effect on the distortion detection thresholds of speech signals. Although, supra-threshold quality ratings were often influenced by the number
and spatial position of interferers as well as reverberation time, no such influence was measured for certain types/strength of distorted signals.
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Organisation:
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| M. Zaglauer, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 15:40 |
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Multitrack mixing transforms and their implications on normal hearing and hearing impaired listeners
Aravindan Joseph Benjamin, Kai Siedenburg
[Abstract]
Multitrack mixing is a ubiquitous practice where a mixing engineer’s vision is realized on raw multitrack recordings using digital and analogue
processing. The aesthetic ramifications notwithstanding, the psycoacoustical implications of mixing remain rather moot. Processes
emulating the practice, primarily for automation, are often studied on normal hearing (NH) participants with musical training. Studies on
individuals with cochlear implants (CI) suggest that these individuals may benefit from more bespoke mixes than those made available to the
general public. However, this remains to be seen among hearing impaired (HI) individuals sans CI. As an initial step to answer these questions,
multitrack mixing effects such as level balancing, EQing, and stereo panning will be linearly transformed with the help of pre-defined
references and factory effects derived from premixes made available by mixing engineers. The transforms are functions of parameters measured
as a percentage where 0 % corresponds to the references and 100 % to factory effects. The preferred parameter values are obtained through a
listening test conducted on a sample of NH and HI participants using 10 tracks of varying musical complexity. It is hypothesized that the
parameter values favored most by the NH and HI participants will be significantly different.
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| 15:42 |
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Challenges and methods to design a dual-task experiment in spatial auditory environments for young children aged three to six years old
Karin Loh, Janina Fels
[Abstract]
The assessment of noise effects in controlled listening experiments for young children (aged three to six years) is a challenging topic. Tasks must be
designed appropriately for this age group. Sound reproduction methods must consider children’s smaller anthropometric head dimensions to deliver
plausible spatial impressions of close-to-real life scenarios. This work focuses on the objective assessment of listening effort. For this, we developed a
dual-task paradigm for three to six years old children. The primary task is a double-word recognition task. The secondary task is a memory task, which
consists of recalling the correct order of five symbols. This paradigm was integrated into an experimental framework including plausible sound
reproduction via headphones using individual headphone transfer function equalization and individualized head-related transfer functions (HRTFs),
where the interaural time difference (ITD) is adjusted according to the head dimensions of the participants. We will present preliminary results from a
pretest with adults, addressing the possible effects of different noise types (speech-shaped noise, irrelevant multi-talker babble, and relevant multi-talker
babble). Further, we will discuss challenges and methods within the experiment’s design process.
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| 15:44 |
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An Open-Source Python Framework for the Generation of Questionnaire GUIs without Programming
Daphne Schössow, Jakob Bergner, Stephan Preihs, Jürgen Peissig
[Abstract]
Questionnaires in paper form are more and more replaced with digital equivalents, but those are often hardly adaptable to one’s individual wishes. To simplify the use of digital questionnaires, a Python-based open-source framework was developed, that allows to create diverse questionnaires without any programming knowledge. The software has a graphical user interface as well as the possibility to edit the entire questionnaire structure in one configuration text file. Many common question and answer types are already implemented, but the selection will be extended. Furthermore, interfaces for communication with other software and systems are possible, for example OSC. The software is designed so that different components can also run on different computers.
The presented framework is explained on the example of a listening test environment which utilizes subsystems for audio, pupillometry and collection of physiological data, that are controlled and synchronized on 3 computers.
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| 15:46 |
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Investigating target search with audio, visual, or audio-visual information in virtual reality
Thirsa Huisman, Ewen Macdonald, Axel Ahrens, Tobias Piechowiak, Torsten Dau
[Abstract]
The auditory system is thought to guide visual localization. In this study, we investigated if indeed audio-visual localization can be explained by a combination of auditory guidance and visual localization and how this is affected by auditory distractors. To study audio-visual localization behavior and how it changes with increasing auditory distractors, seven normal-hearing listeners participated in an auditory, visual and audio-visual search task with a varying number of auditory distractors (0, 1, 2, 3, 5, 7 or 11). Participants were presented with an audio-only, visual-only or audio-visual target, which was then moved to an unknown position somewhere around them. Their task was then to find this target as quickly as possible. Behavioral features, such as eye-gaze and head-rotation, were tracked and analyzed. The results demonstrated a more complex interaction between the auditory and visual systems when localizing stimuli than the traditionally held view that the auditory system guides visual localization. Further, this interaction was influenced by the number of auditory distractors that were present.
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Sitzungsleitung:
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| M. Zaglauer, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 16:40 |
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Einfluss der Dissonanz auf die Wahrnehmung der Geräuschqualität
Anna Rieger, Arne Oetjen, Steven Van De Par, Hans-Peter Rabl
[Abstract]
Die Bestimmung und Optimierung der Geräuschqualität ist ein unumgehbarer Prozess in der Produkt- und speziell in der
Fahrzeugentwicklung.
Elektrisch angetriebene Fahrzeuge spielen in der Mobilität eine große Rolle, da sie bedingt durch die Antriebsart neben der
Reduzierung der
Schadstoffemissionen auch zu einer Reduzierung des Verkehrslärms beitragen können.
Ein reduzierter Schalldruckpegel ist jedoch nicht zwingend maßgeblich für eine insgesamt gute Geräuschqualität.
Gerade die generelle empfundene Angenehmheit oder Lästigkeit von Geräuschen ist ein komplexer Empfindungsraum, der von
verschiedenen Attributen wie
der Lautheit, Schärfe und Mechanismen zur Wahrnehmung tonaler Komponenten in Geräuschen aufgespannt wird. Das
Geräusch elektrifizierter Fahrzeuge
wird beispielsweise im niedrigen Geschwindigkeitsbereich in hohem Maß von eben diesen Tonkomplexen dominiert.
Bei der Wahrnehmung von gleichzeitig dargebotenen Tonkomplexen spielt die aus der Musik bekannte Dissonanz eine große
Rolle. In einer vorangehenden
Studie der Autoren wurde dieses Konzept in Hörversuchen quantifiziert. Ferner konnte ein gehörbezogener Ansatz zur
Berechnung der empfundenen
Dissonanz entwickelt werden.
In weiterführenden Analysen wurde der Einfluss der empfundenen Dissonanz auf die Präferenzurteile des Versuchskollektives
untersucht und basierend auf
den Versuchsdaten ein grundlegendes Modell zur Vorhersage der Urteile abgeleitet. Dieser Modellansatz ermöglicht die
Quantifizierung des Einflusses der
Dissonanz auf die Präferenzurteile in Relation zu den Empfindungen Lautheit und Schärfe.
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| 17:00 |
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Psychoacoustic Modeling of Fluctuation Strength
Julian Becker, Roland Sottek, Thiago Lobato
[Abstract]
Fluctuating sounds easily attract the listener’s attention and can therefore have a profound impact on sound quality. Therefore, quantifying the fluctuation of sounds according to human perception is a task of great importance. However, there is currently no standardized calculation method for the perceived fluctuation.
This paper describes an algorithm for calculating the perceived fluctuation. This method is based on a model of human hearing. This model is also used as the basis for calculating psychoacoustic tonality and roughness in the ECMA-418-2 standard, which contains psychoacoustic metrics using models based on human perception.
The method was validated using the results of jury tests with synthetic sounds under systematic modification of various sound parameters, as well as jury tests with technical sounds. The method is likely to be included in a future version of the ECMA-418-2 standard.
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| 17:20 |
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Loudness of sounds with a subcritical bandwidth: improved prediction with the concept of tonal loudness
Roland Sottek, Thiago Lobato, Julian Becker
[Abstract]
For narrowband signals with subcritical bandwidths, it is generally assumed that loudness is independent of bandwidth. This assumption is also demonstrated by standardized loudness models.
However, there are several published experimental studies that show different results. For example, Zwicker (1974) measured a positive level difference between a critical bandwidth noise and an equally loud pure tone. In 2010, our own experiments on loudness matching of a tone and bandpass-filtered pink noises showed similar results. In 2013, Hots et al. published two papers on the loudness of subcritical bandwidth sounds as a function of bandwidth, center frequency and level, and obtained similar results.
This implies that the loudness of pure tones compared to noise is underestimated by existing standards. Sottek’s hearing model standardized in ECMA 418-2 for tonality and roughness calculation uses the specific loudness in an input step. An autocorrelation function separates tonal and non-tonal parts of a sound, resulting in two loudness components. This paper shows how Sottek’s hearing model can be improved to achieve higher accuracy of overall loudness based on a suitable combination of these two partial loudnesses.
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| 17:40 |
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Does the loudness mismatch between free field and headphone depend on the visually presented scene?
Manan Lamba, Simon Kersten, Stephan D. Ewert, Michael Vorländer, Birger Kollmeier
[Abstract]
Previous research on the ”missing 6 dB”, i.e., the loudness mismatch between loudspeaker and headphone presentation reported a non-explainable
discrepancy between the experimental outcome from Aachen and Oldenburg anechoic rooms even with the same subjects and acoustic compensation
methods. To examine the influence of the visually presented scene and other possible causes, a headphone-only study was performed with stimuli that were
binaurally recorded in the free field through a KEMAR and were presented or diotic. A visual presentation via a head-mounted display provided 360∘ photos
either of the respective anechoic rooms or a black screen. Subjects performed a loudness comparison task by indicating via footswitch which presentation is
louder. The results indicate that the mismatch was not at all dependant on the visually perceived rooms. Further experimental parameters that were tested
with and without visual presentations include the usage of a handheld controller in comparison to the footswitch as well as synthesised signals generated by
convolution of the different third-octave band noise signals with the binaural room impulse response (BRIR). The results and possible magnitude of bias will
be discussed in comparison to the possible bias in the original HRTF-recordings in the standing position (Aachen) vs. sitting position (Oldenburg).
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Organisation:
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| M. Socher, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 15:40 |
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Einfluss der Eingabemethode auf Ergebnisse von Lokalisationstests
Sebastian Roth, Julian Angermeier, Werner Hemmert, Stefan Zirn
[Abstract]
Die Lokalisation von Schallquellen in der Horizontalebene ist eine ökologisch valide Hörleistung, deren Messung auch bei Schwerhörigen klinisch interessant sein kann. Bei gängigen Testverfahren werden akustische Stimuli typischerweise an den diskreten Lautsprecherpositionen wiedergegeben und die Antworteingabe ist auf die möglichen Lautsprecherposition beschränkt (1). Bei normalhörenden Studienteilnehmer/innen entsteht dabei bei einem größeren Winkelabstand der Lautsprecher (wie z.B. 30∘) meist ein Ceiling-Effekt.
In dieser Arbeit haben wir experimentell den Einfluss der Eingabemethode (diskret versus kontinuierlich) auf die Ergebnisse der Lokalisation untersucht.
Das verwendete Wiedergabe-Setup bestand aus 12 diskreten Lautsprechern, die im Winkelabstand von 30∘ im Vollkreis in der Horizontalebene in einer Hörkabine angeordnet waren. Die Eingabe des Winkels der Lokalisationswahrnehmung erfolgte über eine eigens dafür programmierte App auf einem Tablet (2). Darauf wurden entweder die diskreten Lautsprecherpositionen dargestellt, auf die der/die Studienteilnehmer/in tippen konnte oder ein voller kontinuierlich dargestellter Kreis ohne Lautsprechermarkierungen.
Bei 10 Normalhörenden ergab sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der diskreten und kontinuierlichen Winkeleingabe. Es zeigte sich eine durchschnittliche Differenz von 3.1±3.9∘ (p = 0.32) im root-mean-square (RMS) error und von 0.7±0.6∘ (p = 0.28) im signed bias. Gerade hinsichtlich der Möglichkeit mittels virtueller Akustik auch die Wiedergabe zwischen physikalischen Lautsprecherorten zu realisieren, ist die kontinuierliche Eingabemöglichkeit interessant. Literatur
1. Yost WA, Loiselle L, Dorman M, Burns J, Brown CA. Sound source localization of filtered noises by listeners with normal hearing: A statistical analysis. J Acoust Soc Am. Mai 2013;133(5):2876-82.
2. Angermeier J, Hemmert W, Zirn S. Sound Localization Bias and Error in Bimodal Listeners Improve Instantaneously When the Device Delay Mismatch Is Reduced. Trends Hear. Januar 2021;25:233121652110161.
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| 15:48 |
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Messung immersiven Musik-Erlebens: Das Immersive Audio Quality Inventory
Yves Wycisk, Kilian Sander, Reinhard Kopiez, Friedrich Platz, Jürgen Peissig, Stephan Preihs
[Abstract]
Obwohl die dreidimensionale Wiedergabe von Ton (einschließlich Front-, Rear- und Höhenkanälen) im Bereich Virtual Reality,
Video-Entertainment und Computerspiele weit verbreitet ist, bleibt unklar, ob 3D-Audioformate das emotionale Hörerlebnis
tatsächlich intensivieren. Ein valides Inventar zur objektiven Messung immersiver Hörerlebnisse durch Audiowiedergabeformate mit
ansteigendem Immersionsgrad (von Mono zu Stereo, 5.1 und 3D) liegt derzeit nicht vor. Die Entwicklung des Immersive Audio
Quality Inventory (IAQI) könnte diese Lücke schließen.
Eine initiale Item-Liste (N = 25) wurde aus Studien zu virtueller Realität und Spatial Audio zusammengestellt und ergänzt durch von
Forschern entwickelten Items sowie Items, die aus historischen Beschreibungen extrahiert wurden.
In einer Online-Studie (N = 222 gültige Fälle) erfolgte die psychometrische Evaluation. Basierend auf einer kontrollierten
Kopfhörerwiedergabe hörten die Teilnehmer vier Lieder/Stücke, jedes in den drei Formaten Mono, Stereo und binaurales 3D-Audio.
Das latente Konstrukt ”immersives Hörerlebnis” wurde durch probabilistische Testtheorie (Item-Response-Theory, IRT) und mittels
Multifacetten-Rasch-Analyse (MFRM) ermittelt. Als Ergebnis zeigte das MFRM-Modell eine gute Modellanpassung (62,69 %
erklärte Varianz). Das finale eindimensionale Inventar besteht aus 10 Items und wird auf Englisch und Deutsch zur Verfügung
gestellt.
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| 15:56 |
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Virtual reality modeling for listening tests
Christos Drouzas, Stefan Weinzierl
[Abstract]
Music and sound perception is a multi-sensory process. Therefore it is crucial for listening tests to simulate as many aspects of human perception as
possible. This study presents a plausible workflow for the creation of a photorealistic ”almost real-life” virtual experience (performance and music venue)
to be used as a stimulus in an audiovisual listening test. The main focus is to provide the researcher with the ability to reproduce exactly the same
musical performance under adjustable conditions. These conditions include but are not limited to: multiple viewing/listening positions, different lighting
plans, colour and surface texture, adjustable seats, stage size and other props (music instruments, panels. etc). A transparent head-up display menu,
that allows the audience to interact through a controller and rate attributes or give answers while attending the performance, is also included. The study
analyses the four parts of the creation process: greenscreen recordings in an anechoic chamber (solo instruments), visual replication of a concert hall
(Konzerthaus Berlin) in a graphics engine, auralization (measured BRIRs and HRTFs) and the experimental setup in virtual reality. The functionality of
the model is explained through a series of study cases along with a presentation of possible uses and upgrades is also presented.
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| 16:04 |
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Untersuchungen zur Positionierung von virtuellen Schallquellen in der Median-Ebene mit einer 2x2-Lautsprecheranordnung
Niklas Partsch, Eva Wilk
[Abstract]
Zur Untersuchung von Möglichkeiten zur vertikalen Positionierung von virtuellen Schallquellen wird eine Anordnung aus vier im Rechteck angeordneten
Lautsprechern verwendet. Eine Verschiebung der virtuellen Schallquelle um +/- 15∘ aus der Mittenposition wird mittels Amplitude Panning, Inter-Channel
Time Difference (ICTD) und spektralen Hinweisen (spectral cues) erreicht. Dazu werden für die Ziel-Positionen unterschiedliche Einstellungen und
Kombinationen von Pegel- und Laufzeitdifferenzen und HRTF-basiertem Filtern eingesetzt. Für das Amplitude Panning werden zwischen dem oberen und
dem unteren Lautsprecherpaar Pegeldifferenzen zwischen 0 dB und 18 dB eingestellt. Die ICTD beträgt zwischen 0 und 0,4 ms. Die spectral cues werden
dadurch erreicht, dass mit Equalizern die entsprechenden, winkelabhängigen HRTFs nachgebaut werden. In einem Hörversuch wurde für Sprache
(männliche Stimme) und Musik (Gitarren-Akkorde) die Lokalisation bei unterschiedlichen Kombinationen der Einstellungen überprüft. Die Streuung der
Antworten wird hierbei als Hinweis auf die grundsätzliche Positionierung-Fähigkeit interpretiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Ergänzung des Amplitude Panning durch ICTD die Positionierung der virtuellen Schallquellen verbessert. Für das
Musiksignal erhöhen spectral cues die Genauigkeit der Positionierung für positive Elevationswinkel, für Sprache gilt dies nicht. Darüber hinaus ist zu
beobachten, dass die virtuellen Schallquellen tendenziell oberhalb der angestrebten Position lokalisiert werden, mit größeren Abweichungen bei dem
Musiksignal für negative Elevationswinkel.
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Sitzungsleitung:
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| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| M. Socher, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 8:40 |
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Automatische zeitliche Gewichtung der Lautheit
Martin Gottschalk, Jan Hots, Daniel Oberfeld-Twistel, Jesko Verhey
[Abstract]
Die Lautheit eines Geräusches hängt neben dem Pegel auch von anderen Parametern ab (z.B. Bandbreite und Dauer). Außerdem zeigen neuere Messungen sehr konsistent, dass nicht alle zeitlichen Anteile eines Signals einen gleichen Einfluss auf das Lautheitsurteil haben. So ist der Anfang eines Signals wichtiger für das Lautheitsurteil als der Rest des Signals. Diese zeitliche Gewichtung wird Primacy-Effekt der Lautheitswahrnehmung genannt. Die Gewichtung der einzelnen Signalabschnitte lässt sich dabei durch eine abfallende Exponentialfunktion beschreiben. Etablierte dynamische Lautheitsmodelle, die wesentliche spektrale und zeitliche Aspekte berücksichtigen, können derzeit diesen Primacy-Effekt noch nicht vorhersagen. Im vorliegenden Beitrag wird untersucht, wie sich eine automatische zeitliche Gewichtung zur Berücksichtigung des Primacy-Effekts in ein Lautheitsmodell integrieren lässt. Dabei wird ein Ansatz verwendet, der ohne die vorherige Kenntnis von Signalanfang, Signaldauer oder Pausenzeiten auskommt. Die Modellvorhersagen werden mit mehreren Datensätzen zu verschiedenen Aspekten des Primacy-Effekts verglichen.
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| 9:00 |
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Gibt es richtungsabhängige Lautheitsgewichte?
Jan Hots, Daniel Oberfeld-Twistel, Jesko Verhey
[Abstract]
In den vergangenen Jahren wurde intensiv untersucht, wie unterschiedliche spektrale und zeitliche Komponenten eines Schalls bei der Beurteilung der Gesamtlautheit des Signals gewichtet werden. Nur wenig Daten gibt es jedoch zur Frage, wie unterschiedliche Schallrichtungen die Gesamtlautheitsurteile für räumlich verteilte Schallfelder beeinflussen. In unserem Beitrag zur DAGA vor zwei Jahren [Hots, Oberfeld-Twistel, Fischenich, Verhey, DAGA 2020] wurden hierzu erste Messergebnisse vorgestellt, die zeigten, dass Schallquellen von links, rechts oder in der Medianebene einen gleich großen Einfluss auf die Lautheit eines räumlichen Schallfelds haben. Im vorliegenden Beitrag wird die Gewichtung verschiedener Schallrichtungen genauer betrachtet. Aus fünf Lautsprechern, die sich vor, hinter, links, rechts und über der Versuchsperson befanden, wurden breitbandige Rauschsignale dargeboten. Hierzu wurde zunächst der Pegel gleicher Lautheit für die Positionen individuell bestimmt. Anschließend wurden jeweils fünf Rauschbänder mit zufällig ausgewählten Pegeln in zufälliger Reihenfolge nacheinander präsentiert und das gesamte Schallfeld durch die Versuchspersonen in seiner Lautheit bewertet. Durch eine multiple logistische Regression wurden die Gesamtbewertungen in relative Gewichte der fünf Richtungen überführt. Zudem wurden die zeitlichen Gewichte des Schallfeldes berechnet.
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| 9:20 |
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Perceptual inference of source location in dynamic auditory environments
David Meijer, Roberto Barumerli, Burcu Bayram, Michelle Spierings, Ulrich Pomper, Robert Baumgartner
[Abstract]
In natural environments, auditory spatial cues are often subject to stochastic variations. Incorporating
preceding sensory
information as priors makes perceptual spatial inference more robust. However, abrupt changes in the
environment lead to surprise
and reduce the relevance of those priors, necessitating a rapid establishment of new priors. Thus, in a
dynamic environment, quick
adaptation of integration time scales is crucial to appropriately balance robustness against flexibility. We
study this adaptivity in
human listeners using a dynamic auditory localization task with sequences of sounds. First, we contrast
conditional Bayesian
integration of prior and evidence with a more heuristic approach that momentarily switches between prior and
evidence. The best
fitting model algorithm is then used to unravel its implementation as measured via high-density EEG.
Preliminary results indicate a
Bayesian sequential cortical evaluation of evidence, surprisal, and prior updating in response to every single
sound in a sequence.
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| 9:40 |
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An Assessment of Higher-Order Ambisonics Reproduction in the Context of Spatial Release from Masking
Thomas Deutsch, Janina Fels
[Abstract]
Spatial release from masking is an important effect in the context of auditory selective attention, since it facilitates, e.g., understanding a target speaker in the presence of a distracting second sound source when target and distractor are spatially separated. Hence, the virtual sound sources created for listening tests using a spatial reproduction method such as higher-order Ambisonics need to be able to successfully recreate this effect. A listening experiment was conducted to test the hypothesis that the spatial release from masking effect is reproduced more accurately with increasing order of Ambisonics reproduction, and to evaluate whether the spatial fidelity of the highest orders tested is sufficient to achieve a degree of realism comparable to real sound sources. In our paradigm, the spatial release from masking effect is quantified as the difference between the measured speech reception thresholds for the co-located and the spatially separated case of target and masking sound sources. Virtual target and masking noise sound sources were created with Ambisonics orders from one to nine using the AllRAD algorithm, reproduced with a spherical loudspeaker array. Real sound sources were included as reference conditions. Implications of the results in the context of an auditory selective attention paradigm are discussed.
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| 10:20 |
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Ecological validity of comodulation masking release and binaural masking level difference with speech-like stimuli
Hyojin Kim, Bastian Epp
[Abstract]
Comodulated masking noise and binaural cues can facilitate detecting a target masked by noise.
These cues induce a decrease in detection thresholds, quantified as comodulation masking release
(CMR) and binaural masking level difference (BMLD), respectively. Here, we investigated their
relevance to speech perception with speech-like spectro-temporal stimulus dynamics.
In speech, frequency components are non-stationary in time as formant transition occurs during
speech. We hypothesized that if comodulation or binaural cues can induce perceptual grouping of
formants, formant transition in the speech unit will not affect the amount of masking release. We set
three masker bands at formant frequencies F1, F2, and F3 based on the CV combinations: /GU/, /FU/,
and /PU/. We measured CMR and BMLD for each condition. The maskers were either uncorrelated
(UN) or comodulated (CM), and the target tone was presented with either no interaural phase
difference (IPD) or IPD of pi.
We found that the CMR was little (∼2 dB) while BMLD was comparable to previous findings (∼9
dB). In conclusion, we suggest that factors other than comodulation play a role in perceptual
grouping of formants to induce speech perception
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| 10:40 |
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The Complex-Valued Correlation Coefficient Across Frequency Channels Accounts for Binaural Detection
Bernhard Eurich, Jörg Encke, Stephan D. Ewert, Mathias Dietz
[Abstract]
Differences in interaural phase configuration between a target and a masker can lead to substantial binaural unmasking. This binaural benefit decreases with increasing interaural time difference (ITD) of the masking noise. Combining two noises with opposite ITDs (double-delayed noise) further reduces the binaural benefit. Thus far, modeling of these detection thresholds required both a mechanism for internal ITD compensation and a larger binaural than monaural bandwidth. However, neither has yet been demonstrated in mammals. We propose an alternative model which evaluates the complex-valued correlation coefficient in each frequency band, i.e. only one complex number at lag zero, instead of the established correlation functions. The reduced binaural benefit in double-delayed noise is modeled by an incoherence interference across frequency channels. This mechanism differs from wider filters since it has no effect when the masker coherence is constant across frequency channels, e.g., with only a single masking noise. The model precisely accounts for binaural unmasking for a wide range of conditions. It helps resolving the inconsistency that previously simulation of some data required wide filters while others required narrow filters. As it does not require internal delay compensation, it appears to be well compatible with the physiology of the mammalian binaural system.
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Sitzungsleitung:
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| M. Socher, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 14:00 |
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Human Sensitivity to Interaural Phase Difference Declines More Abruptly than Previously Thought
Jonas Klug, Mathias Dietz
[Abstract]
It is well established that in normal-hearing humans the threshold of interaural time differences (ITDs) for pure tones increases dramatically above about 1250 Hz, only to become unmeasurable above 1400 Hz. However, the common understanding is that the actual decline in sensitivity is more gradual and only appears to be abrupt because ithe maximum of the psychometric function dips below the threshold correct rate, e.g. 79%. Published data only reports thresholds at certain correct rates but does not report the correct rates decline with increasing frequencies.
Here we present pure tone behavioral data obtained with a constant stimulus procedure. Seven of nine subjects show correct rates above 90% at 1300 Hz. The data indicate virtually no sensitivity at 1500 Hz (correct rate within 7% of guessing rate), and consequently an even steeper decline in IPD sensitivity than previously assumed. This corresponds to a low-pass filter order of at least 14, which to our knowledge is unparalleled in psychoacoustics. The steep decline cannot be explained by the decline of phase locking of auditory nerve fibers or bushy cells in the cochlear nucleus and not by any model of binaural processing.
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| 14:20 |
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Sequential Stream Segregation in Bilateral Cochlear-Implant Users based on Rate Pitch and Interaural Time Differences
Lisa Frohmann, Martin Lindenbeck, Piotr Majdak, Bernhard Laback
[Abstract]
For users of cochlear implants (CIs), it can be exhaustingly difficult to focus on a speaker in an acoustically crowded environment because of suboptimal encoding of the audio signal captured by the CI microphones. Particularly, CI users are deprived of detailed monaural (rate pitch) and binaural (interaural time differences, ITDs) timing information usually supporting the cognitive task of voluntary stream segregation of different sound sources.
We employed the Rhythmic Masking Release paradigm with bilaterally implanted listeners to study the effects of rate pitch, ITDs, and their combination on voluntary stream segregation with direct electric stimulation of listeners via a CI interface. The cues were applied to the target and distractor streams, potentially enabling the segregation of rhythmic patterns formed by the interleaved target and distractor signals. Our results indicate a general ability of CI listeners to segregate streams with a potential synergy effect of combining pitch and ITD cues. However, the rhythm segregation based on ITDs alone seems to be challenging, probably because CI users are not used to access salient ITDs in everyday life. This suggests that training may be important for exploiting sound segregation cues provided by future bilateral CI systems, particularly regarding ITDs.
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| 14:40 |
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Dual-Electrode Interaural Time Difference Sensitivity in Electric Hearing: Between-Electrode Delay and Peripheral Interference
Martin Lindenbeck, Piotr Majdak, Bernhard Laback
[Abstract]
Perception of interaural time differences (ITDs) is impaired in cochlear-implant (CI) listeners compared to normal-hearing listeners. For single-electrode stimulation, several explanatory factors have been proposed. For multi-electrode stimulation, peripheral interference (or channel interaction) is another potentially limiting factor. Here, ITD sensitivity was measured in five bilateral CI listeners using dual-electrode stimuli. Stimuli consisted of an interaurally ITD-matched target electrode (T) paired with a flanker electrode (F). T was located in the center of the array, a narrowly and a widely spaced F on either side of T. Narrow Fs were adjacent to T (maximum interference) and wide Fs were selected based on forward-masked spatial tuning curves. Per electrode, stimuli were either low-rate unmodulated 100-pps pulse trains, high-rate 1000-pps pulse trains with a 100-Hz amplitude modulation (AM), or high-rate AM stimuli with additional short inter-pulse interval pulses. The delay between T and F was varied within the pulse respectively AM period. For low-rate stimuli, results indicate a systematic delay effect, with best performance for short delays and wide T-F separation, suggesting an important role of peripheral interference. The performance for high-rate stimuli was largely at chance level. The data will be compared to rate-pitch data collected with a matched setup.
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| 15:00 |
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Training Effects of Sequentially Presented Musical Harmonies in Cochlear Implant Users
Marie-Luise Augsten, Martin Lindenbeck, Bernhard Laback
[Abstract]
Musical harmony is essential in music perception. Nevertheless, harmony perception is severely limited in cochlear implant (CI) users. Most of the time, components of music chords occur simultaneously. However, the simultaneous presentation of components leads to channel interactions which in turn impair perception. A possible solution might be sequential instead of simultaneous presentation of chord components which we tested in a controlled training paradigm. Post-lingually and bilaterally implanted CI users as well as normal hearing participants were tested on short familiar and unfamiliar music sequences before and after feedback-based training (experimental group) or without training (control group). In 50 percent of trials, the final chord of a sequence was varied, e.g., changed from tonic to subdominant, and participants responded if the final chord was conclusive or not. The stimuli were presented as piano-like sounds and varied on three conditions: timing (simultaneous vs. sequential), tone length (staccato vs. legato), and spectral separation of chord components (wide vs. close). We hypothesize that the sequential presentation of harmony components elicits stronger training effects due to less channel interactions. Preliminary results of training as well as generalization effects on melody and speech perception will be discussed.
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Sitzungsleitung:
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| M. Socher, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| N. Herget, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 16:20 |
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Messung von Wahrnehmungsfähigkeiten nach der Item-Response- Theorie
Markus Von Berg
[Abstract]
In der Akustik und Audiotechnik sind Forced-Choice-Verfahren nach der klassischen Testtheorie ein etabliertes Mittel für psychometrische Messungen
von Wahrnehmungsfähigkeiten. Oft ist jedoch fraglich, inwiefern die Grundannahmen der klassischen Testtheorie tatsächlich eingehalten werden
können. Demgegenüber stellt die Item-Response-Theorie eine Ergänzung der klassischen Testtheorie dar, die neue Modellfamilien zur Bestimmung von
latenten Merkmalen wie etwa Wahrnehmungsfähigkeiten ermöglicht. Am Beispiel eines ABX-Tests zur Unterscheidung von Nachhallzeiten in Stimuli mit
unterschiedlichen Quellsignalen wird gezeigt, wie ein Hörversuch nach der Item-Response-Theorie konzipiert und ausgewertet werden kann. Anstelle
eines Tests mit einer Stimuluskonfiguration und mehreren Messwiederholungen werden mehrere Testitems erstellt, in denen die Nachhallzeitdifferenzen
zwischen den zu vergleichenden Stimuli unterschiedlich groß sind. Mit Antwortdatensätzen von 54 Versuchspersonen werden zunächst Grundannahmen
für die Modellbildung empirisch geprüft. Ein vierparametrisches, logistisches Item-Response-Theorie-Modell wird als allgemeines gemischtes lineares
Modell berechnet, mit dem testspezifische Itemparameter bestimmt werden. Darauf basierend wird für jede Versuchsperson ein intervallskalierter,
individueller Fähigkeitsgrad geschätzt. Nach der Bestimmung der Itemparameter kann der Test als adaptives Verfahren eingesetzt werden. So erlaubt
die Item-Response-Theorie effiziente Messmethoden mit hoher Konstruktvalidität und ist ein vielversprechender Ansatz für die Messung komplexer,
psychoakustischer Wahrnehmungsfähigkeiten.
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| 17:00 |
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Stimulus Onset Asynchronies in Audio-visual Serial Recall Performance
Lukas Vollmer, Julian Burger, Cosima A. Ermert, Janina Fels
[Abstract]
Multisensory integration has mostly been studied with focus on perceptual effects. Only few examples exist that demonstrate multisensory enhancement, e.g., for object recognition, based on semantic integration, i.e., the combination of stimulus features to form a coherent perceptual representation of the object. However, it is unclear how these perceptual benefits support more complex cognitive processes. To study the relevance of audiovisual perception for these processes systematically, short-term memory is proposed as a suitable target for further investigations. This study makes an initial attempt to present audiovisual stimuli in a serial recall task and to compare task performance across uni- and multi-modal stimulation. Volunteers will be presented with numbers one to nine in random order which they are asked to recall after a retention interval. Acoustic stimuli consist of spoken number words presented diotically via headphones, and visual stimuli are numerals printed on a screen. Only congruent stimulus pairs are considered in the audio-visual case. As a further step, stimulus onset asynchronies are introduced in the presentation of the audio-visual stimuli to assess the influence of simultaneity on serial recall performance.
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| 17:20 |
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Crossmodal Correspondences bei Musiker:innen und Nichtmusiker:innen im empirischen Vergleich
Sarah Ambros, Christoph Reuter
[Abstract]
Diese Studie soll anhand der Befragung von Musiker:innen untersuchen, inwiefern musikalische Tätigkeit und Expertise die
Zuordnungen von Farben, Tönen
und Klangfarben beeinflussen. Die Wissenschaft im Bereich der multisensorischen Verarbeitung stellt sich bereits seit mehreren
Jahren die Frage, wie
crossmodal correspondences entstehen bzw. ob es sich um eine veränderliche Fähigkeit handelt (Deroy & Spence 2016) - die
Antwort darauf ist noch nicht
vollständig geklärt. Die Verbindung von unterschiedlichen sensorischen Reizen im menschlichen Gehirn konnte aber bereits
häufig in den unterschiedlichsten
Ausprägungen beobachtet werden (e.g. Deroy & Spence 2013, Adeli et al. 2014). Es wird davon ausgegangen, dass diese
Verknüpfungen möglicherweise auf
drei unterschiedliche Arten entstehen: auf strukturelle, statistische oder semantisch-basierte Weise (Spence 2011). Diese
Annahme soll anhand der
Studienergebnisse analysiert werden. Durchgeführt wird die Befragung über scoscisurvey.com. Zu 36 kurzen Hörbeispielen neun unterschiedlicher Instrumente (in je
zwei Tonhöhen) sollen die
Teilnehmenden aus einer Auswahl von 12 Farben die passende Farbe zuordnen. Untersucht wird die Stabilität der Zuordnungen
von Musiker:innen und
Nichtmusiker:innen. Unterschiedliche Farbwerte sowie Klangeigenschaften ermöglichen eine Analyse der Farbwahl einzelner
Klangfarben. Außerdem wird
erarbeitet, ob das Spielen eines Instruments crossmodale Verknüpfungen verändert.
Die genauen Ergebnisse der Studie werden auf der DAGA 2022 präsentiert.
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| 17:40 |
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Einfluss des Onsets auf den Präzedenz-Effekt in halligen Räumen
Malte Brüers, Mattes Ohlenbusch, Steven Van De Par
[Abstract]
Mit dem Präzedenz-Effekt wird erklärt, wie es Menschen möglich ist Quellen in halligen Räumen zu lokalisieren. Genutzt werden dabei vor allem die
Informationen des Startzeitpunktes der ersten Wellenfront.
Hier werden Versuche beschrieben, die den Einfluss des Onsets in unterschiedlich halligen Situationen erforschen. Als Stimulus wurde breitbandiges
Rosa-Rauschen in von RAZR simulierten Räumen präsentiert. Diese Stimuli wurden mit und ohne Onsets präsentiert. Die Präsentation der Stimuli
erfolgte über ein Lautsprecher-Array in einem reflexionsarmen Raum.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Lokalisation auch mit Stimuli ohne Onset funktioniert. Jedoch nimmt die Lokalisationsgenauigkeit mit steigender
Nachhallzeit ab.
Der Onset scheint mit steigendem Nachhall immer wichtiger für eine genaue Lokalisation zu werden. In einer zusätzlichen Kondition wird die
Direktschallkomponente der Raumimpulsantwort gegenüber der ersten Reflexion verzögert. In dieser Kondition zeigt sich, dass der Direktschall noch
immer die wahrgenommenen Richtung bestimmt, aber nur, wenn der Stimulus ohne Onset präsentiert wird. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass eine
zeitlich getrennte Darbietung von Direktschall im Onset des Stimulus keine Voraussetzung ist für die Wirkung vom Präzedenz-Effekt in akustisch
komplexen Umgebungen so wie schon gezeigt von Dizon and Colburn mit abstrakten Stimuli (JASA, 2006, Vol. 119. p. 2947-2964).
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| 18:00 |
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Daten zur Zeitintegration akustischer Reize im Infraschallbereich
Björn Friedrich, Holger Joost, Thomas Fedtke, Jesko Verhey
[Abstract]
Ein Merkmal der zeitlichen Integration akustischer Reize, sowohl im Hörschall- als auch im Infraschallbereich, ist die Verringerung der Detektionsschwelle mit
zunehmender Dauer. Dabei spielt die Form der Einhüllenden eine wesentliche Rolle. In diesem Beitrag stellen wir die Ergebnisse unserer Untersuchungen
über die Dauerabhängigkeit von Detektionsschwellen für tieffrequente und Infraschall-Reize vor. Es wurden zwei verschiedenartige Einhüllende verwendet:
Bei Plateau-Bursts wurde die Dauer durch Verlängerung des Plateaus erhöht; bei Multiple-Bursts wurde die Dauer durch Aneinanderreihen einzelner Bursts
verlängert. Die Reize wurden über ein verzerrungsarmes Einsteckhörersystem (LDREPS = Low-Distortion Reproduction System) monaural im Ohr der
Versuchspersonen präsentiert und die Detektionsschwellen mittels adaptivem 3-Intervall-3-Alternativen-Zwangwahlverfahren (3I-3AFC) bestimmt. Des
Weiteren wurde eine von uns für hohe Schalldruckpegel modifizierte Variante des HMN-Modells von Heil, Matysiak und Neubauer (Hearing Research 353,
2017, S. 135-161), die wir auf der letzten DAGA (Fortschritte der Akustik. Berlin: DEGA e.V., 2021, S. 479-481) vorgestellt hatten, zur Beschreibung der
Detektionsschwellen verwendet. Es wird gezeigt, wie gut dieses Modell die gemessenen Detektionsschwellen beschreibt.
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Organisation:
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| H.-M. Fischer, Hochschule für Technik Stuttgart |
| S. Öhler, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| J. Scheck, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 15:40 |
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Vergleich gemessener und simulierter raumakustischer Parameterwerte der Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens in Velbert-Neviges
Klaus-Hendrik Lorenz-Kierakiewitz, Dustin Sefczyk, Jörg Arnold
[Abstract]
Zur raumakustischen Beurteilung von Räumen werden immer häufiger Computersimulationen herangezogen. Voraussetzungen für die Aussagesicherheit und Vorhersagekraft solch softwarebasierter Untersuchungen sind möglichst umfangreiche Evaluationen anhand unterschiedlicher Gebäude und Raumgeometrien. Die Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens in Velbert-Neviges stellt als ein nichtparallelepipedischer unregelmäßiger halliger Vieleckraum ein geeignetes Untersuchungsobjekt für den Vergleich zwischen messtechnisch erfassten und simulierten raumakustischen Parameterwerten dar. Es erfolgte ein pfadbezogener Vergleich zwischen den Impulsantwortstrukturen und Werten daraus abgeleiteter raumakustischer Parameter sowohl aus Messungen nach DIN EN ISO 3382-1 als auch aus digitalen Simulationen mit einer gängigen Simulationssoftware in zwei verschiedenen Versionen.
Im Ergebnis ist festzuhalten, dass nach Maßgabe der durchgeführten Untersuchungen bei halligen polyedrischen Raumgeometrien die Voraussetzungen für eine Vorhersagekraft solcher Simulationen für die üblichen raumakustischen Parameter in mittleren und hohen Frequenzbändern gegeben sind, wenn die Möglichkeit einer Kalibrierung des Simulationsmodells durch Daten von raumakustischen Messungen besteht, hier mit Ausnahme der EDT. Da die Positionen von Gegenständen, Reflexionsflächen sowie Absorptionsmaterialien in die Simulationsergebnisse einfließen, besteht ein deutlicher Mehrwert gegenüber statistischen Berechnungsverfahren. Zur Orientierung über die globalen Raumeigenschaften kann die Erstellung eines digitalen Simulationsmodells also ein gut geeignetes Instrument sein, auch wenn raumakustische Messungen an Maßstabsmodellen, wie sie auch aktuell noch praktiziert werden, derzeit noch genauere Ergebnisse liefern.
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| 15:48 |
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Ultrabreitbandabsorber: Höchstleistungen durch Textil-Holz-Kombinationen
Karsten Neuwerk, Michael Haupt, Hans-Jürgen Kaiser, Wolfgang Kreitmeier, Max-Georg Sürth, Hans-Jürgen Bauder, Götz Gresser
[Abstract]
Im Rahmen des Kooperationsprojektes MeteR wurde ein neuartiger Ultrabreitbandabsorber für raumakustische Anwendungen entwickelt. Dieser Absorber vereint im Holzbau die Resonanzabsorption von Space-Coiling-Strukturen mit neuartigen Konzepten zur Absorptionsoptimierung und Frequenzmodulation durch vorgelagerte Wirkelemente. Gemeinsam mit dem breitbandigen Absorptionsverhalten von textilen Mehrschichtaufbauten wurde ein Absorber geschaffen, welcher eine sehr hohe Absorption über einen großen Frequenzbereich bietet. Insbesondere im tieffrequenten Bereich konnten ungeahnte Absorptionen erzeugt werden, welche mit herkömmlichen Absorbern undenkbar erscheinen. Die Kombination der Teile Holz und Textil wirken in ihrer Einheit nicht nach dem reinen Superpositionsprinzip, sondern erzeugen Symbiosen und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung.
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| 15:56 |
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Visualisierung von 3D-Raumimpulsantworten in Virtual Reality
Matthias Fehling, Eva Wilk
[Abstract]
Dreidimensionale Impulsantworten, wie sie zum Beispiel mit dem IRIS-Messsystem [1] unter Verwendung einer omnidirektionalen Schallquelle und einer Ambisonics-Mikrofonanordnung aufgenommen werden, erleichtern eine richtungsbezogene Interpretation der Reflexionen.
Die Darstellung der Reflexionen im 3D-Plot, als sogenannter ”Igel”, recht abstrakt und der Bezug zum Messraum ist schwer herzustellen. Wir stellen ein Verfahren zur Visualisierung der Messergebnisse in Virtual Reality (Unity) im entsprechenden Modell des untersuchten Raums vor. Einsatzmöglichkeiten sind die akustische Messtechnik und die Lehre.
In dem virtuellen Raum werden Schallquelle und Senke dargestellt. De in der Mess-Datei vorliegenden Werte werden in Bezug auf Richtung und Pegel interpretiert und als reflektierte Schallstrahlen visualisiert. Mit einem Head-Mounted-Display (Oculus Quest) können sich User per Controller-Steuerung in dem Raum bewegen und mit den Messdaten interagieren. Somit kann die Entstehung kritischer Reflexionen, die zu einem Verwischungs- oder Echo-Effekt führen können, lokalisiert werden.
Ein einfaches Raummodell (shoebox) wird auf Basis der vom User eingegebenen Raum- und Messkoordinaten automatisch erstellt. Komplexere Raummodelle können aus CAD-Dateien importiert werden.
In der exemplarischen Umsetzung werden der IRIS-”Igel” und der VR-Igel für einen einfachen quaderförmigen sowie für einen geometrisch komplexen Hörsaal jeweils gegenübergestellt. [1] Protheroe, D., Day, C. Lateral Fraction Measurements with a 3-D Microphone Array. Acoust Aust 43, 69-76 (2015).
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| 16:04 |
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Die Raumkante als Störquelle und Lösungsansatz jeweils erster Ordnung für kleine bis mittelgroße Räume
Gerhard Ochsenfeld
[Abstract]
Gern unter dem auf den ersten Blick eher irritierenden Titel ”Primordium” - der Ursprung - zeige ich auf, dass der Nachhall ein unzulängliches Analysewerkzeug für die Raumakustik darstellt und zitiere, dass schon Wallace C. Sabine, das so gesehen hat.
Ich weise auf die Raumkante als dem wesentlichen Störeinfluss für die Raumakustik insbesondere in kleinen, aber auch bis mittelgroßen Räumen hin - und biete eine knappe Beschreibung der Problemlösung für klaren Raumklang und außerordentliche Sprachverständlichkeit.
Dadurch wird der Bezug zum Titel des Posters klar werden. Auch die illustrative Andeutung auf dem Poster kann im Gesamtkontext nachvollzogen werden.
In kurzen Abrissen weise ich darüber hinaus auf den Bezug zu praktischen Belegen hin, einschließlich zweier Bildansichten zu realen und mit dem ReFlx-System ausgestatteten Räumen.
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| 16:12 |
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Optimierungsalgorithmus zur Verfeinerung von Reflexionsflächen einer Kirche
Karlheinz Stegmaier, Benjamin C. Koziczinski, Ivan C. Nieto
[Abstract]
Strahlengeometrische Ansätze zählen zum klassischen Rüstzeug der Akustik bei der Auslegung von Reflexionen. Im vorgetragenen Beispiel werden mit Hilfe parametrischer Entwurfsmethoden in Verbindung mit einem evolutionären Optimierungsalgorithmus Reflexionsflächen eines bestehenden Kirchenraumes verfeinert. Es werden Vorteile aufgezeigt, die über klassische zeichnerische und auch parametrische Ansätze hinausgehen. Evolutionäre Optimierungsalgorithmen (Solver) werden über die Ingenieurswissenschaften hinaus großflächig eingesetzt, im vorliegenden Beispiel auf die Anforderungen des Akustikdesigns angepasst. Der hier verwendete sg. Galapagos Solver ist Teil der parametrischen Entwurfsumgebung von Grasshopper/Rhinoceros 3D. Der Algorithmus verfeinert definierte Parameter (bspw. Größe, Form, Anzahl eines Objekts) in Richtung eines definierten Zieles (größtmögliche Anzahl an Reflexionen auf eine vorgegebene Fläche o.ä.). Hierbei wird dann jede Generation in Hinsicht auf Ihre Auswirkungen auf den vorgegebenen Zielwert bewertet.
Der iterative Charakter des Solvers hilft Akustikern und Designer durchgängig die Ergebnisse des Optimierungsprozesses zu überwachen und komplexere Wechselwirkungen aus mehreren reflektierenden Flächen und Reflexionen n-ter Stufe zu berücksichtigen. Anhand eines Beispiels eines Kirchenraumes wird gezeigt, wie diese Methode Planungsteams Verfeinerungen und größere Gestaltungsfreiräume ermöglicht.
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Sitzungsleitung:
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| C. Nocke, Akustikbüro Oldenburg |
| T. Kirchner, Akustikbüro K5 |
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| 8:40 |
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Mehrdimensionale Clusteranalyse raumakustischer Parameterwerte: räumliche Centroide und deren Interpretation
Klaus-Hendrik Lorenz-Kierakiewitz, Christoph Reuter, Benjamin Pfändner, Stefan Ostrowski
[Abstract]
Die Methode der mehrdimensionalen Repräsentation raumkustischer Parameterwerte verschiedener Nutzungstypen, vorgestellt bei der DAGA 2017, wurde seither erweitert auf mehr als 500 Datensätze aus eigenen Messungen und Literatur, um schnell Nutzungsmöglichkeiten einzuschätzen, akustische Veränderungen nach baulichen Maßnahmen darzustellen und die Qualität von Aufführungsstätten anhand objektiver Kriterien zu ermitteln. Mithilfe dieser Methode konnte u.a. gezeigt werden, dass verschiedene Nutzungsarten im von den Parametern aufgespannten Parameterraum charakteristische Bereiche einnehmen und bezüglich der Hörsamkeit gut bewertete Räume innerhalb der Nutzungstypen begrenzte Cluster bilden. Diese Methode bietet umfangreiche Möglichkeiten der Analyse der vorliegenden Datenbasis: statistische Verfahren wie Korrelationsanalysen, Mittelwerte und Standardabweichungen. In diesem Beitrag soll untersucht werden, welche raumakustische Bedeutung die Schwerpunkte dieser Datenpunktverteilungen im Parameterraum, die sogenannten Centroide, haben, und zwar sowohl von der Gesamtheit der Datensätze, wie auch diejenigen der verschiedenen Raumnutzungstypen. Dabei soll untersucht werden, ob die von den verschiedenen Nutzungstypen im Parameterraum eingenommenen Punkteverteilungen mit der Standardabweichung der Mittelwerte gut beschrieben werden können, um eine prägnantere raumakustische Definition der Eigenschaften der Raumtypen zu formulieren. Weiters soll versucht werden zu zeigen, dass verschiedene Nutzungen im Durchschnitt über die hier untersuchten Datensätze jeweils unterschiedliche raumakustische Parameterwerte aufweisen, und wie dies mit der subjektiv bewerteten akustischen Eignung und Hörsamkeit für bestimmte Nutzungen korreliert.
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| 9:00 |
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Zur Unsicherheit von Raumimpulsantwortmessungen
Ingo Witew, Michael Vorländer
[Abstract]
Obwohl die Messung von Raumimpulsantworten mit der Zwei-Kanal-FFT-Methode zum Standardrepertoire gehört, gestaltet sich deren Unsicherheitsdiskussion als herausfordernd. Zu den Hauptgründen zählt, dass sich grundlegende Eigenschaften des Messverfahrens nicht im Sinne des Unsicherheitsleitfaden (GUM) darstellen lassen. Viele der auftretenden Unsicherheitseinflüsse lassen sich jedoch als quasistationäre Störgeräusche verstehen und deren assoziierte Unsicherheit kann daher energetisch, nach bekannten Regeln diskutiert werden. In diesem Vortrag wird von der organisierten Suche nach Unsicherheitsbeiträgen entlang der raumakustischen Messkette berichtet. Da die verschiedenen Unsicherheitseinflüsse nach dem gleichen Regelwerk betrachtet werden, lassen sich die Beiträge zur Gesamtunsicherheit miteinander vergleichen. Aus diesem Vergleich ergeben sich Hinweise zur möglichen Verbesserung der Messeffizienz: Die Gesamtunsicherheit lässt sich senken, indem die Beiträge der größten Einflussfaktoren reduziert werden. Gleichzeitig können die Anforderungen an die Elemente der Messkette entspannt werden, deren Unsicherheiten kaum nennenswert zur kombinierten Unsicherheit beitragen.
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| 9:20 |
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Halligkeit: Analyse von Abklingkurven sowie Korrelation mit akustischen Kriterien
Winfried Lachenmayr, Dennis Rauber, Hugo Fastl
[Abstract]
Die Halligkeit ist ein wichtiges raumakustisches Attribut. Insbesondere beim Vergleich von Räumen unterschiedlicher Größe ist der Halligkeitseindruck häufig nicht im Einklang mit den gängigen physikalischen Messwerten. Im Rahmen einer Masterarbeit wurde diese Übereinstimmung untersucht, indem bestehende Mess- und Hörversuchsdaten aus dem Korpus Ackermann et al., 2018, welche im RAQI von Weinzierl et al. Anwendung fanden, genauer analysiert wurden. Neben raumakustischen Kriterien nach ISO 3382, der in jüngeren Jahren vorgeschlagene Lautheitsnachhallzeit (Lee et al., 2009) und anderen kamen zwei neu vorgeschlagene Kriterien zum Einsatz, welche insbesondere die geglättete Abklingkurve im Bereich von 200 bis 400 ms betrachten. Die Korrelationswerte zwischen den neuen Kriterien und dem Halligkeitseindruck aus den 35 simulierten Räume sind hoch und können auch Unterschiede in der wahrnehmbaren Nachhall-Lautstärke erklären.
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| 10:00 |
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Akustik abgehängter Unterdecken
David Goecke, Annabelle Geiger, Mark Koehler
[Abstract]
Abgehängte Unterdecken sind nicht nur ein wertvolles Gestaltungsmittel im Objektbau, sondern erfüllen eine Vielzahl bauphysikalischer Anforderungen. Nicht zuletzt erlaubt der Deckenhohlraum eine optisch ansprechende und wartbare Möglichkeit zur Leitungs- und Lüftungsführung. Unterdecken beeinflussen durch ihre Norm-Flankenpegeldifferenz die Schalldämmung zwischen Räumen sowie die Raumakustik durch ihre Schallabsorption. Der Deckenhohlraum zwischen Unter- und Rohbaudecke, welcher als Abhängehöhe definiert wird, stellt einen maßgebenden Parameter für die beiden akustischen Effekte dar. Nach DIN EN ISO 10848 wird die Norm-Flankenpegeldifferenz im Labor bei einer Abhängehöhe von 700 bis 800 mm ermittelt. Die Schallabsorption von Unterdecken wird nach DIN EN ISO 354 standardmäßig mit 200 bzw. 400 mm Abhängehöhe im Hallraum mit umlaufendem Holzrahmen gemessen. In der Praxis sind in Gebäuden mit geringeren Geschosshöhen allerdings Abhängehöhen von maximal 300 mm zu finden.
Die vorgestellte Studie zeigt anhand systematischer Untersuchungen an abgehängten Unterdecken den Einfluss der Abhängehöhe von 200 bis 800 mm sowohl auf den Schallabsorptionsgrad als auch auf die Norm-Flankenpegeldifferenz. Gezielte Messungen des Schallabsorptionsgrades erfassen außerdem potenzielle Einflussfaktoren des Messaufbaus auf das Ergebnis. Anhand der erhobenen Datenbasis sollen zukünftig Entwicklungshinweise für Hersteller zur Verfügung stehen. Mit Hilfe von Prognoseverfahren soll das Risiko von Schallschutzmängeln durch eine Umrechnung bei abweichenden Abhängehöhen auch bei älteren Messergebnissen reduziert werden.
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| 10:20 |
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Zur Anwendung der ISO 22955 in einem simulierten Multi-Space
Holger Brokmann, Achim Klein, Rainer Machner, Jack Harvie-Clark
[Abstract]
Mit der Veröffentlichung der Norm ISO 22955 ”akustische Qualität von offenen Büroräumlichkeiten” wurden Planern von offenen Bürolandschaften neue
Werkzeuge zur raumakustischen Gestaltung zur Verfügung gestellt. Müssen unterschiedliche Tätigkeitsbereiche in einem Multi-Space vereinbart werden, ist
die aktivitätsbasierte Gestaltung (”Activity Based Design”) ein erfolgreicher Ansatz, um Störungen durch Lärm zu mindern. Aktuelle Normen geben
Anforderungen für die akustische Qualität am Arbeitsplatz und im Raum vor, gehen aber nicht auf den raumakustischen Zusammenhang zwischen
verschiedenen Tätigkeitsbereichen ein.
Mit der ISO 22955 ist es Planern jetzt möglich, Räume unterschiedlichen, nach Tätigkeiten gegliederten Typen zuzuordnen und raumakustische
Anforderungen anzusetzen. Eine Neuheit ist, dass hier ein besonderes Augenmerk auf die raumakustische Beziehung zwischen benachbarten
Tätigkeitsbereichen gelegt wird, um Störungen zu vermeiden.
Anhand eines raumakustischen 3D Modells eines hypothetischen Multi-Spaces, wird die Beziehung der ISO Norm zu räumlichen und raumakustischen
Kriterien aufgezeigt und diskutiert.
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| 10:40 |
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Innovative Kommunikationsräume
Milena Stavric, Jamilla Balint
[Abstract]
Die akustische Beschaffenheit von Konferenzzentren steht bei jeder Veranstaltung im Fokus. Die Herausforderungen sind ausreichend Platz und ausreichend Säle zur Verfügung zu stellen (neben gutem Kaffee) und die bestmögliche Sprachverständlichkeit für die Vorträge und Posterpräsentation bereitzustellen. Im folgenden Beitrag werden anhand von zwei Konferenzen die akustischen Optimierungsmöglichkeiten für Posterpräsentationen vorgestellt und das Potential von interdisziplinärer Arbeit zwischen Akustik und Architektur aufgezeigt. Durch kombinierte Herangehensweisen, innovative Produktionsmöglichkeiten und neue Einblicke in die jeweiligen Fachrichtungen konnten neue Maßstäbe gesetzt werden, was die akustische und ästhetische Gestaltung von Innenräumen betrifft. Durch die Verbindung von Lehre und universitärer Forschung wurde gemeinsam mit Studierenden der Technischen Universität Graz ein Konzept für die Reduktion der Nachhallzeit, die Lärmpegelminderung und die ästhetische Gestaltung des Raumes erarbeitet und das Thema Akustik und Architektur aus neuen Blickwinkeln betrachtet.
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Sitzungsleitung:
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| H. Alphei, Akustikbüro Göttingen |
| I. Witew, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
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| 14:00 |
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Study on the Effect of Back Cavity and Front Panel Materials on the Sound Absorption of Distributed Mode Absorbers
Friedrich Beyer, Mehmet Sait Özer, Benjamin Zenker, Sebastian Merchel, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
Sound absorbing materials integrated in design elements are important for room acoustics and sound-oriented interior design. Especially in the lower frequency range, obtaining high sound absorption is challenging and often requires large and expensive absorber elements. In a current research project, a new approach to sound absorbers is investigated. It aims at an efficient, thin and inexpensive solution for absorption in the low-frequency range. The principle of operation is based on membrane absorbers incorporating an increased density of vibrating modes in the front panel. In this study the sound absorption performance of different configurations of membrane absorbers is investigated. Several sets of experiments were conducted in a reverberation chamber. The results show that the absorption performance of the membrane absorbers is highly dependent on the sizes of the back cavities and the front panel materials. An effective solution can be obtained by accurately selecting these parameters.
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| 14:20 |
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Numerical simulation of scattering patterns of a sine-shaped surface
Anne Heimes, Michael Vorländer
[Abstract]
The acoustic scattering of surfaces is crucial for acoustic simulations in rooms or urban spaces. The sound propagation is usually calculated by using geometrical simulation methods and random-incidence scattering coefficients. In a running project, new approaches towards angle-dependent scattering metrics are defined and investigated. With this, it is aimed at more reliable simulation tools with directional information of scattering surfaces such as for sound steering. In this paper, scattering patterns of sine-shaped surfaces are simulated for various angles of incidence using the Boundary Element Method (BEM). Furthermore, the random-incidence scattering coefficient is calculated based on the scattering patterns of the surface and compared with measurement results based on ISO 17497-1 and on analytical calculations. This work will lead to the design of an experimental setup for arbitrary indoor and outdoor surface shapes.
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| 14:40 |
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Akustisch wirksame, vollständig recycelbare Möbel auf Basis biologischer Materialien - eine Machbarkeitsstudie
Fabian Duvigneau, Wulf Mohrmann, Daniel Juhre
[Abstract]
In der modernen Möbelindustrie steht vollständiges Recycling im Fokus. Idealerweise soll der Verbraucher selbst in der Lage sein, die Möbelstücke einfach in seine Einzelbestandteile zu zerlegen, um diese dann fachgerecht zu entsorgen. Eine zukunftsweisende Produktentwicklung geht einerseits damit einher, dass keinerlei Klebstoffe verwendet werden sollen und andererseits, dass ausschließlich Materialien enthalten sein sollen, die sich gut und vollständig recyceln oder wiederverwerten lassen, d. h. beispielsweise erdölbasierte Materialien sind zu vermeiden. Dabei werden meist biologische Materialien angestrebt, die wiederum auch biologisch abbaubar sind. In diesem Beitrag geht es um eine Machbarkeitsstudie zu akustisch wirksamen Möbeln. Es werden also Materialien bzw. Schichtaufbauten aus diversen Materialien untersucht, um abzuschätzen, ob diese Materialverbunde neben der eingangs beschriebenen Recyclingfähigkeit auch noch einen wesentlichen Beitrag zur Raumakustik leisten können. Die Analysen werden ausschließlich experimentell durchgeführt und als Referenz dienen heute noch gängige Standardmaterialien (sowohl als Einzelmaterialien als auch in Materialverbunden analog zu den prototypischen Schichtaufbauten der Akustikmöbel auf biologischer Basis). Um die verschiedenen Materialverbunde besser hinsichtlich des angestrebten Anwendungszweckes vergleichen zu können, werden diese unter realistischen Bürobedingungen getestet. Als Anregung dient eine Schallquelle, die ein breitbandiges Rauschen sowie diskrete tonale Anteile emittiert. Neben den akustischen Auswirkungen werden auch die Massen der unterschiedlichen Verbunde betrachtet.
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| 15:00 |
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Untersuchung zur Sprachverständlichkeit bei Schulkindern unter Variation der tieffrequenten Nachhallzeit
Dustin Selbach, Jan Selzer, Andre Fiebig
[Abstract]
Raumakustische Bedingungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Sprachverständlichkeit. Dabei ist der Einfluss auf die Sprachverständlichkeit
im Kindesalter bekanntermaßen stärker als im Erwachsenenalter. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, werden im staatlichen Regelwerk ASR A3.7
entsprechende Anforderungen an die Raumakustik in Bildungsstätten formuliert. Die Nachhallzeit wird dort als zentrale Größe zur Beschreibung der
Raumakustik herangezogen. Eine Abhängigkeit der Sprachverständlichkeit von der Nachhallzeit ist als evident anzusehen. Im Gegensatz dazu sind
derzeitig jedoch wenige Studien zur Untersuchung eines Einflusses des Frequenzverlaufs der Nachhallzeit auf die Sprachverständlichkeit bekannt. Die
hier vorgestellte Studie variiert das Bassverhältnis (BR) in einem simulierten Klassenraum und untersucht den Einfluss des BR auf die
Sprachverständlichkeit unter Grundschulkindern. Dazu wurden Hörversuche mit Schulkindern bis zur fünften Klasse durchgeführt. Die
Sprachverständlichkeit wurde mittels des evaluierten und kindergerechten Oldenburger Kinder-Reimtests (OLKI) erfasst. Den Versuchspersonen wurden
die Sprachsignale mit Störgeräuschen unter Verwendung der binauralen Raumimpulsantworten mit angepassten interauralen Laufzeitunterschieden
(ITD) dargeboten. Als mögliche Moderatoren wurden sowohl Alter als auch Multilingualität der Kinder erfasst. Die Ergebnisse des Hörversuchs werden in
diesem Beitrag vorgestellt und diskutiert.
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| 15:40 |
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Evaluation of users’ performance in classroom with different background noise sources
Luciana Da Rocha Alves, Bianca Dantas De Araújo, Michael Vorländer
[Abstract]
The main objective in a classroom is clear communication between teacher and students, which is directly influenced by the architecture of the classroom or
internal and external noise. Background noise, such as air conditioning, babbling or traffic noises coming from outside, can decrease the speech intelligibility
in the room and the students’ attention. The aim of this paper is to analyse how different background noise sources can influence students’ attention and
information retention ability. For this purpose, a classroom is simulated and auralised with different background noise sources. The sound pressure level
inside the classroom will remain the same according to the Brazilian standard ABNT NBR 10.151 (2019) for the different sources. The influence of this
background noise is evaluated according to the users’ performance in a listening test using the serial recall method.
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| 16:00 |
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Zur Raumakustik des neuen Atatürk Kultur Zentrums in Istanbul
Tobias Behrens, Wolfgang Ahnert
[Abstract]
Ende Oktober 2021 wurde nach 4-jähriger raum- und bauakustischer Planung das neue Atatürk Kultur Zentrum (AKM: Atatürk Kültür Merkezi) in Istanbul
eröffnet. Zum Gebäudekomplex gehören eine Oper (2.100 Plätze), ein Theater (825 Plätze), eine Mehrzweckspielstätte sowie ein Kino mit zugehörigen
Foyers, zahlreiche Probensäle und Aufnahmestudios. Musikschule, Museum sowie Bibliothek nebst ’Cultural Street’ mit Ladenlokalen und Gastronomie
ergänzen das kulturelle Angebot des AKM.
Die Oper ist Blickfang des AKM: Der Saal in Hufeisen-Grundform (Parkett und 2 Ränge) hat ein Volumen von ca. 17.200 m3. Die vom Opernfoyer bzw.
vom Taksim-Platz aus sichtbare primär kugelförmige Saal-Kubatur, wie auch die recht große Saal- bzw. Portalbreite mit den damit verbundenen hohen
Schalllaufzeiten erforderten spezielle Maßnahmen zur Vermeidung nachteiliger raumakustischer Effekte wie Schallfokussierungen bzw. Echos. Der
Beitrag geht auf die Planung, Realisierung und messtechnischen Resultate ein.
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| 16:20 |
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Die neue Akustik der Dominikanerkirche in Münster
Gottfried Behler, Mark Müller-Giebeler
[Abstract]
The Dominikanerkirche is an early 18th century church that was rebuilt after destruction in World War 2 and profaned in 2017. In 2018, Gerhard Richter’s work ” Zwei graue Doppelspiegel für ein Pendel (Two grey double mirrors for a pendulum)” was installed under the crossing dome. In the course of the complete renovation, the acoustics of the church also underwent a renovation to adapt it to its planned use as a lecture and event space. The aim was to create acoustics appropriate to the work of art and the museum use, which on the one hand should be suitable for performances ranging from speech to music and on the other hand should not lose the character of a church room. The extremely long reverberation time typical for rooms of this kind required considerable additional absorption in the context of the intended use, which had to be implemented as unobtrusively as possible and in harmony with the preservation order. The presentation will present the measures implemented for this purpose, some of which were elaborate, and show the results of the renovation.
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| 16:40 |
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Klarer Raumklang durch Reflektorschilde in Raumkanten
Gerhard Ochsenfeld
[Abstract]
Mit zwei Schilden resp. Reflektoren, die mithin rein schallhart sein können - also auch Feinsteinzeug oder Glas sein können - lässt sich der negative Einfluss ausschalten, den die Raumkanten und Raumecken auf die akustischen Verhältnisse in kleinen oder mittelgroßen Raum ausüben.
Überwiegend schallharte Begrenzungsflächen vorausgesetzt, ist ein Raum im Resultat relativ hallig, bietet aber eine hohe Klarheit in mittleren bis höheren Frequenzen und ist störungsfrei bis hinab zu den tiefen Frequenzen (vorausgesetzt, die Reflektoren sind groß genug). Damit einher geht für Kommunikationsräume eine extrem gute Sprachverständlichkeit.
Räume mit stark bedämpfender Decke, zusätzlich mit dem ReFlx-System ausgestattet, erlangen eine extrem klare Sprachverständlichkeit durch die Unterstützung der mittleren bis höheren Frequenzen.
Neu daran ist, dass Absorption und Resonanz (zum Beispiel aus Gründen der Kostenersparnis) genutzt werden können, aber nicht Ursache des Wirkprinzips sind. Das ReFlx-System bietet ein Konzept, das nur auf den ersten Blick als Spielart der Kantenabsorber erscheint. Tatsächlich bricht das Konzept mit bisherigen Prämissen der Bedämpfung von Räumen - und bricht auch mit bisherigen Erklärungsmodellen, weil schon die Raumkante selbst andere Betrachtungen und Interpretationen aufnötigt, als man sich bisher zunutze macht, um die akustische Situation in kleinen und mittelgroßen Räumen zu beschreiben.
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Organisation:
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| C. Nocke, Akustikbüro Oldenburg |
| T. Kirchner, Akustikbüro K5 |
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| 11:00 |
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Flatterechos – Messtechnische Untersuchungen zur Effektivität grundlegender Maßnahmen zu Ihrer Verringerung
Klaus-Hendrik Lorenz-Kierakiewitz, Torsten Fabian Gruhl, Jörg Arnold
[Abstract]
Durch gegenwärtig bevorzugte Bauweisen und Raumgestaltungen werden zunehmend glatte schallharte Oberflächen realisiert. Insbesondere bei gewerblichen Gebäuden steigt der Anteil großer transparenter und schallharter Flächen an der Fassade und im Innenausbau, wodurch weniger Flächen zur Absorption genutzt werden können. Durch baustellenseits mittlerweile standardmäßig zur Verfügung stehende technische Hilfsmittel zur Realisation planparalleler raumabschließender Bauteile werden zudem Randbedingungen geschaffen, die die Entstehung störender Flatterechos begünstigen. Die Vermeidung störender Flatterechos stellt somit ein aktuelles, nicht zu vernachlässigendes Thema bei raumakustischen Planungen neuer Gebäude wie auch bei Bestandsgebäuden mit planparallelen reflektierenden Begrenzungsflächen dar.
Um messtechnisch die Effektivität grundlegender Maßnahmen zur Verringerung von Flatterechos zu untersuchen, wurde ein uneingerichteter Wohnraum üblicher Größe eines Bestandsgebäudes zunächst baulich zu einem Prüfraum ertüchtigt, und zwar derart, dass als Referenz messtechnisch zunächst möglichst starke Flatterechos erfasst werden konnten. Anschließend wurden die Auswirkungen verschiedener raumakustischer Abhilfemaßnahmen zur Verringerung von Flatterechos im Hinblick auf deren Reflexionsstruktur evaluiert.
Eine wesentliche Reduktion von Häufigkeit und Stärke der Flatterechos ergab sich sowohl bei Anbringung von ausreichend viel und geeignetem Absorptionsmaterial an den wesentlichen Positionen der flatterechogenerierenden Raumbegrenzungsflächen, als auch bei einer Drehung einer der parallelen Flächen um 9∘ aus der Parallelen hinaus. Flatterechos mit geeigneten Diffusorgeometrien ausreichend zu reduzieren, erweist sich hingegen als anspruchsvoller.
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| 11:02 |
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Berechnung der Schallpegel im Raum aus der Quellenleistung
Xiaoru Zhou, Moritz Späh, Karlheinz Bay, Ting Zhang
[Abstract]
Im Rahmen eines Projekts für Luftreinigungsgerät sollen für verschiedene Luftmengen die Lärmbelastung solcher Geräte untersucht werden. Die
Bestimmung der Schallleistung und die Beurteilung der Einsatzmöglichkeiten der Geräte in verschiedenen Räumen mit unterschiedlichen
Anwendungszwecken war Teil des Projekts. Die Abschätzung des erzeugten Schalldruckpegels Lp aus der Schallleistung einer Lärmquelle Lw in einem
Raum durch Anwendung einer Korrektur, abhängig vom Abstand zur Quelle r, der Nachhallzeit T und dem Raumvolumen V, ist eine klassische Aufgabe.
Bei genauerer Betrachtung und komplizierteren Raumsituationen hängt die Korrektur zusätzlich von der Geometrie, der Absorptionsverteilung des
Raums sowie der zusätzlichen Dämpfung durch mögliche ”Störkörper” ab. Bei Flachräumen mit wenigen akustischen Maßnahmen an der Decke wird die
Abstanddämpfung der Schallwelle geringer. Die Schallausbereitung im solchen Räumen wird durch die kleinste Raumdimension (z.B. die Höhe) und die
mittleren Absorptionsgrade in dieser Dimension durch ein einheitliches Rechenmodell beschrieben. Das Rechenmodell zeigt, dass in würfelförmigen
bzw. flachen Räumen mit hoher Deckenabsorption der Direktschall sich ähnlich einer Kugelwelle, in Flachräumen mit niedriger Deckenabsorption
dagegen ähnlich einer Zylinderwelle ausbreitet. Rechenbeispiele für ein gewähltes Luftreinigungsgerät zeigen, dass durch Optimierung die geforderten
Grundgeräuschpegel und Luftvolumen gleichzeitig erreicht werden können.
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Organisation:
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| J. Ahrens, Chalmers University of Technology |
| F. Zotter, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
| M. Frank, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
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| 14:00 |
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Analysis of multi-exponential and anisotropic sound energy decay
Georg Götz, Christoph Hold, Thomas McKenzie, Sebastian J. Schlecht, Ville Pulkki
[Abstract]
The sound field in coupled rooms or rooms with non-uniform absorptive material distributions can be
considerably anisotropic. In
such scenarios, the sound energy decays with more than one decay rate, thus making it practical to use a
decay model that
consists of multiple exponential decays and a noise term. In this work, we use a recently proposed neural-
network-based approach
for estimating the underlying model parameters from sound energy decay curves. Introducing a spatial filter
bank allows for a
directionally constrained analysis of anisotropic late reverberation, resulting in a set of multi-exponential
decays with corresponding
decay parameters. Our work shows that the proposed analysis framework is suitable for modelling
anisotropic sound fields with
multi-exponential decays and that it can be used for challenging acoustic problems, such as the denoising of
spatial room impulse
responses.
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| 14:20 |
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Spatio-temporal analysis of anisotropic reverberation
Marco Berzborn, Michael Vorländer
[Abstract]
The analysis of the spatio-temporal features of reverberant sound fields is of great interest, as they contribute to a listeners spatial impression. In room acoustics it is well established that the perceived spaciousness is linked to lateral sound incidence during the early and late part of the impulse response which largely depends on the geometry of the room. In rooms with non-uniform absorption or complex geometries, that is in rooms with reverberation reservoirs or coupled spaces, the reverberation process might show distinct spatio-temporal features, resulting in an anisotropic sound field decay and consequently non-diffuse reverberation process. This directional de-mixing of the sound field makes a rendering of diffuse reverberation for such spaces potentially implausible. In the present study, we analyze the isotropy of the sound field during its decay. Directional energy decay curves are calculated based on the decomposition of the sound field into plane waves, allowing to investigate the angular distribution of energy during the reverberation process. A simulation study is presented uncovering anisotropic sound field decays with corresponding directional de-mixing and highlighting implications for the resulting temporal progression of the sound field diffuseness.
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| 14:40 |
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The Effect of Temporal and Directional Density on Perceived Evelopment
Stefan Riedel, Franz Zotter
[Abstract]
Listener envelopment is typically investigated in listening experiments with stationary or quasi-stationary sound fields, generated by multichannel noise
signals or diffuse reverberation. In this contribution, we propose experiments using non-stationary sound fields to extend a recent model established
using stationary multichannel noise. This requires a synthesis approach to generate sound fields with adjustable fluctuation across time and direction as
dimensions. While temporal and directional sparsity can evoke the perception of localized auditory objects, a temporal and directional density above a
certain threshold supports the perception of envelopment. The presented listening experiment aims at investigating this threshold, and the spatial
auditory perception above and below. Based on the results, perceived envelopment can be modeled for sound fields of fluctuating anisotropy.
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| 15:00 |
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Computationally-efficient Simulation of Diffuse Late Reverberation in Conditions with Occluded and Diffracted Sound Paths
Christoph Kirsch, Stephan D. Ewert
[Abstract]
Creating virtual acoustics environments at a low computational cost is often approached by hybrid techniques, which combine the rendering of discrete early reflections and diffuse late reverberation generated based on statistical assumptions. For the combination of early reflections generated by an image source model (ISM) and a feedback delay network for late reverberation, this transition can be straightforwardly implemented for a shoebox model assuming specular reflections. When the underlying geometry of the ISM is more complex, occluded sound and image sources with diffracted (reflection) paths can occur, resulting in spectrally filtered contributions to the room impulse response, depending on the given geometric configuration. However, simulation of diffuse late reverberation should consider the contribution of diffracted sound energy outside the diffracted geometric (reflection) path.
In this work, spectral effects of the introduction of differently sized occluding objects are investigated in the early and late part of measured room impulse responses at several positions in a room. Results are discussed in the context of a computationally-efficient room acoustics simulation and are compared to room impulse responses generated by different approximations implemented in the room acoustics simulator RAZR [Wendt et al., J. Audio Eng. Soc., 62, 11 (2014)].
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| 15:20 |
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Diffuse-reverberation in the low-delay interactive virtual acoustic simulation tool TASCAR
Giso Grimm, Volker Hohmann
[Abstract]
A variety of tools are available for the simulation of virtual acoustic environments. For a plausible simulation of acoustic environments, not only the direct sound and early reflections are needed, but also the late, typically diffuse, components of the reverberation. Since simulating late reverberation using image source models is computationally very inefficient, many tools use separate simulation methods for the early and late parts of the acoustic path. Late reverberation can be simulated using feedback delay networks (FDNs). In this talk, we will present an FDN in the Ambisonics domain that rotates the sound field at each reflection. With this approach, spatial scattering of the sound field can be achieved. In addition to applications in auditory research to simulate diffuse reverberation, artistic applications where this approach can be used to precisely shape the rotation and dispersion of the reverberant sound field will also be discussed.
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Organisation:
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| M. Jäcker-Cüppers, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) |
| C. Beckert, MLU Sachsen-Anhalt |
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| 14:00 |
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Lärmschutz an Schienenwegen in der 20. Wahlperiode
Jens Klocksin
[Abstract]
Der Schutz vor Schienenverkehrslärm gehört zu den Kernelementen einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik. Durch die Umrüstung der Güterwagen von
lauten Bremssohlen aus Grauguss auf leisere Verbundstoffbremssohlen wurde der Schienenverkehrslärm - ausgehend vom Jahr 2008 - halbiert. Seit
dem Fahrplanwechsel 2020/2021 greift das Schienenlärmschutzgesetz und verbietet den Betrieb lauter Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz.
Der Vortrag stellt die Ziele der neuen Bundesregierung in der 20. Wahlperiode und aktuelle Entwicklungen zum Lärmschutz an der Schiene vor. Viele
bewährte Programme laufen weiter und neue werden entwickelt, um die nächste und ebenso ehrgeizige Zielmarke meistern zu können: das
Lärmsanierungsziel 2030. Bis dahin soll die Zahl der von Schienenlärm betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner im Vergleich zum heutigen Niveau
(Stand 2020) um die Hälfte verringert werden. Dies entspricht einer Entlastung von weiteren über 800.000 Menschen. Primär geht es darum, den akut
von Schienenlärm Betroffenen so wirksam wie möglich zu helfen. Das freiwillige Lärmsanierungsprogramm, mit dem seit 1999 systematisch
Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Schienenwegen des Bundes durchgeführt werden, leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag und hat
seine Wirksamkeit in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Seit 2015 wurden die Auslösewerte um insgesamt 11 dB (A) abgesenkt, zuletzt mit
Haushaltsgesetz 2021 und Wirksamkeit zum 01.01.2022. Dadurch erhalten mehr Anwohnerinnen und Anwohner an Bestandsstrecken besseren
Lärmschutz.
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| 14:20 |
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Harmonisierung Lärmsanierungsprogramm und Lärmaktionsplanung
Marcel Werner
[Abstract]
Die Ermittlung von sanierungsbedürftigen Streckenabschnitten für bestehende Schienenwege des Bundes sowie eine Reihung nach Dringlichkeit ist die Grundlage für die zielgenaue Umsetzung des freiwilligen Lärmsanierungsprogrammes des Bundes. Bislang unterschieden sich die Bewertungskriterien des auf dem Bundeshaushaltgesetz fußenden Lärmsanierungsprogrammes von denen, die der Umgebungslärmrichtlinie zugrunde liegen. Dem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur initiierten und vom Eisenbahn-Bundesamt administrierten Harmonisierungsprojekt wurde das Ziel gesetzt, zu prüfen, ob und inwieweit die Instrumente der Umgebungslärmrichtlinie für die Erstellung einer Priorisierungsliste des Lärmsanierungsprogrammes geeignet sind.
Im Projekt konnte nachwiesen werden, dass es möglich ist, mit teilautomatisierten Prozeduren eine Sanierungsdringlichkeit aus den Daten der Lärmkartierung mithilfe einer berechneten Priorisierungskennziffer festzulegen. Diese Priorisierung berücksichtigt die berechnete Höhe der Lärmbelastung und die Anzahl der davon betroffenen Anwohner. Dabei ist sicherzustellen, dass keiner der bereits als sanierungsbedürftig identifizierten Sanierungsabschnitte und -bereiche diesen Status verliert.
Um eine praxistaugliche und anliegerfreundliche Umsetzung des Projekts gewährleisten zu können, wurde hierzu ein begleitender Arbeitskreis eingerichtet. Dieser besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Arbeitskreises Bahnpolitik und des Ausschusses Physikalische Einwirkungen der Bundesländer, des Deutschen Landkreistages, des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, des Arbeitsrings Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik, der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm, der Wissenschaft sowie des Umweltbundesamtes.
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| 14:40 |
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Das LärmLab 21 des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung
Jenny Böhm, Haike Brick, Eckhard Roll
[Abstract]
Das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt (DZSF) ist eine im Jahr 2019 gegründete Ressortforschungseinrichtung des Bundes. Am DZSF wird in einem interdisziplinären Team zur Stärkung der Schiene geforscht. Ein wichtiges Thema zur Gewährleistung der Akzeptanz des Verkehrsträgers Schiene ist die Minderung von Schall und Erschütterungen. Zur Stärkung der Forschung und der Umsetzung von innovativen Minderungsmaßnahmen wird das LärmLab 21 am DZSF aufgebaut. In einem ersten Schritt wird eine Teststrecke zur Erprobung neuer Maßnahmen für Schall- und Erschütterungsschutz eingerichtet. Das Konzept für die Erprobung wird auf Basis vorangegangener Aktivitäten, insbesondere den Messungen im Rahmen des Konjunkturpakets II und der Initiative Lärmschutzerprobung neu und anwendungsorientiert (I-LENA), weiterentwickelt. Ziel ist es, die Zahl der anwendungsreifen Maßnahmen für den Schall- und Erschütterungsschutz zu erhöhen. Neben der technischen Erprobung unter realistischen Bedingungen soll die Forschung durch einen intensiven Dialog mit Herstellern, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützt werden. So können Innovations- und Migrationshemmnisse frühzeitig identifiziert und die Akzeptanz der Maßnahmen gesteigert werden. In diesem Beitrag wird ein Überblick über den aktuellen Stand des LärmLab 21 gegeben.
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| 15:00 |
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Lärm-Monitoring des Eisenbahn-Bundesamts
Henning Brammer
[Abstract]
Mit dem netzweiten Lärm-Monitoring stellt die Bundesregierung den Schienenverkehrslärm im langfristigen Trend transparent und nachvollziehbar dar. Hierfür wurden entlang des Schienennetzes Messstationen errichtet, die nach einheitlicher Methode den Schalldruck (Maß für die Lautstärke) vorbeifahrender Züge messen. 19 Messstationen im Netz erfassen mehr als zwei Drittel des gesamten Schienengüterverkehrs. Die Messungen werden im Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes durchgeführt.
Die Daten werden in Echtzeit auf www.laerm-monitoring.de veröffentlicht. Auch der jährliche Bericht ist auf der Internetseite abrufbar.
Im Vortrag werden die aktuellen Ergebnisse präsentiert.
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| 15:20 |
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Bahnlärmminderung an der Quelle - Wie könnte das gehen?
Markus Hecht
[Abstract]
Die heutige Praxis ist gekennzeichnet durch hohe Lärmschutzwände, Schallschutzfenster und zunehmend Lärmschutztunnel. Diese Lärmminderung ist mit vielen negativen Begleitphänomenen verbunden: Sichtbehinderung, soziale Segregation, starke CO2 Emission, erhöhter Energieverbrauch, Lautstärkezunahme im Fahrzeug, um nur einige zu nennen. So ist es nicht erstaunlich, dass trotz des hohen Mittelaufwands die gesellschaftliche Akzeptanz sehr gering ist und hohe Widerstände gegen Ausbaumaßnahmen der Schiene hervorruft. Statt wie heute die maximal lauten Fahrzeuge (nach TSI Noise) zu beschaffen und kein Wissen über Gleislärm zu nutzen, ist mit Lärmminderung an der Quelle, an Fahrzeug und Gleis, auch auf hochbelasteten Strecken eine akzeptable Lärmsituation erzielbar. Je nach Betriebszustand können 5, 10, 15 dB, in Einzelfällen sogar 20 dB Lärmreduktion am Fahrzeug mit vertretbarem Aufwand gegenüber TSI Noise erreicht werden. Am Gleis ist ein Potential von 5-8 dB Minderung möglich. Tonhaltigkeits- und Impulsbelastungen sind auch zu behandeln, ebenso wie der Betriebszustand Bogenfahrt. Dringend nötig ist die Anpassung der gesetzlichen Basis (Schall03,16. BImSchV, BÜG) und wirksame Anreizsysteme für ausländische Fahrzeuge, sowie Ausbildung der Projektleiter bei DB Netz in Bahnakustik. Analog zu Sicherheit ist Lärmminderung als Querschnittsaufgabe aufzufassen und keine separierbare Aufgabe für wenige Spezialisten.
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Organisation:
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| M. Jäcker-Cüppers, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) |
| C. Beckert, MLU Sachsen-Anhalt |
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| 16:20 |
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Analyse-Tool zur Quantifizierung der Schallminderung durch die Anwendung verschiedener Maßnahmen im Schienenverkehr
Sören Franz Thilo Hanisch, Luca Pablo Thomma, Markus Hecht
[Abstract]
Niedrige Schallemissionen sind ein wichtiges Kriterium in Hinblick auf die Akzeptanz des Schienenverkehrs. In den vergangenen Jahren wurde mit der Umrüstung der Güterwagen-Bremssysteme sowie der fortschreitenden Lärmsanierung der Bestandsstrecken ein wichtiger Beitrag für die Minderung der Schallimmissionen geleistet. Dennoch sind, insbesondere in Erwartung der Verkehrswende, weitere Minderungsmaßnahmen an Fahrzeugen und Fahrwegen erforderlich, um die Akzeptanz des Schienenverkehrs zu steigern. Aufgrund der gesunkenen Schallemissionen des Güterverkehrs rückt zunehmend der Personenverkehr in den Fokus, sodass sich für zukünftige Lärmminderungsmaßnahmen drei wesentliche Anwendungspunkte ergeben: (1) Schieneninfrastruktur, (2) Güter- und Personenwagen sowie (3) Lokomotiven und Triebwagen. In diesem Beitrag wird ein Analyse-Tool vorgestellt, mit dem die Schallminderung durch die Anwendung unterschiedlicher Maßnahmen(-pakete) quantifiziert werden kann. Dieses Tool wird anhand eines exemplarischen, starkbefahrenden Streckenabschnittes in Deutschland demonstriert. Die Berechnungen basieren auf den Verfahren der CNOSSOS-EU und der nationalen Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von bodennahen Quellen (BUB). Hierbei wird auf Maßnahmen eingegangen, die in diesen Verfahren berücksichtigt sind, aber auch auf Maßnahmen, die derzeitig noch nicht Teil dieser Verfahren sind. Anhand dessen lassen sich erste Erkenntnisse ableiten, welche Maßnahmen besonders wirksam in Hinblick auf eine Lärmminderung für die Anwohnenden sein können. Dieser Beitrag ist Teil eines Forschungsvorhabens für das Umweltbundesamt.
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| 17:00 |
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Psychoakustische Untersuchung von Rollgeräuschen bei Schienenfahrzeugen
Ina Richter, Katja Stampka, Andre Fiebig, Ennes Sarradj
[Abstract]
Schienenlärm ist nach wie vor ein großes Problem für Mensch und Umwelt. Trotz intensiver Bemühungen in den Bereichen
primärer (z.B.: leisere
Güterwagen) und sekundärer (z.B. Schallschutzwände) Schallschutzmaßnahmen wird der Schienenlärm vielerorts immer noch als
lästig und störend
empfunden. Eine weitere Reduktion des Immissionspegels scheint nur mit großem technischen Aufwand, wie z.B. durch
Schienenstegdämpfer, möglich zu
sein. Ein Ansatz ist daher nicht nur die Schallleistung, sondern auch die Lästigkeit des Vorbeifahrtgeräusches zu minimieren.
Hierbei soll das Augenmerk auf
die Rollgeräusche gelegt werden, da diese in einem weiten Fahrgeschwindigkeitsbereich dominant sind.
Bei näherer Betrachtung der belästigenden Wirkung des Rollgeräusches, soll der Fokus nicht auf der Reduktion des
Rollgeräuschs an sich liegen, sondern
vielmehr auf der spektralen Änderung des von der Schiene abgestrahlten Schallleistungspegels zugunsten einer angenehmeren
Bewertung des Geräusches.
Es werden daher gezielt Parameter bei der Simulation von Rollgeräuschen variiert, um eine optimierte Schallabstrahlung zu
erarbeiten.
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| 17:20 |
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Vorschläge zur Neuausrichtung der AVV Baulärm im Hinblick auf die Immissionsbeurteilung der Bautätigkeiten beim Neu- und Umbau von Schienenverkehrswegen
Udo Lenz
[Abstract]
Beim Bau und der Erneuerung von Schienenverkehrswegen entstehen durch die erforderlichen Bautätigkeiten Schallemissionen, die in der Nachbarschaft zu entsprechenden Immissionen führen. Zur Beurteilung dieser Immissionen sind die Regelungen der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Baulärm von August 1970 heranzuziehen. Dort werden Immissionsrichtwerte definiert, deren Einhaltung heutzutage bereits im Rahmen der Genehmigungsverfahren für den Neu- und Umbau von Schienenverkehrswegen nachzuweisen ist. Die Erfahrung mit Immissionsprognosen zu den entsprechenden Bautätigkeiten zeigen, dass die Immissionsrichtwerte meist nicht einzuhalten sind. Da diesen Projekten dem öffentlichen Interesse dienen, ist grundsätzlich eine Überschreitung von Immissionsrichtwerten denkbar, führt aber im Genehmigungsprozess zu erheblichen Auflagen bei der Baudurchführung. Es stellt sich die Frage, ob die Regelungen der Baulärmverordnung noch zeitgemäß sind, da die tatsächliche Einhaltung der Immissionsrichtwerte letztlich die Bautätigkeiten erheblich behindern und möglicherweise sogar verhindern könnte. Insofern sind die Regelungen zu aktualisieren. Im geplanten Vortrag werden grundlegende Gedanken zu einer möglichen Aktualisierung zusammengestellt.
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| 17:40 |
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Nutzung von Programmierschnittstellen am Beispiel des passiven Schallschutzes nach der 24. BImSchV beim Neu- und Umbau von Schienenverkehrswegen
Lukas Böhm
[Abstract]
Die automatisierte Auswertung von Messungen, Verarbeitung von Daten oder Erstellung von Prognosen nimmt in der heuten Zeit einen immer größeren Stellenwert ein. Auch bei der Planung und Umsetzung von Projekten im Bereich Schienenverkehrstechnik ist eine händische Bearbeitung bei der Fülle an Daten und Anforderungen seitens der Auftraggeber und des Gesetzgebers nicht mehr wirtschaftlich. Gleichzeitig ist der Einkauf oder die Entwicklung von professionellen Softwarelösungen mit hohen Kosten und Zeitaufwand verbunden.
Als praktische und schnell erlernbare Lösung können Programmierschnittstellen herangezogen werden. Ziel des Vortrags ist es, Anwenderhinweise bei der Erstellung dieser Schnittstellen zu vermitteln. Kernpunkte wie Typing, Benennung von Variablen und Strukturierung des Codes (z. B. in VBA) sollen behandelt und anhand der internen Auswertesoftware ODipaS für passiven Schallschutz verdeutlicht werden.
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Organisation:
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| M. Jäcker-Cüppers, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) |
| C. Beckert, MLU Sachsen-Anhalt |
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| 8:40 |
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Flachstellen von Schienenfahrzeugen: Detektion und Vermeidung
Stefan Greuel
[Abstract]
Durch die Umrüstung der Güterwagen auf leise Verbundstoff-Sohlen sind die Schallemissionen der Güterzüge um ca. 10 dB(A) gesunken. Da die Wagen
nun ein geringeres Gesamtlärmniveau haben, treten andere akustische Auffälligkeiten eher hervor, die zuvor vom hohen Geräuschpegel der Bremsen
maskiert wurden. Das gilt insbesondere für Flachstellen, die als impulshafte Geräusche mit hohem Pegel wahrnehmbar sind.
Der Bremsweg eines Zuges ist abhängig von seiner Geschwindigkeit. Werden in einem Zugverband Bremssysteme mit LL-Sohlen oder K-Sohlen und
GG-Sohlen kombiniert, so kann es aufgrund der unterschiedlichen Bremskurven vermehrt zu einem Blockieren einzelner Radsätze kommen. Dies kann
zu einem Gleiten der Räder auf dem Gleis führen. Da die Räder aus einer weicheren Legierung als die Schiene bestehen, kann das Material der Räder
an der Stelle, an der das Rad über die Schiene gleitet, abnutzen und es können Radformfehler, sogenannte Flachstellen, entstehen.
Der Vortrag stellt den aktuellen Stand der Diskussionen zur Detektion von akustisch auffälligen Flachstellen und die Quantifizierung der Lästigkeit von
hörbaren Flachstellen sowie die rechtlichen Möglichkeiten zur Vermeidung von Flachstellen dar.
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| 9:00 |
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Quantifizierung der Flachstellenlästigkeit durch einen Pegelzuschlag
Manfred Liepert, Melissa Forstreuter, Christine Huth
[Abstract]
Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Umweltbundesamtes zum Thema ”Messung von Flachstellen und Ermittlung eines akustischen Instandhaltungskriteriums” wurden Hörversuche zur Quantifizierung der Lästigkeit einer Vorbeifahrt mit Flachstelle durchgeführt. Um den nötigen Pegelausgleich für die durch die Flachstelle verursachte Lästigkeit zu bestimmen, wurde auf eine Methode des pendelnden Einregelns zurückgegriffen. Hierzu wurde den Versuchspersonen jeweils ein Schallpaar bestehend aus einer Vorbeifahrt mit und ohne Flachstelle dargeboten. Durch eine Pegelanhebung bzw. -absenkung des Signals ohne Flachstelle konnten die Versuchspersonen die beiden Signale auf eine ”gleiche Lästigkeit” individuell einregeln. Es wird die resultierende Pegelanhebung dem Unterschied im A-bewerteten Maximalpegel des Signals mit und ohne Flachstelle gegenübergestellt und so ein möglicher Pegelzuschlag zum Ausgleich der Lästigkeit diskutiert.
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| 9:20 |
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Flachstellendetektion auf Basis einer Maxima-Analyse wahrnehmungsrelevanter Messgrößen
Christine Huth, Melissa Forstreuter, Manfred Liepert
[Abstract]
Radformfehler an Schienenfahrzeugen, wie beispielsweise abgeflachte Stelle am Rad, können sich für Anwohnende bei einer Zugvorbeifahrt teilweise als
sehr störende Geräusche erweisen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Umweltbundesamtes mit dem Titel ”Messung von Flachstellen und
Ermittlung eines akustischen Instandhaltungskriteriums” wurde ein Vorschlag zur Detektion und Bewertung von akustisch auffälligen Radformfehlern, wie
Flachstellen, erarbeitet. Um die Detektion auf Basis wahrnehmungsrelevanter Messgrößen umzusetzen, erfolgten zunächst Analysen verschiedener
Messgrößen von Zugvorbeifahrten mit und ohne hörbare Flachstelle. Hierfür wurden sowohl klassische akustische, wie auch psychoakustische
Messgrößen herangezogen. Darauf basierend wurde anhand der Maxima der auditiv relevanten Messgrößen eine Flachstellendetektion entwickelt. In
Abhängigkeit von den einbezogenen Analysegrößen wird die Trefferquote für eine korrekte Flachstellendetektion diskutiert.
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| 9:40 |
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Reduzierung der Laufgeräusche von Stadtbahnfahrzeugen durch gummigefederte Hybrid-Räder
Martin Fehndrich, Franz Murawa, Siegmund Wiecha
[Abstract]
Gummigefederte Hybridräder erfreuen sich beim Einsatz im öffentlichen Schienennahverkehr steigender
Beliebtheit.
Gewichtseinsparungen von bis zu 70 kg pro Rad führen zu geringeren Energieverbräuchen im Betrieb, ermöglichen
höhere
Zuladungen und senken infolge geringerer ungefederter Massen die Beanspruchungen an Fahrweg und Fahrzeug.
Gummigefederte Schienenräder bestehen aus einem inneren Radteil, bestehend aus Radkörper und Felgenring, der mit dem
äußeren Radreifen über federnde Gummielemente verbunden ist. Der auf der Schiene laufende Radreifen besteht aus besonders
verschleißfestem Stahl, während Radkörper und Felgenringe meist aufgrund der auftretenden Beanspruchungen aus
höherfesten Stählen gefertigt werden. Bei den Hybridrädern bestehen dagegen Radkörper und Felgenringe aus einer
geschmiedeten Aluminium-Knetlegierung, welche durch werkstoffgerechte Formgebung und besondere Fügeverfahren die gleiche
Lebenserwartung wie herkömmliche Stahlkomponenten aufweisen.
Für den Betriebseinsatz ist auch die Frage des Einflusses auf die Laufgeräusche durch den Einsatz von
gummigefederten
Hybridrädern mit den Aluminium-Komponenten wichtig. Hierzu fanden akustische Vergleichsmessungen an einem Gleis auf dem
Betriebshof der VGF-Zentralwerkstatt, Frankfurt/Main, statt. Verglichen wurden die Vorbeifahrtpegel regulärer Stadtbahn-
Fahrzeuge der Baureihe-U5 mit herkömmlichen gummigefederten Rädern der Bauart Bochum-84 und eines U5-Fahrzeuges, das
mit gummigefederten Hybridrädern ausgestattet ist, bei unterschiedlichen Vorbeifahrtgeschwindigkeiten.
Die hier vorgestellten Ergebnisse zweier Messkampagnen der Jahre 2019 und 2021 zeigen, dass die akustischen Pegel
des mit
Hybridrädern ausgerüsteten Fahrzeugs unter denen der Fahrzeuge mit herkömmlichen Stahlrädern liegen.
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| 10:20 |
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Risserkennung und Schadensdetektion an Eisenbahnradreifen
Robin Pianowski, Robert Kamenzky, Peter Blaschke
[Abstract]
Die vorgestellte Arbeit beschreibt eine akustische, zerstörungsfreie Methode zur Detektion von Radreifenrissen. Über eine Transferpfadanalyse (TPA) wird auf die Schallabstrahlung des einzelnen Rades rückberechnet. Mit der synthetisierten Schallabstrahlung wird mittels des akustischen Resonanztests (ART) während der Überfahrt des Zuges über eine Messstelle die Rissidentifikation durchgeführt. Risse in Radreifen der Bahn verändern die strukturellen Eigenschaften der Komponente. Die Rissufer bilden innerhalb des Radreifens eine Fügestelle, an der kinetische Energie bei strukturdynamischen Bewegungen aufgrund von Reibung in Wärme dissipiert wird. Wird ein intakter und ein rissbehafteter Radreifen spektral verglichen, so müssen sich Unterschiede in ihren modalen Eigenschaften feststellen lassen. Basis der Risserkennung ist die Analyse des Radreifen-Schallspektrums. Dieses kann mit der Transferpfadanalyse (TPA) und -synthese (TPS) aus der Überfahrt des Zuges über eine Messstelle in der Schiene für jedes einzelne Rad extrahiert werden.
Die Herausforderungen der Verkehrswende erzwingen einen Ausbau des Personen- und Güterverkehrs auf der Schiene. Eine in situ Risserkennung während des Betriebs kann hierzu einen entscheidenden Beitrag zur Kapazitätserhöhung und Sicherheit des Schienenverkehrs liefern. Der Vortrag präsentiert die Fortschritte und Erkenntnisse der Arbeit.
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| 10:40 |
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Untersuchung eines Messverfahrens für das Vorbeifahrtgeräusch von Güterwagen basierend auf der Transferpfadanalyse und -synthese
Robert Kamenzky, Robin Pianowski, Peter Blaschke
[Abstract]
In dieser Arbeit wird der Versuchsaufbau für die Untersuchung einer neuartigen Methode zur Lärmemissionsmessung vorbeifahrender Güterzüge allein aus dem Schwingungssignal nahe des Rad-Schiene-Kontaktes vorgestellt. Sie ist unempfindlich gegen Störeinflüsse und erlaubt eine eindeutige Zuordnung von Schallemissionen zu den einzelnen Radsätzen. Im Zuge des seit Dezember 2020 geltenden Schienenlärmschutzgesetzes gibt es Bedarf für ein System zur radgenauen Lärmmessung und Kontrolle von Güterzügen. Mikrofonmessungen an der Bahnstrecke sind dazu ungeeignet, da das Mikrofonsignal von Umgebungsgeräuschen überlagert werden kann, gemessene Lärmpegel stark von den Umgebungsbedingungen abhängen und somit keine hinreichende Bestimmung des Lärmemittenten und der genauen Pegelüberschreitung möglich ist. Die Methode basiert auf der Modellierung des Rad-Schiene-Systems durch eine Transferpfadanalyse. Die Anregung durch das rollende Zugrad wird dann von einem Beschleunigungssensoren an der Schiene gemessen und mittels des Transferpfadmodells zu einem äquivalenten Schalldruckpegel synthetisiert.
Der vorgestellten Versuchsaufbau besteht aus einem Rad-Schiene-Modell im Labormaßstab und erlaubt die Untersuchung optimaler Methoden für die Erstellung des Transferpfadmodells und die Quantifizierung von Stör- und Einflussgrößen. In ersten Versuchen konnten gute Übereinstimmungen von synthetisierten Lärmpegeln zu Referenzmessungen mit Mikrofonen gezeigt werden. Der Versuchsaufbau sowie die Ergebnisse der Labormessungen werden in dieser Arbeit vorgestellt und mögliche Limitierungen des Messaufbaus und der Methode diskutiert.
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Organisation:
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| M. Jäcker-Cüppers, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) |
| C. Beckert, MLU Sachsen-Anhalt |
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| 14:00 |
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Untersuchung Schienenschleifen
Stefan Gombots, Michael Ostermann, Thomas Hauser, Hanno Töll, Patrick Suppin
[Abstract]
Die (akustische) Rauheit der Radlauffläche und der Schienenoberfläche regen beim Rollvorgang des Rades auf der Schiene die Schiene und das Rad zu Schwingungen an und bedingen die Entstehung des Rollgeräusches. Diese Schwingungen werden in weiterer Folge von Fahrzeug und Gleis als Luftschall abgestrahlt und als Teil des Gesamtgeräusches wahrgenommen. Zur Reduktion der Rauheit und damit auch der Geräuschemission können Schleifverfahren eingesetzt werden. Im Zuge der vorliegenden Untersuchung ist die Auswirkung von Schienenschleifen mit rotierenden Schleiftöpfen - speziell auf die akustische Schienenrauheit - untersucht worden. Hierzu sind die Schallemissionen an einem Messquerschnitt im Netz der Wiener Linien GmbH & Co KG entsprechend ISO 3095 bestimmt worden. Zudem wurde die Schienenrauheit und Gleisabklingrate im Messquerschnitt gemessen. Der Einfluss der Radrauheit auf die Schallemissionen ist nicht betrachtet worden, wobei Züge aufgrund des fahrplanmäßigen Wagenumlaufs den Messquerschnitt wiederholt passierten. Messungen haben sowohl vor dem Schleifen, unmittelbar nach dem Schleifen und drei Wochen nach dem Schleifen (”Einfahren”) stattgefunden. Im Beitrag wird auf die Korrelation zwischen den einzelnen Wellenlängenbändern der Schienenrauheit und Terzpegeln der Schallemission im Detail eingegangen sowie die Auswirkung des Schienenschleifens auf die einzelnen Wellenlängenbänder durch das Einfahren besprochen.
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| 14:20 |
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Vergleich von Messdaten und Finite-Differenzen-Simulation zur Bestimmung der Abklingrate an Schienen
Katja Stampka, Vincent Radmann, Ina Richter, Ennes Sarradj
[Abstract]
Zur akustischen Charakterisierung von Gleisen wird häufig die Abklingrate der Schiene betrachtet. Da das Messen der Abklingrate nach DIN EN 15461 sehr zeitaufwendig ist, ist es von Vorteil diese durch Simulationen zu bestimmen. Problematisch hierbei ist, dass Gleisparameter oft nicht oder unzureichend bekannt sind. So sind zum Beispiel die Steifigkeit und die Dämpfung des Schotterbettes kaum bestimmbar. Auch die Steifigkeiten der Gleiszwischenlagen im eingebauten Zustand können nur grob abgeschätzt werden. Daher stimmen die Ergebnisse der Simulationen oft nicht gut mit den Messdaten überein und die Eingangsparameter müssen an eine Zielgröße, z.B. die Punkteingangsimpedanz, angepasst werden, um genauere Ergebnisse zu erzielen.
Um dies zu umgehen, wird ein Messverfahren genutzt, bei welchem über den Schwellen des Gleises die Punkteingangsimpedanz des gesamten Oberbaus gemessen wird, um daraus die unbekannten/unscharfen Parameter besser abschätzen zu können.
Mit den so gewonnenen Daten kann dann die Gleisabklingrate mit einem neuen numerischen Verfahren im Zeitbereich basierend auf der Finite-Differenzen-Methode (FDM) unter Berücksichtigung der meßtechnisch angenäherten unscharfen Parameter simuliert werden. Dafür wird die Fuzzy Arithmetic auf das FDM-Verfahren angewendet, wodurch eine Art Vertrauensintervall für die simulierte Abklingrate angegeben werden kann. Diese Ergebnisse werden anschließend mit gemessenen Gleisabklingraten verglichen und diskutiert.
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| 14:40 |
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Schienendämpfer auf Gleisen mit Erschütterungsschutz
Christoph Gramowski
[Abstract]
Im Rahmen eines nationalen Forschungsprojektes zu gleisseitiger Schallminderung wurde auch die Kombination verschiedener Minderungsmaßnahmen geprüft um u. a. die akustische Wirkung zu quantifizieren. Dazu sind normgerechte Schallmessungen nach DIN EN ISO 3095 bei Vorbeifahrten verschiedener Zugarten durchgeführt worden. Auch die Randbedingungen wie Schienenrauheit und Gleis-Abklingrate sind ermittelt worden.
Eine dieser Kombination ist die Anwendung von Schienenstegdämpfern auf Gleisen, die durch Schwellenbesohlung und elastische Schienenstützpunkten zur Minderung von Erschütterungen optimiert sind. Die hier verwendete Schienendämpfer-Bauart VICON AMSA 60 FSV wird bisher auf Standart-Oberbau, auch im Bereich der DB Netz, seriell eingesetzt. Es ist nachgewiesen, dass so eine Schallminderung erreicht wird, die den Anforderungen des DBS 918 290 und damit auch der Schall03 entspricht. Es stellte sich jedoch die Frage, wie hoch die Schallminderung auf dem erschütterungs-optimierten Gleis ausfällt, um auch diese Kombination nach Schall03 praktisch umsetzen zu können.
Die Messungen haben gezeigt, dass die Schallminderung durch die Schienendämpfer weiter erhöht wird. Sie wird in 7.5 m Abstand in dem Bereich zwischen 3.2 dB bei Güterzügen (90 km/h) bis zu 4.0 dB bei RegionalExpress-Zügen (150 km/h) ermittelt.
So ist eine praktisch verfügbare und zugelassene Oberbau-Schienendämpfer-Kombination erstellt worden, die nachweislich zu einer Minderung der Erschütterungen als auch des Rollgeräusches führt.
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| 15:20 |
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Anmerkungen zur Überarbeitung der DIN EN 15461 – Bestimmung der Gleisabklingrate (TDR)
Helmut Venghaus, Christoph Eichenlaub
[Abstract]
In bestimmten Zeitintervallen stehen die Überarbeitungen von Normen an, um sie auf dem Stand der Technik zu halten und somit neue Erkenntnisse aus
Wissenschaft und Technik einfliessen zu lassen oder aber technische oder inhaltliche Beschreibungen innerhalb der Norm verbessern zu können. Dieses steht in naher Zukunft für die DIN EN 15461 an. Sie beschreibt ein vereinfachtes Verfahren, nach dem die Gleisabklingrate einer Schiene
messtechnisch ermittelt werden kann. Daraus kann der Anteil der Schienen an der gesamten Schallemission eines fahrenden Zuges geschätzt werden.
Während die Einführung der DIN EN 15461 zu Beginn eher darauf abzielte, die Gleisabschnitte für schalltechnische Abnahmemessungen im Sinne der
DIN EN ISO 3095 vergleichbar zu machen, wird die DIN EN 15461 heute sehr häufig angewandt, um Veränderungen am Gleis selbst in Bezug zur
gesamten Schallemission zu setzen, um damit in begrenzten Streckenabschnitten (z.B. im Bereich von Dauermessstationen) die Veränderungen der
Schallemissionen präziser analysieren zu können. Dieser Beitrag soll einige der wesentlichen Schwierigkeiten bei der Erhebung der Messdaten zur Bestimmung der Gleisabklingrate beleuchten und
Vorschläge zu technischen und logistischen Verbesserungen präsentieren.
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| 15:40 |
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Bemessung der Dynamik von Masse-Feder-Systemen
Alexander Martha
[Abstract]
Um die aus dem Bahnbetrieb resultierenden Erschütterungen und Körperschallimmissionen in Anliegergebäuden auf ein zulässiges Maß zu reduzieren, werden aufwendige Entkopplungsmaßnahmen geplant. Eine wirksame Maßnahme ist der Einsatz von Masse-Feder-Systemen. Die Konstruktionen müssen sicherstellen, dass bereichsweise verschiedene Soll-Abstimmfrequenzen der Systeme eingehalten werden. Abhängig von der Größe der zu planenden Systeme werden sowohl Gesamtübersichten der zu planenden Bereiche dynamisch nachgewiesen als auch Freischnittbetrachtungen durchgeführt. Im geplanten Vortrag soll die Berechnungs- und Nachweismethodik unter Nennung der zu berücksichtigenden Richtlinien und Randbedingungen anhand von Beispielen erläutert werden. Es wird detailliert auf die Modellerzeugung mit modernen 3D-FEM-Werkzeugen und die daraus resultierende Ergebnisableitung eingegangen.
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| 16:00 |
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Using track-elasticity for noise mitigation on low-vibration track
Jannik Theyssen, Astrid Pieringer, Wolfgang Kropp
[Abstract]
Slab-track technology is increasingly being used to build high-speed railway lines around the world.
In slab tracks, a reinforced concrete slab replaces the supporting function of traditional ballast and sleepers.
The expanding use is attributed in part to their lower maintenance, compact construction, and potential for efficient ground-borne vibration isolation.
Rolling noise on slab tracks, on the other hand, often has higher levels of noise radiation than ballasted rails.
There appears to be a conflict between ground-borne vibration and noise: the stiffness of the rail support influences whether vibrational energy is transmitted into the ground, causing ground-borne vibrations, or remains in the rail, causing increased noise emission.
In this study, a slab track construction type known as low-vibration track is modified so that both low vibrations and low noise radiation can be obtained without sacrificing performance.
This is accomplished by tuning the elasticities surrounding the booted sleeper to give low support stiffness at low frequencies and high stiffness in the range where the rail has a high radiation efficiency.
The effect of the different stiffnesses on the noise emitted by the rail and track is simulated and compared to pass-by measurements by SBB on a comparable track.
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Sitzungsleitung:
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| S. Retka, Hochschule für angew. Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt |
| J. Prager, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) |
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| 17:00 |
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Detektion von Nichtlinearität in Holz-Stahl-Verbindungen
Bettina Chocholaty, Nicolaas Bernardus Roozen, Steffen Marburg
[Abstract]
Deckenelemente bestehend aus einem Verbund von Stahl und Holz bieten eine nachhaltige Alternative bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit zur vorherrschenden Massivbauweise. Um die verwendeten Rohstoffe nach dem Ende des Lebenszyklus der Decke effizienter trennen und recyceln zu können, werden zum Zusammenfügen der Deckenkomponenten Schraubenverbindungen genutzt. Diese Verbindungen können jedoch zu Nichtlinearität im Schwingungsverhalten der Struktur führen, weshalb im Rahmen dieser Arbeit experimentelle Untersuchungen an Holz-Stahl-Verbindungen durchgeführt werden. Die Betrachtungen fokussieren sich dabei auf Nichtlinearitäten im Zusammenhang mit der Abhängigkeit der Strukturantwort von der aufgebrachten Lastamplitude sowie dem Auftreten höherer Harmonischer in der Strukturantwort. Die durchgeführten Messungen zeigen nur in vereinzelten Fällen eine Lastamplitudenabhängigkeit, jedoch gleichzeitig des Öfteren Anteile höherer Harmonischer. Verschiedene Einflüsse auf die Entstehung dieser teilweise vorhandenen Nichtlinearität werden ebenfalls identifiziert.
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| 17:20 |
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Objektives Messverfahren zur Sitzkomfortcharakterisierung von Economy-Class Flugzeugsitzen
Yannick Hoven, Patrick Cordes, Kay Kochan
[Abstract]
Effiziente Flugzeugtriebwerke mit erhöhtem Bypass-Ratio und zukünftige verteilte elektrische und hybridelektrische Triebwerke können durch Drehzahl induzierte Vibrationen zu niedrigfrequenten Schwingungen des Kabinenbodens führen. Hierdurch rückt der dynamische Sitzkomfort als Qualitätsmerkmal zunehmend in den Fokus. Der Sitzkomfort wird maßgeblich über die Eigenschaften des Passagiersitzes bestimmt. Um im Vorfeld des Einbaus eine Aussage zur Güte des Sitzkomforts von Sitzen treffen zu können, müssen dessen Eigenschaften charakterisiert werden. Bisher wurden hierfür aufwändige und teure Probandentests durchgeführt. Zusätzlich ist aufgrund der Vibrationsquellen im Flugzeug der Frequenzbereich oberhalb von 20Hz von Interesse, wo viele bisherige Untersuchungen keine Daten lieferten.
Innerhalb eines Forschungsprojekts wurde ein objektives Messverfahren zur Charakterisierung von Economy-Class Sitzreihen entwickelt. Hierfür wurde eine typische Sitzreihe auf einer frei hängenden Unterkonstruktion befestigt und angeregt. Ein entwickelter Dummy zur Abbildung des Passagiereinflusses erfasst die Beschleunigungen an der Sitzposition. Hierdurch wird die Untersuchung des Sitzreiheneinfluss auf die beim Passagier ankommenden Vibrationen möglich. Die Charakterisierung der Sitzeigenschaften erfolgt anhand von Transferfunktionen. Der Vergleich der messtechnischen Untersuchung mit beim Projektpartner durchgeführten Probandentest gibt Anhaltspunkte, in welchen Frequenzbereichen eine Anpassung des Schwingungsverhaltens der Sitzreihe empfehlenswert ist.
Das entwickelte Messverfahren hat das Potential die Vorentwicklung und Auswahl von Sitzreihen im Hinblick auf den Sitzkomfort zu unterstützen und Entwicklungskosten zu sparen.
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| 17:40 |
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Simulation des Anregungsverhaltens von Zahnradgetrieben
Andreas Beinstingel, Sebastian Schabert, Michael Heider, Burkhard Pinnekamp, Steffen Marburg
[Abstract]
Bereits in der frühen Entwicklungsphase von Zahnradgetrieben nimmt die Untersuchung des Schwingungs- und Geräuschverhaltens eine zentrale Rolle ein. Dabei stellen die wechselnden Kontaktverhältnisse bei der Kraftübertragung die maßgebliche Anregungsquelle dar. Eine effiziente und möglichst genaue Abbildung des Zahneingriffs bestimmt daher zunächst die Qualität der Simulation. Der anschließende Transport des erzwungenen Körperschalls zur Gehäuseoberfläche wird zusätzlich durch die Wechselwirkungen zwischen Verzahnung, Welle, Lager und Gehäuse beeinflusst. Allerdings steigt die Kenntnis über die genannten Bauteile und deren Eigenschaften meist erst im Laufe der Produktentwicklung an. Aus diesem Grund ist eine effiziente und vertrauenswürdige Abschätzung des grundsätzlichen Schwingungsverhaltens bereits im frühen Entwicklungsstadium vorteilhaft. Der Modellierung der schwankenden Steifigkeitsverhältnisse im Zahnkontakt kommt hierbei besondere Bedeutung zu. In diesem Vortrag werden verschiedene Techniken vorgestellt.
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| 18:00 |
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Untersuchung des Schwingungsverhaltens einer Violinendecke und eines Violinenbodens
Özge Akar, Kai Willner
[Abstract]
Die Violine ist aus akustischer und strukturdynamischer Sicht eine sehr facettenreiche Struktur, da viele verschiedene physikalische Effekte in einem System vereint werden. Bei diesen Effekten handelt es sich um die durch die Unsicherheiten in Naturmaterialien bedingten Nichtlinearitäten, geometrische Nichtlinearitäten, viele Fügestellen sowie Klangabstrahlung. Aus diesem Grund wird dieses Instrument als Grundlage für die vorliegende Arbeit verwendet. Die strukturdynamische sowie akustische Untersuchung der Violine beginnt mit der Finite-Elemente-Modellierung einer Violinensaite, welche die charakteristische Helmholtz-Bewegung einer realen Saite abbildet. Anschließend folgt die Modalanalyse des Rohmaterials zur inversen Parameteridentifikation, aus dem im späteren Schritt die Violinenplatten gefertigt werden. Die identifizierten Parameter liefern die Materialparameter für die Geigenplatten in den dazugehörigen Finite-Elemente-Modellen, welche auf 3D-Scans der echten Violinenteile basieren. Die modalen Parameter von Violinendecke und -boden werden in einer experimentellen Modalanalyse bestimmt und mit den numerisch ermittelten Eigenfrequenzen und Eigenformen verglichen. In späteren Schritten sollen diese Untersuchungen an den gekoppelten Komponenten schrittweise durchgeführt werden und schließlich die Geige als Ganzes strukturdynamisch analysiert werden. Die Saitenschwingung kann im Rahmen der Finite-Elemente-Modellierung ebenfalls an die fertige Violine gekoppelt werden, worauf basierend akustische Untersuchungen durchgeführt werden können.
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Sitzungsleitung:
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| M.E. Altinsoy, CeTI, Professur für Akustik und Haptik, TU Dresden |
| S. Merchel, TU Dresden, Professur für Akustik und Haptik |
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| 14:00 |
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Zeichentheoretische Grundlagen zur Gestaltung einer lebenswerten akustischen Umwelt
Friedrich Blutner, Stephan Kronmüller, Benita Martin
[Abstract]
Auf Basis des von Charles S. Peirce begründeten triadischen Zeichenbegriffs wird eine Analyse-Synthese-
Strategie zur
akustischen Gestaltung entwickelt. Dazu wird der Begriff des Synoptischen Feldes eingeführt und eine
formale Struktur erörtert, die
auf der Peirce’schen Unterscheidung von Erstheit, Zweitheit und Drittheit basiert. Die Akustik bietet ein ideales Anwendungsfeld für solche Semiose-Anwendungen, die auf einem
Schichtenmodell beruhen und
neben analytischen psychoakustischen Parametern auch holistische oder integrale
Wahrnehmungsbeurteilungen (”Qualia”, unter
Berücksichtigung von Emotion, Akzeptanz und individueller Beurteilung) einbeziehen. Das wird an noch nicht
veröffentlichten
Beispielen illustriert, die inzwischen weltweit vermarktet wurden. Es wird dann gezeigt, dass die in über 450 Anwendungsprojekten empirisch entwickelte Methodik für die
akustische Gestaltung ein
Semiose-Schalenmodell nach Peirce repräsentiert, welches das Zusammenspiel von Engineering und
Künstlertum als
ausbalanciertes System exogener und endogener Prozesse beschreibt. Leitender Gesichtspunkt ist dabei
die Lust am Gestalten.
Hier bieten sich nun überraschende Bezüge der Zeichenlehre zur Neurophysiologie der ventralen, dorsalen
und limbischen Pfade
im Gehirn. Inneres Erleben (Subjektbezug, Drittheit) und äußere Reizgrößen (Objektbezug, Zweitheit)
werden Teil des triadischen
Schemas.
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| 14:20 |
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Hörbar gut: Hörstrategien und Hörperspektiven im 3D- Audioraum
Stephan Kronmüller, Friedrich Blutner, Benita Martin
[Abstract]
Wie entsteht das gute Gefühl beim Hören und wie beeinflußt dieses Gefühl unsere Wahrnehmungs- und Erlebenswelten im
akustischen Raum? Was ist dabei objektiv messbar und was entzieht sich einer solchen Analyse? Ist Subjektivität ein zu
elimierender Restfehler oder ein Schlüsselelement jeder kreativen Gestaltung? In realen komplexen räumlichen Umgebungen mit vielen Schallquellen, Raumreflexionen und Störmustern ist unser Gehör
besonders gefordert. Hier spielen endogene und exogene Prozesse der Aufmerksamkeitslenkung eine zentrale Rolle, die ihre
Leistungskraft erst in ihrem harmonischen Zusammenspiel entfalten können. Die Zeichentheorie von Peirce bietet dafür eine geeignete und vollständige Plattform. Dazu wurde ein bidirektionales Modell
entwickelt, dass endogene und exogene Prozesse mit Hilfe von Analyse-Synthese-Schleifen für die räumliche Lokalisation (Wo-
Bahn), Muster-und Objekterkennung (Was-Bahn) und Qualia-Wahrnehmung (Wie-Bahn) beschreibt. An praktischen Beispielen wird schließlich gezeigt, welchen entscheidenden Einfluß das harmonische Zusammenspiel der
exogenen und endogenen Komponenten auf die Erlebensqualitäten im 3D-Audioraum haben. Ein erstes Beispiel betrifft den
Einfluß des Raumes selbst auf das hier stattfindende Erleben. Ein zweites Beispiel betrifft die die Verknüpfung mehrerer Räume zu
einem akustischen Ökosystem und ein drittes Beispiel betrifft die Präsentation einer Hightech-Carbongeige im akustischen
Ökosystem.
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| 14:40 |
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ADA-Dimensionsmalerei und 3D-Hörerleben - eine Symbiose zur Schulung der Sinne und Synthese des Erlebens
Benita Martin, Stephan Kronmüller, Friedrich Blutner
[Abstract]
Die Symbiose von 3D-Seh- und Hörerereignissen bietet ein neues Feld für die nachhaltige Gestaltung menschlicher Lebens- und
Erlebensräume. Auf Grundlage eines multisensuellen Semiose-Modells werden dabei endogene und exogene
Entspannungstechniken mit 3D-Erlebnis- und Belohnungsstrategien verknüpft. Diese Synthese des Erlebens führt zu einer
Potenzierung der Teileffekte der verschiedenen Sinneskanäle. Nach einer kurzen Einführung in die physikalischen Grundlagen der patentierten ADA-Dimensionsmalerei wird der medizinische
Hintergrund einschließlich der neuropsychologischen Aspekte erörtert. Darauf aufbauend wird das Programm zur Schulung der
Sinne erörtert, das Erlebens- und Belohnungsaspekte von Sehen, Hören und anderen Sinneskanälen in einer einzigartigen
Synthese zusammenführt. Techniken der ADA-Dimensionsmalerei (Originalwerke, Print auf Papier, Aludibond, Leinwand, Beton,
Holz, Stoff u.v.a.) werden dabei mit modernen 3D-Audio-Systemen (3D-Audio-Einzelräume und komplette akustische Ökosysteme)
zusammengeführt. Abschließend werden nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten im Hinblick auf Effizienz, Klimaneutralität und Nachhaltigkeit vorgestellt
und anhand konkreter Anwendungsbeispiele diskutiert. Das betrifft beispielsweise Einsatzmöglichkeiten in der Wellnesbranche,
dem Bildungssektor, dem Reha-Bereich und Health Care, Long Covid-Behandlungen u.v.a.
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Sitzungsleitung:
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| A. Fiebig, TU Berlin, Fachgebiet Technische Akustik |
| M. Haverkamp, Independent Scientist |
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| 9:00 |
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Die urbane akustische Umgebung durch Zeit und Raum - Eine Analyse der SALVE Studie
Timo Haselhoff, Tobias Braun, Jonas Hornberg, Bryce Lawrence, Susanne Moebus
[Abstract]
Die urbane akustische Umgebung spielt eine unterschätzte Rolle im alltäglichen Leben der städtischen Bevölkerung. Sie enthält eine Menge an Informationen über Stadt, Verkehr oder Biodiversität und in Form von Lärm beeinflusst sie die Gesundheit der Menschen. Aber obwohl die urbane Geräuschkulisse unzählige Informationen bietet und seit vielen Jahren in geeigneter Weise aufgenommen und wiedergegeben werden kann, fehlen Analysen, die ihre Komplexität abbilden. Wir verwenden Daten von Mai 2019 bis März 2020 des längsschnittlichen Audiodatensatzes der SALVE Studie, um die urbane akustische Umwelt systematisch zu charakterisieren. Seit 2019 werden hier mittels ”Wildlife Acoustics SM4 Acoustic Recorder” 2-mal stündlich drei Minuten an 23 zufällig ausgewählten Orten in Bochum akustisch aufgezeichnet. Die vorliegende Analyse umfasst ca. eine Mio. Minuten. Unter Betrachtung der Entropie des Signals und der Varianz innerhalb der verschiedener Frequenz-Bins wurde die Klassenbreite des Frequenzspektrums bestimmt, um damit die Frequenz-Dynamik der Signale und deren Verlauf über neun verschiedene Landnutzungstypen zu analysieren. Dabei konnten sowohl klare tageszeitliche als auch saisonale Strukturen ermittelt werden. Zudem wurden die resultierenden Frequenzspektren über die Zeit korreliert, um so zu zeigen, welche Frequenzen in der urbanen Geräuschkulisse gleichzeitig besetzt sind. Je nach Landnutzungstyp ergeben sich unterschiedliche Muster, die künftig einen Rückschluss auf die vorhandenen Geräuschquellen ermöglichen könnten.
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| 9:20 |
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Beurteilung der Klanglandschaften im Umfeld eines Windparks
Sebastian Mellert, Dagmar Rokita, Friedrich Ueberle
[Abstract]
Das Projekt ”Open Citizen Soundwalks” an der HAW Hamburg beschäftigt sich mit der Entwicklung einer realistischen virtuellen Welt, die über unterschiedliche Plattformen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Als erster Schritt wird hierfür der Windpark Curslack in Hamburg mit der umgebenden Bebauung und Vegetation auf Grundlage von freizugänglichen Daten aus Geoinformationssystemen (GIS) rekonstruiert und die Klanglandschaft sowohl aus Aufnahmen als auch durch Simulation nachgebildet. Neben diesen Arbeiten wurden im Herbst 2021 Soundwalks im Umfeld des Windparks durchgeführt, um eine besseres Verständnis für die vorhandenen Klanglandschaften zu entwickeln. Der für diesen Zweck konzipierte Soundwalk führt aus einem in der Entstehung befindlichen Wohngebiet entlang der angrenzenden größeren Verkehrsweg in den Windpark und von dort weiter in eine nahegelegene Siedlung für wohnungslose und zugewanderte Menschen. Entlang dieser Strecke wurden die Erfahrungen und Wahrnehmungen der Teilnehmer an 10 Beobachtungspunkten mit einem Fragebogen, der in Anlehnung an die DIN ISO/TS 12913-2 erstellt wurde, erhoben. Die Auswertung dieser Soundwalks liefert Hinweise auf die Charakteristiken der unterschiedlichen Klanglandschaften und trägt so zur realistischen Umsetzung der virtuellen Klanglandschaften bei. Zusätzlich ermöglicht diese Studie eine Auswertung bezüglich der Einstellung der Teilnehmer gegenüber der Windenergie und deren Wahrnehmung der Klanglandschaften vor allem im Windpark und dessen direkter Umgebung.
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| 9:40 |
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Unfolding urban vocabularies - Audio-visual description of public spaces
Josep Llorca-Bofí, Ceren Sezer, Jonas Heck, Michael Vorländer
[Abstract]
Urban planners and architects present their designs as the best solution for open public demands. However, there is a significant gap between the promises of designers and how the public space is perceived, especially when including urban sound features. Even at a low level of detail, the interest for what people judge in such spaces is of a great interest for the architects. This presentation unfolds auditory-visual vocabularies that people used when evaluating the neighbourhood park and shopping center of the Driescher Hof neighbourhood in Aachen. We propose a method that uses individual vocabulary to describe the individual perception of a situation/space. We expect this to be a great advantage, as perception may vary from individual to individual, yet it promises to filter out/extract a ”common sense” vocabulary. The presentation shows how the method was applied, the recording and reproduction techniques used, and the relations between the vocabularies and urban design features.
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| 10:20 |
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The influence of memories on soundscape perception responses
Margret Sibylle Engel, Maria Luiza De Ulhôa Carvalho, William J. Davies
[Abstract]
In recent years, it became more evident that the physical environment cannot characterize the sonic built environment without considering subjects’ opinions,
preferences, and expectations while using the urban space. Due to these reasons, an increase of the investigations on soundscape studies related to
cognitive aspects such as the emotional dimension and recognition of sound marks was observed. Few studies verified the influence of memories on
soundscape perception. This work aims to characterize the effect of memories on perception responses according to different context configurations, such as
functionality, seasonality and the socio-cultural dimensions of the soundscape perception data collected in Aachen - Germany and Goiânia - Brazil. The
classification of memory types and their stages followed those suggested by Atkinson & Shiffrin (1968). The statistical analysis was a Two-Step Cluster
Analysis that helps form the user’s profile for each identified cluster. With the identifications of how memories relate to the soundscape experience, the
specified preferences can indicate and enhance urban design for better living.
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| 10:40 |
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Retesting of Soundscape Field Studies in A Multimodel Measurement Laboratory Setting
Özlem Gök Tokgöz, M. Ercan Altinsoy
[Abstract]
Environmental noise is one of the main sources of discomfort for people. In this situation, designing pleasant environments is
the main subject of the
soundscape approach. In soundscape research, it is important to deal with the descriptors and indicators of the acoustic
environment with the perception
and evaluation of the relevant people. Perceptions of people are taken into account through surveys and interviews conducted
in field studies. In this
study, it is aimed to simulate the soundscape studies carried out in the field area in the laboratory environment. For this
purpose, audio and video
recordings were taken in the field and field survey were carried out. The video and sound recordings taken were re-prepared
for the Multi-Model
Measurement Laboratory (MMM Lab) at the Dresden University of Technology. The field survey conducted in the urban area
was repeated with
participant groups in the laboratory environment. As a result of the study, it was evaluated whether soundscape studies could
be simulated in the
laboratory environment, considering the change in human perception.
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Organisation:
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| J. Fels, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
| J. Balint, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
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| 11:00 |
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The influence of affective voice on sound distance perception
Leon Kroczek, Sarah Rosskopf, Felix Stärz, Matthias Blau, Steven Van De Par, Andreas Mühlberger
[Abstract]
Emotions bias perception. Previous studies have mostly investigated perceptual biases in the visual domain, while the impact of emotions on perception in the auditory domain remains less clear. The goal of the present study was to investigate the influence of affective voice on sound distance perception in Virtual Reality. During the experiment, participants wore a head mounted display on which a virtual classroom was visually rendered. Sound stimuli (words) were played from four real loudspeakers located at distinct, frontal positions in the laboratory (unseen by the participants). Participants had to place a virtual agent or a virtual loudspeaker at the perceived location of the sound source. As experimental manipulation, word stimuli were spoken either with an angry or neutral voice, and presented at two different sound levels. Distances between participants and the estimated sound locations as well as distances between the estimated location and the actual loudspeaker position were measured as dependent variables. We hypothesized that angry voices are placed closer to the participants than neutral voices and that this effect is more pronounced when distance estimates are given for human agents in comparison to loudspeakers.
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Organisation:
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| J. Fels, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
| J. Balint, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
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| 8:40 |
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The methodology matrix to investigate evaluation methods in auditory cognition in interactive virtual environments
Jamilla Balint, Alexander Raake, Janina Fels
[Abstract]
This work establishes the methodological basis to investigate quality evaluation methods in terms of ”auditory-cognition research validation” and ”auditory-cognition-centric VR evaluation” within the interdisciplinary priority program DFG SPP2236 AUDICTIVE (AUDItory CogniTion in Interactive Virtual Environments). Across the different projects in the program, we identified potential dependent and independent variables influencing auditory cognition in IVEs and potential covariates. Subsequently, a methodology matrix was generated related to independent variables (scene classification, VR-technology, user groups) and dependent variables (cognitive performance, behaviour, physiological measures, subjective evaluation). By collecting the information via the methodology matrix from all projects in the program, we systematically categorize the research paradigms, data collection methods, realization of the virtual environments, and the methods to evaluate quality, as a first step towards developing a comprehensive database, targeting an Open Science approach. Results indicate that (i) the subjective evaluation method is a common variable across projects, that (ii) the available VR- (or AR-, MR-) technology used within the projects is highly diverse and provides a versatile quality evaluation environment from a technological point of view, and that (iii) a vocabulary for scene description has to be established across projects and disciplines, in order to set the basis for a common ground.
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| 9:00 |
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Exploring Factors Influencing Audiovisual Plausibility and Co-Presence in Multi-Modal VR Communication
Felix Immohr, Gareth Rendle, Erik Hübner, Annika Neidhardt, Luljeta Sinani, Bernd Fröhlich, Alexander Raake
[Abstract]
The APlausE-MR project aims to gain a robust understanding of the factors influencing the audiovisual plausibility of shared experiences and communication in multi-party mixed reality environments. In this context, a study was conducted to elicit factors which contribute to the concept of plausibility. Building on previous work from the literature, we analyze communication behavior and evaluate the effect of spatial vs. non-spatial audio on plausibility and co-presence in a virtual face-to-face task in multi-modal IVEs and compare it to face-to-face communication in the real world. The study involves dyads completing an interactive conversation task with a shared visual reference to encourage gestural and verbal communication. The study task is carried out in three conditions: face-to-face, embodied VR with simple monaural audio reproduction, and embodied VR with position-dynamic binaural synthesis. This contribution presents results of the study based on questionnaires as well as behavioral and conversation analysis.
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| 9:20 |
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Calibration of an acoustic virtual environment for plausible distance perception
Daniel Neudek, Benjamin Stodt, Stephan Getzmann, Rainer Martin
[Abstract]
An acoustic virtual environment (AVE) may be used to study the perception of audio sources at different positions in a simulated room. To this end, the geometry and acoustic properties of the room have to be taken into account to create a plausible spatial listening experience. In our project as part of the SPP 2236 Audictive, we are interested in perceptual and attentional processes within real and virtual 3D spaces, especially distance perception of sound sources in reverberant rooms. Within the AVE, we aim to generate a plausible acoustic reproduction of robots in a reference shoe-box room. The used AVE (Gergen et al., 2012) takes early reflections via the mirror-source model into account and employs a statistical model for the generation of late reverberation. In this contribution, we will present insights into the calibration of the AVE for distance perception experiments. We employ recorded and simulated binaural room impulse responses of both a dummy head and real participants at a fixed listener position and robots at up to five spatial positions (left, right, near, mid, far). The calibration by means of physical measures then paves the way towards a series of psychophysical calibration measurements using a simulated audio-visual test environment.
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| 10:00 |
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Online Simulation and Echolocation-Based Auditory Perception of Virtual Acoustic Mazes
Michael Schutte, Stephan D. Ewert
[Abstract]
The study of auditory spatial cognition is usually concerned with the perception of sound emitting objects. Sound reflections at surfaces, such as the walls of a room, may then be considered disturbing: Reflections are rarely targets which need to be localised, and the perception of echoes is at least partially suppressed by the auditory system. Conversely, we are interested in the abilities of human listeners to determine the spatial location of a particular reflective wall of a virtual room based on sound reflections of self-produced sounds, much like some blind humans habitually do when they echolocate. For this, we compare localisation performance when a listener controls a virtual sound source attached to a part of their body (head or hand); when they generate sounds with their tongue; and when a wall of a room acts as a sound source itself, depending on the pointing direction of the listener’s hand. To facilitate our experiments, we have extended the real-time, low-latency ”liveRAZR” implementation of the perceptually plausible room-acoustical simulation (Wendt et al., J Audio Eng Soc 62, 2014) to support the online processing of room geometries based on quadrilateral meshes and the acoustic coupling of multiple rooms that are connected by doors.
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| 10:20 |
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Investigating Different Cueing Methods for Auditory Selective Attention in Virtual Reality
Carolin Reimers, Karin Loh, Larissa Leist, Stephan Fremerey, Alexander Raake, Maria Klatte, Janina Fels
[Abstract]
An audio-only paradigm for investigating auditory selective attention has previously been transferred into a classroom-type audio-visual virtual reality (VR) environment. However, directly translating such a paradigm into VR does not promise a close-to-real life scenario, as possible benefits of the virtual environment are not utilized. In the audio-only version, all instructions and the visual cue was presented on a computer display in front of the participant. In the virtual classroom model, the visual information were displayed on a blackboard. Due to the necessity of attending to this information, this method of cue presentation led to the fact that participants only focused on this specific area of the virtual environment. In a more realistic scenario, participants are expected to move their heads and thereby exploit, for example, the benefits of dynamic binaural reproduction. Therefore, this study investigates new cueing methods that may induce participants to interact more with the virtual world. Next to another visual cue, also auditory cues could be promising approaches. The feasibility of these different cue types is evaluated in a listening experiment.
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| 10:40 |
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Effects of binaural classroom noise scenarios on speech perception and listening comprehension in primary school children
Larissa Leist, Carolin Reimers, Stephan Fremerey, Janina Fels, Alexander Raake, Thomas Lachmann, Maria Klatte
[Abstract]
Speech perception and listening comprehension are of major importance for learning in school. Effective listening under noisy and reverberant conditions in the
classroom requires to continuously filter out the noise and fill in missing elements in the speech transmitted from the teachers or classmates. Many
experimental studies show that children’s speech perception is much more affected by adverse listening conditions than adults’ perception (Buss et al., 2017;
Klatte et al. 2013). Yet, there are few studies that address the effects of real-world classroom noise on children’s performance in listening tasks that take into
account school instruction demands. Klatte et al., (2010) showed that the children’s poor listening comprehension in the presence of background noise could
not be explained by effects on the identification of individual words; rather, the increased listening effort appeared to reduce the resources available for storing
and processing information in working memory. We aim at investigating children’s performance on word identification and listening comprehension tasks using
realistic, binaural classroom scenes. From the results, conclusions can be drawn for the acoustic design of learning environments and the development of
speech-in-noise perception in primary school children.
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Organisation:
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| J. Fels, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
| J. Balint, Institute for Hearing Technology and Acoustics, RWTH Aachen University |
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| 14:00 |
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Examining the Influence of Varying Audio Reproduction Methods on Verbal Short-Term Memory
Cosima A. Ermert, Chinthusa Mohanathasan, Sabine J. Schlittmeier, Janina Fels
[Abstract]
In order to analyze, understand, and remember spoken language, multiple complex cognitive processes are involved. The field of cognitive psychology aims to quantify performance in such settings regarding, e.g., comprehension, listening effort, or verbal short-term memory.
A well-established paradigm to examine short-term memory performance is the serial recall task. In this paradigm a list of items, e.g., numbers or short words, is presented to the participants. This list has to be repeated by the participants in the correct order.
Past research has focused to a considerable extend on the effect of altering the experiment design on the participants’ performance, e.g., with regard to input or output modalities. However, studying the influence of different acoustic conditions has mostly been limited to adding different types of background noise to the auditory presentation of the item list.
For this talk, a pilot study was carried out examining the influence of varying reproduction methods on performance in the serial recall task. This includes spatial static solutions, auralization with plausible binaural cues by introducing individual head-related transfer functions (HRTFs), as well as commercial out-of-the-box reproduction systems. The results can not only help understanding cognitive speech processing but also improve close-to-reality design of acoustic virtual environments.
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| 14:20 |
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Safety Investigation on Traffic Scenarios using Virtual Environments in a Wave Field Synthesis Laboratory
Lisa Steinbach, Friedrich Beyer, M. Ercan Altinsoy, Daniel Oberfeld-Twistel, Marlene Wessels
[Abstract]
As cars are becoming quieter, traffic safety is an increasingly important topic. Due to safety issues and reproducibility, experiments in this field are usually
conducted in virtual environments (VE). The improvement of these VEs are object of current research. While navigating through traffic, not only visual,
but also auditory cues are highly important. In this study, we investigate the auditory perception of pedestrians in car pass-by scenarios. An important
aspect of pedestrian behavior in traffic is time-to-collision (TTC) estimation, where a person estimates the point in time when a vehicle would arrive at
their position. TTC estimation is required when a pedestrian intends to cross a road while a vehicle is approaching. We present a pilot study on auditory
TTC estimation for approaching vehicles, using the possibilities and flexibility of wave field synthesis in the Multi-Modal lab (MMM) at the TU Dresden.
The results are compared with data from a similar experiment conducted by our project partners at Uni Mainz using a higher-order Ambisonics setup
[Oberfeld, Wessels & Büttner, DAGA 2021].
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| 14:40 |
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Pedestrians Make Riskier Road Crossing Decisions in Interaction With Accelerating Electric Compared to Conventional Vehicles
Daniel Oberfeld-Twistel, Marlene Wessels
[Abstract]
When crossing a road, pedestrians need to accurately judge the motion of approaching vehicles to avoid collisions. For vehicles with internal combustion engine (ICEVs), the vehicle sound provides salient auditory information about the acceleration state. For electric vehicles (EVs), the acoustic signature during acceleration is less salient. Here, we investigated whether this difference between the acoustic signatures might lead to riskier road crossing decisions in interaction with EVs compared to ICEVs. In an interactive and highly realistic audiovisual virtual-reality simulation, a vehicle approached the participants on a one-lane street. The vehicle initially approached at constant speed for 2 s and then accelerated positively. The acoustic simulations of the vehicle were based on acoustic recordings of a real ICEV and of real EVs with active or inactive acoustic vehicle alerting system (AVAS). For the ICEV, the probability of crossing decisions that would have resulted in a collision with the vehicle was lower than for the EVs and did not increase substantially with the acceleration level. In interaction with the EVs, riskier decisions were made and the collision probability increased significantly with the acceleration level. The AVAS reduced this effect slightly but did not remove it. Implications for AVAS designs are discussed.
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| 15:00 |
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QoEVAVE Content Production: A High Quality 360° Video Dataset with Higher-Order Ambisonics Audio for Virtual Reality
Ashutosh Singla, Thomas Robotham, Olli S. Rummukainen, Emanuël A. P. Habets, Alexander Raake
[Abstract]
A new database of high-quality 360∘ audiovisual evaluation content is presented. Considerations towards capturing real-life-like
audiovisual content are described, along with a review of practical recording and post-production challenges. The still-growing
database currently consists of more than ten monoscopic videos captured in 8K (3840 x 7680) resolution with a statically
installed Insta360 Pro 2 camera at 60 frames per second. The auditory counterpart is captured simultaneously with the em32
Eigenmike® spherical microphone array enabling up to 4th order Ambisonics. Audio and visual content is available
independently at various frame rates, resolutions, or Ambisonic orders or as a single file in an mp4 container. The database
includes various real-life scenes across nature and urban settings, capturing dynamic and static audio, visual, and audiovisual
objects with at least 60-second average duration. Building on currently available mostly uni-modal databases, our content is a
novel research contribution, targeting multi-modal aspects of human behavior, perception, and cognition. The scenes available
to date are the first iteration of an ongoing production cycle and will also be further extended and augmented by interactive
scenes with computer-animated video. The complete database shall enable a variety of scenarios for virtual reality experience
research.
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| 15:20 |
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Real-time lip-sync with a DNN-based algorithm for application in interactive audio-visual virtual environments
Jürgen Otten, Giso Grimm, Volker Hohmann
[Abstract]
This study introduces a method to synchronize lip movements of virtual avatars to live speech input. To do so, we use a deep neural network, which takes snippets of an FFT spectrum as input and yields values of seven facial blendshape parameters as output. Blendshapes allow to manipulate 3D meshes, in this case faces of virtual avatars. We first train a neural network to extract blendshapes out of images, which allows us to translate videos in the form of annotated image-audio databases to blendshape-audio databases. This enables us to make use of a large quantity of readily available data containing images and audio, i.e. videos, to train our deep neural network for lip-synchronization. The algorithm is supposed to work under real-time conditions. Therefore, we restrict the maximum delay to 200ms. This time span is used to exploit future time context for improved inference and to compensate for the delay in the communications (network data transmission). First results of a comparison between an existing real-time lipsync algorithm and videos simulated with the proposed algorithm will be presented. The developed algorithm will be used in future studies of the influence of visual cues on auditory attention decoding and cortical tracking of speech.
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Organisation:
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| J. Skowronek, Hochschule für Technik Stuttgart |
| A. Raake, TU Ilmenau, Fachgebiet Audiovisuelle Technik |
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| 15:40 |
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Performance and Quality Evaluation of a McAdams speaker anonymization for spontaneous German speech
Yamini Sinha, Ingo Siegert
[Abstract]
A rapid increase in the use of commercial voice assistants has been observed during recent years due to the convenience of their usage across the age
spectrum. Their advantage is an outstanding speech understanding also in difficult acoustic environments, their great popularity among the population, and
their ease of use for information retrieval, which is enabled by cloud-computing AI-modelling. Typically, the use of voice assistants is limited to private users
as the public use of voice assistants poses a threat to users’ identification especially as the user’s voice itself is seen as biometric information. An
anonymization technique, such as the McAdams algorithm, can be applied to protect the biometric information of the user, by changing the voice impressions
of the users. This approach intends to alter the speech features that define voice identity and allows for recordings of spontaneous voice data from
interactions with voice assistants in conformity with the GDPR. Such an approach raises the question of the intelligibility and recognizability of anonymized
speech. This paper aims at investigating the intelligibility and recognizability of anonymized speech across age and, gender on spontaneous German speech.
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| 15:42 |
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Sang- und klanglos eingestimmt. Einflüsse auf Klangfarbenunterschiede zwischen Sprechen und Flüstern
Marik Roos, Veronika Weber, Christoph Reuter
[Abstract]
Das geflüsterte Wort stellt die Entwicklung von Voice Recognition Software vor andere Herausforderungen als das gesprochene (Sardar & Shirbahadurkar, 2018; Fan & Hansen, 2011). Nicht zuletzt, da interindividuelle Unterschiede in Form und Größe des Glottisspalts zur Bildung von Strömungsgeräuschen beobachtet werden können (Fleischer, Kothe & Hess, 2007). Ein hoher Geräuschanteil im Stimmklang kann hierbei ebenso auf vokale Dysfunktionen hinweisen wie ein Unvermögen zu Flüstern.
In dieser Studie sollen Einflussfaktoren auf die klangfarblichen Parameter des Stimmsignals beim Sprechen und Flüstern verglichen werden, um inter- sowie intraindividuelle Unterschiede gesunder und geschädigter Stimmen miteinander zu vergleichen (Spektrale sowie klangfarbliche Parameter; MFCCs). Hierzu wird die Sammlung von N=90 Stimmproben angestrebt, die sich zu typischen (unauffällig), geschädigten (funktionelle Stimmstörungen) sowie ausgebildeten (Sänger:innen, Sprecher:innen) Stimmen gruppieren lassen können. Signifikante Ergebnisse könnten nicht nur zur Verbesserung von Diagnostik und Intervention beitragen, sondern ebenfalls Aufschluss über anatomische Voraussetzungen für ein vergleichbares Schallsignal beim Sprechen und Flüstern bieten, welche wiederum zur Aufklärung der Ursachen der Schwierigkeiten bzgl. Spracherkennung beitragen würde. Die Ergebnisse werden bei der DAGA 2022 präsentiert.
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| 15:44 |
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The influence of different room acoustics and microphone distances on charismatic prosodic parameters
Ingo Siegert, Oliver Niebuhr
[Abstract]
The present study investigates how the properties of room acoustics affect the production and, in particular, the acoustic analysis of charismatic prosodic parameters. A re-recorded version of emoDB was used. The room acoustics was varied in two ways: the environment in that the recordings took place (studio conditions, hallway, lecture hall) and the microphone distance (ideal distance to the speaker vs. as far away as possible in the respective environment).
The total of 2,470 samples were acoustically analyzed in terms of standard parameters (f0, duration and intensity). Based on a three-way MANOVA, the results of the analysis show, firstly, the expectable prosodic patterns for the six basic emotions and their relative differences to a neutral reference condition in German. Furthermore, we found clear effects of room acoustics. The speaking rate drops while both intensity and intensity variability increase significantly outside the studio and with increasing room size from hallway to lecture hall. Microphones positioned further away from the speaker cause the measured tempo and all intensity measures to drop significantly, while making the measured f0 variation increase in terms of both standard deviation and range. Estimated speaker-charisma levels are highest for joy and higher for distant microphones and the hallway.
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| 15:46 |
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A Background Noise and Impulse Response Corpus for Research in Automotive Speech and Audio Processing
Tobias Hübschen, Marco Gimm, Gerhard Schmidt
[Abstract]
The authors present the Automotive Noise and Impulse Response (ANIR) Corpus which provides researchers and developers with resources for the realistic simulation of artificial ear and microphone signals inside automotive vehicles. Such simulations can be used to develop, test, and evaluate signal processing algorithms for both hands-free and in-car communication systems without the need for an equipped test vehicle. Specifically, an extensive impulse response and background noise measurement campaign from a Daimler V Class is documented and discussed.
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| 15:54 |
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Einfluss von Tonhöhenmerkmalen bei räumlicher Sprechertrennung
Mechthild Meierott, Arne Oetjen, Steven Van De Par
[Abstract]
Bei Anwesenheit mehrerer Sprachsignale trennt das menschliche auditorische System die vorhandenen Sprachströme (auditory streams), um bei einem dieser Ströme eine bessere Sprachverständlichkeit zu erreichen. Dies geschieht durch Zuordnung der einzelnen Ströme zu unterschiedlichen Sprechern, die anhand verschiedener Merkmale identifiziert werden.
In einer vorangegangenen Studie wurde herausgefunden, dass ein kleinerer Signal-Rausch-Abstand bei gleicher Sprachverständlichkeit erzielt wird, je stärker sich die Tonhöhen von Zielsprecher:in und Störschall unterscheiden. Dies gilt nicht nur für den Fall, wenn der Störschall aus Sprachfragmenten der Zielsprecher:in bestand, sondern auch für unterschiedliche Sprecher:innen.
Eine räumliche Trennung von sprechender Person und Störsprache führt ebenfalls zu einer verbesserten Sprachverständlichkeit. In dieser Studie soll daher herausgefunden werden, inwieweit der Einfluss der Tonhöhe auf die Sprechertrennung bestehen bleibt, wenn binaurale Informationen hinzukommen. Hierfür wurde das Sprachsignal in einem Winkel von 0∘, -10∘ und -60∘ dargeboten, wobei das Störsignal zur anderen Seite verschoben dargeboten wurde. In einem adaptiven Verfahren wurde die 50% -Sprachverständlichkeitsschwelle für den Oldenburger Satztest in Abhängigkeit von der räumlichen Trennung und dem Verhältnis der Tonhöhen ermittelt.
Es zeigt sich ein binauraler Gewinn mit steigender räumlicher Trennung von Ziel- und Störsprache. Der Zugewinn durch die Trennung der Tonhöhen verkleinert sich für die räumlich getrennten Situationen.
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Sitzungsleitung:
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| J. Skowronek, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 14:00 |
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Investigation into Reproducing Reverberation for the Receiving Path
Magnus Schäfer, Jan Reimes, Pabiola Dushi
[Abstract]
Conference phones and smart speakers became ubiquitous in recent years. These devices are usually positioned at a distance from the user and the room acoustics between user and device become relevant - both for the sending path from the talker to the device and the receiving path from the device to the listener. A realistic and efficient way of reproducing reverberation in a defined manner is accordingly necessary for developing and testing such devices. A method for the sending path already exists in the form of the technical specification ETSI TS 103 557. However, no specific approach for the receiving path has been proposed so far. This contribution presents an experimental investigation into the applicability of the sending path methodology for the receiving path. The similarities and differences between reproducing reverberation for the two paths are highlighted. A set of typical devices is positioned in real, reverberant environments as well as in their corresponding reproductions. Several acoustic measurements of the receiving path are conducted in both environments. The measurements for both cases are compared to quantify the fidelity of the reproduction system and to give an initial verdict on the applicability of the existing methodology for this path.
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| 14:20 |
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Online-capable single-channel voice filter improves speech perception in speech-on-speech masking conditions
Jan Rennies, Ragini Sinha, Christian Rollwage, Ann-Christin Scherer, Simon Doclo
[Abstract]
Focusing on a specific talker in the presence of competing speech is a challenging task. Previous studies have shown that both speech intelligibility and
perceived listening effort can be considerably improved by algorithms that employ oracle knowledge to perform the segregation task for the listener (e.g.,
ideal binary masks). However, such algorithms are not suitable for hearing devices. This study evaluated if an online-capable, single-channel voice filter
algorithm could improve speech perception when a target talker was masked by two simultaneous competing talkers. The algorithm requires auxiliary
information, a ”voice print” obtained from a couple of seconds of unmasked target speech using a speaker embedder, which is used as input to the
speech extractor along with the mixture. Unprocessed and processed target speech of a male talker was evaluated in experiments with normal-hearing
listeners for both male and female maskers. The results show that improvements in speech recognition thresholds are difficult to achieve, because
listeners were able to perform well down to very low SNRs already in the unprocessed conditions. However, the effort related to understanding the target
was considerably reduced as indicated by paired-comparisons and categorical listening effort scaling, indicating the potential of the algorithm for hearing
device applications.
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| 14:40 |
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Messung und Modellierung der Höranstrengung von Smart-Speaker-Sprachausgaben unter realistischen akustischen Bedingungen
Rainer Huber, Andreas Volgenandt, Jan Reimes, Magnus Schäfer, Jan Rennies
[Abstract]
Die Sprachinteraktion mit Smart Speakern nimmt im Alltag eine immer größere Rolle ein. Damit steigt auch der Bedarf an objektiven Messverfahren zur Bewertung der Sprachausgabe der (künstlichen) Stimmen unter realistischen Abhörbedingungen. Für dieses Anwendungsfeld sind typischerweise referenzbasierte Metriken nicht nutzbar. Dieser Beitrag gibt daher einen Einblick in die Entwicklung von referenzlosen instrumentellen Evaluationsmethoden für die sprachliche Interaktion mit Smart Speakern. Eine zentrale Metrik ist ein Modell zur Vorhersage der empfundenen Höranstrengung, basierend auf Technologien der automatischen Spracherkennung, das zuvor erfolgreich für natürliche Stimmen in Broadcast-Anwendungen evaluiert wurde. Für das neue Anwendungsfeld Smart Speaker wurden Messungen der empfundenen Höranstrengung (und Sprachqualität) von natürlicher und synthetisierter Sprache unter realistischen akustischen Bedingungen vorgenommen (verschiedene Störgeräusche, Signal-zu-Rausch-Verhältnisse, Abstände zum Smart Speaker sowie Halligkeiten simulierter Räume). Die per Kunstkopf aufgenommenen Testsignale wurden von normalhörenden Proband*innen bewertet. Neben dem genannten Höranstrengungsmodell wurden die Bewertungen zusätzlich mit dem (ebenfalls referenzlosen) NISQA-TTS-Modell verglichen, das ursprünglich zur Bewertung der Natürlichkeit synthetisierter Sprache entwickelt wurde. Es zeigt sich, dass beide Modelle gemäß ihrer ursprünglichen Intention teilweise komplementäre Informationen liefern und somit für den Einsatz bei der Bewertung von Smart Speakern vielversprechende Kandidaten sind.
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| 15:20 |
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Einfluss von Tonhöhenmerkmalen auf die Sprechertrennung
Arne Oetjen, Steven Van De Par
[Abstract]
Der Mensch ist in der Lage, in einer akustischen Situation mit mehreren gleichzeitig präsenten Sprachsignalen den für ihn relevanten Sprachanteil vom Umgebungsgeräusch zu separieren und zu verstehen. Für diese Aufgabe werden verschiedene Unterscheidungsmerkmale genutzt. Die sprechende Person kann beispielsweise anhand binauraler Informationen lokalisiert und so das betreffende Sprachsignal von dem anderen Sprecher:innen getrennt werden. Zusätzlich werden monaurale Merkmale wie die spektrale Einhüllende (Timbre) oder die Tonhöhe genutzt. Ziel dieser Untersuchung ist es, den relativen Einfluss von zur Sprechertrennung nutzbaren Tonhöhen- und Timbreinformationen auf die Sprachverständlichkeit zu anhand von Signal- Störgeräuschabständen quantifizieren. Zu diesem Zweck wurde in einem adaptiven Verfahren der für 50% Sprachverständlichkeit bei einem Matrixsatztest nötige Pegel ermittelt. Der Versuch wurde für zwei Zielsprecher:innen durchgeführt, das Störgeräusch wurde aus in der Tonhöhe manipulierten Sprachausschnitten dieser zwei Zielsprecher:innen erzeugt. Für Situationen, in denen ein größerer Überlapp zwischen den Tonhöhen des Ziel- und Störgeräuschs vorhanden ist, wurde ein höherer Pegelabstand für 50% Sprachverständlichkeit benötigt als für Situationen, in denen die Tonhöhen nur gering überlappen. Dieser Effekt konnte für Konditionen, in denen Ziel- und Störgeräusch von identischen oder verschiedenen Sprecher:innen stammen, beobachtet werden. Analysen der verwendeten Audiosignale bezüglich der Tonhöhe und zeitlich-spektraler Merkmale werden im Zusammenhang mit den Hörversuchsdaten diskutiert.
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Sitzungsleitung:
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| J. Skowronek, Hochschule für Technik Stuttgart |
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| 16:20 |
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Sprachverstehen im Fernsehen - Evaluation von Technologien zur Verringerung der Höranstrengung von Personen mit Hörbeeinträchtigung
Julia Thomas, Hannah Baumgartner, Inga Holube, Rainer Huber, Jan Rennies
[Abstract]
Das Verstehen von Dialogen in Film und Fernsehen ist für Menschen mit Hörminderung eine große Herausforderung. In dieser Untersuchung wurden daher Technologien analysiert, die auf eine Verringerung der Höranstrengung abzielen und bereits für normalhörende Menschen eine signifikante Verbesserung erzielt hatten. Als Stimuli dienten Audioaufnahmen von Sendungen verschiedener öffentlich-rechtlicher Sender. Die Signale wurden mit Algorithmen zur blinden Quellentrennung, bei der Dialog von den Hintergrundgeräuschen getrennt wird, bzgl. des Signal-zu-Hintergrund-Verhältnisses modifiziert, wobei unterschiedliche Arten der Signalmanipulation durchgeführt wurden. Diese umfassten eine adaptive Absenkung des Hintergrunds, die durch die Vorhersage eines Modells gesteuert wird und nur dann in das Originalsignal eingreift, wenn die Höranstrengung zu hoch ist, um die ursprüngliche Klanggestaltung so wenig wie möglich zu beeinflussen. Da neben Höranstrengung für Anwendungen im Broadcastbereich auch die Sprach- und Klangqualität eine sehr große Bedeutung hat, umfasste die Evaluation die Bewertung all dieser Größen mittels einer an das MUSHRA-Verfahren angelehnten Methodik bei Personen mit Hörbeeinträchtigung. Instrumentelle Maße für Audioqualität und Höranstrengung dienten dabei zum einen bei der Auswahl von Audioausschnitten, die eine starke Veränderung der Audioqualität bzw. der Höranstrengung durch die Algorithmen erwarten lassen. Zum anderen wurden die verarbeiteten Audiosignale auch mit den Maßen bewertet, um die modellbasierte Vorhersagbarkeit der Ergebnisse zu analysieren.
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| 16:40 |
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Speech Enhancement for Hearing Aids using a Combination of Binaural and Periodicity Features
Jeffrey Thomsen, Klaus Brümann, Reza Varzandeh, Volker Hohmann
[Abstract]
Developing adaptive algorithms in hearing devices is essential for improving speech enhancement in challenging acoustic scenarios. Recent findings from auditory modeling (Josupeit and Hohmann, 2017) and audio signal processing (Chen and Hohmann, 2015) suggest that periodicity filtering is a promising candidate to complement established speech enhancement techniques in noisy conditions.
We propose to extend an existing approach by (Chen and Hohmann, 2015), in which monaural input signals are analysed with an auditory filterbank and filtered based on the periodicity features, for binaural signals by adding a cancellation mechanism and a binaural stage. The input signal is filtered based on a signal-to-noise ratio estimation using the periodicity features followed by a directional filter based on interaural time delays.
Experimental results are shown using realistic speech signals with varying levels of background noise. The speech enhancement performance of the proposed binaural implementation of the periodicity filtering algorithm is compared with the monaural reference implementation using objective measures for noise reduction, speech quality, and intelligibility.
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| 17:00 |
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Effects of a Speaker’s Voice Quality on Listening Effort and Working Memory Functions
Isabel S. Schiller, Lukas Aspöck, Sabine J. Schlittmeier
[Abstract]
University teachers are professional voice users who rely on their voice to convey knowledge to their students in seminars and lectures. With an estimated prevalence of over 20%, university teachers also face a significantly higher risk for developing voice disorders than the general population. To date, it is still unclear how listening to dysphonic speech, which is characterized by hoarseness, might affect students’ spoken language processing and related cognitive functions. The aim of this study is to investigate the effect of a speaker’s voice quality on listening effort and memory for heard information in adult listeners, under lecture hall typical acoustic conditions. In a laboratory experiment, listeners perform a series of tasks that assess heard text recall, auditory verbal serial recall, listening effort, and speech intelligibility. Tasks are presented in a within-subject design according to two voice conditions - a normal voice versus an impaired voice quality - both auralized within a computer-modeled lecture hall. Beyond performance measures, subjective evaluations of the two voice qualities are collected and analyzed. The preliminary results of the work presented here may promote our understanding of the effect of lecturers’ voice quality on students’ learning outcome in university contexts.
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| 15:40 |
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Aeroacoustic Performance of Air Diffusers and their Psychoacoustic Evaluation
Lara Stürenburg, Lukas Aspöck, Janina Fels
[Abstract]
People in industrialised countries spend most of their days indoors and are often exposed to the noise of ventilation systems. Since such systems are not
only used in industry but also increasingly in residential buildings. For a valid statement on the annoyance and the acceptance of ventilation systems when
assessing noise, the A-weighted sound serves as a criterion to a limited extent. Therefore, psychoacoustic analysis and evaluation need to be included.
This research project aims to identify if geometric design features of air vents enhance psychoacoustic features and flow phenomena. Furthermore, it will be
found out if there are correlations between psychoacoustic features and flow phenomena.
The first steps to achieve the goals include acoustic measurements of several air vents in a hemi-anechoic room with the help of a developed mobile supply
unit. Thereafter, the measured signals can be evaluated regarding parameters as sharpness, loudness and tonality.
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Sitzungsleitung:
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| S. Jacob, IFW Dresden |
| M. Kaltenbacher, TU Graz, Institut für Grundlagen und Theorie der Elektrotechnik (IGTE) |
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| 14:00 |
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Spectral POD Analysis of Combustion Noise Emitted by a Non-reacting Combustor Simulator
Raffaele D'Aniello, Simon Gövert, Karsten Knobloch, Carolin Kissner
[Abstract]
Combustion noise represents an important part of the overall emissions of gas turbines and aerospace engines. For modern lean combustors, there are several relevant physical phenomena which contribute to combustion noise, such as fluctuations of heat release in case of so-called direct combustion noise or acceleration of flow inhomogeneities in case of so-called indirect combustion noise. In order to describe the noise production mechanisms, it remains although difficult to distinguish between the different sources and to quantify the corresponding sound emission using classical approaches based on linear acoustics. This study therefore proposes an alternative method to identify the noise components based on an empirical mode decomposition technique, the so-called Spectral Proper Orthogonal Decomposition (SPOD). Using data extracted from a Large Eddy Simulation of a non-reacting combustor simulator, the suitability of the SPOD to identify the relationship between entropy disturbances due to cooling air entering the combustor and sound production was investigated. The comparison of the coherent structures obtained with the SPOD from entropy and pressure fluctuations clearly evidences similarities in spatial distributions and mode orders as well as energy peaks at similar frequencies. This makes the SPOD a promising approach to identify main features and structures of combustor noise components.
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| 14:20 |
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Aeroacoustic sources in turbulent flow through a 90° pipe bend predicted by Large-Eddy Simulation
Johannes Tieber, Helfried Steiner, Paul Maurerlehner, Stefan Schoder, Manfred Kaltenbacher, Günter Brenn
[Abstract]
The method of Large-Eddy Simulation (LES) has increasingly gained popularity, as it directly captures a major part of the unsteady vortical motion in a turbulent flow field. The uncertainty of turbulence modeling is thus limited to the unresolved sub-grid scales (SGS). This makes LES a highly attractive method for predicting flow-induced sound sources for use in hybrid Computational Aeroacoustics (CAA). The possible sound emission generated by turbulent motion is of growing importance in the design of flow-guiding components. This is especially the case in electric vehicles, where the masking noise of the combustion engine is absent and limited space in the vehicle’s engine compartment may lead to unfavorable flow conditions.
The present study performs incompressible LES to predict the turbulent flow field of a 90∘ circular pipe bend. The computational results are compared against experimental data from dedicated measurements and existing numerical solutions in literature. The predicted instantaneous flow field is used to evaluate acoustic source terms for different acoustic formulations, such as Lighthill’s acoustic analogy and the Perturbed Convective Wave Equation (PCWE). A special focus is on the sound generation in the separated flow region at the exit of the bend.
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| 14:40 |
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Case studies for comparing hybrid and decomposition-based methods in aeroacoustics
Mihaly Adam Ulveczki, Péter Rucz
[Abstract]
In aeroacoustic simulations the velocity and pressure fields consist of compressible and incompressible components. Computing both parts numerically
in one system is a hard task, because of the different scales in the fields. Using acoustical analogies, this problem can be solved, but in this case the
feedback of the acoustical part onto the flow is not taken into account. In the hybrid aeroacoustic workflow, an incompressible simulation is done first. Then acoustic sources can be calculated for the purely acoustical
simulation. The final outcome is the sound pressure, computed from the latter system. Alternative solutions based on decomposition techniques were
also proposed recently. In this case, compressible flow simulations are performed and the acoustic field results from the decomposition. An advantage of
this strategy is that back and forth coupling can be taken into account as well. In the paper the above-mentioned methods are compared, by analyzing both workflows in different configurations. Examples will be also shown (rotating
vortex pair, cylinder in a crossflow, edge tone), where the differences of the resulting sound fields can be investigated. At the end, the result of the
analysis will be discussed.
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| 15:00 |
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Investigation of the influence of Lighthill’s source term parts in an automotive turbocharger compressor
Clemens Freidhager, Stefan Schoder, Andreas Renz, Stefan Becker, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
Lighthill’s inhomogeneous wave equation in combination with the Finite Element (FE) method is an adequate approach for computing pressure fluctuations inside a turbocharger compressor, giving multiple advantages. Firstly, computing fluctuations using FE are not influenced by numeric dissipation. Furthermore, this methodology allows investigating the influence of the additions connected to the compressor by interpolating Lighthill’s source terms onto different propagation grids. Lighthill’s source term consists of three different main parts (1) the Reynolds stress term, (2) the excess term, and (3) the viscous term. The influence of those three source term parts on propagation simulations in the inlet and outlet region of turbocharger compressors are investigated by comparing them with flow simulation results and measurements of a cold gas test rig. Furthermore, also the Ffowcs Williams-Hawkings approach was used applied for comparing simulation results.
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| 15:20 |
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Extension of the discontinuous Galerkin flow solver FLEXI towards a hybrid acoustic simulation framework
Daniel Kempf, Claus-Dieter Munz
[Abstract]
In computational aeroacoustics, hybrid simulation methods, in which the fluid flow and acoustics are solved separately, are still state of
the art. However, the acoustic sources rely on an accurate prediction of the underlying hydrodynamic field. The modelling of the
acoustic sources from low-fidelity simulations as RANS or URANS have their limits in complex flows. Computationally intense high-
fidelity models, such as wall resolved LES, have a much higher reliability and accuracy. To close this gap between computational
complexity and accuracy, one approach is to restrict the LES domain to the region of physical relevance, which requires a method to
generate the necessary inflow turbulence at the LES domain boundary. In this talk, the recently introduced RRALF method is used,
which relies on time-averaged flow statistics to generate turbulent fluctuations. The required data can be obtained e.g. from a RANS
simulation. From the transient flow field of this zonal LES, acoustic source terms are derived and used in an acoustic solver to predict
the acoustic propagation. Results of a hybrid trailing edge simulation of a NACA 64418 airfoil are presented.
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Sitzungsleitung:
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| S. Jacob, IFW Dresden |
| M. Kaltenbacher, TU Graz, Institut für Grundlagen und Theorie der Elektrotechnik (IGTE) |
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| 16:20 |
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Nummerische Untersuchungen der schallinduzierten Luftströmungen an Helmholtz-Resonatoren
Yutao Lan, Tobias Merkel, Ennes Sarradj
[Abstract]
Es ist seit langem bekannt, dass gerichtete Luftströmungen an der Mündung von Helmholtz-Resonatoren im Resonanzfall auftreten können. Ferner lässt
sich beobachten, dass sich diese Luftströmungen unter Ansatz hohen Schalldruckes merkwürdig verstärken. Dabei spielt die Wirbelablösung an der
Resonator-Mündung eine entscheidende Rolle. Im Rahmen eines Projekts zur Entwicklung von darauf basierenden Luftkühlern sind die induzierten
Luftströmungen an der Resonator-Mündung von Interesse.
Die Provozierung der Wirbelablösung wird maßgeblich durch das Zusammenspiel von Amplitude und Frequenz der Anregung sowie Kontur der Resonator-
Mündung bestimmt. Dieser Zusammenhang lässt sich in Bezug auf variierte Impedanz und generierten Volumenstrom nummerisch untersuchen. Die
Simulationen wurden auf Basis von FE-Modell in der Finite-Elemente-Umgebung Comsol Multiphysics durchgeführt. Dabei wurde der Einfluss einfallender
Schallwellen und geometrischer Parameter auf die Wirbelablösung untersucht. Der Beitrag präsentiert numerische Ergebnisse und zieht einen Vergleich zu
Messungen aus praktischen Experimenten.
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| 16:40 |
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Comparison of aeroacoustic formulations for coupling of confined flows with the flow-guiding structure
Paul Maurerlehner, Stefan Schoder, Johannes Tieber, Helfried Steiner, Günter Brenn, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
The absence of combustion noise in electric vehicles results in a dominance of other sound sources, such as flow-induced sound in flow guiding components. The use of Computational Aeroacoustics (CAA) during the design phase is a promising way to fulfill packaging requirements and the ambitious demand for passenger comfort. By coupling the computational fluid domain with the surrounding structural domain through appropriate interface conditions, not only the sound generation and propagation within the fluid can be computed, but also the vibroacoustic sound emission of the flow-guiding structure can be simulated. For doing so, the (two-step) hybrid aeroacoustic approach is often used to deal with the disparity of scales between flow structures and audible acoustic wavelengths in CAA. When applying this two-step approach, several aeroacoustic formulations are available to compute the flow-induced sound. We compare different aeroacoustic equations, such as Lighthill’s wave equation and the Perturbed Convective Wave Equation (PCWE), regarding their suitability for coupling the aeroacoustic and structural mechanics domains. The comparison considers typical flow configurations of turbulent low Mach number airflows (Ma<0.3), assuming different flow speeds. The accuracy, the computational effort, and the applied computational procedure are analyzed.
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| 17:00 |
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Experimentelle und numerische Untersuchung des Effekts der Zuströmbedingungen auf die Schallabstrahlung eines generischen Ausströmers
Asvath Ravichandran, Andreas Logdesser, Nikolaus Peller, Michael Manhart
[Abstract]
Die Schallabstrahlung eines Ausströmers des Klimagerät eines Kraftfahrzeugs, erfährt ein zunehmendes Interesse. Die Schallabstrahlung des
Ausströmers hängt stark von den Strömungseigenschaften vor dem Ausströmer ab. Wir untersuchen unterschiedliche Zuströmbedingungen, nämlich
freie Zuströmbedingungen in einem Vorläuferkanal und gestörte Zuströmbedingungen mit und ohne Vorläuferkanal. Die gestörten Zuströmbedingungen
werden unter Verwendung unterschiedlicher Gitter erzeugt, um die turbulente Intensität und den Geschwindigkeitsgradienten zu beeinflusssen. Dies wird
durch eine variable Anordnung der Gitterstäbe erreicht, die ein ungleichmäßiges Geschwindigkeitsprofil erzeugen. Die Untersuchungen werden
zunächst an einem generischen Ausströmer durchgeführt und später mit einem Ausströmer eines Serienfahrzeugs verglichen. Mit einem
Hitzdrahtanemometer wurden Geschwindigkeitsprofile in dem akustischen Kanal durchgeführt. Messungen mit Fernfeldmikrofonen ergeben die
Schallabstrahlung. Die Messungen werden mit Simulationsergebnissen des Aero-Akustiklösers MGLET verglichen. Dieser Löser basiert auf einer
wandmodellierten Large Eddy Simulation und der akustischen Analogie. Mit dieser Studie sind wir in der Lage, die Schallabstrahlung aufgrund des
Einflusses unterschiedlicher Zuströmbedingungen zu beurteilen.
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| 17:40 |
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Untersuchung strömungsakustischer Quellen einer klinisch angewandten hydraulischen Knieprothese
Andreas Wurzinger, Bernhard Mayr-Mittermüller, Manfred Kaltenbacher, Stefan Schoder
[Abstract]
Strömungslärm, welcher von einer Knieprothese ausgeht, hat in mehreren Aspekten negative psychologische Einflüsse auf Patient und Umwelt. Aus diesem Grund wurde das hydraulische System einer klinisch angewandten Knieprothese untersucht, um Schallquellen und dessen Ursachen zu lokalisieren und zu mindern.
Anhand stationärer und instationärer inkompressibler Strömungssimulationen werden akustische Quellterme basierend auf gängigen strömungsakustischen Modellen berechnet und untersucht. Dabei werden sowohl Flexions- und Extensionsbewegung als auch unterschiedliche Gelenksteifigkeiten untersucht. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde die strömungsführende Geometrie adaptiert und in weiteren Simulationen sowie Experimenten gezeigt, dass durch die Reduktion von Schallquellen im Inneren des abgeschlossenen hydraulischen Systems die Emmission von Strömungslärm gesenkt werden kann.
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| 18:00 |
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Feature Evaluation for Acoustic Pressure Signals from a Hybrid Simulation of Human Phonation
Florian Kraxberger, Andreas Wurzinger, Sebastian Falk, Stefan Schoder, Stefan Kniesburges, Michael Döllinger, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
Disorders of human voice production have severe effects on the quality of life of the affected individuals. To investigate the cause-effect-chain in voice production with functional-based voice disorders, three different possible disorder patterns are analyzed in form of a parameter study. These are: (i) four different variants of glottis closure, (ii) symmetric and asymmetric vocal fold movements of the same frequency, and (iii) three different subglottal pressures. By combining these parameters, 24 configurations are formed for which a validated simulation model is used to calculate the resulting sound pressure. The applied hybrid aeroacoustic approach consists of an incompressible flow simulation, from which the source term for the acoustic simulation is calculated according to the Perturbed Convective Wave Equation. Using the resulting acoustic signals at a microphone point, features from speech signal processing are evaluated. It is shown, that certain features correspond to certain disorder configurations.
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Sitzungsleitung:
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| O. Von Estorff, Technische Universität Hamburg, Institut für Modellierung und Berechnung |
| E. Sarradj, TU Berlin, Fachgebiet Technische Akustik |
| T. Geyer, DLR Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe, Cottbus |
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| 9:00 |
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Hydroakustische Simulation eines nabenlosen Propellersystems unter Anwendung der „Moving-Least-Squares“-Methode zur räumlichen Interpolation
Hoshang Sultani, Otto Von Estorff
[Abstract]
Im Vergleich zu klassischen Propellerantrieben wird bei nabenlosen Propellern sowohl aus strömungsmechanischen als auch aus konstruktiven Gründen
eine geringere Schallabstrahlung erwartet. Derzeit liegen jedoch nicht genügend systematische Forschungsarbeiten hierzu vor. In diesem Beitrag werden erste hydroakustische Simulationsergebnisse eines nabenlosen Propellersystems unter Anwendung der ”Moving-Least-
Squares” (MLS) - Methode zur räumlichen Interpolation innerhalb der Finite-Volumen-Simulationssoftware OpenFOAM® vorgestellt und diskutiert. Die
Simulation des Strömungsschalls erfolgt dabei mit dem sogenannten ”Expansion about Incompressible Flow”-Verfahren, welches zu den hybriden
”Hydrodynamic/Acoustic Splitting”-Ansätzen gehört. Die in diesem Zusammenhang erforderlichen hydrodynamischen Strömungsfelder wurden vorab
von der Universität Rostock unter Anwendung der ”Stress Blended Eddy Simulation” berechnet und für die hydroakustischen Berechnungen zur
Verfügung gestellt. Im Rahmen der Untersuchungen werden die mittels der MLS-Methode berechneten hydroakustischen Schallfelder mit den Ergebnissen unter
Anwendung der bereits in OpenFOAM® vorhandenen Zentraldifferenzenschemata verglichen. Für eine erste Validierung der Simulationsergebnisse
erfolgt zudem eine Gegenüberstellung der berechneten Schallfelder mit den ermittelten Messergebnissen der Universität Rostock zum untersuchten Fall.
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| 9:20 |
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Adjungierten-basierte Identifikation von rotierenden und sich frei-bewegenden Schallquellen
Mathias Lemke
[Abstract]
Die Identifizierung von Schallquellen ist ein häufiges Problem in der Akustik. Es werden verschiedene Parameter einer oder mehrerer Schallquellen gesucht, einschließlich des Signals und der Position. Üblicherweise werden Mikrofonarray-Messtechniken eingesetzt, insbesondere das sogenannte Beamforming. Je nach dem betrachteten spezifischen akustischen Set-up werden unterschiedliche Algorithmen verwendet, die im Zeit- oder Frequenzbereich agieren. In einem vorangegangenen Beitrag wurde eine adjungierten-basierte Methode zur Identifikation von ortsfesten Schallquellen im Zeitbereich vorgestellt.
In diesem Beitrag sollen erste Vorarbeiten zur Identifikation von sich (beschleunigt) bewegten Schallquellen vorgestellt werden. Der Ansatz erlaubt neben der Identifikation von Quellen aus nur wenigen Messdaten auch die Berücksichtigung von komplexen Richtcharakteristiken, Berandungen und Grundströmungen.
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| 9:40 |
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Aerodynamische Schallentstehung durchströmter Netze
Thomas Geyer, Ennes Sarradj
[Abstract]
Netze werden oftmals in aeroakustischen Versuchsständen benutzt, um die in der Strömung enthaltene Turbulenz zu mindern oder um eine gewünschte Turbulenz zu erzeugen. Das ist zum Beispiel für die experimentelle Untersuchung der Schallerzeugung an der Vorderkante von Tragflügeln erforderlich. Weitere Anwendungen von Netzen finden sich zum Beispiel im Bereich der Automobilindustrie als Windschotts für Cabriolets. Dabei kommt es durch den Einsatz solcher Stoffe zusätzlich zu einem Druckverlust sowie zur Entstehung aerodynamischen Schalls aufgrund der Durchströmung. Für die Vorhersage der durch die Netze erzeugten Turbulenz sowie für den erzeugten Druckverlust existiert eine Reihe von Arbeiten, die aufgrund ihrer Einfachheit und guten Übereinstimmung mit Messdaten in der Praxis häufig Verwendung finden. Zur Schallerzeugung durchströmter Netze finden sich jedoch nur sehr wenige Untersuchungen.
Im Beitrag werden Ergebnisse einer umfangreichen experimentellen Studie vorgestellt, bei welcher die Schallentstehung einer Vielzahl durchströmter Netze unterschiedlicher Geometrie in einem Windkanal gemessen wurde. Die Bestimmung des Schallleistungspegels fand in Anlehnung an das Hüllflächenverfahren mit acht auf einer halbkugelförmigen Hüllfläche angeordneten Messmikrofonen statt. Aus den an den insgesamt 42 untersuchten Netzen bei 15 Strömungsgeschwindigkeiten ermittelten Schallleistungspegelspektren in Terzbändern wurde schließlich ein vergleichsweise einfaches mathematisches Modell zur Abschätzung der Schallentstehung durchströmter Netze erstellt.
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| 10:20 |
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Reduzierung des Eigengeräuschs von Tragflügeln durch Seitenplatten
Erik Schneehagen, Thomas Geyer, Ennes Sarradj
[Abstract]
Am freien Ende von dreidimensionalen Tragflügeln kann es passieren, dass die Strömung nicht mehr dem Profilverlauf von Vorder- zur Hinterkante folgt, sondern um die Seitenkante von der Druck- in die Richtung der Saugseite umschlägt. Der dabei entstehende Wirbel kann vor allem im oberen Frequenzbereich breitbandig zum Eigengeräusch des Tragflügels beitragen. Eine Möglichkeit, diese Wirbelentstehung zu verhindern, ist das Anbringen einer Platte an der Seitenkante des Tragflügels. Dann ist die Strömung gezwungen, dem Profil zu folgen und die Schallabstrahlung wird reduziert. Die Effektivität dieser Methode sowie der Einfluss der Geometrie der Seitenplatte werden für ein Tragflügelprofil anhand experimenteller Untersuchungen bei verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten und Anstellwinkeln gezeigt. Die Lokalisierung der Schallquellen auf dem Tragflügel sowie die Stärke des abgestrahlten Schalls werden mit Mikrofonarraymessungen aus einem aeroakustischen Windkanal untersucht. Außerdem wird der Effekt der Modifikationen auf das Strömungsfeld für ausgewählte Konfigurationen anhand von Hitzdrahtmessdaten und Strömungsvisualisierungen gezeigt.
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| 10:40 |
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Strahl-Klappen-Interferenz - wie bedeutsam ist die Interaktionsschallquelle am Flugzeug
Christian Jente
[Abstract]
Die Innovationen im Bereich des zivilen Großraumflugzeugdesigns der letzten Jahre zielten unter anderem darauf ab, große Triebwerke an einen minimal veränderten Flugzeugrumpf zu integrieren. Hohe Nebenstromverhältnisse sorgen dafür, dass der gleiche Triebwerksschub bei geringerem schubspezifischem Brennstoffverbrauch und geringeren Strahlgeschwindigkeiten geliefert werden. Die geringere Strahlgeschwindigkeit wirkt positiv auf eine Lärmreduzierung.
Die größeren Triebwerke verursachen jedoch zunehmend geringere Abstände zwischen dem Triebwerk und dem Flügel. Damit wird die Triebwerksintegration nicht nur eine Herausforderung in Bezug auf die Integration der Nebenaggregate und der Triebwerkssteuerung:
Mit der Interaktion zwischen dem Triebwerk und der Landeklappe des Flugzeugflügels tritt eine neue Schallquelle hervor, die das Flugzeuggesamtgeräusch maßgeblich verändern kann. Das Strahl-Klappen-Interferenzgeräusch muss also verstanden und physikalisch charakterisiert werden, um etwaige akustisch bedingte Grenzen der Triebwerksintegration ausfindig zu machen.
Dazu wurden am Aeroakustischen Windkanal Braunschweig (AWB) seit 2016 mehrere Experimente durchgeführt, mit denen der Effekt im Vortrag beschrieben wird.
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Sitzungsleitung:
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| O. Von Estorff, Technische Universität Hamburg, Institut für Modellierung und Berechnung |
| E. Sarradj, TU Berlin, Fachgebiet Technische Akustik |
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| 14:00 |
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Experimentelle Untersuchung des Schwingungsverhaltens und der strömungsinduzierten Schallabstrahlung von Kiteleinen
Lukas Saur, Sophie König, Jörg Riedel, Stefan Becker
[Abstract]
Flugwindkraftwerke sind die Zukunft der Windenergie, da sie die Nutzung starker und stetiger Höhenwinde zur Erzeugung elektrischer Energie ermöglichen. Erste Testanlagen lassen 120 qm große Kites in einem speziellen Energiegewinnungszyklus auf bis zu 600 m Höhe steigen. Problematisch ist der laute Pfeifton, der bei hohen Windgeschwindigkeiten durch die Leinen des Kitesegels erzeugt wird. Ziel der Untersuchung war es, den strömungsinduzierten Schall sowie die Schwingungen der Kiteleinen zu charakterisieren und Erkenntnisse zur Schallentstehung an den querangeströmten Kiteleinen zu gewinnen. Den Autoren sind keine veröffentlichten Forschungsergebnisse zum Einfluss der Leinenschwingungen auf den abgestrahlten Schall bekannt, es wurde lediglich der Einfluss der Leinenschwingungen auf ihren Strömungswiderstand untersucht. Daher wurden Schallmessungen umströmter Kiteleinen in einem aeroakustischen Windkanal durchgeführt und zusätzlich die Leinenschwingungen bedingt durch die Wirbelablösung, mithilfe eines Laser-Scanning-Vibrometers erfasst. Die Korrelation der Schall- und Schwingungsmessdaten zeigt einen Zusammenhang der angeregten Vibrationen zu der Schallabstrahlung. Die Messergebnisse handelsüblicher Kiteleinen sowie aeroakustisch optimierte Leinen werden mit den Messergebnissen von starren Zylindern verglichen. Weiterführende Untersuchungen des Geschwindigkeitsfeldes im Nachlauf bieten weitere interessante Forschungsmöglichkeiten.
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| 14:20 |
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Aeroacoustics of Tandem cylinders in crossflow - application to fan guard grills
Majid Shokri, Andreas Lucius, Marc Schneider, Thomas Geyer
[Abstract]
Due to the progress on noise reduction of axial fan blades, the guard grill becomes a major noise source. It contains a number
of narrow spaced rings
designed to prevent persons from touching the rotating blades. Thus, these rings are placed in the turbulent wake of the fan
blade and the major sound
generation mechanism is cylinder vortex shedding. Previous publications on narrow spaced tandem cylinders show a strong
dependency of the
fluctuating forces on angle and distance.
Microphone measurements for two cylinders in crossflow were conducted in an aeroacoustic wind tunnel. The results show
dependencies of the noise
emission on angle and distance in agreement with published literature. Inflow turbulence is found to affect not only broad band
noise emission, but also
level and frequency of the vortex shedding peaks. A splitting into two Strouhal peaks was found for many angles and distances,
which has also been
reported for force measurements.
In order to be able to use the measured data for the derivation of a prediction model for guard grill noise, an interpolation
method was used to
approximate the measured spectra and to interpolate to the conditions found in the wake of the fan blade from CFD
simulations.
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| 14:40 |
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Scale-resolving Aeroacoustic Simulations of Rotating Machines using Lattice-Boltzmann Methods
Gianluca Romani, Damiano Casalino, Abhilasha Anna Heinrich
[Abstract]
This paper presents computational aeroacoustics validation studies conducted on different classes of rotating machines, spanning a wide range of
Reynolds numbers. Numerical simulations are conducted using a scale-resolving flow solver based on a Lattice-Boltzmann/Very-Large-Eddy Simulation
model. Results are referenced against experimental benchmark cases, and the challenges specific to each simulation are discussed. The first class of
problem involves the aeroacoustics of a turbofan engine operating in subsonic and transonic conditions, based on the NASA SDT
configuration. Results are presented for three operating conditions and three variants of the stator vanes. The accurate simulation of the development
of turbulent fluctuations in the fan wake, essential to accurately predict both tonal and broadband noise, is highlighted. The second class of problem
focuses on the noise generated by a drone rotor, based on the TU-Delft benchmark. The specific challenge for this case is to capture the
correct transitional flow behavior and the laminar separation/reattachment mechanism, leading to a high-frequency broadband hump in the
noise spectrum. Finally, the third class of problem concerns an automotive cooling fan. The effects of small features and upstream turbulent structures on
the radiated far-field noise are investigated, taking into account the geometrical complexities of a realistic cooling package.
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| 15:20 |
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Installationseffekte von Wärmeübertragern auf Axialventilatoren
Felix Czwielong, Viktor Hruška, Julia Soldat, Niklas Schamberger, Tobias Mader, Stefan Becker
[Abstract]
Die Verknüpfung von Wärmeübertrager und Axialventilator stellt nicht nur eine sehr häufige Kombination in realen Anwendungen wie Klimaanlagen, Wärmepumpen oder Kühlkreisläufen dar, sondern erweist sich auch als ein äußert komplexes System mit unterschiedlichen Wechselwirkungen. So induzieren saugseitige Wärmeübertrager Installationseffekte auf stromabwärts positionierte Axialventilator, welche Auswirkungen auf die aerodynamischen, die aeroakustischen und die strukturmechanischen Eigenschaften des Gesamtsystems haben. Auf Basis von umfangreichen experimentellen Untersuchungen konnten einzelne Installationseffekte separiert werden und neue Erkenntnisse für das Grundverständnis der Wechselwirkungen zwischen Wärmeübertrager und Axialventilator gewonnen werden. Es zeigte sich, dass der Kühlmittelrohrdurchmesser wesentlich die Einströmturbulenzen zum Axialventilator beeinflussen und dass das Gehäuse Inhomogenität im Strömungsfeld erzeugt. Zusätzlich konnten schallabsorbierende Effekte aufgrund von periodischen Anordnungen innerhalb des Wärmeübertragers festgestellt werden. Mit den gefundenen Erkenntnissen können Designvorschriften für leise Wärmeübertrager-Axialventilator-Kombinationen abgeleitet werden und somit einfache Richtlinien in zukünftige Entwicklungen integriert werden.
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| 15:40 |
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Dreidimensionale Modellierung von Plattenschalldämpfern
Vincent Radmann, Simon Jekosch, Ennes Sarradj
[Abstract]
Besonders zur Dämpfung tiefer Frequenzen erweisen sich Plattenresonatoren als gutes Mittel. Auch bieten sie aufgrund ihrer glatten, undurchlässigen Oberfläche einige Vorteile gegenüber Absorptionsschalldämpfern, da sie für geringere Druckverluste sorgen und weniger anfällig für Verunreinigungen sind als poröse Materialien. Obwohl Plattenresonatoren bereits als Schalldämpfer eingesetzt werden, ist ihre Auslegung bislang nur sehr ungenau möglich. In dieser Arbeit wird daher ein semi-analytisches Modell implementiert, mit dessen Hilfe die Durchgangsdämpfung von Plattenresonatoren berechnet werden kann. Der bisher bestehende zweidimensionale Fall wird auf drei Dimensionen erweitert und die Ergebnisse mit Messdaten verglichen. Außerdem ermöglicht dieser Ansatz, Parameterstudien bei vergleichsweise geringer Rechenzeit durchzuführen, was zu einer gezielten Auslegung beitragen kann. Es werden daher auch die Ergebnisse einzelner Parameteruntersuchungen im zwei- und dreidimensionalen Fall miteinander verglichen. Die Ergebnisse dieser Arbeit bilden die Grundlage für weitere systematische Untersuchungen zur Optimierung von Plattenschalldämpfern.
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| 16:00 |
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Sound Radiation of a Co-Rotating Vortex Pair as a Solution of Linearized Einstein Field Equations
Drasko Masovic, Ennes Sarradj
[Abstract]
Acoustic spacetime is a well established concept which has been successfully used for treating sound propagation in various media. Still, it is generally considered that, in contrast to gravitational waves (a weak perturbation of the relativistic spacetime), travelling sound waves cannot be associated with a small curvature of the acoustic spacetime and the governing Einstein field equations (EFE) cannot be used for description of their generation and propagation. However, the authors’ previous investigation showed that, analogously to gravitational waves, sound waves do represent a weak perturbation of the acoustic spacetime. The analytical solutions for monopole and dipole sound radiation were obtained by expressing the solutions of linearized EFE in the Newtonian gauge. Lighthill’s eighth power scaling law was also reproduced for quadrupole radiation. In this work a numerical solution for radiation of a binary black hole (a quadrupole source of gravitational waves) is compared with the analytical and numerical solutions for sound radiation of a co-rotating vortex pair. Equality of the solutions confirms that the role of mass in the source region is common for both types of waves, acoustic perturbation corresponds to the weak perturbation of the acoustic spacetime, and linearized EFE can capture both sound generation and propagation.
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Organisation:
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| S. Eggers, Lärmkontor GmbH |
| C. Popp, Lärmkontor GmbH |
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| 14:00 |
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The role of non-acoustic factors in subjective noise abatement management
Dirk Schreckenberg, Christin Belke, Sarah Benz, Julia Kuhlmann
[Abstract]
Findings from studies on community responses to noise indicate an excess in noise annoyance judgments after a change in the noise exposure, e.g., due to a flight path change. This ’change-effect’ means a shift in the exposure-response relationship following the direction of the change in exposure. There are several explanations for this change-effect in annoyance. One is that non-acoustic factors (NAF) play an important role in such change situations. As a rule of thumb, about one third of noise annoyance is explained by average sound level metrics. Another third is explained by NAF. The last third - so far unexplained - may comprise further not assessed acoustic or non-acoustic factors and measurement error. This contribution reflects on the role of non-acoustic factors in situations of change due to the implementation of noise abatement measures. Understanding the impact of non-acoustic factors of annoyance requires an understanding of the concept of noise annoyance. In our contribution, we introduce noise annoyance as a psychological stress response to noise requiring coping with or recover from the noise situation. We explain the role of non-acoustic factors within this stress process and outline how the consideration of non-acoustic factors could improve the noise abatement management.
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| 14:20 |
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Subjective reactions to traffic noise
Sebastian Eggers
[Abstract]
Analyses of results from noise surveys reveal that less than 1/3 of the variance in the annoyance response is caused by the
noise level itself, whereas the rest is determined by so-called non-acoustic factors. This means that the annoyance response
can be altered within wide limits without doing any changes to the actual noise level. So, when all the technically feasible and
economically possible measures are used, the noise impact can still be reduced by making changes in the non-acoustic factors
known to moderate the annoyance response. In the future, the regulatory system may consider formulating the limits for noise
in terms of the percentage of highly annoyed as seen in WHO guidelines. If so, the handling of the non-acoustic moderators
will be a measure in line with other noise mitigation measures. Until then, reduction of the perceived annoyance is a goal that
will benefit the noise exposed population. The advantages will be fewer complaints, fewer lawsuits, less bad media coverage,
better relations to the neighbours of major noise sources and better acceptance for new projects.
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| 14:40 |
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Community Tolerance Level - CTL
Truls Gjestland
[Abstract]
The preferred way of reporting the relationship between annoyance and noise exposure in a community noise situation is by so-called exposure-response
functions (ERF). These functions express the percentage of the respondents that are annoyed to a certain degree as a function of the noise exposure levels.
ERFs can conveniently be constructed using the CTL method as defined in the standard ISO 1996.
Differences between the results from different surveys, or between different sub-groups within the same survey can be expressed as differences in CTL
values, expressed in decibels. This difference shows how much more (or less) noise one community will tolerate to express a certain degree of annoyance
compared with another community. A high CTL value indicates that the community is very tolerant to noise, whereas a low CTL value indicates the opposite,
a low tolerance to noise. The CTL method thus provides a convenient way of quantifying differences between communities.
The CTL method was used in the FAMOS project to quantify the effect certain non-acoustic factors on community reactions to road traffic noise.
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| 15:00 |
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Factors moderating people's subjective reactions to road noise
Hans Bendtsen, Christer P. Volk, Torben Holm Pedersen, Sebastian Eggers, Truls Gjestland
[Abstract]
The objective of the FAMOS project was to develop a European guide-book with practical applications for the National Road Administrations on how to
handle noise annoyance by non-acoustic moderators in planning of roads, road enlargement as well as road maintenance.
When the road administrations have used all technically feasible and economically possible measures to reduce the noise, there can still be a need for
further reduction of the annoyance. Analyses reveal that only about 1/3 of the variance in the annoyance response is caused by the noise level itself,
whereas the other 2/3 are determined by so-called non-acoustic factors. The annoyance response therefore can be altered without changes to the actual
noise level.
The FAMOS project will quantify how different factors modify people’s subjective reactions to road traffic noise. Reports from previous surveys have been
analysed in order to describe the different annoyance moderators and experimental tests using sound walks, questionnaires and listening tests have
been performed. Various methods have been used to find, extract and analyse data and turn the results into models formulated for practical use with
illustrative examples.
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| 15:40 |
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How aircraft noise impact management can improve residents' quality of life - A field study
Julia Kuhlmann, Barbara Ohlenforst, Fiona Rajé, Isabelle Richard, Roalt Aalmoes, Paul Hooper, Dirk Schreckenberg
[Abstract]
The EU research project ANIMA (Aviation Noise Impact Management through Novel Approaches) aims to develop new instruments and methods for mitigating the impact of aircraft noise exposure and for enhancing residents’ quality of life (QoL). Within ANIMA, several existing interventions were evaluated with respect to their impact on nearby communities. For example, a consultation procedure that took place in 2018 in the Frankfurt Airport region was evaluated by means of qualitative in-depth telephone interviews. The consultation procedure dealt with a potential flight path change that would lead to a decrease in aircraft noise exposure in some areas but to an increase of exposure in other areas. Therefore, three communities, which would be differently affected by the flight path change, were selected for this study. In addition, existing survey data was re-analysed to assess residential satisfaction and which aspects of the living environment are most important to residents living nearby Schiphol Airport. In this contribution, the results of both the in-depth interviews and the survey are described and discussed. The ANIMA project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation program under grant agreement No [769627].
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| 16:00 |
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Water Sound Against Traffic Noise
Beat W. Hohmann
[Abstract]
That water noise can mitigate the perception of traffic noise, is well documented in the literature, mostly on the basis of laboratory
studies. For the ”Cercle Bruit” (Association of Swiss Noise Abatement Authorities), we assessed several practical situations,
documented them in binaural sound recordings and derived guidelines on how wells and fountains or creeks and rivers can be
designed to optimize this effect.
Water noise may a) reduce the dynamic range of traffic noise and thus its conspicuousness, partially filling in noise breaks; b) mask
(partially) the traffic noise, which is perceived as a relief despite the higher overall sound level; c) draw attention away from traffic
noise to the more interesting water noise (if this is diverse and/or variable over time); d) ”reinterpret” traffic noise (if it comes from
the same direction and is spectrally similar), because the traffic noise is assigned to the river or well and subsequently assessed as
positive.
In general, water sounds have more effect against broadband rolling noise, but less so against tonal engine noise. With increasing
electromobility, however, engine noise should decrease, while rolling noise will remain. The chances that water noise mitigates the
annoyance due to traffic noise could therefore improve.
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| 16:20 |
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How is subjective noise annoyance related to somatic health risk? An overview of epidemiological evidence
Martin Röösli
[Abstract]
Subjective annoyance is the best-studied, and in terms of disability adjusted life years (DALYs), the most relevant effect of long-term transportation noise exposure. However, relatively few studies have addressed whether and how noise annoyance translates into long-term health effects. On the one hand, it has been hypothesized that high annoyance is amplifying physiological stress reactions and thus more pronounced health effects from noise exposure would be expected. On the other hand, physiological reactions have been observed to be independent of the subjective noise rating, and it has thus been hypothesized that noise annoyance and somatic health effects are two distinct biological pathways. To date, a growing body of epidemiological research included noise annoyance and noise sensitivity as effect modifier in the analysis of transportation noise exposure and various somatic diseases such as myocardial infarction or diabetes. In this presentation, an overview about the epidemiological research on this topic is given. From there, it will be evaluated whether, and if so to what extent, reduction in subjective noise annoyance is also expected to be beneficial for other noise induced health effects.
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Sitzungsleitung:
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| P. Brandstätt, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| K. Bay, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 14:00 |
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Bayesian Framework for Multilayered Design and Validation of Micro- perforated/-slit Panel Absorbers
Ning Xiang, Michael Hoeft, Cameron Fackler
[Abstract]
This contribution discusses design and validation of multilayer micro-perforated/slit panels (MPP/MSP) to create both high sound absorption and wide
bandwidth simultaneously. Microslit panels are similar to micro-perforated panels, and can similarly achieve high absorption coefficients without using fibrous
materials. Yet, fabrication of microslit panels is much simplified, they are visually more transparent than perforated panels when using transparent panel
materials since the microslit panels yield more unobstructed panel for a given perforation rate. However, both micro-perforated and slit panel absorbers in single
configuration are limited to a narrow frequency bandwidth. By stacking several panels into a multilayer structure, a high absorption becomes achievable in a
broadband. A Bayesian framework is applied to cope with design challenges arising from designing MPP/MSP parameters for multiple layers to fulfill a given
design scheme. This design method rapidly converges to the optimized parameters of each individual layer in a parsimonious set of layers so that the overall
multi-layer configuration meets the design scheme for minimally possible fabrication complexity. In addition, performing iterative Bayesian analysis during the
panel fabrication and experimental validation guides corrections due to fabrication inaccuracies.
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| 14:20 |
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Bestimmung dynamisch-mechanischer Eigenschaften von Thermoplasten mittels Resonanzkurven-Verfahren und dynamisch-mechanischer Analyse
Arne Rotermund, Steffen Hoffmann, Alessandra Kummerow, Sven Hartwig, Sabine C. Langer
[Abstract]
Thermoplastische Kunststoffe sind beliebte Werkstoffe für Bauteile in diversen industriellen Anwendungen. Insbesondere im Automobilbereich werden sie aufgrund der kostengünstigen und schnellen Verarbeitung im Spritzgussverfahren häufig eingesetzt. Die Verstärkung der Kunststoffe mit Kurz- oder Langfasern führt zudem zu einer hohen spezifischen Steifigkeit und einem damit verbundenem Leichtbaupotenzial. Aufgrund steigender Anforderungen an den Akustik-Komfort sind zuverlässige numerische Modelle zur Vorhersage des vibroakustischen Verhaltens von Bauteilen erforderlich. Grundlage dieser Modelle sind ausreichende Kenntnisse über das Materialverhalten der eingesetzten Werkstoffe.
In diesem Beitrag werden Messverfahren in Anlehnung an ISO 6721-3 und ISO 6721-5 zur Bestimmung dynamisch-mechanischer Eigenschaften von Kunststoffen verglichen. Hierbei werden Balkenproben aus (glasfaserverstärktem) Polypropylen, welche Biegeschwingungen ausführen, gemessen und die temperatur- und frequenzabhängigen Biege-Speichermodule und -Verlustfaktoren ermittelt. Der messbare Frequenzbereich für das Resonanzkurven-Verfahren aus ISO 6721-3 unterscheidet sich zu dem des Verfahrens erzwungener Schwingungen aus ISO 6721-5. Anhand der ermittelten Materialparameter können jedoch unter Nutzung des Zeit-Temperatur-Verschiebungsprinzips viskoelastischer Materialien Masterkurven berechnet werden, die den Frequenzbereich der ermittelten Parameter erweitern und damit einen Vergleich beider Verfahren ermöglichen. Hierauf aufbauend wird eine Empfehlung zur effizienten Messung dynamisch-mechanischer Eigenschaften anisotroper, viskoelastischer Materialien gegeben.
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| 14:40 |
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Identification of piezoelectric material parameters using optimised multi-electrode specimens
Leander Claes, Nadine Feldmann, Veronika Schulze, Benjamin Jurgelucks, Andrea Walther, Bernd Henning
[Abstract]
Due to the availability of computational resources, modern design processes of sensor and actor systems are becoming
increasingly simulation-driven. A
prerequisite of these processes is, however, that the materials used are well-known and described by a material model. For
piezoceramic materials the
parameters of such a model is especially hard to determine, as it includes mechanical, electrical, and piezoelectric quantities.
The authors have previously shown that a complete set of piezoelectric material parameters can be identified based on three
electrical impedance
measurements of a disc-shaped specimen with three ring electrodes. As a continuation of this work, a new electrode structure
requiring only a single
impedance measurement is determined by a simulation-based sensitivity optimisation process. Using this new electrode
structure, the material
parameters of a physical specimen are determined in an inverse procedure by matching the measured impedance with the
impedance of a virtual sample
incorporating the parameterised material model using an optimisation algorithm. Along with linear parameters for mechanical,
electrical, and piezoelectric
behaviour, absorption parameters are determined as well. Good agreement between virtual and physical impedances indicates
the model’s potential to
describe the physical behaviour accurately.
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| 15:00 |
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Zur Messung von Schallleistungspegeln bei Frequenzen deutlich unter 100 Hz
Kevin Picker, Volker Wittstock
[Abstract]
Der Schallleistungspegel ist die wichtigste Kenngröße zur Beschreibung der Emission von Schallquellen. Im heute üblicherweise für Messungen verwendeten Frequenzbereich zwischen 100 Hz und 10 kHz wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass das äußere Schallfeld keinen Einfluss auf die emittierte Schallleistung von Quellen hat. In Räumen ist diese Annahme zu tieferen Frequenzen zunehmend unzutreffend. Um trotzdem eine Emissionskenngröße in Räumen messen zu können, wird an der PTB seit mehreren Jahren das Konzept verfolgt, die Schallleistung von Quellen durch Bezug auf ein Primärnormal zu messen. Das Primärnormal besteht dabei aus einer eingebettet schwingenden ebenen Schallquelle. Die Schallleistung, die von dieser Quelle in ein Halbfreifeld abgestrahlt werden würde, wird mit Hilfe des Rayleigh-Integrals aus der gemessenen Schallschnelle an der Oberfläche der Primärquelle errechnet. Der von der Primärquelle erzeugte Schalldruck bzw. die -intensität wird an Feldpunkten im Raum gemessen. Anschließend wird die Primärquelle durch die zu testende Quelle ersetzt, und es wird erneut der Schalldruck bzw. die -intensität gemessen. Die Freifeld-Schallleistung der zu testenden Quelle kann dann aus der Freifeld-Schallleistung der Primärquelle sowie den gemessenen Feldgrößen errechnet werden. Im Beitrag werden das Gesamtkonzept dieses Ansatzes sowie Messergebnisse aus dem Halbfreifeldraum und dem Hallraum der PTB mit unterschiedlichen Quellen vorgestellt.
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| 15:20 |
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Zur Akustik von Luftreinigungsgeräten
Karlheinz Bay, Jens Rohlfing
[Abstract]
Luftreinigungsgeräte finden sich seit der Corona-Krise in vielen Klassen-, Büro- und Wohnräumen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur
Bekämpfung der Pandemie. Trotz kompakter Bauweise müssen diese Geräte eine hohe Luftleistung im Dauerbetrieb erbringen und dürfen z.B.
währende des Unterrichts bzw. der Arbeitszeit nicht ausgeschaltet werden. Daraus ergeben sich Herausforderungen in Bezug auf die akustischen
Emissionen dieser Geräte. Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte wurden dazu Recherchen zu Anforderungen, Marktanalysen sowie
Reihenmessungen zur Akustik von Luftreinigungsgeräten durchgeführt. Außerdem wurden im Fraunhofer-Forschungsprojekt ReinluftAkustik
Voruntersuchungen zur akustischen Charakterisierung und Optimierung von Luftreinigungsgeräten durchgeführt. In diesem Beitrag werden die
Ergebnisse einer Bestandsaufnahme normativer Verweise, Empfehlungen und Förderrichtlinien zusammengefasst und akustischen Gerätekennwerten
gegenübergestellt. Die entscheidende Kenngröße für die Akustik ist dabei die volumenstrombezogene Schallleistung der Geräte. Diese ermöglicht in
Verbindung mit den raumakustischen Eigenschaften am Aufstellungsort eine Prognose der resultierenden Schalldruckpegel im Raum. Am Beispiel der
Anwendung in einem typischen Klassenraum wird die Problematik der gleichzeitigen Einhaltung von hygienischen und akustischen Anforderungen
diskutiert. Abschließend erfolgt eine akustische Betrachtung der Schallquellen und Schallübertragungswege von Luftreinigungsgeräten. Darauf
aufbauend werden mögliche hybride aktive/passive Schallschutzkonzepte vorgestellt und diskutiert.
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Sitzungsleitung:
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| P. Brandstätt, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| K. Bay, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 16:40 |
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Reflexion und Transmission von Schall an Umlenkungen in Strömungskanälen
Dominik Scholl, Florian Ebert
[Abstract]
Viele Kanalsysteme transportieren neben einer Luftströmung auch unerwünschten Schall. In den meisten Kanalsystemen sind außerdem
Strömungsumlenkungen anzutreffen, welche die Ausbreitung des Schalls beeinflussen. Die geometrischen Randbedingungen der Kanalumlenkung
bestimmen die akustische Transmission und Reflexion einfallender Schallwellen und ermöglichen es somit gezielt Lärm zu mindern. Dabei spielt die
Umwandlung einfallender Grundmoden in - teilweise nicht-ausbreitungsfähige - Moden höherer Ordnung eine entscheidende Rolle. Im Beitrag werden
numerische Ergebnisse für die Reflektions- und Transmissionskoeffizienten präsentiert und mit Messungen an einem eigens aufgebauten
Transmissionsprüfstand, der auch Moden höherer Ordnung erfassen kann, verglichen. Sie belegen, wie durch Modenumwandlung die
Schalltransmission durch die Umlenkung unterdrückt und einfallender Schall stattdessen zurückreflektiert wird.
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| 17:00 |
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Bewertung der Sprachverständlichkeit von Atemschutzmasken unter Berücksichtigung ihrer morphologisch-materiellen Eigenschaften
Dominik Börner, Cleopatra Christina Moshona, Andre Fiebig, Annika Thormann
[Abstract]
Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie ist das Tragen von Atemschutzmasken ein wesentlicher Bestandteil unseres
Alltags geworden. Neben der haptischen Gewöhnung hat die Verwendung von Atemschutzmasken auch Auswirkungen auf die
Sprachverständlichkeit und damit verbundene psychoakustische Effekte. Infolgedessen sind die morphologisch-materiellen
Eigenschaften von Atemschutzmasken für die Produktentwicklung immer relevanter geworden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen den Materialeigenschaften von Atemschutzmasken
und der Sprachverständlichkeit. Zu diesem Zweck wurde eine breite Auswahl von Atemschutzmasken hinsichtlich ihrer
strukturellen Materialeigenschaften wie Porosität, Faser-und Schichtdicke analysiert. Drei raumakustische Messumgebungen
wurden definiert und in Bezug auf ihre Hörsamkeit kategorisiert, eine Eigenschaft, die mit der spezifischen Nachhallzeit und
der Raumgröße zusammenhängt. Eine angepasste Form der Speech Transmission Index (STI) Messung wurde verwendet,
um die Sprachverständlichkeit von Atemschutzmasken in verschiedenen Entfernungen von der Quelle zur Empfangsposition
sowie unterschiedlichen Umgebungsbedingungen zu messen. Alle materialmorphologischen Parameter wurden dann mit dem
gemessenen STI-Werten der Atemschutzmasken korreliert. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass einige
morphologisch-materielle Aspekte einen signifikanteren Einfluss auf die Sprachverständlichkeit haben als andere.
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| 17:20 |
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Efficiency evaluation of robust voice control for HMI systems in the industrial production
Marvin Norda, Andreas Volgenandt, Christoph Beckert, Jan Rennies, Jens-E. Appell, Sven Carsten Lange, Axel Hahn
[Abstract]
Cars, mobile phones and smart home devices already provide an automated speech recognition (ASR) by default to keep the drivers focus on the street, to reduce complex interactions on small touch screens or to control an automation system from different rooms. However not all the benefits of these ASR consumer applications have the same impact in an industrial scenario. Different conditions and aims of HMI systems in these two fields lead to different potentials and challenges. Robust voice control, as the most natural way of communication, opens the opportunity to shorten complex command sequences and menu structures to directly execute a final command. The quantitatively influence of these effects on the production process time is not known yet. Therefore, this contribution explores which HMI scenarios benefit most from replacing or complementing existing touch screen-based interaction with robust voice control. In this contribution different typical CNC commands from CNC milling machines and industrial robots are categorized by the complexity over the menu levels and number of interactions. Afterwards the interaction time for touch screen commands and voice control commands is compared to identify the break-even-point where the robust voice control is faster than a conventional touch screen control.
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| 17:40 |
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Transmission behaviour and noise generation of MEMS shutter devices
Dominik Mayrhofer, Manfred Kaltenbacher
[Abstract]
A new method of sound generation - which we call Advanced Digital Sound Reconstruction (ADSR) - incorporates a redirection mechanism for sound pulses. In the most simple case, these sound pulses have the shape of a hat-function and are manipulated via highly dynamic shutter gates. We investigate the influence of a particular Micro-Electro-Mechanical-Systems (MEMS) actuator design on this sound pulse regarding its transmission behaviour. Since viscous effects can play a dominant role in MEMS applications, we utilize the linearized flow equations in time domain in order to solve for the acoustic pressure while taking viscous boundary layers into account. Furthermore we investigate the generated noise during the switching process. The actuator itself has been characterized via a Micro System Analyzer 400 regarding its mechanical properties, which are then utilizied in a simplified simulation setup in order to estimate the generated sound pressure level. The simulated sound pressure level is then compared to acoustic measurements to validate the simplified approach. Based on the results regarding the transmission behaviour as well as the generated noise during the switching process, the underlying embodiment is rated regarding its applicability for ADSR.
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| 18:00 |
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Dezentrale Raumluft-Filteranlagen – zu laut für den Unterricht!
Carsten Ruhe
[Abstract]
Lange Zeit war kein Unterricht möglich, jetzt beginnt er - mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen - wieder. Auf Betreiben der GEW werden bundesweit Lüfter mit Virenfilter und/oder mit UV-Behandlung gekauft und aufgestellt. Die Anschaffung vieler Anlagen wird von den Ländern gefördert. In den Beschaffungs-Richtlinien sind die Angaben über die einzuhaltenden Schallpegel kaum spezifiziert. Man findet aber zahlreiche Zeitungsartikel mit Klagen über den Lärm. Nur wenige Hersteller haben bisher Schallmessungen im Prüfstand ausführen lassen; auch über Messungen vor Ort gibt es nur wenige Berichte. Selbst die DGUV und das BAUA können bisher kaum Hilfestellung geben.
Veranlasst durch Anfragen von verschiedenen Seiten wurde - basierend auf den wenigen Prüfstands-Messwerten - zunächst eine rechnerische Prognose erstellt, welche eine deutliche Auswirkung dieser Geräusche auf die Unterrichtsqualität erwarten lässt. Ergänzend erfolgen derzeit in verschiedenen Schulen an verschiedenen Anlagen ausführliche Schallmessungen, um die tatsächlichen Beeinträchtigungen zu erfassen. Über diese Messungen und ihre Ergebnisse wird berichtet. Nach den bisherigen Kenntnissen wird man das obige ”?” gegen ein ”!” austauschen müssen.
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Organisation:
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| P. Brandstätt, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
| K. Bay, Fraunhofer-Institut für Bauphysik |
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| 15:40 |
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Akustisch optimierte Polymerwerkstoffe, Komponenten und Geometrien für Kunststoffgehäuse
Jens Rohlfing, Yohko Aoki, Roman Wack, Jan Diemert
[Abstract]
Lärmemissionen von Anlagen und Geräten stellen im Alltag und am Arbeitsplatz eine erhebliche Belästigung und Belastung dar. Akustisch optimierte Produkte sorgen für mehr Komfort und Sicherheit. Kunststoffe sind ideale Konstruktionswerkstoffe für Gehäuse und andere Gerätekomponenten: leicht, meist preiswert und komplex in 3D formbar, und vielfach großserientauglich, weswegen sie in vielfältiger Form zum Einsatz kommen. Allerdings ist gerade das geringe Gewicht und oftmals geringe innere Dämpfung von Kunststoffcompounds sowie aus akustischer Sicht nicht ideal. Umso wichtiger ist es, die Potentiale einer akustischen Optimierung dieser Werkstoffe sowie einer akustisch optimierten konstruktiven Ausgestaltung und Fertigungstechniken auszuschöpfen, um so eine deutliche Reduzierung der Geräuschemissionen von Geräten zu erzielen. Im Rahmen des Fraunhofer-Forschungsprojektes PolymerAkustik entsteht hierzu ein umfassendes Technologieangebot. Dieser Beitrag fasst Ergebnisse aus diesem Forschungsvorhaben zusammen. Insbesondere werden Ergebnisse in Bezug auf neue polymerbasierte Werkstoffkonzepte mit justierbaren akustischen Eigenschaften für großserienfähige Fertigungsverfahren präsentiert. Dazu gehört auch die Nutzung weiterentwickelter (hybrider) Kunststoffverarbeitungsverfahren für Schichtstrukturen aus Polymeren mit hoher innerer Dämpfung und akustisch optimierten Polymerschäumen. Des Weiteren werden Konzepte für eine akustisch optimierte Ausgestaltung von Geräteöffnungen und elastischer Lagerelemente vorgestellt.
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| 15:42 |
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Vergleich verschiedener granularer Materialien und Mixturen für die Anwendung in partikelbasierten Schwingungsdämpfern
Braj Bhushan Prasad, Fabian Duvigneau, Elmar Woschke, Daniel Juhre
[Abstract]
Die Autoren haben in vorangegangen Studien verschiedene Konzepte zur passiven Schwingungsdämpfung vorgestellt, die im Wesentlichen die hohe innere Reibung granularer Medien als Dissipationsquelle nutzen. In diesem Beitrag soll nun das granulare Material im Fokus stehen, das für die Partikeldämpfer genutzt wird. Im Rahmen experimenteller Studien werden über 20 Materialien untersucht und vergleichend bewertet. Darüber hinaus werden auch Mischungen näher betrachtet. Die Palette der untersuchten Materialien reicht von Sand über Gummimaterialien bis hin zu metallischen Werkstoffen. Im Rahmen der Untersuchungen wird auch der Einfluss unterschiedlicher Korngrößen und Füllmengen analysiert. Außerdem liegt ein weiteres Augenmerk auf der Form der Einzelpartikel. Vorangegangene Experimente stützen die Vermutung, dass unregelmäßige Formen im Vergleich zu kugelförmigen Medien zu einer höheren Anzahl von Kontaktpunkten und Reibungsvorgängen zwischen den Partikeln führen und folglich wirksamer sind. Für die experimentelle Schwingungsanalyse der partikelgefüllten sowie ungefüllten Probekörper wird ein Laser-Scanning-Doppler-Vibrometer verwendet. Die anschließende Bewertung der Dämpfungswirkung erfolgt bezüglich der gemessenen Oberflächengeschwindigkeit in Normalenrichtung und quantifiziert die Differenz zwischen gefüllten und ungefülltem Probekörper. Dabei werden alle im erfassten Frequenzbereich auftretenden Resonanzüberhöhungen analysiert und in die Gesamtbewertung einbezogen. Als skalare Ergebnisgröße kommt zusätzlich die Summenpegeldifferenz zum Einsatz. Die Vergleiche werden sowohl bezüglich identischer Massen als auch identischer Volumina der unterschiedlichen Füllmaterialien durchgeführt.
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| 15:44 |
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Dual Helmholtz Resonator Systems for the use of Broadband absorbing Metamaterials
Patrick Kontopidis
[Abstract]
Impedance tube measurements and a finite element simulation of two coupled helmholtz resonators in series are presented. The associated mass spring model predicts two eigenfrequencies because the coupled structures resonate in phase and out of phase, respectively. The simulation was able to confirm this as well as the eigenvalues found in the experiments. Finally, the results were compared to a more elaborated model derivated by Xu, Selamet and Kim (2010). Here it was found that the predicted frequencies are close to the measured ones. The results were used to create a broadband absorbing metamaterial consisting of 19 coupled cylindrical resonators of different sizes.
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| 15:52 |
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'One-Way'-Schwingungsabsorber
Oskar Bschorr
[Abstract]
Ein derartiger Absorber besteht aus einem 1D-Wellenleiter bei dem ein Ende kraftschlüssig an dem zu dämpfenden Bauteil angekoppelten ist und das
andere Ende einen reflexionsfreien Abschluss darstellt. Bevorzugte Einsatzfälle sind dickwandige Metall-Strukturen wie Eisenbahnschienen,
Stahlbrücken, Stahlräder. Die Dämpfung wird primär durch die Eingangsimpedanz des 1D-Leiters bestimmt, Optimum besteht bei Leistungsanpassung
mit gleicher Resistanz und entgegengesetzter Reaktanz von Struktur und Absorber. Die Dimensionierung dieser Impedanz-Parameter nach der
konventionellen ”Two-Way”-Wellengleichung, einer partiellen Differentialgleichung (PDG) 2. Ordnung, liefert nur für spezielle, einfache Leiter-Konturen
analytische Lösungen, alle anderen Fälle sind nur über numerische FE-Rechenprogramme zugänglich. Die konkurrierende, ”One-Way”-Wellengleichung
PDG 1. Ordnung dagegen beruht auf dem Impedanz-Theorem und erlaubt eine problemlose, gezielte Dimensionierung des ”One-Way”-
Schwingungsabsorbers.
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| 15:54 |
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'One-Way'-Breitbandresonator: Cochlea.
Oskar Bschorr
[Abstract]
Ein Resonanz-Absorber ist sehr viel effektiver als der breitbandige Normalabsorber, ist aber leider nur bei Festfrequenzen -
wie 50-Hz-Brumm und bei
konstanten Drehzahlen - einsetzbar. Im menschlichen Ohr mit der Cochlea als Moens/Korteweg-Wellenleiter dagegen ist über
den gesam-ten
Hörbereich Resonanz-Betrieb realisiert. Die über die Cochlea-Strecke verteilten, von 2 kHz bis 20 Hz reichenden
Resonanzstellen der Basilarmembran
bewirken lokal spektrale Impedanz-Einbrüche und dadurch eine Reflexion der Cochlea-Wellen am sog. weichen Ende. Bei
einem Phasenunterschied
entsprechend λ/4 lässt sich so am Cochlea-Eingang maximale und bei λ/2 minimale Impedanz realisieren. Ein direkter Beweis
dieses Prinzips ist der
otoakustische Nachhall beim evozierten OAE-Effekt. Dieses Wirkungsprinzip ist direkt auf technische Resonanz-Absorber
übertragbar. Eine
Berechnung nach der konventionellen ”Two-Way”-Wellengleichung - einer partiellen Differentialgleichung (PDG) 2. Ordnung -
geht praktisch nur über
numerische FE-Programme und zeigte an den Resonanz-Stellen reflexionsfreie Energie-Senken. Die konkurrierende ”One-
Way”-Wellengleichung PDG
1. Ordnung dagegen ist einmal mathematisch sehr viel einfacher und bestätigt die erwarteten Impedanz-Senken und damit die
breitbandige
Resonanz/Antiresonanz-Wirkung.
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Organisation:
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| O. Von Estorff, Technische Universität Hamburg, Institut für Modellierung und Berechnung |
| E. Sarradj, TU Berlin, Fachgebiet Technische Akustik |
| T. Geyer, DLR Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe, Cottbus |
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| 11:00 |
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Luftreinigungsgeräte – akustische Anforderungen und Optimierungsmöglichkeiten
Daniel Beer, Paul Fritzsche, Bernhard Fiedler, Jens Rohlfing, Karlheinz Bay, Jan Troge, Jonathan Millitzer, Christoph Tamm
[Abstract]
Durch die COVID-19-Pandemie ist die Nachfrage bezüglich antiviral wirkender Luftreinigungsgeräte erheblich gestiegen. Moderne Wohn- und Geschäftshäuser, Schulen oder Kindergärten werden zunehmend mit kompakten Lüftungsanlagen ausgestattet. Diese Lüftungssysteme und mobilen Luftreinigungsgeräte können die Virenkonzentration in Räumen deutlich reduzieren, führen allerdings häufig zu erhöhten Lärmpegeln. In der Folge treten häufiger Kommunikations- oder Konzentrationsschwierigkeiten auf. Eine wichtige Herausforderung ist die Entwicklung, Umsetzung und Validierung geeigneter Schallschutzmaßnahmen. Im Projekt ReinluftAkustik hat ein Kompetenzcluster aus vier Fraunhofer-Instituten grundlegende Ursachen der Betriebsgeräuschentstehung und allgemeine Ansätze für die akustische Optimierung betrachtet.
Im Projekt wurden unterschiedliche Luftreinigungsgeräte verschiedener Luftreinigungsprinzipien hinsichtlich ihrer akustischen Emissionen analysiert und den Anforderungen für den Einsatz in einem Klassenraum gegenübergestellt. Der Ventilator ist häufig die primäre Schallquelle. Drehklanganteile können hier durch Einspeisen eines gegenphasigen Wechselmoments sowie Stromoberwellen reduziert werden. Eine weitere Reduktion ist durch den Einsatz verschiedener Absorber als auch Resonatoren möglich. Für den Bedarf eines einstellbaren Wirkfrequenzbereiches wurde auch eine aktive Schallschutzmaßnahmen (engl. Active Noise Control) untersucht, prototypisch umgesetzt und an einem Demonstrator validiert. Um die akustische Wirkung von Luftreinigungsgeräten neben technischen Daten auch erlebbar zu machen, wurde ein webbasiertes Auralisationswerkzeug erarbeitet.
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| 11:08 |
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Bestimmung des Einflusses verschiedener Lüfterkonfigurationen auf den Gesamt-Schallleistungspegel nach DIN EN ISO 9614-1 eines Desktop-Computer
Alexander Pfaff, Christopher Morschel, Elisabeth Kunz
[Abstract]
In Deutschland haben rund 26,5 Mio. Erwerbstätige einen Büroarbeitsplatz, an dem sie mindestens 50 % Ihrer Arbeitszeit verbringen (Studie vom IBA).
Dabei sind Computer aus dem heutigen Büroalltag nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Bauformen wie zum Beispiel
Notebook, Laptop, All-In-One PC oder Desktop. Insbesondere stationäre Desktop PCs mit aktiven Kühlungselementen erzeugen Geräusche bzw. Lärm
und beeinträchtigen den Alltag vieler Personen negativ. Ein PC besteht aus vielen Elementen (Prozessor, Grafikkarte, Festplatte...). Unter akustischen
Gesichtspunkten gehören zu den prägnantesten Geräuschquellen jene Baugruppen, die bewegliche Komponenten beinhalten. Solche sind zum Beispiel
optische CD-Laufwerke, HDD (Hard Disk Drive Festplatten) oder aktive Kühlungselemente wie ein Lüfter. In diesem Beitrag werden die Schallleistungspegel nach DIN EN ISO 9614-1 eines Desktop-PCs mit verschiedenen Lüftern gegenübergestellt. Dabei
wird analysiert, wie groß der Einfluss von verschiedenen Lüfterkonfigurationen (einfach bis hochwertig) auf den gesamten Schallleistungspegel ist. Alle
Konfigurationen am Desktop erfolgen unter der Rahmenbedingung, dass diese auch von nicht IT-Fachkräften umgesetzt werden können. Sodass die
Maßnahmen auch in den Alltag Einzug finden können. Des Weiteren wird das akustische Abstrahlverhalten in einer AR-Datenbrille (HoloLens)
dargestellt, sodass dies intuitiv zu interpretieren ist. Das Verfahren hierfür ist eine Eigenentwicklung.
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| 11:16 |
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Unsicherheit in der Vibroakustik: Ein Überblick
Wei Xu, Christian Adams, Robert Feldmann, Nikolai Kleinfeller, Tobias Melz
[Abstract]
Unsicherheit ist allgegenwärtig und beeinflusst das Verständnis eines vibroakustischen Systems negativ. Auf der einen Seite führt Unsicherheit in der
Modellbildung während der Entwurfsphase zur Streuung in der Vorhersage der vibroakustischen Eigenschaften des Systems. Auf der anderen Seite
weicht die Systemdynamik während des Betriebs eines Systems aufgrund der unvollständigen Datenerfassung von der einer Prüfstandsmessung ab.
Aufgrund steigender Anforderungen der akustischen Qualität der Produkte, z.B. akustikgerechte Gestaltung und Sound Design des Antriebstrangs
einschließlich des Motorgeräuschs hinsichtlich des Fahrzeugs, soll ein besseres Verständnis der vibroakustischen Eigenschaften des Systems erreicht
werden. Aus diesem Grund muss die zugrundeliegende Unsicherheit berücksichtigt werden. Unsicherheit kann beispielsweise durch probabilistische
Methoden identifiziert und quantifiziert werden. Anhand der Betrachtung der Unsicherheit z.B. Wahrscheinlichkeitsverteilungen von vibroakustischen
Zielgrößen kann das Systemverständnis verbessert werden. Weiterhin können zuverlässige Entscheidungen hinsichtlich der vibroakustischen
Eigenschaften getroffen werden. Aufgrund dieses Potenzials wird die Betrachtung der Unsicherheit in der Vibroakustik im Rahmen dieses Beitrags
vorgestellt. Dieser Beitrag zeigt den Stand der Wissenschaft der Unsicherheit in der Vibroakustik auf und fasst die wesentlichen Methoden und Begriffe
zusammen.
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| 11:24 |
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Webster-Horngleichung und Lokalitätsprinzip
Hans-Joachim Raida
[Abstract]
Die von A.G. Webster 1919 veröffentlichte Horngleichung beschreibt die Wellenausbreitung in 1D-Wellenleitern mit variablem Querschnittsverlauf und ist im
Lautsprecher-, Musikinstrumentenbau und vielen weiteren Technologie-Bereichen im Gebrauch, in jüngster Zeit auch zur Auslegung von ”Acoustic-Black-Hole”-
Absorbern. Geschlossene analytische Lösungen existieren für einfache Konturverläufe, z.B. bei Konus-, Bessel- oder Exponential-Hörnern. Die anderen Fälle
sind nur über numerische Rechnungen zu erschließen. Im Besonderen weist der Exponential-Wellenleiter unterhalb einer Cut-off-Frequenz keine reelle
Wellenleitung und oberhalb eine von der Hornkontur abhängige Wellengeschwindigkeit auf. Dies widerspricht dem Lokalitätsprinzip, wonach Änderungen der
lokalen Feldgrößen in einem Kontinuum nur von der unmittelbaren Umgebung abhängen.
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| 11:32 |
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Lokalitätskonforme Horngleichung
Hans-Joachim Raida
[Abstract]
Die von A.G. Webster 1919 veröffentlichte Horngleichung beschreibt die Wellenausbreitung in 1D-Wellenleitern mit variablem Querschnittsverlauf. Jedoch
treten konturabhängige Wellengeschwindigkeiten auf, wodurch ein Widerspruch zum Lokalitätsprinzip besteht. Es wird eine hypothetische Horngleichung
vorgestellt, die konform zum Lokalitätsprinzip ist.
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Sitzungsleitung:
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| C.-D. Ohl, OvG-Universität Magdeburg, Department Soft Matter |
| C. Koch, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 13:40 |
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Vergleich verschiedener Charakterisierungsverfahren für das Schallfeld eines Ultraschallsenders der luftgekoppelten zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
Andreas Sebastian Schmelt, Jens Twiefel
[Abstract]
Die Schallfeldinformationen eines Ultraschallsenders werden immer dann benötigt, wenn für die zerstörungsfreie Prüfung mit luftgekoppelten Ultraschall ein Sender für einen bestimmten Einsatzzweck ausgewählt werden soll. Die Schallfeldinformationen (aussehen, Öffnungswinkel, Länge des Nahfeldes, transientes Verhalten) werden durch die Charakterisierung bestimmt. Mit 3 Experimenten stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten die am Institut für Dynamik und Schwingungen zur Verfügung stehen gegenüber. Im ersten Experiment wird die Änderung des Brechungsindexes in der Luft, aufgrund der Schallwelle, mittels der Laserrefraktovibrometrie in dem neuen Schallschutzraum des Institutes mit einem PSV-400 Scanningvibrometer (Polytec) gemessen. Daraus wird anschließend das Schallfeld berechnet. Im zweiten Experiment wird die Oberflächengeschwindigkeit des Senders mit einem MSA-100-3D (Polytec) gemessen und mit Verfahren der Ultraschallholographie das Schallfeld berechnet. Im dritten Experiment wird das ausgesendete Schallsignal mit dem Lasermikrofon ETA250 (Xarion) in einem definierten Abstand zum Sender in einem Flächenscan vermessen und anschließend das Schallfeld zurück bis zur Oberfläche des Senders mit der Ultraschallholographie berechnet. Abschließend werden die Ergebnisse aus den Experimenten miteinander verglichen und Vor- und Nachteile der einzelnen Charakterisierungsverfahren herausgearbeitet und eine Empfehlung abgegeben.
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| 14:00 |
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Cavitation, bubble dynamics and sonoluminescence at high viscosity
Atiyeh Aghel Maleki, Sergey Lesnik, Isabelle Müller, Hossein Afarideh, Gunther Brenner, Robert Mettin
[Abstract]
Liquid viscosity is a relevant parameter for acoustic cavitation and ultrasonically driven bubbles. However, its influence on
bubble dynamics and bubble
structure formation remains to a good part unexplored. As well, liquid viscosity effects on the bubble collapse hot spot,
sonochemistry, and
sonoluminescence are not fully understood yet. Here we report on results from a systematic project study that intends to fill
some of these gaps. Focus is
set on the peculiar individual and collective dynamics of bubbles in aqueous glycerine and ethylene glycol solutions under
variation of viscosity, and
further on sonoluminescence emissions of single bubbles and of multi-bubble fields.
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| 14:20 |
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Some Remarks on Ultrasonic Degassing
Robert Mettin, Dwayne Savio Stephens, David Holly, Markus Thiele
[Abstract]
Liquid degassing by ultrasound is a common and well-known technique. Important applications comprise liquid metal melts and ultrasonic cleaning. In the latter case, degassing often occurs as a necessary precursor of hard (”transient”) cavitation. Here we analyse the degassing process from a microscopic to mesoscopic view. This includes gas-collecting mechanisms like rectified diffusion and bubble attraction and coalescence. On this basis, estimates of overall degassing rates are attempted and the potential insight into existence and quantity of so-called ”bulk nano-bubbles” via ultrasonic degassing experiments is explored.
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| 14:40 |
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Quantification of the adhesive coupling of layered structures using guided ultrasonic waves
Marcel Nicolai, Henning Zeipert, Yevgeniya Lugovtsova, Jannis Bulling, Sarah Johannesmann, Jens Prager, Bernd Henning
[Abstract]
Adhesive bonds have clear advantages over conventional methods and ensure high-performance of structures, especially in lightweight construction
such as in automotive and aerospace industries. Unfortunately, destructive methods are still widely used for testing of these joints. In this contribution, a
new and possibly more advantageous non-destructive method is presented which investigates the strength of the adhesive interface layer by means of
guided ultrasonic waves. For this purpose, so-called mode repulsion regions (MRRs) are used, which represent interesting properties in dispersion
curves of layered materials. The dispersion curves of layered materials are calculated using the Scaled Boundary Finite Element Method (SBFEM). The Young’s modulus of the
adhesive interface layer is chosen as a parameter representing the coupling strength. The averaged curvature of the repulsive modes of all MRRs in a
certain frequency-wavenumber region is used as an evaluation parameter for coupling strength. For weakly coupled plates, the curvature is high and
decreases steadily with increasing interface layer stiffness. The evaluation of the properties of MRR shows promising results, which could be used for
non-destructive testing of adhesive joints.
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| 15:00 |
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Charakterisierung der Dynamischen Eigenschaften von Elastomeren mittels Ultraschalltransmission
Lukas Schasse, Edgar Schmidtke, Jens Meier
[Abstract]
Die dynamisch-mechanischen und damit auch die akustischen Eigenschaften von Elastomeren sind prinzipiell frequenz- und temperaturabhängig. Herkömmliche Verfahren zur Bestimmung dieser Eigenschaften, wie die Dynamisch-Mechanische Analyse (DMA), sind typischerweise auf Frequenzen unterhalb 100 Hz beschränkt. Da insbesondere im akustischen Bereich bei vielen Elastomeranwendungen deutlich höheren Frequenzen angeregt werden, ist die direkte Charakterisierung von Materialeigenschaften in diesen Bereichen relevant. In diesem Zusammenhang ist die Ultraschalltransmission eine sinnvolle Ergänzung zur DMA. Mit diesem Verfahren ist es möglich, die akustischen Eigenschaften von Elastomeren, wie Schallgeschwindigkeit und Absorption, im höheren kHz-Bereich zu charakterisieren. Damit lassen sich die aus der mechanischen Messung extrapolierten Daten (Masterkurven) verifizieren. Um bei einer solchen Überprüfung von Masterkurven einen größeren Teil der Polymerdynamik abbilden zu können, ist es erstrebenswert mit der zugrunde liegenden Ultraschall-Messung einen möglichst großen Frequenzbereich abzudecken. Daher wird im Rahmen dieser Arbeit diskutiert, inwieweit neben der durch die Sendercharakteristik begrenzte Frequenzmodulation auch Extrapolationsverfahren zur Erweiterung des Frequenzbereichs beitragen können.
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| 15:20 |
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Monitoring Thermischer Therapien Mittels Ultraschall
Sven Rothlübbers, Hannah Strohm, Jürgen Jenne, Matthias Günther
[Abstract]
In einer alternden Gesellschaft wird der Bedarf an wenig belastenden, minimal-invasiven thermischen Therapien wie RF-, FUS-, Laser- und Kryo-Therapien zunehmend steigen. Bei diesen wird Gewebe erhitzt oder abgekühlt, um entweder kurzfristig die Art der im Gewebe ablaufenden Prozesse zu verändern, wie z.B. die Durchblutung zu erhöhen, oder um etwa bösartiges Gewebe lokal zu zerstören. Die Änderung des Energieeintrages und der Temperatur lassen sich dabei von außen nicht direkt ortsaufgelöst beobachten, sodass das Therapiegerät für die von ihm verursachten Effekte mehr oder weniger blind ist. Daher werden diese Eingriffe unter direkter Kontrolle durch MRT oder Sonographie durchgeführt. Vorteil der MRT ist ihre präzise Thermometrie, die allerdings mit hohem Aufwand und Kosten verbunden ist. Die Überwachung mittels Ultraschall kann hier eine Alternative sein, konnten bisher aber noch keine klinisch zufriedenstellenden Ergebnisse liefern.
Ziel des vorgestellten Projektes ist die Entwicklung genauer und robuster Ultraschall-basierter Monitoringmethoden für lokale thermische Therapien. Dazu sind allerdings technikbedingte Hürden zu überwinden. Neben gewebeabhängigen Schallparametern gehören dazu bei den referenzbasierten Verfahren vor allem sich währen der Behandlung bewegendes oder veränderndes Gewebe.
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Organisation:
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| C.-D. Ohl, OvG-Universität Magdeburg, Department Soft Matter |
| C. Koch, Physikalisch-Technische Bundesanstalt |
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| 15:40 |
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Volumetrischer Ultraschall für die Echtzeit-Strahlendosimetrie
Marc Fournelle, Christoph Risser, Holger Hewener, Steffen Weber, Daniel Speicher, Steffen Tretbar
[Abstract]
Der Ansatz der Ultraschall-basierten Dosimetrie basiert darauf, dass sich Veränderungen an Ultraschallkontrastmitteln infolge einer Bestrahlung in den an Kontrastmitteln gestreuten Signalen wiedererkennen lassen. Um solch kleine Veränderungen im Signal detektieren und zu 3D Dosisverteilungen rekonstruieren zu können, bedarf es spezieller Ultraschallsysteme. Im Projekt AMPHORA wurden verschiedene Konzepte für Echtzeit-3D Bildgebungssysteme verfolgt und entsprechende System- und Wandler-Varianten aufgebaut. Insbesondere wurde eine Ultraschall-Elektronik mit 1024 unabhängigen Sende- und Empfangskanälen, die parallel betrieben werden können, entwickelt. Unverarbeitete Rohdaten von 1024 Einzelwandlerelementen werden im System digitalisiert und zur Verarbeitung/Rekonstruktion an GPUs weitergeleitet. Zur Aufnahme solcher Volumendaten wurde ein Matrixarraywandler entwickelt, bei dem 1014 Elemente einzeln kontaktiert werden. Im Zusammenspiel mit der 1024-kanaligen Elektronik können die Elemente somit individuell angeregt und ausgelesen werden. Darüber hinaus wurden ”Sparse-Matrix” Ansätze untersucht, bei denen ausgedünnte Matrizen, in denen nur ausgewählte Elemente kontaktiert werden, zur Volumenbildgebung eingesetzt werden. Durch die geschickte Wahl der aktiven Elemente können 3D Daten auch mit einer signifikant geringeren Elementanzahl rekonstruiert werden. Um dies experimentell zu validieren, wurde ein elliptisches Sparse-Array entwickelt, bei dem 256 Einzelelemente in einem 2D Spiralmuster angeordnet sind. Das Gesamtsystem bestehend aus der 1024-kanaligen Elektronik sowie den verschiedene vollbesetzten oder ”sparse” Matrixarrays wurde in Phantomstudien sowie ersten Aufnahmen an Probanden validiert.
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| 15:42 |
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Estimation of viscoelastic material parameters of polymers using Lamb waves
Sarah Johannesmann, Leander Claes, Bernd Henning
[Abstract]
For a realistic simulation of ultrasonic waves in components, the material parameters of its constituents need to be known. Especially in polymers, viscoelastic behaviour must be considered to account for the material’s absorption.
A possible method for material characterisation is based on Lamb waves using broadband thermoelastic excitation. Signal acquisition of ultrasonic waves at different distances from the excitation yields a matrix of signals depending on time and space. A 2D-Fourier transform yields a matrix in the temporal and spatial frequency domain similar to a dispersion diagram from which the propagating modes are extracted. Subdividing the propagation distance in N subdomains and applying a 2D-Fourier transform to each matrix results in N sub-matrices depending on frequency and real wavenumber. These are used to fit an exponential function in the spatial domain for each frequency and real wavenumber pair yielding the acoustic absorption, i.e. the imaginary part of the wavenumber. In an inverse procedure, the detected frequencies and complex wavenumbers are inserted into the analytic, complex Rayleigh-Lamb-equation, which is balanced by varying the complex, viscoelastic material parameters using a global optimisation algorithm. The resulting values for the material parameters serve as estimates for a quantitative description of the viscoelastic material behaviour.
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| 15:44 |
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Non-invasive Temperature estimation of Ultrasonic Hyperthermia using Diagnostic Ultrasound
Md Nazmul Hossain
[Abstract]
Ultrasonic Hyperthermia in combination with radiotherapy have demonstrated an excellent success in cancer treatment. However, the clinical application suggests a more homogeneous heating over a larger volume and a temperature monitoring system for its widespread use. In this poster, we have presented an approach to deliver a controlled heating over a larger region in order to limit the temperature increase. Echo-shift (time-shift) method using diagnostic ultrasound has been employed to estimate the elevated temperature of the heated region in a non-invasive way. A high intensity focusing ultrasound transducer (HIFU) is used for sonification of an agar based phantom and a diagnostic imaging system is used for the pulse-echo data collection. Additionally, temperature is measured using thermocouples in order to compare the results obtained from echo-shift estimation. Sonication has been performed at two different locations of the HIFU beam. One is in the focus and the other in a post focal plane which is about 20 mm away from the focus of the HIFU. A qualitative and a quantitative comparison of the results between this two different sonication has been reported here.
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Organisation:
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| F. Zotter, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
| S. Spors, University of Rostock, Institute of Communications Engineering |
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| 15:40 |
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Measure - Analyze - Auralize From room impulse response to room classification and binaural reproduction
Lukas Treybig, Stephan Werner, Ulrike Sloma, Georg Stolz
[Abstract]
For the acoustic detection and binaural reproduction of rooms, binaural room impulse responses (BRIRs) are a key element. In addition to measure
BRIRs with an artificial head, they can also be synthesized from ”spatial” room impulse responses (SRIRs), using the ”Spatial Decomposition Method”
(SDM). Based on these BRIRs, direction- and position-dependent room acoustic parameters, such as reverberation times and energy ratios, can be
calculated. The resulting parameter data set can be analyzed using multivariate techniques. Based on the acoustic parameters, a classification of the
measurement data can be performed. The presented procedure describes an approach for simplified inspection and evaluation of a multitude of room acoustic measurements. The paper
provides a toolbox of methods for the acquisition and acoustic analysis of SRIRs as well as for the spatial acoustic evaluation of the measurements as
well as a simplified auralization.
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| 15:48 |
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A quantitative performance analysis of HRTF range extrapolation based on generalized WFS theory
Gergely Firtha, Péter Fiala
[Abstract]
The reproduction of virtual acoustic environments via headphones generally relies on the measurement of the acoustic propagation properties from the source position to the listener’s ears, termed as Head Related Transfer Functions (HRTFs).
Instead of every possible source positions, HRTFs are usually measured on a sparse spherical, or circular grid at a fixed source-listener distance. The application of WFS theory for estimating HRTFs outside the measurement grid has been proposed already in the related literature. Recently a generalized WFS theory has been introduced by the present authors that theoretically may allow amplitude correct and aliasing-free synthesis at the listener position. The present study investigates the performance of the generalized Wave Field Synthesis theory when applied for HRTF interpolation and extrapolation. Quantitative comparisons are given with the reference solution based on boundary element simulations.
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Sitzungsleitung:
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| F. Zotter, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
| S. Spors, University of Rostock, Institute of Communications Engineering |
| M. Frank, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
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| 10:00 |
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Die derzeitige Rolle des maschinellen Lernens in der datenbasierten räumlichen Audioaufnahme und -wiedergabe
Jens Ahrens
[Abstract]
In datenbasierten Repräsentationen räumlicher Audioszenen ist die räumliche Information in den Audiosignalen enthalten. Beispiele hierfür sind
Aufnahmen, die mit einem Kunstkopf oder einem Mikrofon-Array erstellt wurden. Sie stehen im Gegensatz zu modellbasierten Repräsentationen, in
denen die räumliche Information wie die Position einer Schallquelle oder die akustischen Eigenschaften der Umgebung durch geometrische und
physikalische Modelle beschrieben wird. Der vorliegende Vortrag gibt einen Überblick über die Rolle, die Algorithmen des maschinellen Lernens in den
verschiedenen Stufen der Verarbeitungspipeline datenbasierter Repräsentationen - Aufnahme, Verarbeitung und Wiedergabe - derzeit spielen. Es zeigt
sich, dass das maschinelle Lernen die klassische Signalverarbeitung bei gewissen Problemstellungen überholt hat. Die klassische Signalverarbeitung
wiederum dominiert weiterhin bei gewissen anderen Problemstellungen.
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| 10:20 |
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A Closer Look On Linearly and Quadratically Constrained Least-Squares Binaural Decoder Performance Using Individualised HRTFs
Frank Schultz, Shaima'A Doma, Janina Fels, Sascha Spors
[Abstract]
The linearly and quadratically constrained least-squares (LQC-LS) decoder for rendering Ambisonics to binaural signals is a recent parametric approach
by (Schörkhuber/Höldrich, AES 2019) which aims at preserving binaural cues also for low order Ambisonics. From a listening experiment by
(Giller/Schörkhuber, DAGA 2019) it is known that for Ambisonics order N>10, this parametric rendering is very close to the reference using Neumann
KU100 dummy head HRTF data, showing about equally good performance on reproduction of space, as well as on sound color and quality. Our
contribution further investigates the performance of LQC-LS for usage of individual HRTF data.
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| 10:40 |
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Perceptual Evaluation of Spatial Resolution in Early Reflections
Matthias Frank, Manuel Brandner, Franz Zotter
[Abstract]
Efficient computation with low latencies is important for rendering interactive, virtual acoustics, especially on mobile devices. In Ambisonic rendering, the computational costs are increasing with the spatial resolution. It is known that direct sound requires a spatial resolution exceeding the order of 3 to be rendered perceptually accurate on headphones, and rendering of the diffuse late part of spatial impulse responses mainly requires preserving the binaural covariance. This study evaluates the perceptual requirements for the intermediate, early reflections. The evaluation employs various settings (e.g. audio material, room size, source position, number of reflections) and compares lower-order playback to a 7th-order reference using head-tracked binaural Ambisonics.
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Sitzungsleitung:
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| F. Zotter, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
| S. Spors, University of Rostock, Institute of Communications Engineering |
| M. Frank, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
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| 14:00 |
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SAQI comparison of CTC, Ambisonics and VBAP
Michael Kohnen, Michael Vorländer
[Abstract]
Auralisations of complex virtual scenarios demand a reproduction technique that is able to deliver multiple perceptual aspects besides good localization and minimal coloration. Especially when auralising rooms with higher reverberation times, the importance of perceptual aspects such as envelopment and sensation of reverberation increases. Three different reproduction techniques, namely binaural Crosstalk Cancellation (CTC), Higher Order Ambisonics (HOA) and Vector-Base Amplitude panning (VBAP) are investigated. The reproduction techniques are implemented on a loudspeaker array with 12 loudspeakers distributed in a spherical segment. The array is setup in an acoustically treated room providing a realistic reproduction environment. To determine the strengths and weaknesses of the mentioned techniques, a SAQI listening test was conducted in order to determine the suitability of each reproduction method for different auralisation scenarios. The findings add up on the results regarding loudness differences and localisation performance of the reproduction techniques presented at DAGA 2019 and DAGA 2021.
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| 14:20 |
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All-Round Ambisonic Decoding: Spread and Correlation
Franz Zotter, Stefan Riedel, Matthias Frank
[Abstract]
All-Round Ambisonic Decoding (AllRAD) has become a standard approach to Ambisonic rendering on surrounding
loudspeakers. The
extensibility of its vector-base amplitude panning (VBAP) layer with imaginary loudspeakers, their muting or downmix,
makes it successfully
customizable to
various common loudspeaker setups, which often exhibit gaps at the bottom or top, quadrilateral loudspeaker groups, or
non-uniform angular
coverage.
And yet, reasonable concerns were raised about potential: (i) spread introduced by the VBAP discretization kernel and (ii)
reduction of decorrelation for
rendering on purely horizontal setups with imaginary loudspeakers for zenith and nadir muted. In this paper, we inspect the rE vector length to assess additional spread introduced by AllRAD, considering a geometrically
uniform setup. As thinkable remedy,
we consider an average rotationally symmetric VBAP’s panning function and investigate if it is a reasonable strategy to
employ it in spherical
deconvolution that compensates for the additional spread.
About the concern related to reduced decorrelation on horizontal setups, we inspect the covariance
matrix of the decoder assuming a spherically isotropic diffuse field, and we investigate in how far vertical focusing to the
horizon is a reasonable way to
preserve diffuse-field rendering on a horiziontal loudspeaker setup.
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| 14:40 |
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Comparison of Ambisonic Loudspeaker Decoders for Channel-Based Material
Markus Radke, Matthias Frank
[Abstract]
Encoding and decoding to loudspeakers in Ambisonics introduces interchannel crosstalk to channel-based material. This study investigates the perceptual impact of this phenomenon for different signals, ambisonic orders, decoders, and listening positions with respect to timbral and spatial quality aspects. Open-access recordings made with different microphone arrays, as well as noise signals are encoded in Ambisonics with different orders. Then they are decoded to a loudspeaker setup matching the channel-based layout using either the AllRAD approach or a sampling decoder. In a MUSHRA-like listening experiment for center and off-center listening positions, perceptual differences to a direct loudspeaker playback of the material are investigated.
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| 15:00 |
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Auralization of a Tuning Fork
Sabina Benatti Camargo, Christian Adams, Tobias Melz
[Abstract]
Auralization is a technique that makes it possible not only to predict the sound power radiated by a vibrating structure, but also to
listen to a simulation of the sound radiated in a simulated environment. One of the main advantages of this method is that a product
can be optimized at an early stage of its development. Listening directly to the results of a simulation gives an immediate impression
of the product’s acoustics and facilitates communication between engineers, customers and workers in an industry. This technique
also allows an improvement of the prototype in terms of acoustic quality, since the psychoacoustic characteristics of the sound are
included in the rendering process. The aim of this article is to auralize the numerical model of an acoustic source and obtain an audio
file that is indistinguishable from the sound experimentally recorded from the physical structure. In a first study aimed at conducting
such an analysis, it is beneficial to use an acoustic source that is not too complex to model and that emits an audible sound. The
tuning fork is an acoustic resonator that meets these requirements and the numerical model of it is the object of study of this
analysis.
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| 15:20 |
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Ambient Sounds in Auralization – Calibration Method for Spherical Microphones
Jonas Heck, Christian Dreier, Michael Vorländer
[Abstract]
Public spaces, such as parks, are an important part of urban design as they are source of recreation in daily life. Those spaces have a high impact on living comfort. This is why they are often subject to soundscape studies which are sometimes missing reproducibility. The auralization of virtual urban environments allows for controlled conditions in perception studies leading to more reliability. However, spatial stimuli of environmental sounds are not typically simulated due to their complexity. Thus, a method needs to be developed that allows to record calibrated dynamic sound scenarios for a hybrid use together with simulated signals in virtual scenes.
For available spherical microphones, the direction-dependent sensitivities are often not available. Therefore, a spherical microphone is calibrated proposing two different measurement approaches. The measurement uncertainties are compared and discussed with regards to the spectral equalization for the use in auralizations.
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Sitzungsleitung:
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| F. Zotter, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
| S. Spors, University of Rostock, Institute of Communications Engineering |
| M. Frank, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Graz |
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| 16:40 |
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Towards a data-driven plane wave decomposition from multichannel room impulse responses
David Schindler, Frank Schultz, Sascha Spors
[Abstract]
The decomposition of a sound field into incoming plane waves is a versatile tool in acoustics. Underlying is an ill-conditioned inverse problem whose solution is numerically challenging especially when considering full audio bandwidth. Based on measurements from rigid spherical microphone arrays, various model-based beamforming techniques have traditionally been applied to address this problem. In room acoustics, the plane wave decomposition is often derived from multichannel room impulse responses. Recently, significant advances have been achieved in the solution of ill-conditioned inverse problems by using data-driven methods. In this contribution, we discuss the application of data-driven methods to compute the plane wave decomposition from multichannel room impulses responses. The influence of practical limitations, like the number of microphones and their self-noise, is investigated to assess the robustness of the approach.
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| 17:00 |
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Plane Wave Radial Filter Design Using Pre-emphasized Time-Domain Representations
Nara Hahn, Frank Schultz, Sascha Spors
[Abstract]
The spatial encoding, manipulation and decoding of a sound field in the spherical harmonics domain requires a discrete-time realization of the radial dependent parts, called radial filters. For plane waves, the spectra of the radial basis functions are described by the spherical Bessel functions and the impulse responses by the Legendre polynomials.
Although the radial filters can be designed efficiently by sampling the time-domain radial functions, the resulting spectrum typically suffers from aliasing. In this paper, we present a radial filter design method where the aliasing is reduced by means of spectral pre-emphasis. The antiderivatives of the radial functions are derived in closed form by exploiting the Rodrigues’ formula. This leads to a spectral shaping of the radial functions that is inversely proportional to the frequency.
Since the energy lying beyond the Nyquist limit is attenuated, the pre-emphasized signal can be sampled with reduced aliasing. The original magnitude spectrum is then restored by applying a differentiation to the sampled signal. In this study, a first-order IIR filter is used as a digital differentiator. The aliasing reduction achieved by the proposed method is demonstrated for different radii and antiderivative orders.
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| 17:20 |
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First measurements of a project on voice directivity
Paul Luizard, Hugo Demontis, Peter Stitt, Fabian Brinkmann, Brian Katz, Stefan Weinzierl
[Abstract]
Voice directivity has been investigated since the 1920’s by means of measurement equipment of increasing accuracy over the years. So far, various geometries of microphone arrays were developed to measure the sound directivity of musical instruments or the human voice. Since exact repeatability cannot be reached by humans, measurements in various directions around the sound source must be made at once. Hence a spherical distribution of microphones was mostly used in previous research, up to 32 points, i.e. a representation on a basis of spherical harmonics up to order 4. Recent developments in MEMS transducer technology made it possible to use such microphones for directivity measurements. The present study used 180 microphones distributed on a circular structure, yielding an angular resolution of 2∘, i.e. a maximal SH order of 89 in the horizontal plane. The measurement setup is presented and the first results on the directivity of several phonemes, in both speaking and singing voice, are discussed. The upcoming steps of the project, including the construction of a spherical microphone array and an artificial talking head, are then exposed for further discussion.
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| 17:40 |
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Analysis and Visualization of Dynamic Human Voice Directivity
Christoph Pörschmann, Johannes M. Arend
[Abstract]
The human voice directivity is highly dynamic, with rapid changes between different phonemes. Even though the human voice directivity has been the
subject of various studies, the perceptual role of these dynamic changes is still quite unexplored.
We present a first analysis and visualization of human voice directivity with its time-variant characteristics when speaking. We captured the sound
radiation of fluent speech with a surrounding spherical microphone array with 32 microphones. We spatially upsampled the dataset using the SUpDEq
(Spatial Upsampling by Directional Equalization) method, which we already evaluated for directivities of individual vowels and fricatives.
The results reveal fast fluctuations of the directivity while speaking. Furthermore, the strength of these fluctuations is rather small and varies by less than
3 dB for frequencies up to 4 kHz in the frontal hemisphere. Our research forms a basis for further perceptual studies investigating the relevance of
dynamic voice directivities in virtual acoustic environments.
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Organisation:
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| M. Kuntz, TU München, Audio Information Processing |
| N. Kolotzek, TU München, Audio Information Processing |
| B. Seeber, TU München, Audio Information Processing |
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| 15:40 |
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Subjective Evaluation of Diffuse Reverberation in TASCAR
Marie Hartwig, Volker Hohmann, Giso Grimm
[Abstract]
TASCAR is a toolbox for rendering interactive virtual acoustic environments. To increase the plausibility of these environments, it is possible to generate reverberation in two different ways: The ”foaconv” plugin implements a partitioned convolution with First Order Ambisonics (FOA) impulse responses. The ”simplefdn” plugin implements a simple Feedback Delay Network (FDN). Both approaches are evaluated and validated by comparing them with real recorded binaural room impulse responses for different rooms. For this purpose, objective room acoustic measures, in particular the T60 and the Direct-To-Reverberant-Ratio (DRR), are considered as well as a subject study in which perceptual measures such as the naturalness or the metallic character of the scenes are evaluated. The obtained results of the two evaluation methods are presented and interpreted, and possible implications for reverberation generation in TASCAR (or similar tools) are derived. The results show that plausible reverberation generation in TASCAR is possible with simple means. However, the room acoustic measures cannot be reliably predicted for different room geometries. Manual adjustments of processing parameters might be necessary to match the desired room acoustic properties.
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| 15:42 |
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Evaluierung von Head-Tracking mittels Webcam zur Einbindung in eine Digitale-Audio-Workstation
Oliver-A. Schmidt, Johann-Markus Batke
[Abstract]
Head-Tracking kann mittels Webcam zur Erzeugung einer dynamischen binauralen Synthese auf gängigen Laptop-Computern umgesetzt werden.
Dies wird im Kontext einer Digitalen-Audio-Workstation (DAW) einer Evaluierung unterzogen. Hierfür wird die Head-Tracking-Komponente (HTK) der DAW mit einem eigens entwickelten WebcamSDK in der Programmiersprache C++ erweitert. Für die Einbindung der Webcam und die Berechnung der Kopfausrichtung des Anwenders anhand der gefilmten Bilder werden Computer Vision (CV)-Technologien verwendet, die als statische Bibliotheken in das WebcamSDK integriert werden. Für die Evaluierung der Realisierung wird ein Hörexperiment mit 15 Versuchspersonen durchgeführt. Dabei bewerten die Versuchspersonen in zwei Durchgängen mit und ohne Webcam-Head-Tracking die Positionen virtueller Schallquellen anhand vorgegebener Lokalisierungspunkte.
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Organisation:
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| M. Kuntz, TU München, Audio Information Processing |
| N. Kolotzek, TU München, Audio Information Processing |
| B. Seeber, TU München, Audio Information Processing |
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| 14:00 |
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Configuration of a real-time auralization framework for complex scenes
Lukas Aspöck, Philipp Schäfer, Michael Vorländer
[Abstract]
Virtual Acoustics (VA) is a modular framework for the real-time auralization of virtual scenes (Stienen et al., 2019; www.virtualacoustics.org). The focus of this software is on rendering and reproducing binaural audio of virtual scenes. Adequate interfaces and configuration possibilities also allow the controlled application of VA in listening experiments. It is not only possible to separately select and configure the rendering and the reproduction technique, but also to combine different rendering approaches. In this way, for example, different update rates for direct sound and reflections can be chosen, and individual rendering techniques for primary sound sources and background sound sources can be defined. In this work, a set of variants to render a complex example scene containing multiple (moving) sound sources are presented, discussed and evaluated with respect to the application in listening experiments.
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| 14:20 |
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Open-Source Simulation Scheduling Framework for Real-Time Auralisation
Pascal Palenda, Philipp Schäfer, Jonas Stienen, Michael Vorländer
[Abstract]
With the increasing popularity and availably of virtual reality equipment for consumers, its usage for research purposes also increased. For this reason,
performing acoustic simulations in real-time is a major point of interest. However, some simulations cannot be optimized enough to meet real-time
conditions. In these cases, a scheduling algorithm can be employed, to distribute simulation inquires and manage the load of the simulation.
In this contribution, a scheduling framework is introduced, that aims to provide best-case results for computationally expensive simulations under real-
time conditions. By design, it is easy to extend with different simulation back-ends and to integrate into auralisation frameworks. Additionally, this
framework provides a mechanism, to filter simulation inquiries and reduce the load on the simulation system. Possible applications of this mechanism will
be discussed.
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| 14:40 |
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Inverse modelling of vehicle pass-by noise for auralizations
Christian Dreier, Johannes Hahn, Michael Vorländer
[Abstract]
The goal of acoustic source modeling for auralizations is to determine source signals and corresponding directivities of technical or environmental noise sources. In the presented approach, a source model of vehicle noise emissions is derived from pass-by measurements by inverse calculation of sound propagation effects. The processing chain compensates on recorded data for the source distance, the Doppler effect as well as atmospheric absorption and ground effect. The emission model can be applied in traffic noise auralizations of virtual urban scenarios and research on well-being and comparison studies of urban soundscapes.
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| 15:00 |
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Extension of the real-time Simulated Open Field Environment for fast binaural rendering
Tong Wang, Bernhard Seeber
[Abstract]
This presentation discusses the extension of the real-time Simulated Open Field Environment (rtSOFE) with binaural rendering of simulated room impulse responses (BRIR) and rendering of non-isotropic reverberation. rtSOFE implements the image source model to simulate (early) sound reflections such that each visible image source is synthesized in the frequency domain followed by the generation of time-domain impulse responses for convolution with the sound. Real-time BRIR rendering extends this pipeline with efficient frequency-domain multiplication of directional head-related transfer-functions using optimized low-level C++ functions based on CPU SIMD instructions. In a hybrid modelling approach, rtSOFE is extended with a multi-band statistical reverberation model to render non-isotropic diffuse reverberation. Tunable parameters offer the flexibility to fit the model to various room acoustical conditions and we discuss modelling outcomes. The extension of rtSOFE with BRIR and non-isotropic reverberation rendering aims at achieving real-time interactivity and high immersion in VR scenes. Approaches for balancing latency and rendering quality is discussed.
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| 15:20 |
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Parametrische Darstellung der Pinnageometrie zur Berechnung von personalisierten Head-Related Transfer Functions
Katharina Pollack, Piotr Majdak
[Abstract]
Personalisierte kopfbezogene Übertragungsfunktionen (engl. head-related transfer functions, HRTFs) sind für die binaurale
Audiowiedergabe von entscheidender Bedeutung. Eine Möglichkeit der bedienungsfreundlichen HRTF Erfassung ist die
numerische Berechnung basierend auf der dreidimensionalen anatomischen Information einer Person. Um zu evaluieren,
welche Parameter eine Pinna ausreichend genau beschreiben, stellen wir in diesem Beitrag ein parametrisches Pinnamodell
und dessen Evaluierung vor. Die Evaluierung wurde sowohl in der geometrischen Domäne mittels der Hausdorff-Distanz als
auch in der psychoakustischen Domäne mittels Lokalisationsfehlern von simulierten Lokalisationsexperimenten ermittelt. Wir
können zeigen, dass die Lokalisationsfehler der berechneten HRTFs vergleichbar sind mit jenen, die mit akustisch
gemessenen HRTFs erreicht wurden. Daraus kann geschlossen werden, dass mit dem vorgestellten PPM nichtpathologische
Ohren ausreichend gut modelliert werden können.
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Organisation:
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| M. Kuntz, TU München, Audio Information Processing |
| N. Kolotzek, TU München, Audio Information Processing |
| B. Seeber, TU München, Audio Information Processing |
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| 16:40 |
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Evaluation of complex acoustic scenes for hearing research and audiology
Stefan Fichna, Bernhard Seeber, Carlos E. Laudeau Bobadilla, Stephan D. Ewert
[Abstract]
In hearing research, the term ecological validity is becoming increasingly important, referring to the degree to which research findings reflect real-life
hearing-related function, activity, or participation. Given that every-day-life acoustic environments are typically complex and often involve enclosed
reverberant spaces, faithful room acoustics simulation and rendering in the laboratory are important for ecological validity in hearing research and
audiology. Here, we evaluate different approaches for generating synthetic room impulse responses (RIR) in comparison to RIR measurements in the
real-life counterparts of simulated acoustic environments. For the evaluation, three very different, publicly available environments were chosen: A Metro
station, a pub, and a living room [zenodo.org/communities/audiovisual_scenes]. Various RIRs for different source and receiver-positons were used. In a
headphone-based comparison, we assessed speech intelligibility, plausibility and a comprehensive set of spatial quality features, including ratings
regarding aspects of the reverberation and the sound source using a multiple-stimuli-with-hidden-reference-and-anchor (MUSHRA) like procedure. In a
loudspeaker-array-based comparison localization was assessed, ensuring externalization. The aim is to conduct these evaluations not only locally, but
across research sites providing important insight into the acoustic and psychoacoustic reproduction variance of each scene, enabling reproducible
science in verified complex acoustic scenes for hearing research and audiology.
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| 17:00 |
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The Virtual Reality Lab: Application of interactive virtual sound environments to hearing-aid research
Volker Hohmann, Giso Grimm
[Abstract]
In order to assess perception with and performance of modern and future hearing devices with advanced adaptive signal processing capabilities, novel evaluation methods are required that go beyond already established methods. These novel methods simulate to a certain extent the complexity and variability of acoustic conditions and acoustic communication styles in real life. This contribution discusses the current state and the perspectives of virtual reality technology use in the lab for designing complex audiovisual communication environments for hearing assessment and hearing device design and evaluation. In an effort to increase the ecological validity of lab experiments, i.e., to increase the degree to which lab data reflect real-life hearing-related function, and to support the development of improved hearing-related procedures and interventions, this virtual reality lab marks a transition from conventional (audio-only) lab experiments to the field. An important factor in this endeavor is interactivity between the listener and the virtual reality , i.e., the realization of subject-in-the-loop procedures. This requires low-delay real-time generation and rendering of dynamic audio-visual content. Work funded by SFB 1330 Hearing Acoustics - project-ID 352015383.
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| 17:20 |
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Investigating the Smoothness of Moving Sources Reproduced with Panning Methods
Matthieu Kuntz, Bernhard Seeber
[Abstract]
The accurate loudspeaker-based reproduction of a sound field over a given area becomes more difficult as the frequency increases, manifesting itself in higher reproduction errors and poorer sound quality. This study investigates the perceived reproduction quality for the reproduction of moving sources. A pink noise source moving in an arc from -30∘ to +30∘ was split into two frequency bands, the lower one played back with Higher-Order Ambisonics, the higher with either nearest loudspeaker mapping, Vector-Base Amplitude Panning or Perceptually Equalized Panning. Participants were asked to rate the smoothness of the sound source, taking both coloration and movement into account, on a 7-point scale ranging from 1 (saccadic) to 7 (continuous), for different angular velocities and cross-over frequencies. Pilot data show that smoothness increases with the cross-over frequency, indicating that conventional panning methods are less suitable for the auralization of moving trajectories than Higher-Order Ambisonics, even at high frequencies. We will also discuss the effect of angular velocity on source and trajectory smoothness.
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Organisation:
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| M. Kuntz, TU München, Audio Information Processing |
| N. Kolotzek, TU München, Audio Information Processing |
| B. Seeber, TU München, Audio Information Processing |
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| 8:40 |
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Acoustically-guided navigation and identification of virtual room shapes
Henning Steffens, Michael Schutte, Stephan D. Ewert
[Abstract]
In the absence of visual and tactile information, the auditory system becomes the primary source to guide human awareness
within the boundaries of an enclosing space. For example, blind humans are able to extract information about a surrounding
room by echolocation, i.e., by interpreting the effects of surfaces and objects on sounds, generating early reflections and late
reverberation. Here we assessed acoustically-guided awareness in interactive virtual environments, combining a real-time acoustic
simulation [based on Wendt et al., JAES, 62, 11 (2014)] with an experimental framework realized within the Unreal Engine 4
(for visual reference conditions). Subjects were seated on a rotating chair in the center of a 3-dimensional 86-channel
loudspeaker system. Virtual sound sources were placed dynamically at the collision point of a virtual ray emitted from the
position of a hand-held controller with the room boundaries. First, navigation through different simple room shapes (I, U, or Z
maze) was investigated. Second, listeners were asked to identify the shape of the virtual environment between different
presented floorplans (e.g., I or T maze) from a fixed position in the room. Available acoustic information of early reflections up
to the n-th order was altered between trials.
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| 9:00 |
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Onset importance in a binaural detection task during an arc-shaped movement trajectory
Norbert Kolotzek, Bernhard Seeber
[Abstract]
For localization, the onset information is known to be highly important, but for a binaural detection task of moving sources, it is unclear it trades with sluggishness. A 500 Hz sine tone, moving on an arc-shaped trajectory ranging from -50∘ to 50∘, was auralized with 17th order Ambisonics and played via 36 horizontally arranged loudspeakers in an anechoic chamber along with noise from the front. The trajectory was split into 5 equally distributed segments. Each segment was passed in 20 or 40 ms. The movement was clockwise or counterclockwise to present the largest binaural cues in each segment either at the onset or at the offset. Detection thresholds were measured for each segment and both movement directions. First results show almost identical detection thresholds across onset conditions. For the most lateral segment, the measured thresholds correspond to the threshold for a static source located at ±50∘, with the largest available binaural cues. It seems that the auditory system, despite the assumption of binaural sluggishness, can use the maximum available cues along a brief trajectory for detecting a moving source in noise regardless whether the maximum is at the onset or offset of the stimulus.
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| 9:20 |
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The Acoustic Signature of Electric Vehicles During Acceleration Impairs Pedestrians' TTC Estimates
Marlene Wessels, Daniel Oberfeld-Twistel
[Abstract]
Earlier studies found no substantial benefit of additional auditory information in time-to-collision (TTC) estimates for objects
approaching at a constant speed, compared to a visual-only condition. However, we previously found that additional auditory
information improved TTC estimations for accelerating internal combustion engine vehicles (ICEVs). Here, we investigated whether
the advantage of auditory information also applies to accelerating electric vehicles (EVs) with and without an acoustic-vehicle-
alerting-system (AVAS). An audiovisual virtual reality setting was used to present ICEVs and EVs with and without AVAS in an
urban traffic scenario. Participants estimated the TTC of vehicles either approaching at constant speed for 5.0 s or traveling at
constant speed for 2 s before accelerating for 3 s. At constant speeds, TTC estimates for both EVs were similar to those for ICEVs.
With acceleration initiated at a lower speed, TTC of both accelerating EVs was substantially overestimated compared to the ICEV -
although the AVAS slightly reduced the overestimation. The results indicate that the acoustic signature of accelerating EVs lacks
salient information to assess TTC as accurately as for ICEVs, which the AVAS can only partly compensate for. This suggests a
potentially higher collision risk when pedestrians interact with EVs without and with AVAS.
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