Contribution

Einfluss der Modulationsrate auf die Verdeckung von Amplitudenmodulationen im tieffrequenten Hörschallbereich

* Presenting author
Day / Time: 26.03.2026, 15:40-16:00
Type: Regulärer Vortrag
Session: Psychoakustik 3
Abstract ID: DAGA2026/146
Abstract: Auf der DAGA 2024 haben wir gezeigt, dass Infraschall (8 Hz) die Wahrnehmung einer dem Hörschall (64 Hz) aufgeprägten Amplitudenmodulation beeinflusst. In jener Studie waren Infraschallfrequenz und Modulationsrate gleich (8 Hz). Die relative Phasenlage zwischen Infraschall und Modulation wurde in 45°-Schritten von 0° bis 315° variiert. Bei der Modulationstiefe an der Schwelle zeigte sich im Mittel über alle Versuchspersonen ein Minimum bei 90° und ein Maximum bei 270°. Der Unterschied zwischen den Schwellen an den Extrema betrug etwa 10 dB. In der aktuellen Studie wird untersucht, welchen Einfluss die Modulationsrate (5 Hz, 6 Hz, 8 Hz, 11 Hz) auf die Modulationsverdeckung eines amplitudenmodulierten 64-Hz-Tons durch einen 8-Hz-Infraschall hat. Die relative Phasenlage war in jedem Trial zufällig. Für einige Versuchspersonen wurde das Experiment für feste Phasenlagen wiederholt. Generell scheint der Infraschall die Wahrnehmung der Modulationen negativ zu beeinflussen. Es wird diskutiert, in wieweit die Daten im Einklang mit der Idee einer Modulationsratenselektivität sind.