Additivität und Kommutativität von Pegelanpassungen für Lautheits- und Präferenz-PSEs
* Presenting author
Abstract:
In vorrangegangenen Studien wurde die akustische Güte von Ventilatorgeräuschen in Form von präferenzäquivalenten Pegeln gegenüber einem Referenzgeräusch gemessen. Hierzu wurde mit einem adaptiven Verfahren der Pegel des Ventilatorgeräusches solange variiert bis es gleich präferiert war wie ein Referenzgeräusch mit festem Pegel. Eine Pegelabsenkung des Testgeräusches gegenüber dem Referenzpegel wurde als Pegelzuschlag (Penalty) interpretiert. Ähnlich wurden auch Pegelzuschläge für gleiche Lautheit ermittelt. Bisher wurde nicht getestet, ob die gemessenen Pegelanpassungen additiv und kommutativ sind, was eine Übertragung der bestehenden Ergebnisse auf andere Referenzgeräusche ermöglichen könnte.In Hörexperimenten wurden deshalb präferenz- und lautheitsäquivalente Pegel zwischen zwei Testgeräuschen und jeweils gegenüber dem bisherigen Referenzgeräusch gemessen. Das Referenzgeräusch war ein zwischen 200 Hz und 500 Hz bandpass-gefiltertes weißes Rauschen. Die Testgeräusche basierten auf dem Referenzgeräusch und hatten zusätzlich eine tonale Komponente bei 240 Hz oder einen Tonkomplex mit 8 Teiltönen und gleicher Grundfrequenz.Im Vergleich der zwei Testgeräusche weichen die Pegelanpassungen hinsichtlich der Vertauschung (Kommutativität), sowohl für Präferenz als auch Lautheit, weniger als 0,3 dB voneinander ab. Hinsichtlich der Additivität der Pegelanpassungen ergab sich für die Präferenz ebenfalls ein geringer Unterschied von 0,5 dB gegenüber dem direkt gemessenen Wert. Überraschenderweise wichen die addierten Pegelanpassungen für die Lautheit stärker von der direkt gemessenen Pegelanpassung ab.