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Räumliches Hören bei bilateraler Cochlea-Implantat-Versorgung im vorderen und hinteren Halbkreis mit unterschiedlichen Mikrofoncharakteristiken

* Presenting author
Day / Time: 25.03.2026, 10:20-10:40
Type: Regulärer Vortrag
Abstract ID: DAGA2026/278
Abstract: Das räumliche Hören ist im Alltag von großer Bedeutung, etwa um eine sprechende Person in einer Gruppe zu lokalisieren oder um die Richtung herannahender Gefahren – beispielsweise im Straßenverkehr – frühzeitig zu erkennen. Besonders aus dem rückwärtigen Raum liefert das Gehör oft die ersten Informationen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, den Einfluss unterschiedlicher Mikrofonrichtcharakteristiken des Sprachprozessors auf die Schalllokalisation bei bilateral versorgten Cochlea-Implantat(CI)-Versorgten zu untersuchen. Die Messungen erfolgten in einem Versuchsaufbau mit 31 Lautsprechern in halbkreisförmiger Anordnung. Der bekannte Effekt der Vorne-Hinten-Vertauschung wurde durch entsprechende Positionierung der Versuchsperson im Halbkreis ausgeschlossen. Gemessen wurden sowohl die absolute Lokalisationsgenauigkeit als auch der kleinste wahrnehmbare Richtungsunterschied (Minimum Audible Angle, MAA) für beide Hemisphären. Es wurden die Mikrofoncharakteristiken „omni“ und „natürlich“ der Firma MED-EL untersucht. Im Lokalisationsexperiment kommen zwei Signaltypen zum Einsatz: 1. ein zufälliger Ausschnitt aus dem International Speech Test Signal (ISTS) und 2. ein Rauschsignal, dessen Langzeitspektrum dem des ISTS entspricht und dessen zeitliche Einhüllende der eines eine impulshaften Charakter hat.. Für die MAA-Messung wurde ausschließlich der zweite Signaltyp verwendet. Die Ergebnisse der CI-Versorgten werden mit einer Kontrollgruppe aus normalhörenden Versuchspersonen verglichen.